Was als besinnlicher Weihnachtsurlaub unter alten Freunden beginnt, wird zum Albtraum im Schnee.
Ein abgelegenes Ferienhaus, gutes Essen, Musik aus der Jugend – endlich wieder unbeschwerte Tage, fern von Familie und Verpflichtungen. Doch als einer von ihnen tot aufgefunden wird, erlischt die festliche Stimmung mit einem Schlag. Was bleibt, sind Misstrauen und alte Wunden, die nie ganz verheilt sind. Unter der Oberfläche brodeln Neid, Enttäuschung und verpasste Chancen. Und als ein zweiter Todesfall die Gruppe erschüttert, wird Die Gefahr lauert nicht draußen im Wintersturm – sie sitzt mit am Tisch. Aus Freunden werden Feinde, aus Erinnerungen werden Beweise. Und während draußen der Schnee leise fällt, beginnt drinnen ein tödliches Spiel um Wahrheit, Schuld – und Rache.
Bekannt für seine erfolgreiche Max-Heller-Krimireihe, beschreitet Frank Goldammer mit Eingeschneit – Flieh, wenn du kannst neue Wege – sein erster Thriller, eine fesselnde Geschichte über toxische Freundschaften, alte Schuld und lang verborgene Geheimnisse.
Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren, machte aus Faulheit kein Abitur und bereute es sofort, als er sich stattdessen zum Maler und Lackierer ausbilden ließ. Mit Anfang 20 begann er zu schreiben, heiratete zwischendurch, ließ sich scheiden und wurde ein Meister in seinem Beruf. Außerdem hat er drei Kinder mit zwei verschiedenen Frauen. Kümmert er sich nicht gerade um seine Sippe, dann schreibt er.
Ich wollte einfach nur einen netten Winterthriller oder so was. Was ich bekam, war nur eine weitere faule Handlung, geschrieben von einem Mann, der Themen anfasst, die nicht für ihn zu erzählen sind. Schon gar nicht als billiger Plot Twist. Am Anfang wird mit Krampus ein kultiger Mystery-Aspekt angedeutet, aber nach zwei Sekunden weiß man schon, dass das für die Geschichte nicht weiter wichtig ist, auch wenn der Autor versucht, es so erscheinen zu lassen. Außerdem wird alles, was das Ambiente interessant macht, wie zum Beispiel das Dorf, nur genau dafür verwendet: für das Ambiente. Unser Protagonist Thomas ist ein super Typ. Das sagt uns der Autor, indem er der Einzige mit Verstand ist, der Einzige, der sich um alles kümmert. Er will nicht mal Lob, er ist einfach ein super Typ, auf den man sich verlassen kann. Dass er geholfen hat, einen Jungen so zu mobben, dass er ins Krankenhaus musste und einen Sprachfehler bekommen hat, kann ja mal passieren. 10/10. Stück für Stück sterben alle. Die Täter stellen sich kurz vor dem Ende heraus: zwei Mädels aus dem wohl unangenehmsten Freundeskreis überhaupt, die einem erst mal einen 30-minütigen Monolog halten, warum und wie. Warum? Eine fand ihren Mann zu kindisch und hat die Chance gesehen, einen neuen zu haben, und die andere hat das gleiche Schicksal wie wohl zwei Drittel der Frauen in Krimi-Büchern und tötet ihren Täter. Aber da sie ja die Bösen sind, untergraben sie ihre Tat, indem sie noch zwei andere Mädels töten. Die eine fanden sie ohnehin generell einfach nervig genug, um sie zu töten, die andere eigentlich auch; sie hat aber auch noch etwas bemerkt gehabt … Unser Held Thomas, der Protagonist, soll jetzt angeschwärzt werden, da er damals bei der v^%$^#ung dabei gewesen war und nicht geholfen hat. Ist aber auch egal, die Polizei schnappt die Mörder, und unser Protagonist bekommt noch Lob von der Polizei, dass er so super ist. Bestraft für seine Tat wird er nicht, er ist halt einfach toll. Die Frauen waren böse, er ist der logisch denkende Protagonist, der nie was falsch gemacht hat und es verdient, Überlebender zu sein. Potenzial war kurz am Anfang da gewesen, ein gutes trashy Buch zu sein, aber alles in allem war dieses Buch einfach so billig und herablassend geschrieben, dass es weh tut.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Ein gemeinsamer Weihnachtsurlaub führt eine Gruppe alter Freunde in ein abgelegenes Ferienhaus. Was als entspannte Auszeit gedacht ist, kippt schnell, als ein Todesfall alte Spannungen freilegt und Misstrauen um sich greift. Vom Schnee eingeschlossen, wird klar, dass die größte Bedrohung nicht draußen lauert, sondern mitten unter ihnen ist.
Manchmal weiß ein Algorithmus erstaunlich gut, was man mag. Denn „Eingeschneit“ wurde mir online vorgeschlagen. Ich war sofort interessiert, da die Mischung aus winterlichem Setting, Kälte, einer abgeschiedenen Hütte und dem klassischen Locked-Room-Szenario fällt in mein Beuteschema. Außerdem war ich auf Frank Goldammer neugierig, weil ich den Autor bisher nur von historischen Krimis kannte. Daher wollte ich wissen, ob er auch Thriller schreiben kann.
Gemeinsam mit einer Clique alter Freunde kommen wir bei einer abgelegenen Hütte nahe eines Waldes an. Weihnachten steht vor der Tür, man will feiern, trinken, Musik aus Jugendzeiten hören und für ein paar Tage alles andere ausblenden.
Die Ankunft verläuft schon einmal weniger harmonisch. Gleich zu Beginn sorgen Perchten, die eine Wilde Jagd inszenieren, für einen ordentlichen Schrecken. Sie schnappen sich kurzerhand eine Frau aus der Gruppe, um den Urlaubern ein bisschen das Fürchten zu lehren. Zwar „entkommt“ das Perchtenopfer sofort und es kehrt etwas wie Ruhe ein, doch wirklich entspannt ist die Stimmung nicht. Während sie sich einrichten, zeigen sich erste Risse im Gefüge dieser Freundschaft. Kleine Sticheleien und unausgesprochene Dinge liegen spürbar in der Luft.
Das eigentliche Szenario nimmt Fahrt auf, als ein mehrtägiger Schneesturm die Region komplett von der Außenwelt abschneidet. Keine befahrbaren Straßen, kein Internet, kein Handyempfang. Der Truppe ist die Überforderung mit der Situation deutlich anzumerken. Sehr gut gefallen hat mir übrigens der Abstecher ins nahegelegene Dorf, bei dem man richtig merkt, dass die Charaktere eher an die Stadt gewöhnt sind. Die Gruppe fühlt sich alles andere als willkommen. Im Wirtshaus wird kaum gesprochen, eine Speisekarte gibt es nicht und tagsüber wirkt alles seltsam ruhig. Dieser Eindruck der Winterurlauber hatte für mich fast etwas Humorvolles, weil er wohl auf so manches Dorf zutreffen könnte. Trotzdem wird das Gefühl verstärkt, dass hier etwas nicht stimmt.
Und dann geschieht es. Einer von ihnen ist tot, und aus dem weihnachtlichen Beisammensein wird ein gefährliches Rätsel. Motive werden gesucht, Verdächtigungen ausgesprochen, jede Handlung und jede Beobachtung wird neu bewertet. Hier hat mir das Miträtseln großen Spaß gemacht, weil zunehmend Misstrauen aufkommt. Es brechen alte Verletzungen auf, Schuldzuweisungen fliegen hin und her, und die Stimmung scheint bald endgültig zu kippen. Zwischen Perchten-Masken und tiefem Schnee bröckelt die Fassade der Freundschaft schneller, als man „Glühwein“ sagen kann.
Die Figuren bleiben insgesamt eher grob gezeichnet. Man darf hier keine tiefgehende Charakterstudie erwarten und vergisst auch schnell, wem welche Eigenschaften zugeschrieben sind. Für diese Art von Geschichte finde ich das in Ordnung und es hat mich nicht gestört. Der Autor konzentriert sich klar auf die Handlung und das Spiel mit den Verdächtigungen. Meiner Meinung nach hat es gut funktioniert.
Immer wieder stehen die Perchten als mögliche Täter im Raum, während sich die Freunde gegenseitig Druck aufbauen. Dabei sind einige der geschilderten Details durchaus etwas blutig und könnten auf zarte Nerven grausam wirken. Die Eskalation innerhalb der Gruppe hat mir gut gefallen, da sich die Situation dadurch zuspitzt und letztendlich hat mich die Auflösung überrascht. Vielleicht war sie ein wenig überzogen, doch meinem Eindruck nach hat sie gut zum Ton der Geschichte gepasst.
Natürlich ist „Eingeschneit“ keine große Literatur. Dafür ist es ein solider Abzählreim-Thriller, bei dem der:die Leser:in über mehrere Opfer stolpert und sich in einem stimmigen Wintersetting aufhält. Ich hatte Spaß am Mitfiebern, an den Reaktionen der Beteiligten und habe staunend beobachtet, wie sich manche Konflikte gegenseitig befeuern.
Alles in allem empfand ich die Hörbuchumsetzung als gelungen. Uve Teschner moduliert seine Stimme stark, um die einzelnen Personen unterscheidbar zu machen. Bei einem Charakter hat er einen derart enervierenden Tonfall gewählt, dass ich innerlich jedes Mal die Augen verdreht habe, sobald dieser den Mund aufgemacht hat.
Unterm Strich ist „Eingeschneit“ ein unterhaltsamer Winter-Thriller, wenn man abgeschlossene Schauplätze mag, gerne ein bisschen grübelt und Blutspritzer gut aushalten kann.
Ein atmosphärisch dichter Regional-Thriller mit einigen Wendungen und von Uve Teschner hervorragend eingelesen.
Bei diesem Thriller bin ich auf DIESE Möglichkeit des Täters nicht von allein gekommen. Ich hatte so ziemlich jeden in Verdacht, aber nicht diesen. Obwohl es einige Längen gab, über die der Sprecher so gekonnt mit seiner Stimmen-Nuancierung hinweggeholfen hat, hat mir das Hörbuch richtig gut gefallen.
Joa. Es war schon ganz gut atmosphärisch. Ich finde ja Geschichten mit einem begrenzten Radius (Eingeschneit sein, Insel, etc.) ganz spannend. Von der 'Tödlichkeit' fand ich es dann doch etwas übertrieben, aber hey - vielleicht ist es bei Goldammer so? Habe bisher noch nichts von ihm gehört/gelesen.
Für jemanden der es blutig mag, und dem Tod und Gemetzel nichts ausmacht, gerne ran da. Für mich war es irgendwann zu viel.
Eigentlich eher 3.5 aber ich runds eif mal auf, guter palette cleanser, könnte tatsächlich nicht sagen wie es ended, und die erste Hälfte hat mich voll gecatched ich liebe supernatural horror aber then again ich wusste auch das es ein thriller ist kein horror. 4 aufgerundet weil ich mit diesem buch den fluch der wirklich schlechten weihnachtsbücher gebrochen hab :)
Amusing. That was certainly a wild ride. Would've preferred it to be presented as audio drama, much like Hurricane. The characters were certainly ... colorful enough to warrant it.
Für Fans des Whodunit Genres durchaus spaßiges Leseerlebnis. Aber, bei aller Liebe: 80% weniger Gewalt und Eskalation hätte dem Buch gut getan, ohne Spannung zu verschenken.