Addie Blackwood bereut nichts so sehr wie jene Nacht letzten Sommer. Nachdem sie ihrer Schwester Fiona scheußliche Dinge an den Kopf geworfen hatte, wurde diese tot am Grund einer Schlucht gefunden. Die Polizei spricht von einem Unfall, aber Addie ist sich Fiona wurde gestoßen - und zwar von Thatcher Montgomery, dem reichen Nachbarsjungen, der unglücklich in Fiona verliebt war. Doch dann wird Thatchers Leiche ein Jahr später in derselben Schlucht gefunden, und Addie wird selbst zur Verdächtigen. Ihr einziger Verbündeter - und zugleich ihr Alibi - ist Seth, mit dem sie seit Kindheitstagen auf Kriegsfuß steht. Schaffen die beiden es, zusammenzuhalten, um den wahren Täter zu finden?
Dieses Buch gibt es in zwei mit und ohne Farbschnitt. Sobald die Farbschnittausgabe ausverkauft ist, liefern wir die Ausgabe ohne Farbschnitt aus.
Addie ringt noch immer mit dem Tod ihrer Schwester Fiona, die vor genau einem Jahr bei einem Sommerfestival in eine tiefe Schlucht gestürzt ist. Zuvor hat sie Fiona mit Thatcher, dem reichen Nachbarjungen der Montgomerys gesehen, als sie sich lautstark stritten. Seitdem ist sie sich sicher, dass er ihre ältere Schwester ermordet hat. Obwohl die Polizei den Tod von Fiona als Unfall oder Suizid einstuft, setzt Addie alles daran, sie von einem Mord zu überzeugen. Unter einem Pseudonym schreibt sie sogar in einem True-Crime-Forum, um Aufmerksamkeit für den Tod von Fiona zu erzeugen.
Als die Mitglieder der Familie Montgomery den darauffolgenden Sommer in die Stadt zurückkehren, sieht Addie ihre Chance gekommen, Thatcher zur Rede zu stellen und ihm ein Geständnis zu entlocken. Doch als Thatcher unter denselben Umständen ums Leben kommt, gerät Addies Theorie ins Wanken. Ist der Täter noch immer auf freiem Fuß – und könnte sie sein nächstes Opfer sein? Addie wird zur Hauptverdächtigen - gemeinsam mit Seth, Thatchers Cousin, mit dem sie beide Male zur Zeit der Unfälle zusammen war. Doch auch Seth gehört zum reichen Montgomery Clan und Geld regiert bekanntlich die Welt....
Der Jugendthriller beginnt ruhig. die Spannung baut sich eher langsam auf. Das Setting und die Personen werden vorgestellt und die Hintergründe zum Tod von Addies Schwester dargelegt. Die Kleinstadtatmosphäre und das Sommerfeeling habe ich gefühlt. Die Geschehnisse des vergangenen Sommers hinterließen bei allen deutliche Spuren, und auch Addies komplizierte Familiensituation verleiht der Geschichte zusätzliche Emotionen.
Die Dynamik zwischen Seth und Addie konnte man spüren, aber den angegebenen Trope "Enemies to Lovers" fand ich nicht passend. Man erkennt schon zu Beginn, dass die beiden sich mögen. Neben den Montgomery Clan spielen auch Jeremy, Addies Ex-Freund, und ihre ehemalig beste Freundin Gen, eine große Rolle.
Die Charaktere wirkten authentisch und greifbar. Sie haben Ecken und Kanten und man konnte ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Addie ist ein junges, eher verschlossenes Mädchen, welches seit dem Weggang ihrer Mutter voller Selbstzweifel steckt. Sie fühlt sich auch schuldig am Tod ihrer Schwester, weil sie sich zuvor noch gestritten hatten. Addie wollte nicht, dass Fiona die Familie wegen ihrer Liebe zum Ballett verlässt und war neidisch auf ihr Stipendium. Nun waren nur noch ihr Vater und ihr kleiner Bruder Davy übrig. Ihre Verzweiflung, ihre Unsicherheit und ihr Frust kam beim Lesen deutlich rüber, sodass ich mich gut in ihre Lage hineinversetzen konnte.
Addies Bruder Davy hingegen war mir zu wenig greifbar und zeigte immer wieder verschiedene Charaktereigenschaften, die sich widersprachen. Man hatte das Gefühl, dass seine Figur einfach den Anforderungen der jeweiligen Szenen angepasst wurde.
Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen. Es gab einige Verdächtige, wobei ich bald den richtigen Riecher hatte, aber meine Tendenz nicht wirklich erklären konnte. Die Auflösung war deshalb nicht wirklich überraschend für mich. Das Motiv für die Morde konnte mich am Ende allerdings nicht vollständig überzeugen.
Fazit: Ein Jugendthriller perfekt für Einsteiger ins Genre, der sich gut lesen lässt, aber dem es manchmal etwas an Spannung fehlt.
Dieser Jugendthriller spielt in einem kleinen Ort, in dem der Tod von Fiona wie ein Schatten über allem liegt. Ein Jahr nach ihrem Tod versucht ihre beste Freundin Addie Blackwood, in ein normales Leben zurückzufinden, doch ein neuer Sommer, ein Festival und merkwürdige Ereignisse reißen alte Wunden wieder auf. Während Addie mit ihrer Schuld und ihrer Erinnerung an die Nacht von Fionas Tod kämpft, wird immer klarer, dass die Wahrheit gefährlicher ist als die Lügen, mit denen sich die Clique eingeredet hat, weitermachen zu können.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, weil ich den Schreibstil flüssig und einfach zu lesen empfand. Dadurch kam ich auch schnell in die Geschichte rein. Besonders mochte ich, wie Addie Erinnerungen an Fiona immer wieder unvermittelt in die Gegenwart brechen und dadurch deutlich wird, wie sehr sie noch in dieser Nacht feststeckt. Dadurch konnte man ihre Gefühle gut nachvollziehen und es wirkte sehr realistisch.
Fiona selbst bleibt trotz ihres Todes eine sehr präsente Figur für mich. Durch Rückblenden und Gespräche der anderen entsteht nach und nach das Bild eines Mädchens, das gleichzeitig charismatisch und verletzlich war, jemand, der andere mitreißt, aber auch Grenzen überschreitet. Ich fand spannend, wie meine Sympathie für Fiona immer wieder schwankte und ich mich fragen musste, ob sie eher Opfer, Täterin oder irgendetwas dazwischen war. Gerade diese Gefühle, die das in mir ausgelöst haben, macht ihre Figur im Buch für mich so eindringlich.
Auch die Dynamik innerhalb der Clique hat mir sehr gefallen. Die Spannungen zwischen Addie und den anderen, die unausgesprochenen Vorwürfe und die Loyalität, die nach außen hin aufrechterhalten wird, obwohl innen längst Risse sichtbar sind, wirken echt und haben eine spannende Dynamik ergeben. Figuren, die im ersten Moment wie normale Nebencharaktere wirken, bekommen mit der Zeit eigene Motive und Geheimnisse, sodass ich immer wieder meine Einschätzung ändern musste. Das hat für mich den Reiz des Thrillers ausgemacht, weil sich die Verdachtsmomente ständig verschoben haben und es ständig Überraschungen gab.
Mir hat dieser Jugendthriller insgesamt sehr gut gefallen, und ich freue mich sehr auf weitere Bücher der Autorin! Sehr zu empfehlen.
Fiona wurde vor einem Jahr tot in einer Schlucht gefunden. Bis heute bereut ihre Schwester Addie Blackwood jene Nacht, denn Fiona und sie sind nicht im Guten auseinander gegangen und im Gegensatz zur örtlichen Polizei ist Addie sich sicher, dass Fiona keinen Suizid begangen hat, sondern von jemanden gestoßen wurde. Ein Jahr lang beschuldigt sie Thatcher Montgomery ihre Schwester umgebracht zu haben, doch dann wird auch Thatchers Leiche am Grund der Schlucht gefunden und Addie wird zur Verdächtigen. Der einzige dem Addie vertrauen kann ist Seth, denn mit ihm war sie zum Todeszeitpunkt zusammen und die beiden versuchen alles, um den wahren Mörder zu überführen.
Dead Girls Don’t Dance von MK Pagano ist ein atmosphärischer Jugendthriller, der bereits mit der ersten Seite eine Sogwirkung erzeugt. Die Geschichte erleben wir aus der Perspektive der 18-jährigen Addie Blackwood, die vor einem Jahr ihre Schwester verloren hat und unter Schuldgefühlen und Verlustängsten leidet. Genau diese Gefühle kommen unfassbar schnell zur Geltung, sodass ich mich gut in Addies Gefühlswelt hineinversetzen konnte. Ich war zudem positiv überrascht, dass das Buch nicht langsam anfängt, sondern sehr schnell eine starke Atmosphäre aufbaut, die einen angespannt zurücklässt und einen durch die Seiten peitscht.
Die Story selbst ist für Erwachsene möglicherweise zu seicht, für einen Jugendthriller empfand ich es über weite Strecke jedoch sehr stark. Der Thrill kommt allerdings weniger über Gefahren und Ermittlungen, sondern mehr über die Gefühlswelt Addies und die Frage nach dem möglichen Täter, die bis zuletzt offen bleibt und überraschen kann. Gegen Ende nimmt dann jedoch auch die Spannung nochmal zu!
Lediglich die Konstellation zwischen den Blackwoods und den Montgomerys war mir etwas zu viel und auch das Tatmotiv wirkt im Kontext sehr heftig und ihm hätte wohl etwas mehr Tiefe in der Auflösung gut getan. Dennoch konnte mich Dead Girls Don’t Dance wahnsinnig gut unterhalten!
„Dead Girls Don't Dance“ von M. K. Pagano ist ein klassischer Jugendthriller, der sich für mich vor allem durch seine vielschichtigen Charaktere und deren Beziehungen zueinander auszeichnet. Wir begleiten die Protagonistin Addie dabei, den mysteriösen Todesfall ihrer Schwester aufzuklären. Je tiefer sie dabei gräbt, desto mehr Geheimnisse kommen ans Licht und desto größer werden ihre Zweifel daran, wem sie eigentlich noch vertrauen kann. Addie empfand ich als sehr sympathische und nachvollziehbar gezeichnete Protagonistin. Besonders ihr von Selbstzweifeln geprägtes Selbstbild wurde deutlich herausgearbeitet. Auch ihre Beziehung zu Seth gestaltet sich erstaunlich kompliziert und für das Alter der Figuren durchaus komplex. Die Dynamik zwischen den beiden war spannend zu verfolgen und hat der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen. Die Handlung entfaltet sich vor der Kulisse einer sommerlichen Kleinstadt, in der scheinbar jeder jeden kennt. Die Betonung liegt dabei auf scheinbar. Hinter den Fassaden verbergen sich zahlreiche Geheimnisse, und die Spannung entsteht vor allem durch die Beziehungen der Figuren untereinander, das stetig wachsende Misstrauen und die nach und nach aufgedeckten Wahrheiten. Der Spannungsbogen bleibt dadurch über die gesamte Geschichte hinweg sehr konstant. Wer actionreiche Thriller erwartet, könnte hier möglicherweise enttäuscht werden. Für mich persönlich hat das jedoch gut funktioniert. Die Auflösung war für mich zwar relativ früh absehbar, meinen Lesespaß hat das aber nicht geschmälert. Der Fokus lag für mich ohnehin stärker auf den Figuren und ihren Beziehungen als auf der eigentlichen Enthüllung. Dazu kommt ein angenehmer Schreibstil, der dafür sorgt, dass man schnell durch die Seiten fliegt. Insgesamt eine unterhaltsame Lektüre für zwischendurch und eine klare Leseempfehlung, besonders für jüngere Fans des Genres. 📚
Vor einem Jahr wurde Addies Schwester Fiona tot in der Schlucht im Wald aufgefunden. Was damals wirklich passiert ist, ist bis heute nicht klar und solange die Wahrheit nicht aufgedeckt ist, ist keiner in Sicherheit. Ich kam gut in das Buch rein. Das Buch war flüssig zu lesen und von Anfang an spannend. Über das ganze Buch hinweg, habe ich mit Seth und Addie gerätselt, was genau passiert ist. Der Plottwist war nicht soo überraschend, aber trotzdem war es nicht eindeutig, in was für eine Richtung sich die Story entwickelt. Die Charaktere waren gut beschrieben. Ich fand es nur unnötig, wie viel Sorgen sich Addie die ganze Zeit um ihren Bruder gemacht hat. Natürlich ist das teilweise verständlich, wenn man bedenkt, was ihrer Schwester zugestoßen ist, doch das gibt ihr noch lange nicht das Recht in sein Liebesleben dazwischenzufunken. Allgemein hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es eignet sich auf jeden Fall als beach read und generell für den Sommer. Die Vibes stimmen auf jeden Fall. Von mir also eine Empfehlung. Ich habe dieses Buch im Rahmen der Premiere als kostenloses Leseexemplar von Lovelybooks erhalten. Vielen Dank nochmal. Das Lesen hat sehr viel Spaß gemacht