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Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin!: Endlich aufhören, sich für die Gefühle anderer verantwortlich zu fühlen - SPIEGEL Bestseller

Weiblich, freundlich, ausgebrannt?

Frauen regulieren Gefühle – vor allem die anderer Menschen. Egal ob sie Tränen trocknen und Verständnis zeigen, Gespräche lenken und Monologe über sich ergehen lassen, für schöne Stimmung sorgen oder schwierige Verwandtschaftsverhältnisse Für das »gute Gefühl« ist in der Regel die weibliche Seite zuständig. Doch das weit verbreitete Auslagern des Gefühlsmanagements an Frauen kostet enorme Kraft und führt zu großer Erschöpfung. Mit ihrem neuen Buch holt Mental-Load-Expertin und Erfolgsautorin Laura Fröhlich die Leserinnen aus der Feelgood-Falle und wirbt dafür, souverän Grenzen zu setzen, falsche Erwartungen zu entlarven und den Nettigkeits-Autopiloten endlich auszuschalten. Sie zeigt ganz, was es braucht, damit Frauen abgeben, was ihnen aufgebürdet wurde, und stattdessen klar zu sich und ihrem Nein stehen. Dieses Buch macht Mut zur emotionalen Lücke – und lässt die Verantwortung dort, wo sie hingehört!

234 pages, Kindle Edition

Published February 25, 2026

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About the author

Laura Fröhlich

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17 reviews
September 16, 2026
Ein Wegweiser aus der People-Pleaser-Falle – perfekt für Einsteigerinnen

Das Buch "Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin" von Laura Fröhlich widmet sich einprägsam der unsichtbaren Belastung von Frauen, die in der Gesellschaft oft als emotionale Feelgood-Managerinnen oder auch People-Pleaserinnen fungieren. Bereits das Cover setzt mit einer Retro-Frau mit erhobenem Mittelfinger ein starkes optisches Statement. Der Inhalt hält, was die Optik verspricht, wählt dabei jedoch einen ungewöhnlich sanften Ton.

Zitat: „Wenn wir viel emotionale Arbeit für andere leisten, stellen wir unsere eigenen Gefühle zurück. Das kostet Kraft und kann zur Belastung führen, wenn es zu viel wird.“ (Laura Fröhlich: Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin. Seite 72)

Die Autorin:
Laura Fröhlich ist Buchautorin, Mental-Load-Expertin und Beraterin in einer Kommunikationsagentur. Mit ihrem Blog Heute ist Musik, Vorträgen und Seminarangeboten richtet sie den Fokus auf die mentale Überlastung von Müttern. Die studierte Literaturwissenschaftlerin war nach ihrem Verlagsvolontariat jahrelang als freie Texterin, Journalistin und PR-Fachfrau tätig. Sie ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Süddeutschland.

Inhalt:
Frauen tragen meist die Hauptlast der emotionalen Arbeit. Das erstreckt sich vom Trösten und Vermitteln bis zum Aufrechterhalten der guten Stimmung und das nicht nur im engen Familienkreis, sondern auch weit darüber hinaus bis in die Arbeitswelt. Dieser ständige Einsatz für die Gefühle anderer führt oft zu tiefer Erschöpfung. Laura Fröhlich beleuchtet diese unsichtbare Belastung und zeigt, wie Frauen das People-Pleasing ausschalten können. Ein Buch über das Nein-Sagen, das Abgrenzen und das Überlassen von Verantwortung an diejenigen, die sie tragen sollten.

Gedanken zum Ratgeber:
Das Buchcover setzt ein starkes visuelles Zeichen: Vor einem knalligen, signalgelben Hintergrund springt der Titel in großen, bunten Lettern sofort ins Auge. Der Look erinnert zunächst an eine nostalgische Werbewelt vergangener Zeiten – eine perfekt zurechtgemachte Frau deutet auf ein klassisches, überholtes Frauenbild hin. Dieser idyllische Schein wird jedoch sofort gebrochen: Mit ihrem erhobenen Mittelfinger macht die abgebildete Frau unmissverständlich klar, dass sie mit den bestehenden Verhältnissen keineswegs einverstanden ist. Durch das Zusammenspiel aus fröhlicher Farbigkeit und rebellischer Attitüde wirkt das Cover selbst wie ein Signal – bunt, laut und kompromisslos in seiner Ansage.

Das Buch ist hervorragend strukturiert und holt auch Personen ab, die sich bisher wenig mit der Thematik auseinandergesetzt haben. Die Kapitel besitzen eine angenehme Länge, und die Autorin kommt größtenteils kurz und bündig auf den Punkt. Optisch wird der Text immer wieder durch pink hervorgehobene Zitate aufgelockert. Ein besonderes Highlight sind die liebevoll gestalteten Illustrationen: Sie zeigen Sammelkarten verschiedener Rollen wie der Kümmerin, Tochter, Männerversteherin oder Kollegin. Die Kategorien Glaubenssatz, Mindset und Superkraft wandeln sich im Laufe der Kapitel ins Positive. Aus den harten gesellschaftlichen Ansprüchen wird so Schritt für Schritt eine Haltung, die die Frau mit ihren eigenen Bedürfnissen in den Mittelpunkt rückt – ganz unabhängig von ihren Rollen.

Zitat: „Für ihn ist es ein Fauxpas, für sie ein Zeichen, dass sie sich noch besser organisieren muss, weil sie sich am Ende nur auf sich selbst verlassen kann.“ (Laura Fröhlich: Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin. Seite 93)

Wer im Bereich Feminismus bereits belesen ist, trifft auf viele vertraute Begriffe wie Gender Gaps, Mental Load, Emotional Load oder Weaponized Incompetence. Laura Fröhlich schlüsselt auf, wie erlernte Verhaltensmuster – stets brav, nett und gut gelaunt zu sein – dazu führen, eigene Grenzen zu überschreiten. Die Folgen sind ständiges Grübeln, das Kleinmachen der eigenen Person, kalte Wut im Inneren und der Verlust des Gespürs für die eigenen Bedürfnisse.

Zitat: „Indem wir schon von klein auf als sorgende und umgängliche Person erzogen werden und Jungs sich zeigen und präsentieren dürfen, nehmen sich auch später Männer den Raum, und Frauen machen ihn frei.“ (Laura Fröhlich: Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin. Seite 164)

Die Ursachen liegen zwar im Außen, doch die Autorin gibt greifbare Impulse für das eigene Handeln. Besonders gelungen ist der Ansatz von Empathie vs. Impathie: Neben dem Mitgefühl für andere ist es ebenso essenziell, die eigenen Gefühle wahrzunehmen, um in der eigenen Kraft zu bleiben. Dabei verteufelt die Autorin People-Pleasing keineswegs, sondern zeigt verständnisvoll auf, wie der eigene Selbstschutz gelingen kann.

Zitat: „Ich habe keine Lust mehr, das nette Mädchen zu sein. Ich bin eine Frau mit Selbstbewusstsein und Arbeitserfahrung und das darf sich auch in meiner Art, zu sprechen wiederfinden.“ (Laura Fröhlich: Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin. Seite 210)

Regelmäßige kleine Arbeitsanweisungen laden zum Innehalten ein und regen dazu an, das eigene Verhalten zu reflektieren und gegebenenfalls anzupassen. Das Buch verzichtet dabei komplett auf Vorwürfe oder Anklagen – weder gegenüber Frauen noch gegenüber Männern. Stattdessen beleuchtet Fröhlich die gesellschaftliche Sozialisation und zeigt auch auf, dass Männer durch traditionelle Rollenbilder eingeschränkt werden. Zudem wirkt es extrem sympathisch und ermutigend, dass die Autorin offen zeigt, dass auch ihr eigener Weg noch nicht vollendet ist und sie trotz ihres theoretischen Wissens weiterhin an sich arbeitet.

Fazit:
Das Buch erfindet das Rad nicht neu – wer bereits tief in der feministischen Ratgeberliteratur steckt, wird hier wenig überraschende Erkenntnisse finden. Doch durch die leicht verschobene, weniger anklagende Perspektive und die sanfte Herangehensweise ist es ein wunderbarer, ermutigender Einstieg in das Thema gelungen. Eine klare Empfehlung für alle, die endlich mehr für sich selbst einstehen wollen.
Profile Image for Alexandra.
Author 13 books93 followers
April 6, 2026
Endlich! Jemand hatte den Mut, laut auszusprechen, was viele Menschen seit Jahren still für sich erleben. Das Buch ist mit erfrischender Ehrlichkeit geschrieben, und ich glaube, das ist einer der Gründe, warum es mir so gut gefallen hat. Es spricht etwas an, woran wir uns vielleicht auch schuldig machen – Verantwortung für die Gefühle anderer zu übernehmen, den Frieden zu wahren und unsere eigenen Bedürfnisse hintanzustellen. Ich habe mich in diesem Verhaltensmuster wiedererkannt und war froh, auf dieses Buch gestoßen zu sein. Es ist eine zutiefst bestätigende Lektüre, die einen großen Unterschied bewirken kann.

Meine Meinung:

Eine der größten Stärken des Buches ist, wie klar es Empathie von Verantwortung trennt. Es fordert nicht dazu auf, sich nicht mehr um andere zu kümmern – es zeigt vielmehr, wo Fürsorge in Überforderung umschlägt und wie diese Grenze mit der Zeit verschwimmt. Für viele Leser kann allein diese Unterscheidung schon ein Aha-Erlebnis sein. Praktisch gesehen bietet das Buch konkrete Wege, um aus der Rolle der „Feelgood-Managerin“ herauszukommen: Grenzen setzen, Konflikte tolerieren und das Bedürfnis loslassen, alles in Ordnung bringen zu müssen. Diese werden nicht als schnelle Tricks präsentiert, sondern als Fähigkeiten, die Achtsamkeit und Übung erfordern. Dadurch wirken die Ratschläge eher realistisch als idealistisch.

Was mir als Leser außerdem besonders auffällt, ist, wie nah die Beispiele am eigenen Leben sind. Die beschriebenen Situationen – sich zu ausführlich erklären, Schuldgefühle zu haben, wenn man Nein sagt, zu versuchen, die Stimmung in einem Raum zu lenken – sind so alltäglich, dass es schwerfällt, darin nicht das eigene Verhalten wiederzuerkennen. Diese Vertrautheit lässt die Erkenntnisse umso stärker wirken, denn es handelt sich nicht um abstrakte Theorie – es ist das eigene Leben. Man hat am Ende nicht das Gefühl, „geheilt“ zu sein, aber man hat ein klareres Verständnis für die eigenen Verhaltensmuster – und das Gefühl, dass Veränderung tatsächlich möglich ist.

Das Buch geht auch sehr gut auf den inneren Widerstand ein, der mit Veränderungen einhergeht. Es räumt ein, dass es sich zunächst unangenehm oder sogar falsch anfühlen kann, aus dieser Rolle herauszutreten. Diese Ehrlichkeit ist wichtig, denn sie bereitet einen auf die emotionale Gegenreaktion vor – sowohl von einem selbst als auch manchmal von anderen –, wenn man beginnt, sich anders zu verhalten. Dadurch fühlt sich der Prozess weniger wie ein Scheitern an, sondern eher wie ein normaler Teil des Wachstums. Man beginnt, kleine Momente wahrzunehmen, in denen man früher eingegriffen, etwas abgemildert oder Verantwortung übernommen hätte – und jetzt hält man inne. Allein dieses Bewusstsein fühlt sich wie ein Fortschritt an. Es geht nicht darum, kalt oder distanziert zu werden, sondern darum, Raum für ausgewogenere, authentischere Interaktionen zu schaffen.

Zusammenfassung:

Dieses Buch ist ein klarer, ehrlicher und praktischer Leitfaden auf dem Weg zu einem besseren Selbst. Es bietet eine praktische Auseinandersetzung damit, was es bedeutet, keine Verantwortung mehr für die Gefühle anderer Menschen zu übernehmen. Ich hatte das Gefühl, ein tieferes Bewusstsein für meine eigenen Verhaltensmuster gewonnen zu haben, ganz zu schweigen von einem besseren Verständnis für die Grenze zwischen Empathie und übermäßiger Verantwortung. Mir hat besonders gefallen, dass das Buch konkrete Hilfsmittel zum Setzen gesünderer Grenzen bietet. Ein Buch, das echte Hilfe bietet und einen zu echten Veränderungen anspornt. Sehr empfehlenswert.
Profile Image for Eileen.
477 reviews13 followers
March 20, 2026
Als Hörbuch gehört🎧 und nicht bereut! Ich konnte mich so besser auf das gesagte konzentrieren und hatte das Gefühl auch mehr darüber zu reflektieren, als wenn ich es als Paperbook gelesen hätte.

Es gab viele Punkte und Kapitel bei denen ich einiges mitnehmen konnte und mich auch in vielem wieder gefunden habe.

Wir Frauen leisten manchmal unglaubliches ohne das es wirklich sichtbar ist. Die Schulter zum anlehnen, den Haushalt schmeißen damit wenigstens das im Leben vllt gerade konstant läuft, Probleme ignorieren und durchziehen, manchmal mit einer unglaublichen Kraft bei der man sich selbst oft fragt wo die herkommt.

Natürlich wird - zurecht - auf die immer noch herrschende Dysbalance zwischen Frauen und Männern hingewiesen - in der Arbeit, im Freundeskreis, Zuhause, bei der Erziehung von Kindern oder der Pflege von Angehörigen.

Die letzten beiden Punkte betreffen mich nicht, dennoch fand ich die Kapitel dazu sehr spannend.

Im Buch geht es aber nicht nur darum den blinden Fleck sichtbar zu machen, sondern auch durch Umdenken bei einem selbst die Glaubenssätze zu verändern. Der all time favorite „Nein sagen“. Aber es gab noch so viel anderes. Gerade die Betrachtung als People Pleaser hat mich persönlich sehr abgeholt.

Ich werde das Hörbuch definitiv nochmal hören!
Profile Image for Carmen.
23 reviews1 follower
March 10, 2026
Ich habe schon einige Bücher zu diesem Thema gelesen. Hier haben mir vor allen Dingen die eigenen Erfahrungen der Autorin gefallen, hier konnte ich auch einiges mitnehmen. Zum Ende hin wurde es mir etwas banal, das Kapitel über die Frau als Kollegin war dann wieder ganz interessant. Das Buch ist eher als Einstieg in das Thema Mental Load zu sehen, später kann man dann noch in diverse, tiefergehende Bücher anderer Autorinnen einsteigen.
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