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Johannifeuer: Roman (Die Bergbäuerin 2)
Die emanzipierte und eigensinnige Bergbäuerin Vroni führt ein karges Leben, während die ersten Sommerfrischler das Werdenfelser Land entdecken.
Ein historischer Roman – fundiert recherchiert, bewegend und sinnlich erzählt.
Bayern schaukelt in der Prinzregentenzeit Ende des 19. Jahrhunderts zwischen Beschaulichkeit und Fortschrittsoptimismus. Sommerfrischler entdecken das ärmliche Werdenfelser Land, finden es entzückend und kurieren ihre großstädtische Reizüberflutung und Nervosität aus. Vroni Grasegger, neu verheiratete Huber, ist gänzlich unromantisch. Die junge Bergbäuerin schuftet bis zum Umfallen, kümmert sich um ihre behinderte Stieftochter Rosl, den dahinscheidenden Onkel und den kleinen Burschi, während ihr Mann Anton in unbeobachteten Momenten Käfer beobachtet. Allenfalls Vronis exzentrische und geschäftstüchtige Schwiegermutter weiß, wie viel Klugheit in ihr steckt – und entführt sie nach München, wo Vroni erstmals Lärm und Geschäftigkeit einer Großstadt erlebt. Während in der Johanninacht im Karwendel die Feuer brennen, widerfährt Vroni tatsächlich ein Wunder der Jungfrau Sie lernt schwimmen und die Freuden der körperlichen Liebe kennen. Aber für ihr kurzes Glück zahlt sie einen hohen Preis. Die promovierte Historikerin Susanne Betz macht Geschichte opulente Bilder, unverwechselbare Charaktere und ein ungewöhnlicher Erzählstil machen Johannifeuer zu einem wahren Leseerlebnis. Johannifeuer ist die Fortsetzung des historischen Romans Heumahd von Susanne Betz. Johannifeuer kann unabhängig von Heumahd gelesen werden.»Die bildmächtigen Beschreibungen einer grandiosen Natur und das dumpfe Milieu des Dorfes spiegeln den Seelenzustand der Protagonistin zwischen trotzigem Stolz und abgrundtiefer Verzweiflung.« Augsburger Allgemeine Zeitung über den Vorgängerroman Heumahd
Ein historischer Roman – fundiert recherchiert, bewegend und sinnlich erzählt.
Bayern schaukelt in der Prinzregentenzeit Ende des 19. Jahrhunderts zwischen Beschaulichkeit und Fortschrittsoptimismus. Sommerfrischler entdecken das ärmliche Werdenfelser Land, finden es entzückend und kurieren ihre großstädtische Reizüberflutung und Nervosität aus. Vroni Grasegger, neu verheiratete Huber, ist gänzlich unromantisch. Die junge Bergbäuerin schuftet bis zum Umfallen, kümmert sich um ihre behinderte Stieftochter Rosl, den dahinscheidenden Onkel und den kleinen Burschi, während ihr Mann Anton in unbeobachteten Momenten Käfer beobachtet. Allenfalls Vronis exzentrische und geschäftstüchtige Schwiegermutter weiß, wie viel Klugheit in ihr steckt – und entführt sie nach München, wo Vroni erstmals Lärm und Geschäftigkeit einer Großstadt erlebt. Während in der Johanninacht im Karwendel die Feuer brennen, widerfährt Vroni tatsächlich ein Wunder der Jungfrau Sie lernt schwimmen und die Freuden der körperlichen Liebe kennen. Aber für ihr kurzes Glück zahlt sie einen hohen Preis. Die promovierte Historikerin Susanne Betz macht Geschichte opulente Bilder, unverwechselbare Charaktere und ein ungewöhnlicher Erzählstil machen Johannifeuer zu einem wahren Leseerlebnis. Johannifeuer ist die Fortsetzung des historischen Romans Heumahd von Susanne Betz. Johannifeuer kann unabhängig von Heumahd gelesen werden.»Die bildmächtigen Beschreibungen einer grandiosen Natur und das dumpfe Milieu des Dorfes spiegeln den Seelenzustand der Protagonistin zwischen trotzigem Stolz und abgrundtiefer Verzweiflung.« Augsburger Allgemeine Zeitung über den Vorgängerroman Heumahd
305 pages, Kindle Edition
Published May 1, 2026
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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
June 3, 2026
JOHANNIFEUER erzählt von der jungen Bergbäuerin Vroni…
…die mit ihrem zweiten Mann Anton, ihrem kleinen Sohn, den alle – bis auf die Schwiegermutter, die ihn mit seinem Taufnamen Hermann ruft – Burschi nennen, dem Rosl und dem alten Onkel auf dem Geißschädel leben.
Es ist das zweite Buch um „Die Bergbäuerin“, das auch ohne Vorkenntnisse der HEUMAHD gelesen werden kann. Und dennoch werde ich Band eins nachlesen, der schon vor mir liegt, denn diese intensive Erzählung um das bäuerliche Leben Ende des 19. Jahrhunderts hat mich direkt hineingezogen in eine Welt, in der es außer harter Arbeit von früh bis spät und der Abhängigkeit vom Wetter nicht viel an Annehmlichkeiten gab. Susanne Betz intensiver Schreibstil holt diese Zeit hervor, man wähnt sich als stiller Beobachter ganz nah bei ihnen.
Die Erzählung beginnt am Unsinnigen Donnerstag des Jahres 1893, die Maschkera-Figuren verspotten das Rosl als „Idiotenkind“. Das Derblecken war nie freundlich, keiner will ins Visier dieser Maschkera geraten.
Ein ganzes Jahr lang hatte sie als Witwe die alleinige Verantwortung für den Hof, das Vieh, den kranken Onkel und das Stiefkind, das Rosl, aus der „großen mongolischen Familie“. Ihr erster Mann ist auf dem Weg heimwärts schwer besoffen gestürzt und so dem Kältetod erlegen, was Vroni eher aufatmen lässt, denn er hat sie während ihrer Ehe schwer misshandelt. Das karge Leben kennt sie seit jeher - sie, das ledige Kind einer Häuslerin, das oft gehungert hat und nun jeden voller Teller zu schätzen weiß.
Die Huberin, ihre Schwiegermutter mit dem großen Kropf und dem vielen Geld, das sie geschickt in Aktien und dergleichen investiert, nimmt Vroni, ihre Lieblingsschwiegertochter, mit nach München zu einem angeblich wichtigen Termin. Vroni kehrt als eine andere zurück. Ihr Blick weitet sich, so manch gestohlene Stunde drängt sich in ihren arbeitsreichen Alltag.
Die Handlung und die meisten Protagonisten sind fiktiv, wie Susanne Betz im Nachwort anmerkt. Und doch gibt sie das dörfliche Leben im Werdenfelser Land mit den Gebräuchen, dem Aberglauben und dem scharfen Blick auf die Nachbarn gut wieder. Die ersten Sommerfrischler mokieren sich ob den ländlich angehauchten Unterkünften und auch hier ist es Afra Huber, die ein lukratives Geschäft wittert.
Reginald Langdon-Down, der Sohn des britischen Arztes John Langdon-Down, auf den die wissenschaftliche Erstbeschreibung des nach ihm benannten Down-Syndroms (Trisomie 21) zurückgeht, ist maßgeblicher Teil des Romans. Auch andere Persönlichkeiten werden geschickt ins Geschehen verwoben, sodass das real Existente mit dem Fiktiven zu einer perfekten Einheit verschmelzen.
Die Geschichte der Vroni Grasegger, wie sie noch immer genannt wird, auch nach der Heirat mit Anton Huber, geht unter die Haut. Neben dem entbehrungsreichen Leben voller Müh und Plag ist das Down-Syndrom Thema, wir schauen auf den allerersten Daimler-Motorwagen, werfen einen Blick auf die Porträts des Wilhelm Leibl, um nur einiges Weniges zu nennen, das sich dazwischen geschlichen hat inmitten des Werdenfelser Landes mit seinen Buckelwiesen, den kleinen Seen und den Almen vor den nördlichen Alpen. Ich hab Susanne Betz JOHANNISFEUER sehr gerne gelesen - und ja, das Bild des hoch lodernden Feuers in der Johannisnacht und die Folgen danach bleiben haften.
…die mit ihrem zweiten Mann Anton, ihrem kleinen Sohn, den alle – bis auf die Schwiegermutter, die ihn mit seinem Taufnamen Hermann ruft – Burschi nennen, dem Rosl und dem alten Onkel auf dem Geißschädel leben.
Es ist das zweite Buch um „Die Bergbäuerin“, das auch ohne Vorkenntnisse der HEUMAHD gelesen werden kann. Und dennoch werde ich Band eins nachlesen, der schon vor mir liegt, denn diese intensive Erzählung um das bäuerliche Leben Ende des 19. Jahrhunderts hat mich direkt hineingezogen in eine Welt, in der es außer harter Arbeit von früh bis spät und der Abhängigkeit vom Wetter nicht viel an Annehmlichkeiten gab. Susanne Betz intensiver Schreibstil holt diese Zeit hervor, man wähnt sich als stiller Beobachter ganz nah bei ihnen.
Die Erzählung beginnt am Unsinnigen Donnerstag des Jahres 1893, die Maschkera-Figuren verspotten das Rosl als „Idiotenkind“. Das Derblecken war nie freundlich, keiner will ins Visier dieser Maschkera geraten.
Ein ganzes Jahr lang hatte sie als Witwe die alleinige Verantwortung für den Hof, das Vieh, den kranken Onkel und das Stiefkind, das Rosl, aus der „großen mongolischen Familie“. Ihr erster Mann ist auf dem Weg heimwärts schwer besoffen gestürzt und so dem Kältetod erlegen, was Vroni eher aufatmen lässt, denn er hat sie während ihrer Ehe schwer misshandelt. Das karge Leben kennt sie seit jeher - sie, das ledige Kind einer Häuslerin, das oft gehungert hat und nun jeden voller Teller zu schätzen weiß.
Die Huberin, ihre Schwiegermutter mit dem großen Kropf und dem vielen Geld, das sie geschickt in Aktien und dergleichen investiert, nimmt Vroni, ihre Lieblingsschwiegertochter, mit nach München zu einem angeblich wichtigen Termin. Vroni kehrt als eine andere zurück. Ihr Blick weitet sich, so manch gestohlene Stunde drängt sich in ihren arbeitsreichen Alltag.
Die Handlung und die meisten Protagonisten sind fiktiv, wie Susanne Betz im Nachwort anmerkt. Und doch gibt sie das dörfliche Leben im Werdenfelser Land mit den Gebräuchen, dem Aberglauben und dem scharfen Blick auf die Nachbarn gut wieder. Die ersten Sommerfrischler mokieren sich ob den ländlich angehauchten Unterkünften und auch hier ist es Afra Huber, die ein lukratives Geschäft wittert.
Reginald Langdon-Down, der Sohn des britischen Arztes John Langdon-Down, auf den die wissenschaftliche Erstbeschreibung des nach ihm benannten Down-Syndroms (Trisomie 21) zurückgeht, ist maßgeblicher Teil des Romans. Auch andere Persönlichkeiten werden geschickt ins Geschehen verwoben, sodass das real Existente mit dem Fiktiven zu einer perfekten Einheit verschmelzen.
Die Geschichte der Vroni Grasegger, wie sie noch immer genannt wird, auch nach der Heirat mit Anton Huber, geht unter die Haut. Neben dem entbehrungsreichen Leben voller Müh und Plag ist das Down-Syndrom Thema, wir schauen auf den allerersten Daimler-Motorwagen, werfen einen Blick auf die Porträts des Wilhelm Leibl, um nur einiges Weniges zu nennen, das sich dazwischen geschlichen hat inmitten des Werdenfelser Landes mit seinen Buckelwiesen, den kleinen Seen und den Almen vor den nördlichen Alpen. Ich hab Susanne Betz JOHANNISFEUER sehr gerne gelesen - und ja, das Bild des hoch lodernden Feuers in der Johannisnacht und die Folgen danach bleiben haften.
May 28, 2026
Johannifeuer, von Susanne Betz
Cover:
Ein schönes Cover das gut zum Inhalt passt.
Inhalt und meine Meinung:
Der Einstig hat mir gut gefallen, er hat mich neugierig auf das Leben der Bergbäuerin Vroni gemacht.
Dann wurde es etwas verwirrend.
Viele Zeitsprünge, Gedankengänge vor und zurück in der Zeitebene.
Seltsam (und doch irgendwie faszinierend) fand ich die Figur er Schwiegermutter. Ich bin skeptisch wie sie zur damaligen Zeit (Ende 19. Jahrhundert) als Frau in einer so abgelegenen Gegend mit Aktienpaketen wohlhabend werden konnte.
Außerdem fehlen mit etwas Emotionen, der Funke wollte nicht überspringen. Klar war es damals dort eine raue und karge Gegend.
Die Einschübe und Informationen über die Römer fand ich sehr „gewollt“ und sie fügten sich für mich nicht geschmeidig in die Geschichte ein. Fand ich überflüssig.
Autorin:
Susanne Betz wurde 1959 in Gunzenhausen geboren. Sie studierte Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, den USA und Kolumbien. Seit 1993 ist sie Hörfunkredakteurin in der Abteilung Politik des Bayerischen Rundfunks. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von München
Mein Fazit:
Eine interessante Geschichte über das Kleben einer Bergbäuerin Ende des 19. Jahrhunderts. Die mich allerdings nicht tiefer bewegt hat und nicht unbedingt nachhallen wird
Von mir knappe 4 Sterne.
Cover:
Ein schönes Cover das gut zum Inhalt passt.
Inhalt und meine Meinung:
Der Einstig hat mir gut gefallen, er hat mich neugierig auf das Leben der Bergbäuerin Vroni gemacht.
Dann wurde es etwas verwirrend.
Viele Zeitsprünge, Gedankengänge vor und zurück in der Zeitebene.
Seltsam (und doch irgendwie faszinierend) fand ich die Figur er Schwiegermutter. Ich bin skeptisch wie sie zur damaligen Zeit (Ende 19. Jahrhundert) als Frau in einer so abgelegenen Gegend mit Aktienpaketen wohlhabend werden konnte.
Außerdem fehlen mit etwas Emotionen, der Funke wollte nicht überspringen. Klar war es damals dort eine raue und karge Gegend.
Die Einschübe und Informationen über die Römer fand ich sehr „gewollt“ und sie fügten sich für mich nicht geschmeidig in die Geschichte ein. Fand ich überflüssig.
Autorin:
Susanne Betz wurde 1959 in Gunzenhausen geboren. Sie studierte Geschichts- und Wirtschaftswissenschaften in Deutschland, den USA und Kolumbien. Seit 1993 ist sie Hörfunkredakteurin in der Abteilung Politik des Bayerischen Rundfunks. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von München
Mein Fazit:
Eine interessante Geschichte über das Kleben einer Bergbäuerin Ende des 19. Jahrhunderts. Die mich allerdings nicht tiefer bewegt hat und nicht unbedingt nachhallen wird
Von mir knappe 4 Sterne.
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