Der neue große Zweiteiler der Bestsellerautorin! Eine Hamburger Reedertochter will mehr vom Leben, als sie darf. Ein Tagelöhner hat das seine bereits aufgegeben. Eine schicksalhafte Liebe entsteht – zum Beginn der Seenotrettung in Hamburg und in den norddeutschen Seebädern.
Coralin ist Reedertochter aus gutem Hamburger Hause – doch sie muss aus ihrem alten Leben fliehen und findet sich von einem Tag auf den anderen als Hauslehrerin im Seebad Norderney wieder. Schon in der ersten Woche geraten sie und ihre Schülerin Emmi bei einem Ausflug in Seenot. Die Nordsee ist unberechenbar, und die Ebbe zieht ihr Ruderboot weit aufs offene Meer!
Der Tagelöhner Onnen versteht diese Ignoranz der Badegäste einfach nicht … Kein Respekt vor Meer und Gezeiten! Als auch die junge Emmi und ihre Hauslehrerin Cora aufwendig gerettet werden müssen, hat er erst wenig Lust, die beiden als Fremdenführer über die Insel zu bugsieren. Weil er dringend Geld braucht, nimmt er den Job trotzdem an.
Bald schon merkt Cora, dass der verschlossene Onnen ihr von Tag zu Tag mehr bedeutet. Regelmäßig verschwindet er jedoch und kehrt erst Tage später missgelaunt zurück. Was hat er zu verbergen? Sie selbst hütet ebenfalls eisern ihr Niemand darf herausfinden, wer sie wirklich ist …
«Miriam Georg hat einen ganz eigenen kraftvollen Stil.» Meins
Klappentext: Niemand darf erfahren, wer Cora wirklich ist! Die Reedertochter muss aus ihrem alten Leben in Hamburg fliehen und nimmt unter falschem Namen eine Stelle als Hauslehrerin im Seebad Norderney an. Doch die Nordsee ist unberechenbar. Schon kurz nach ihrer Ankunft bringt Cora sich und ihre Schülerin Emmi in Lebensgefahr … Der Tagelöhner Onnen beobachtet das Unglück. Kein Wunder, dass die unwissenden Badegäste ständig in Seenot geraten. Ausgerechnet mit dieser Gouvernante soll er nun zusammenarbeiten. Weil er dringend Geld braucht, nimmt er den Job an. Von Tag zu Tag kommen Cora und Onnen sich näher. Doch Onnen hat eine Vergangenheit auf seiner Heimatinsel Borkum, die er fest in sich verschlossen hält. Und Cora hat Menschen in Hamburg, die sie verzweifelt zurückholen wollen. Aber das darf nicht passieren. Niemand darf erfahren, wer Cora ist und was sie getan hat …
„Sturmland“ ist der erste Band der Sturmland-Saga von Miriam Georg. Die Autorin hat mich schon mit einigen Romanen begeistert, und immer, wenn ein neuer Roman erscheint, bin ich schon ganz aufgeregt, dieses Buch zu lesen.
Cora ist die Tochter eines Reeders aus Hamburg. Nach dem Tod ihrer Mutter verlässt Cora Hamburg, um eine Stelle als Gouvernante für die 10-jährige Tochter Emmi, die Tochter des Architekten Alexander Klaasen, anzutreten. Emmi soll sich auf Norderney erholen, die Seeluft ist gut gegen die Symptome der Tuberkuloseerkrankung. Doch kurz nach dem Eintreffen auf Norderney, geraten Cora und Emmi in Gefahr. Inselbewohner und der Tagelöhner Onnen sorgen für ihre Rettung. Onnen wird von Alexander Klaasen beschäftigt, um auf Emmi und Cora aufzupassen. Onnen nimmt die Stelle nur an, weil er dringend Geld braucht. Die Gouvernante ist ihm unsympathisch. Und trotzdem nähern sich beide nach einiger Zeit an.
Miriam Georg hat interessante Charaktere entworfen und lebendig werden lassen. Cora war mir vom ersten Augenblick an sympathisch. Sie ist eine wissbegierige und intelligente Frau. Das war in dieser Zeit und in den Kreisen, in denen Cora verkehrt ist, nicht üblich. Sie hat Hamburg verlassen und ein Geheimnis, von dem niemand erfahren darf, mitgenommen.
Auch Onnen ist ein wichtiger Charakter. Zu Beginn konnte ich ihn nicht einschätzen. Je länger ich ihm gefolgt bin, umso sympathischer wurde er mir. Auch Onnen hat ein Geheimnis. Von seinem Leben auf Borkum darf niemand erfahren.
Miriam Georg erzählt die Geschichte sehr interessant. Es ist nicht nur eine Liebesgeschichte auf Norderney. Die Autorin vermittelt ihren Leser*innen die Anfänge der Seenotrettung auf eine unterhaltsame und auch auf eine interessante Art.
Die beiden Charaktere Cora und Onnen stehen für die verschiedenen Gesellschaftsschichten. Cora kommt aus gutem Haus und hatte nie Geldsorgen. Onnen ist Tagelöhner und lebt quasi von der Hand in den Mund.
Die Zeit, die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, spiegelt die Autorin realistisch wider. Der Schreibstil von Miriam Georg ist flüssig und gut verständlich. Gekonnt lässt sie die Spannung in der Geschichte stetig ansteigen.
„Sturmland“ ist ein Roman mit romantischen wie auch dramatischen Szenen. Ich freue mich schon auf den 2. Band „Salzwind“, der schon am 6. 10. erscheinen soll.
"Sie hatte ihre Geduld mit Männern schon vor langer Zeit verloren."
"Cora hatte immer gewusst, dass sie irgendwann heiraten musste, aber sie hatte gedacht, dass sich schon alles fügen würde. Doch inzwischen dämmerte ihr, dass die Dinge sich fast nie fügten. Man fügte sich. Die Frauen fügten sich. Ihre Mutter hatte sich gefügt, ihre Großmutter hatte sich gefügt, eigentlich alle Frauen, die sie kannte, hatten sich gefügt."
"«Ich habe immer ein Buch dabei.» Sie lächelte wieder. «Was soll ich denn sonst tun, wenn mir langweilig wird?»"
Grandiose Geschichte voller Spannung, Emotionen und Geheimnissen Mit ,, Sturmland " hat die hervorragende Autorin Miriam Georg ihr neuestes Buch herausgebracht. Es ist der erste Teil einer Dilogie, die den Leser auf eine spannende Zeitreise nach Norderney und Borkum entführt. Ein packender Auftakt, den ich nicht weglegen konnte, bevor der letzte Satz gelesen war.
Die Reedereitochter Cora nimmt heimlich eine Anstellung als Gouvernante an, um nach dem Tod ihrer Mutter aus ihrem bisherigen Leben zu fliehen. Sie begleitet 1860 den Architekten Alexander Klaasen und seine 10jährige Tochter Emmi nach Norderney. Die Nordseeluft soll die Symptome der Tuberkuloseerkrankung lindern. Da Cora eine ausgesprochen gute Bildung hat, viel umfassender als andere Frauen in dieser Zeit , wird sie die wissbegierige Emmi auch unterrichten. Kurz nach ihrer Ankunft geraten die beiden in Seenot. Nur durch das beherzte Eingreifen einiger Inselbewohner können sie gerettet werden. Da Alexander Sorge hat, daß nochmals etwas Unvorhergesehenes passiert, beauftragt er den Tagelöhner Onnen , fortan auf seine Tochter und Cora aufzupassen. Trotz anfänglicher Abneigung kommen sie sich allmählich näher. Doch beide haben Geheimnisse von denen niemand erfahren soll. Können sie sich dem anderen öffnen und haben ihre aufkommenden Gefühle füreinander eine Chance?
Miriam Georg fängt Dank hervorragender Recherche die Atmosphäre und das schwierige Leben auf Norderney und Borkum, wo Wind, Wetter und Gezeiten das alltägliche Leben bestimmen, absolut authentisch ein. Während Norderney schon Ende des 18. Jahrhunderts Seebad wurde und im Sommer zahlreiche betuchte Kurgäste beherbergt, geht es auf Borkum noch sehr viel ursprünglicher zu. Für die wenigen Gäste rücken die Bewohner in ihren kleinen Häusern zusammen , um etwas Geld zu verdienen. Die karge Landschaft lässt nur wenig Acker-und Gartenbau zu , vieles Notwendige und besonders Luxus muß vom Festland geholt werden. Die Bewohner leben hauptsächlich von der Fischerei, für die viele Männer, lange unterwegs sind.
Eindrucksvoll schildert die Autorin die Anfänge der Seenotrettung, die es dort noch nicht gab. Die Männer , die zum Retten mit ihren eigenen Booten bei Wind und Wetter hinaus fahren, riskieren ihr eigenes Leben und , sollte ihnen etwas zustoßen, droht ihrer Familie tiefe Not und Armut. Da muss schon sehr stark abgewogen werden, ob man das Risiko eingeht oder Leben rettet.
Die Figuren sind lebendig und mit all ihren Charakterzügen realistisch ausgearbeitet. Durch Cora, die mir von Beginn an sympathisch ist, erhält man Einblicke in die gesellschaftlichen Gepflogenheiten der Oberschicht, die sie mit ihrem freien, modernen und sehr gebildeten Verstand kritsch, fast feministisch betrachtet. Frauen hatten kaum Rechte und stets haben Eltern oder Partner über ihr Leben bestimmt.
Onnen ist ein herzensguter Mann, den das Leben zu einem knurrigen, stillen und in sich gekehrten Mann werden ließ. Emmi ist ein tolles Mädchen, das ich sofort ins Herz geschlossen habe. Ihr Wissensdurst lässt auf eine großartige Zukunft hoffen, wenn man sie lässt und sie ihre Krankheit übersteht. Was bei der Behandlung des furchtbaren Inseldoktors infrage steht. Aus heutiger Sicht völlig inkompetent, dafür selbstverliebt und überheblich.
Der Schreibstil von Miriam Georg ist absolut großartig. Leicht und flüssig zu lesen , schafft sie es mit jeder Seite die Spannung zu steigern , so daß ich mit den Personen durchgehend mitgefiebert, gezittert, gehofft und gelitten habe. In ihre Gedanken und Gefühle ihre Ängste und Sorgen, konnte ich mich jederzeit perfekt hineinversetzen. Auch Herzklopfen und zarte Momente finden ihren Platz in diesem spannenden und packenden Roman. Die Schicksale der so unterschiedlichen Charaktere haben mich schockiert und berührt. Schon jetzt vermisse ich Cora und ihre Wegbegleiter. Besonders der Cliffhanger am Ende lässt mich ungeduldig auf den zweiten Teil ,, Salzwind " warten , der am 6. Oktober diesen Jahrees erscheinen wird.
Miriam Georg hat mich mit diesem atmosphärisch dichten Roman, mit den äußerst starken Figuren, dramatischen Szenen, großen Geheimnissen , Gefühlen und der packenden Handlung absolut begeistert. Von ganzem Herzen eine absolute Leseempfehlung. Ein Lesehighlight!
Inhalt siehe Klappentext. Eine neue Reihe von Miriam Georg, Schauplatz im Norden (Norderney und Borkum), Hauptperson eine starke Frau, da konnte ich nicht nein sagen. Ich mag die Bücher der Autorin, man ist schnell im Geschehen angekommen und fühlt sich den Personen nahe. Ich fand schon die Einleitung, für wen das Buch ist, wunderbar, auch das Zitat von Virginia Woolf kann sich lesen lassen. Ich lese gerne Romane, die in der Vergangenheit, hier 1860, spielen, weil das eine Zeit ist, zu der ich niemanden mehr aus der Familie befragen kann und mich auf eine gute Recherche der Autoren verlassen will, um mehr über diese Zeit zu erfahren, als Frauen scheinbar noch nicht zählten. Die Inseln Norderney und Borkum kenne ich persönlich nicht, habe jedoch schon einige Romane gelesen, die dort spielen - irgendwann werde ich doch mal hinreisen. Die ersten Sätze über Cora, eine Frau, die 1860 einfach mal so, ohne Ziel, draussen rumläuft, einzig mit dem Ziel, den Kopf freizubekommen, gefallen mir sehr gut. Wenn ich einen klaren Kopf brauche, gehe ich ebenfalls laufen oder schwimmen (ging damals wohl auch nicht). Die Reise nach Norderney, als Kur für Emmi gedacht, beginnt abenteuerlich für Cora, ich denke, sowohl bei ihr, als auch bei Onnen, hatte es damals schon minimal gefunkt, aber keiner wollte es eingestehen. Herrlich zu lesen, wie sie ihren Kontakt gering halten und absolut klein, unbedeutend wirken lassen wollen, dabei doch Beide ganz anderen Gedanken nachhängen. Cora hat bewusst ihre vorgeschriebene Vergangenheit hinter sich gelassen, in die man sie gezwängt und genötigt hat. Onnen kämpft immer noch mit seinen Geistern der Vergangenheit, unglaublich, was es damit auf sich hat. Beide sind vorbelastet und suchen Halt. Bisher hat mich Miriam Georg immer mit ihren historischen Romanen fesseln können, das war auch diesmal der Fall, wenn man die Familie Klaasen zur Kur der an Tuberkulose erkrankten Emmi nach Norderney begleitet, Cora praktisch der letzte Strohhalm einer Gouvernante für Alexander ist und auch sie auf diesem Weg etwas Licht am Horizont sieht. Die Zustände und Situationen der Menschen 1860, die Gegend, das Wetter mitsamt all seinen Gefahren, werden ausführlich dargestellt, es macht einfach Spaß, „Sturmland“ mit seinen 608 Seiten zu lesen und die Vergangenheit auf den Inseln zu erleben. Hilfreich sind dabei die historischen Inselkarten im Buch. Man muss sich beim Lesen bewusst sein, dass es weder Strom noch sonstige Annehmlichkeiten gab, wie wir sie heute auf einer Urlaubsinsel kennen und erwarten. Man lebte vom Fischfang, war auf sein Boot angewiesen. War der Fang schlecht, hungerte die Familie. War das Boot kaputt, stand die Existenz auf dem Spiel. Armut war an der Tagesordnung, die Gäste halfen etwas dagegen, bleiben diese aus, sah es schlecht aus. Bildung hatte keine Priorität, nur das Überleben zählte. Die Standesunterschiede zwischen den Klaasens und Cora zu Onnen und seinen Leuten waren so groß, das will man sich gar nicht vorstellen. Ich finde, dass die „bessergestellten“ Frauen doch schlimmer dran sind, weil alles vorgegeben und auf die Etikette geachtet wird, als beim einfachen Volk, die machen einfach, was nötig ist. Beeindruckt hat mich Tamme, die Hexe, Hebamme, Heilerin, die sich wirklich auskennt und mit Alltäglichem und dem, was die Natur gibt, Menschen eher helfen kann, als der studierte Dr. Brenner, der gefährliche Sachen verschreibt und die Menschen dem Herrn Doktor vertrauen, ohne ihn in Frage zu stellen - traurig! Bis zur Lektüre dieses Buches war mir nicht bekannt, dass es seinerzeit keine Seerettung auf den Inseln gab und wieviele Menschen tatsächlich ihr Leben ans Wasser verloren haben. Mir hat „Sturmland“ bis zur letzten Seite sehr gut gefallen, das Ende schreit nach der Fortsetzung, heute gebe ich 5 Sterne für den Seemann und die Frau auf der Flucht.
Zwischen Nordsee, Geheimnissen und einem neuen Anfang Manchmal reicht eine einzige Entscheidung aus, damit ein ganzes Leben eine andere Richtung nimmt. Genau so beginnt Coras Geschichte. Sie muss ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und unter einem anderen Namen neu anfangen. Dabei wird schnell deutlich, wie schwierig diese Situation für sie ist. Sie kann niemandem wirklich vertrauen und muss ständig darauf achten, dass ihr Geheimnis nicht entdeckt wird. Diese Unsicherheit begleitet Cora durch viele Momente der Geschichte. Immer wieder stellt sich die Frage, ob ihre Vergangenheit sie einholen wird und ob ihr neues Leben überhaupt eine Chance hat. Mit Onnen kommt eine weitere wichtige Figur hinzu. Er führt ein ganz anderes Leben als Cora und trägt vieles mit sich herum, worüber er nicht spricht. Anfangs bleibt er eher verschlossen, doch nach und nach erfährt man mehr über ihn. Mit der Zeit und durch das, was sie gemeinsam erleben, kommen sich beide näher. Die Küste und das Leben am Meer werden sehr passend beschrieben. Die Nordsee ist ständig präsent und man spürt, wie sehr die Menschen damals vom Wetter und den Bedingungen dort abhängig waren. Das Leben an der Küste war nicht einfach und genau das kommt in vielen Szenen gut zum Ausdruck. Besonders die Momente, in denen Menschen aus Seenot gerettet werden müssen, gehören zu den spannenden Teilen des Buches. Man bekommt ein Gefühl dafür, wie gefährlich diese Einsätze damals waren und wie viel Erfahrung und Mut dafür nötig waren. Auch die Anfänge der Seenotrettung sind gut in die Handlung eingebaut. Neben der Geschichte von Cora und Onnen erfährt man auch viel über die unterschiedlichen Lebensumstände der Menschen dieser Zeit. Cora stammt aus einer wohlhabenden Familie, darf aber trotzdem nicht frei über ihr eigenes Leben entscheiden. Onnen kennt dagegen die Sorgen und Schwierigkeiten des einfachen Lebens. Dieser Gegensatz macht ihre Begegnungen interessant. Durch die Zeit mit Emmi zeigt sich eine andere Seite von Cora. Hinter ihrer Flucht und ihrer Vorsicht steckt auch jemand, der sich um andere Menschen kümmert. Cora und Onnen haben beide Erlebnisse hinter sich, die sie verändert haben. Dadurch lassen sich ihre Entscheidungen gut nachvollziehen. Sie wirken nicht perfekt, sondern wie Menschen mit eigenen Sorgen, Fehlern und Geheimnissen. Bis zum Schluss bleibt die Frage offen, ob Cora ihr Geheimnis bewahren kann. Einige Situationen lassen vermuten, dass sich ihr Leben bald wieder verändern könnte. Der erste Band der Sturmland Saga hat mir sehr gut gefallen. Die Zeit an der Nordsee, die Entwicklung von Cora und Onnen und die Einblicke in die Anfänge der Seenotrettung haben die Geschichte für mich ganz besonders gemacht. Nach dem Ende möchte man wissen, wie es mit den beiden weitergeht. Ein schöner Beginn der Saga mit interessanten Figuren und einer Geschichte, die neugierig auf die Fortsetzung macht. 5 Sterne
Miriam Georg hat es wieder geschafft! Mit Sturmland, dem Auftakt ihrer neuen Saga, hat sie mich von der ersten bis zur letzten Seite in ihren Bann gezogen. Obwohl der Roman rund 600 Seiten umfasst, gab es für mich keinen einzigen Moment, der sich in die Länge gezogen hat. Im Gegenteil, ich hätte stundenlang weiterlesen können. Die Geschichte führt die Lesenden auf die Nordseeinseln Borkum und Norderney um das Jahr 1860. Bereits dieses Setting hat mich sofort begeistert. Statt einer Großstadt erleben wir in diesem Buch das raue, spannende und wunderschöne Inselleben mit all seinen Herausforderungen. Miriam Georg beschreibt die Landschaft, das Meer und den Alltag der Menschen so lebendig, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, selbst den Wind auf der Haut zu spüren. Am liebsten wäre ich sofort nach Norderney oder Borkum gereist. Was diesen Roman für mich aber besonders macht, ist die unglaubliche Recherchearbeit. Historische Fakten und fiktive Handlung greifen nahtlos ineinander. Wir erfahren unglaublich viel über das Leben auf den Inseln zur damaligen Zeit. Es geht um die Fischerei, die harten Lebensbedingungen ohne Strom und moderne Medizin, die eisigen Winter, den aufkommenden Badetourismus und die enorme Bedeutung, die das Meer für die Menschen hatte - nämlich sowohl als Lebensgrundlage aber auch als ständige Bedrohung. Besonders spannend fand ich die Einblicke in die Zeit, bevor es eine organisierte Seenotrettung gab, den Umgang und die Recht der Frauen zur damaligen Zeit und damit einhergehend auch mit der medizinischen Versorgung. All diese Details sind so selbstverständlich in die Handlung eingewoben, dass sie die Geschichte noch authentischer machen. Auch die Figuren sind Miriam Georg hervorragend gelungen. Sie fühlen sich echt an, mit all ihren Ecken, Kanten, Hoffnungen und Ängsten. Besonders Cora hat mich sofort für sich eingenommen. Ihre Geschichte hat mich berührt und gerade zum Ende bleiben rund um ihre Vergangenheit und ihre Zukunft noch so viele Fragen offen, dass ich den zweiten Band am liebsten sofort beginnen würde. Gleichzeitig zeigt der Roman eindrucksvoll die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Arm und Reich sowie das enorme Machtgefälle zwischen Männern und Frauen. Miriam Georg besitzt für mich eine ganz besondere Gabe, sie schreibt gefühlvoll, bildhaft und mit einer Leichtigkeit, die einen vollkommen in die Vergangenheit eintauchen lässt. Ich lese nicht einfach nur etwas über diese Zeit, sondern lebe während des Lesens mit. Für mich ist Sturmland ein grandioser und herausragender historischer Roman mit großartigen Charakteren, einer fesselnden Handlung und einem Setting, das lange nachhallt und bewegt. Ein Buch, das mein Herz im Sturm erobert hat und für mich zu den bisherigen Jahreshighlights zählt. Ich kann den zweiten Band kaum erwarten.
Aufwühlend, stürmisch und sehr einfühlsam geschrieben
Der Auftakt der Sturmland-Saga von Miriam Georg hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Das Buch ist von rororo und das Cover passt wunderbar dazu. Toll ist der Softcover Einband, bei dem am Anfang nach dem Umklappen die Insel Norderney um 1800 zu sehen ist.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr atmosphärisch, sodass ich schnell in die Geschichte eintauchen konnte.
Im Mittelpunkt steht Cora, die Tochter einer Hamburger Reedersfamilie, die aus ihrem bisherigen Leben fliehen muss und unter falschem Namen eine Stelle als Hauslehrerin auf Norderney annimmt. Schon kurz nach ihrer Ankunft gerät sie gemeinsam mit ihrer Schülerin Emmi in eine gefährliche Situation. Der Tagelöhner Onnen beobachtet das Unglück und wird schließlich dazu gebracht, mit Cora zusammenzuarbeiten. Zwischen den beiden entwickelt sich eine besondere Verbindung, doch beide tragen Geheimnisse mit sich herum, die ihr Glück bedrohen.
Besonders gut gefallen haben mir die Charaktere. Cora war für mich eine sehr greifbare Figur, deren Wünsche, Ängste und Konflikte nachvollziehbar dargestellt wurden. Auch Onnen ist vielschichtig beschrieben und seine verschlossene Art macht neugierig auf seine Vergangenheit. Miriam Georg gelingt es, die Figuren lebendig wirken zu lassen und ihre Schicksale miteinander zu verknüpfen.
Sehr gelungen fand ich außerdem den historischen Hintergrund. Die Autorin vermittelt eindrucksvoll das Leben um 1860, die schwierigen Bedingungen auf den Nordseeinseln und die großen gesellschaftlichen Unterschiede dieser Zeit. Themen wie die eingeschränkten Möglichkeiten von Frauen, der Wunsch nach Selbstbestimmung, die Bedeutung von Bildung und die Arbeit der Inselhebammen werden anschaulich in die Handlung eingebunden.
Die Liebesgeschichte zwischen Cora und Onnen ist zwar früh erkennbar, verliert dadurch aber nicht an Spannung. Ihre Beziehung steht unter schwierigen Bedingungen, und die Ereignisse zeigen, dass ein gemeinsames Glück nicht selbstverständlich ist.
Lesezeichenfees Fazit „Sturmland“ hat mich mit seiner atmosphärischen Darstellung, den starken Figuren und dem gut eingefangenen historischen Hintergrund überzeugt. Der Roman unterhält nicht nur, sondern vermittelt gleichzeitig interessante Einblicke in die Lebensumstände vergangener Zeiten. Das dramatische Ende hat mich (fast nicht) überrascht und lässt viele Fragen offen, sodass ich den zweiten Band der Sturmland-Saga unbedingt lesen muss.
Hamburg, 1860. Cora nimmt unter falschen Namen eine Stelle als Hauslehrerin bei Familie Klassen an. Gemeinsam mit der erkrankten Emmi und ihrem Vater Alexander macht sie sich auf den Weg nach Norderney und entflieht ihrem alten Leben. Doch dort kommen Emmi und Cora schneller in Gefahr als ihnen lieb ist.
Onnen sieht nicht nur das Unglück, sondern wird den beiden in nächster Zeit auch als helfende Hand zur Seite stehen. Bald ist Onnen nicht nur von der wissbegierigen Emmi verzaubert, sondern auch Cora wird ihm immer sympathischer.
Doch nicht nur Cora trägt eine dunkle Vergangenheit mit sich, auch Onnen hat Geheimnisse auf seiner Heimatinsel Borkum.
Sturmland ist der erste Teil der Sturmland-Saga, welche das Schicksal von Cora Kröger und Onnen Haart erzählt. Wie gewohnt schafft es Miriam Georg eine Welt zu kreieren, die authentisch wirkt, deren kalten Luftzüge man an den eigenen Armen spürt und deren Schicksale ans Herz gehen, auch wenn Sturmland dafür etwas länger gebraucht hat.
Zu Beginn hatte ich meine Schwierigkeiten mit Cora und Onnen warm zu werden. Ich vermutet dass dies an den großen Geheimnissen lag bzw. vor allem bei Cora auf der ‚zweiten Identität‘, die von Beginn an angenommen wird und mir Cora daher etwas distanziert und unnahbar wirken ließ. Im Laufe der Geschichte verflüchtigt sich das Gefühl jedoch bald und die beiden Protagonist:innen werden mit jeder Seite sympathischer.
Insgesamt merkt man trotzdem, dass der erste Band sehr viele Stränge öffnet und nur wenige Fragen in diesem auch beanwortet werden, die ein oder andere Antwort hätte ich mir jedoch bereits gewünscht.
Besonders beeindruckend fand ich die Geschichten zur Norderney und Borkum, die perfekt in die Geschichte eingebunden und eindrücklich erzählt wurden. Wieder einmal ein tolles Werk der Autorin, die es erneut schafft, dass ich mich nicht nur unterhalten fühle, sondern auch geerdet. Ihre Bücher geben den damaligen Zeitgeist mit, zeigen die Strukturen der damaligen Zeit auf und damit auch die Veränderungen. Beeindruckend, wie sie den Geist der Zeit trifft, Gedanken der damaligen Welt widerspiegelt, damit den Fortschritt aufzeigt, aber auch deutlich macht, woher gewisse Strukturen und Denkmuster auch noch heute kommen.
Ein gelungener Auftakt der Sturmland-Saga, dessen Ende mich ganz gespannt auf Salzwind warten lässt.
Ein tragisches Unglück. Tiefe Geheimnisse. Und eine Liebe unter keinem guten Stern. Miriam Georg schreibt in ihrem Roman „Sturmland“ die Geschichte von Cora und Onnen.
Cora reist 1860 von Hamburg nach Norderney, wo sie Gouvernante von Emmi wird, deren Lunge sich nach einer Krankheit erholen soll. Bei einem gefährlichen Ausflug wird sie von Tagelöhner Onnen gerettet. Die beiden kommen sich näher- doch hat die Liebe eine Chance?
Das Hörbuch hat mich direkt abgeholt, was vor allem am Setting liegt. Ich mag die deutsche Nordsee und verbringe dort gerne Urlaube. Daher entstand gleich zu Beginn eine Sehnsucht nach Meer und Freiheit. Das wird durch Miriam Georgs geschickte Wortwahl unterstützt. Sie erzählt gewohnt authentisch, detailliert und gefühlvoll, sodass ich den Eindruck hatte, vor Ort zu sein. Das liegt auch an der Sprecherin Tanja Fornano, die bewusste Pausen und Betonungen einbaut, um die Worte wirken zu lassen.
Wer mir von Beginn an sympathisch war ist Cora. Sie ist eine Kämpfernatur und möchte ihren eigenen Weg gehen- obwohl sie verheiratet war und ihr Vater den eigenen Weg der Tochter nicht gutheißt. Sie ist quasi eine Vorreiterin, etwas, dass damals kritisch beäugt wird.
Ihr Gegenpart ist Fischer und Tagelöhner Onnen. Auch er hat einige Geheimnisse, was ihm mysteriös und interessant zugleich macht. Allerdings bleibt er auch oft blass und äußert seine Gedanken aus meiner Sicht zu wenig. Schade- ein neutraler Gedankenaustausch mit anderen hätte ich interessant gefunden.
Die einzelnen Themen (Macht, Bildung, losgelöste Frauen und ähnliches) bringen mir die damalige Zeit näher. Ich erkenne, dass die Themen damals wie heute wichtig sind und das es essentielle Themen für die persönliche Entwicklung sind. Was mich zwischendurch allerdings gestört hat war der Fakt, dass einiges langgezogen wird. Anstatt manche Themen abzuhandeln, werden sie gekünstelt in die Länge gezogen. Oft sind es vor allem Aspekte mit geringer Relevanz oder ohne neue Erkenntnisse, die so ausgedehnt werden. Schade- so hat mein Hörfluss gelitten. Insgesamt aber sehr interessant gemacht und authentisch dargestellt. Daher gebe ich vier Sterne.
Mit "Sturmland" entführt Miriam Georg ihre Leser in eine Zeit, in der das Leben von Entbehrungen, gesellschaftlichen Zwängen und schweren Entscheidungen geprägt war. Während des Hörens war ich immer wieder froh, dass ich diese Zeit nur aus Büchern kennenlernen darf.
Die Figuren sind unglaublich authentisch und so unterschiedlich, wie Menschen eben sind. Jeder von ihnen trägt seine eigene Geschichte mit sich. Besonders gespannt bin ich darauf, welche Vergangenheit Cora dazu bewegt hat, diese Stelle anzunehmen, und warum Onnen Borkum verlassen hat. Ich hoffe sehr, dass die Fortsetzung diese Fragen beantwortet.
Besonders intensiv empfand ich die Szenen rund um die Seenotrettung. Die Diskussionen darüber, ob man trotz der Gefahr auslaufen und Menschen retten soll, haben mich sprachlos gemacht. Einerseits konnte ich die Sorgen verstehen, andererseits war ich schockiert, wie schwer solche Entscheidungen damals waren. Auch die gesellschaftlichen Verhältnisse, in denen Frauen kaum Mitspracherecht hatten, haben mich nachdenklich gestimmt.Besonders gut gefallen hat mir auch der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Nach und nach fügen sich die einzelnen Handlungsstränge zusammen und wecken immer wieder die Neugier, welche Geheimnisse die Figuren mit sich tragen.
Der Schreibstil von Miriam Georg hat mir sehr gefallen. Er ist detailreich, atmosphärisch und lebendig. Manchmal waren die Beschreibungen so ausführlich, dass ich am liebsten vorgespult hätte – gleichzeitig haben sie aber genau dazu beigetragen, diese Zeit so greifbar werden zu lassen.
Ein großes Lob geht auch an Sprecherin Tanja Fornaro, die die Geschichte mit ihrer angenehmen Stimme wunderbar zum Leben erweckt hat.
Ich bin nun sehr gespannt auf die Fortsetzung. Vor allem hoffe ich, dass Emmi und Marie wieder gesund werden und dass auch Cora und Onnen ihren Weg finden. Nach diesem bewegenden Auftakt sind mir die Figuren bereits sehr ans Herz gewachsen. Eine klare Empfehlung und verdiente 5 Sterne.
"Sturmland" hat mich vor allem mit seiner Atmosphäre überzeugt. Man merkt, dass die Autorin gründlich zu den historischen Gegebenheiten recherchiert hat. Die Zeit und die gesellschaftlichen Spannungen wurden sehr überzeugend dargestellt. Besonders gefallen haben mir die Figuren. Jede Person trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum, und nach und nach erfährt man, womit die einzelnen Charaktere zu kämpfen haben. Schmerz, Verlust und Trauer bringt die Autorin sehr authentisch rüber. Toll fand ich, dass die Figuren nie einfach in "gut" und "böse" eingeteilt werden. Menschen mit einem guten Herzen treffen manchmal fragwürdige Entscheidungen oder vertreten Ansichten, die man kritisch sehen kann. Dadurch wirken die Charaktere menschlich und realistisch. Die Protagonistin war mir stellenweise etwas zu stur. Obwohl sie gute Ratschläge bekommt, trifft sie immer wieder fragwürdige oder fahrlässige Entscheidungen, die teilweise sogar gefährliche Konsequenzen haben, nicht nur für sie selbst. Ausserdem bedient ihre Rolle stellenweise ein Klischee: die Frau aus der Stadt, die sich immer wieder kopflos in Gefahr bringt und dann von Männern gerettet werden muss. Da es sich um den ersten Band einer Dilogie handelt, war natürlich klar, dass nicht alle Handlungsstränge abgeschlossen werden. Trotzdem mag ich es persönlich nicht, wenn Fragen, die bereits ganz am Anfang aufgeworfen werden, bis zum Ende kaum oder gar nicht beantwortet werden. Zwei grosse Geheimnisse bleiben hier weitgehend ungelüftet. Das ist letztlich Geschmackssache, für mich hat es den Lesegenuss aber ein wenig geschmälert. Insgesamt ist "Sturmland" ein atmosphärischer und emotionaler Roman mit vielschichtigen Figuren, glaubwürdigen Emotionen und einer gut recherchierten historischen Kulisse. Wer Geschichten mag, in denen historische Ereignisse und persönliche Schicksale eng miteinander verwoben sind, wird dieses Buch mögen.
Da ich selber schon auf Norderney war und es mir dort sehr gut gefallen hat, habe ich mich sehr gefreut, mit Miriam Georgs neuem Roman dorthin zurückzureisen. Meine Motivation dieses 600 Seiten dicke Buch zu lesen war hoch, leider hat mir es „Sturmland“ nicht einfach gemacht und phasenweise musste ich mich durch die Geschichte quälen. Nachdem all ihre Träume geplatzt sind und ihre private Situation keinen Anlass zur Hoffnung gibt, verlässt Cora bei Nacht und Nebel heimlich unter falschem Namen Hamburg. Sie heuert als Gouvernante für die lungenkranke Emmi an und reist mit ihr und ihrem Vater nach Norderney. Das raue Leben auf der Insel und die Einheimischen sind ein Kulturschock für Cora, die bisher nur das Stadtleben kannte. Cora war mir als Protagonistin überwiegend sympathisch. Sie träumt von Selbstbestimmung und das Leben der damaligen Zeit fühlt sich wie ein Zwangskorsett für sie an. Sie hat sich eine Menge Wissen selbst angeeignet. Einerseits hat es mich beeindruckt. Überwiegend hat es mich jedoch befremdet, mit welcher Faszination jemand in jeder freien Minute Bücher über Physik und Mathematik liest und diese Thematiken so sehr verinnerlicht, dass es ihr möglich ist, als Hauslehrerin für die kleine Emmi zu fungieren. Interessant fand ich die Rückblicke in Coras Vergangenheit. Je mehr sich von ihrer Hintergrundgeschichte enthüllt hat, desto besser konnte man mit ihr sympathisieren. Auf Norderney lernt Cora den schweigsamen Insulaner Onnen kennen, der ebenfalls für die Familie Klaasen tätig ist. Onnen und seine Vergangenheit nehmen einen großen Teil des Romans ein. Leider fand ich diesen Charakter ausgesprochen langweilig. Ich konnte einfach keinen Zugang zu diesem brummigen Mann finden und es hat mich auch nicht richtig interessiert, was ihm in seinem Leben schlimmes passiert sein könnte. Die vielen kryptischen Andeutungen fand ich tatsächlich eher nervig. Insgesamt war „Sturmland“ bestenfalls mittelmäßig für mich. So richtig 100 prozentig in den Bann gezogen haben mich erst die letzten 50 Seiten, was richtig fies ist, denn eigentlich habe ich dazu tendiert, den zweiten Band nicht mehr zu lesen. Aber „Sturmland“ endet in allen Punkten völlig offen und ich bin nun doch gespannt, wie es mit Cora weitergeht. Ohne Band 2 war es auch irgendwie umsonst, sich durch die ersten 600 Seiten zu kämpfen, da wirklich kein einziges Thema auch nur annährend abgeschlossen ist. Allerdings ist das nächste Buch noch einmal genauso dick, wodurch ich skeptisch bin, ob ich mich heranwagen sollte.
In "Sturmland" entführt Miriam Georg uns auf die Nordseeinsel Norderney im 19. Jahrhundert. Dort begegnen sich die unter falschem Namen geflohene Reedertochter Cora und der Tagelöhner Onnen. Zwei Menschen mit einer Vergangenheit, die sie lieber verborgen halten würden, und deren Schicksal sich miteinander verwebt.
Wie schon in ihren vorherigen Romanen gelingt es Miriam Georg, historische Atmosphäre mit einer emotionalen und spannenden Geschichte zu verbinden. Die Kulisse der Nordsee, das Leben auf den Inseln und das Flair des 19. Jahrhunderts sind sehr authentisch beschrieben, dass ich beim Lesen sofort in die Geschichte eintauchen konnte. Besonders ans Herz gewachsen sind mir die beiden Hauptfiguren: Sowohl Cora als auch Onnen sind zwei liebevolle Charaktere mit großem Identifikationspotenzial. Die Dynamik zwischen ihnen machen einen großen Reiz des Romans aus und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Aber auch alle weiteren Charaktere finde ich sehr toll beschrieben.
Der Spannungsbogen bleibt durchweg hoch und immer wieder sorgen neue Entwicklungen dafür, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Und dann natürlich das typische Ende: Der Cliffhanger macht sehr neugierig auf den zweiten Band!
Alles in allem ist Sturmland ein toller Auftakt, der mit starken Figuren und einer spannenden Handlung überzeugt. Für mich reiht sich der Roman nahtlos in die bisherigen Werke von Miriam Georg ein.
Cora, eine wohlhabende Reederstochter aus Hamburg, nimmt eine Stelle als Gouvernante auf Norderney für die kranke Emmi an, wobei sie auch auf den wortkargen und eher unfreundlichen Fischer Onnen trifft. Insgesamt hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Der Schreibstil ist sehr flüssig, angenehm und mitreißend. Offensichtlich steckt eine Menge an Recherche darin, denn man lernt sehr viel über die Anfänge des Tourismus auf den Nordseeinseln zu dieser Zeit und die Schwierigkeiten, die dieser mit sich brachte. Es werden sehr viele spannende Themen behandelt, wie die Probleme mit Stürmen und der Seenotrettung, sowie die medizinische Versorgung zu der Zeit. Besonders interessant fand ich die Rolle der Frauen in der Gesellschaft und wie frühe Frauenrechtlerinnen wie die Protagonistin Cora versuchten, sich daraus zu befreien. Ich bin auf jeden Fall gespannt darauf, wie die Fortsetzung weitergeht, obwohl ich es noch besser gefunden hätte, wenn ein paar der "Geheimnisse" am Ende noch aufgelöst worden wären.
Ein fesselnder Roman (1. Band der Sturmland-Saga), der mich komplett in deinen Bann gezogen hat ❤️ Die Atmosphäre hat mich eingenommen und den Schreibstil empfand ich so tiefgründig und bildhaft ❤️