Trügerisches La Rochelle: Commissaire Chevalier ermittelt an der Atlantikküste. Mörderische Spannung vor Urlaubskulisse - Fall 4 für den sympathischen ... (La-Rochelle-Krimireihe)
Ein sonniger Morgen an der Küste von La Rochelle. Commissaire Chevalier hilft seinem Schwager in den Austernbänken, da erreicht ihn der Ruf zu einem außergewöhnlichen Bei Arbeiten an einem Windpark auf hoher See ist ein Mann tödlich verunglückt. Als Chevalier und sein Team bei heftigem Seegang auf dem Installationsschiff eintreffen, erwartet sie das Schweigen einer eingeschworen wirkenden Crew. Der Tote scheint alles andere als beliebt gewesen zu sein, und was zunächst wie ein tragischer Unfall aussieht, entpuppt sich bald als Mord. Eines Täters, der sich immer noch an Bord befinden muss ...
Commissaire Chevalier wird zu einem sehr ungewöhnliche Toten geführt, der auf einem Installationsschiff für Windanlagen gefunden wurde. Es war schon schwierig auf dieses Schiff zu gelangen und genauso schwierig entwickeln sich die Ermittlungen. Es war anfangs gar nicht klar, ob es ein Unfall oder Mord war. Doch nach und nach kristallisierte sich heraus, dass es sich um Mord handelte. Die Ermittlungen auf dem Schiff erwiesen sich als erschwert, weil die Arbeiter nicht mit ihnen sprechen wollten. Da der Tote auch nicht viele Sympathisanten auf dem Schiff hatte, kamen auch viele als Verdächtige in Frage. „Trügerisches La Rochelle“ von Jean-Claude Vinet ist ein Krimi, dessen fall sich diesmal hauptsächlich im Atlantik auf einem Schiff handelt. Ein sehr spannender Fall im Umfeld von Gewinnmaximierung und ökonomischen Interessen, in dem Menschen nur Marionetten in einem großen Spiel sind. Tote und Verletzte werden hier scheinbar in Kauf genommen. In diesem Milieu muss nun Chevallier und sein Team ermitteln. Unter erschwerten Bedingungen und der Autor versteht es sehr gut die beklemmende Atmosphäre fühlbar zu beschreiben. Die Ermittlungen ziehen sich sehr in die Länge, was allerdings auch kein Wunder ist, da die Aussagen nur spärlich gemacht werden und es auch einige Zeit dauert bis alle Informationen an die Polizei gegeben werden, um nicht gegen wirtschaftliche Interessen zu verstoßen. Zum Ausgleich beschreibt der Autor die private Situation von Chevallier und seiner Frau und ich habe manchmal den Eindruck, er möchte hier ein bisschen die andere Welt zeigen neben den Kriminalfällen. Ich finde diese Mischung sehr interessant, da sie auch immer wieder die trockenen Ermittlungen unterbrechen und so für den Fluss der Geschehnisse sorgen. Die Sprache ist sehr bildhaft, die Story sehr authentisch und der Spannungsbogen sehr gut entwickelt. Überraschungen sind mit eingepreist und halten die Story am Leben. Ich finde diesen Krimi sehr gut und ich habe auch schon andere Fälle von Commissaire Chevallier verfolgt und finde seine unaufgeregte Ermittlungsarbeit sehr interessant. Ich finde ein sehr gelungener Krimi und gut zu empfehlen.
Auf der Baustelle eines Offshore-Windparks nahe Rochelle wird ein Toter gefunden – Unfall, Selbstmord, Mord es ist nicht ganz klar. Commissaire Chevalier wird von seiner beschaulichen Arbeit mit seinem Schwager zum Einsatz auf dem Installationsschiff gerufen. Hier begegneter er einer eingeschworenen Crew, die durch die Distanz zum Festland isoliert ist, ist man doch einige Wochen am Stück auf dem Installationsschiff – ohne Empfang. Bald ist klar, dass es kein Unfall sein kann- trotz stürmischer See. Doch wer ist der Täter, er muss sich doch noch auf dem Schiff befinden.
Die Erzählung folgt dem klassischen Whodunit Prinzip der Kriminalromane: Ermittlungen des Teams um Commissaire Chevalier verlaufen in klassischer Polizeimanier. Man verfolgt Spuren, sucht Motive, landet in Sackgassen und wird durch so manche Entwicklung überrascht. Besonders spannend ist dabei die Tatsache, dass sich der Täter an Bord dieses Installationsschiffes befinden muss.
Neben der Hauptermittlung taucht man auch in einem gewissen Maße in das Privatleben des Ermittlerteams ein. Man lernt einerseits ein doch entspannteres Privatleben des Commissaires kennen, andererseits aber auch private Ermittlungen in der eigenen Familiengeschichte. Damit lernt man den Ermittler auch von einer anderen Seite kennen und lernt ihn sehr zu schätzen.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm und auch sehr bildhaft. Man nimmt die geschilderte Atmosphäre in der wundervollen Stadt Rochelle gut war, ein maritimes Lebensgefühl, dass gleich Urlaubslüste weckt. Aber auch der Windpark und die technischen Details sind detailliert, aber auch verständlich dargestellt, so dass man auch gleich etwas fürs Leben lernt. Gelungen fand ich, wie das alles miteinander verknüpft wurde.
Für mich war dies der erste Roman aus dieser Krimiserie. Auch wenn dieser ohne Probleme für sich alleine gelesen werden konnte, werde ich bei Gelegenheit die restlichen Bände ansehen, um besser in die Geschichte um den Commissaire einzutauchen.
Cover: Ein wunderschönes Cover das ein Bild des Handlungsortes zeigt.
Inhalt und meine Meinung: Dies ist der vierte Fall von Commissaire Chevaier, leider habe ich die ersten drei Bände nicht gelesen und mir blieb Chevalier auch unnahbar und alles was so persönlich um ihn herum war blieb mir fremd und bruchstückhaft. Auch das Team um Chevalier bleibt mir fremd und blass.
Bei Arbeiten an einem Windpark, kommt ein Mann auf einem Schiff zu Tode.
Die Krimihandlung ist spannend aufgebaut. Obwohl der Täter auf dem Schiff zu finden sein muss, und daher nur eine begrenzte Anzahl von Personen in Frage kommt, tun sich die Ermittler schwer ein Motiv zu finden und den richtigen Ermittlungsansatz zu verfolgen. Immer wieder müssen sie von vorne anfangen weil sich neues ergeben hat und somit alle bisherigen Absätze verworfen werden müssen.
Privat versucht Chevalier die Vergangenheit seiner Mutter zu enthüllen, hierzu gab es ein paar Bruchstücke, aber da mir viel Vorwissen fehlt ist es zwar bestimmt spannend aber es stört mich dann mehr beim Lesen. Genauso die Andeutungen zu den „Beziehungen“ seines Vorgesetzten zur rechten Szene.
Autor: ean-Claude Vinet ist das Pseudonym eines deutschen Autors von Kriminalromanen, den seine Liebe zu der wundervollen Region um La Rochelle am Atlantik dazu inspiriert hat, diese zum Schauplatz seiner neue Krimi-Reihe zu machen. Der Autor, der von sich behauptet, kein Land besser zu kennen als Frankreich, lebt mit seiner Familie in Trier
Mein Fazit: Ein interessanter Krimi, mit viel Hin und Her und vielen Wendungen. Allerdings sollte man die ersten Bände gelesen haben, sonst bleiben der Kommissar und auch die anderen Personen fremd. Ich habe einfach nicht rein gefunden deshalb von mir 3 Sterne.
Trügerisches La Rochelle ist ein atmosphärischer und klug aufgebauter Krimi. Das Setting auf dem Installationsschiff mitten im Atlantik erzeugt eine besondere Spannung, die sich durch den gesamten Roman zieht. Die Ermittlungen entwickeln sich schrittweise, mit immer neuen Wendungen, ohne dass man den Täter frühzeitig erahnen kann. Die Schauplätze rund um La Rochelle sind lebendig beschrieben und geben der Geschichte zusätzlich Tiefe. Ein sehr gelungener Krimi mit starker Spannung und überzeugender Hauptfigur. 5 Sterne.