Zwei starke Frauen – und eine Freundschaft, die alle Widerstände überdauert.
Linda kommt 1956 in einem Hamburger Krankenhaus zur Welt. Ihre Mutter lässt sie dort schon kurz nach der Geburt zurück. Das Mädchen wächst bei den Großeltern und in Heimen auf, in Armut und ohne Sicherheit, bis sie ein Zuhause findet, in dem sie gefördert wird. Im selben Jahr wird Irmi in Köln in geboren. Ihre Familie ist wohlhabend, aber ihre Mutter ist krank und überfordert. Daher kommt sie zunächst zu Verwandten ins Ausland. Als der Vater sie sechs Jahre später zurückholt, spricht Irmi kein Deutsch und fühlt sich in der eigenen Familie fremd. Zwei Mädchen aus Welten, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Doch als Irmi Linda in einem dramatischen Moment das Leben rettet, werden sie unzertrennlich. Ihre Freundschaft trägt sie durch fünf Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte – geprägt von Verlusten, Hoffnungen und Neubeginnen.
Cover: Ein schönes Cover, das gut zur Geschichte passt.
Inhalt und meine Meinung: In diesem Roman begleiten wir zwei Frauen, Linda und Irmi,von ihrer Geburt bis zu ihrem 60. Geburtstag, von 1956 bis 2016. Sie sind total unterschiedlich und ihr familiärer Background und ihre Herkunft könnte unterschiedlicher nicht sein. Linda wir in ärmliche Verhältnisse hineingeboren und Irmi kommt aus einer wohlhabenden Familie in der Geld keine Rolle spielt. Doch eins haben die beiden gemeinsam: ihre Mütter können oder wollen sich nicht um sie kümmern oder sie um sich haben. In der Grundschule legen die beiden den Grundstein zu ihrer Freundschaft, die nie abreist und die sie immer füreinander da sein lässt egal ob sie kilometerweit voneinander getrennt sind.
Eine wunderbare Geschichte. Von der Autorin sehr spannend und feinfühlig erzählt.Die geschichtlichen Hintergründe zur zweibeinigen Zeit sind sehr gut recherchiert und super in die Geschichte eingewoben. Da ich 1960 geboren bin, gab es für mich sehr viele Aha Momente und viertes an das ich mich wieder erinnert habe.
Da das Buch einen sehr langen Zeitraum umfasst und so viel im Leben der beiden Frauen und ihrer Familien passiert ist jedes Kapitel mit Jahreszahlen versehen, so findet man sich super zurecht. Manchmal wirkt es dadurch aber auch wie im Telegrammstil, wie wenn Ereignis um Ereignis abgearbeitet würde. Das hat mir irgendwie nicht so gefallen, ich wüsste aber auch nicht wie man es sonst machen könnte um den Umfang des Buches nicht zu sprengen.
Autorin: Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die sich mit Krimis, Komödien und temperamentvollen Lesungen ein großes Publikum erobert hat. Schon bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie als Reporterin und Pressefotografin immer sehr nah an den Menschen und ihren Schicksalen. In ihren dramatischen Familiengeschichten verarbeitet sie autobiografische Elemente und geschichtliche Hintergründe zu einer packenden Geschichte.
Mein Fazit: Ein sehr gut recherchierter historischer Roman, der mir schöne Lesestunden geschenkt hat und mich wieder an vieles aus meinem Leben denken lies. Von mir 4 Sterne.
„Rosen im Asphalt“ ist ein berührender Roman über eine tiefe Freundschaft von der Autorin Felicitas Fuchs.
Die Handlung beginnt im Januar 1956 in Hamburg in einem Krankenhaus. Dort kommt Belinda Weinstock acht Wochen zu früh auf die Welt. Unbemerkt verlässt ihre Mutter das Krankenhaus und lässt sie zurück. Dadurch wächst Linda unter schwierigen Bedingungen und ohne feste Bezugsperson auf. Zeitgleich kommt in Köln die kleine Irmi Rohndorf auf die Welt. Sie wird in eine wohlhabende Familie hineingeboren, aber ihre Mutter kann sich aus gesundheitlichen Gründen nicht um sie kümmern. Deswegen wird sie für ihre ersten Lebensjahre zu Verwandten ins Ausland gebracht.
Ich denke, dass bereits jetzt klar wird, dass die beiden Mädchen keinen einfachen Start ins Leben hatten. Als sie sich in ihrer Grundschulzeit kennenlernen, entsteht zwischen ihnen ein festes Band und eine tiefe Verbundenheit, die sie über Jahrzehnte durch ihr Leben begleiten wird.
Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben. Dadurch habe ich schnell einen guten und umfassenden Blick auf die Charaktere bekommen. Diese werden lebendig und authentisch beschrieben. Mir fiel es leicht mich in die Gefühlswelt der Protagonistinnen hineinzuversetzen.
Felicitas Fuchs schildert über vier Jahrzehnte das Leben während der Nachkriegszeit. Zeitgeschichtliche Ereignisse sowie das damalige gesellschaftliche Leben sind eng mit der Handlung verwoben. Alles wirkt gut recherchiert, passt in die Zeit, so wie man sie aus Geschichtsbüchern kennt oder auch in Erinnerung hat.
Die Freundschaft zwischen Linda und Irmi hat mich berührt. Sie geben sich gegenseitig Kraft und stehen füreinander ein.
Mich hat der Roman ausgesprochen gut unterhalten und zutiefst berührt. Die Charaktere sind toll angelegt, was mich nach dem Nachwort der Autorin keineswegs verwundert. Der Roman ist fiktiv, aber die Personen, deren Leben sie hier in Ausschnitten erzählt, gab es wirklich und ihr Leben ist die Grundlage für diese Geschichte.
Ich kann das Buch Lesern, die historische Romane mögen, sich für die Deutsche Nachkriegszeit interessieren oder gerne Bücher über Freundschaft und Familie lesen, nur empfehlen.
Unterhaltsam und lesenswert. Im Mai 2026 hat die Autorin Felicitas Fuchs gemeinsam mit dem Verlag Heyne den historischen Roman „Rosen im Asphalt“ herausgebracht. Auf dem Cover sind zwei Frauen zu sehen, die sich gut verstehen. Es sind die beiden Hauptprotagonistinnen Linda und Irmi.
Felicitas Fuchs ist ein Pseudonym der Autorin Carla Berling. Von ihr habe ich schon einige Erzählungen gelesen. Zuletzt „Die Akte Schneeweiß“. Da mir das Werk gut gefallen hat, habe ich mich auf „Rosen im Asphalt“ gefreut. Ich denke, es ist nicht zu viel verraten, wenn ich hier schon schreibe, dass es besser ist. Das aktuelle Werk startet in Hamburg im Jahr 1956 und endet im Jahr 2016.
Linda wird in schwierigen Umständen in Heimen groß. Ihre Mutter Belinda lässt sie kurz nach ihrer Geburt zurück. Irmi wächst als armes reiches Mädchen in einer Villa auf, in der es an vielem mangelt. Beide Frauen laufen sich in einer schwierigen Situation über den Weg und eine Freundschaft entsteht, in der sie sich gegenseitig Halt und Zuversicht geben.
Gekonnt führt Felicitas Fuchs durch die Geschichte. Ihren Schreibstil empfinde ich als flüssig und bildhaft. Schnell finde ich Zugang zur Story und zu den beiden Frauen. Gut gelingt es der Autorin die Zeitgeschichte mit einzubauen. Ohne dass ich es direkt bemerke, erlebe ich am Rande die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse der Jahre 1956-2016 mit. Der Fokus dieses Romans liegt jedoch auf den beiden Frauen und so lerne ich sie nach und nach besser kennen. Beide gefallen mir gut. Gemeinsam mit ihnen erlebe ich die Höhen und Tiefen ihres Lebensweges und manches nimmt mich ganz schön mit.
Alles in allem hat Felicitas Fuchs mit „Rosen im Asphalt“ einen historischen Roman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Im Vordergrund steht die fiktive Geschichte der beiden Frauen Linda und Irmi. Wer Lust auf ein paar unterhaltsame Lesestunden und auf einen Ausflug in die Jahre 1956-2016 hat, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.
Hamburg, 1956. Belinda kommt zu früh zur Welt, aber ihre Mutter Hilde verschwindet einfach so aus dem Krankenhaus, ohne sich um ihre Tochter zu kümmern oder sich abzumelden. Der Alkohol ist ihr wichtiger, wer der Vater ist, weiß sie eh nicht. Einen Monat früher wurde Irmi in eine reiche Familie hineingeboren. Eigentlich hat sie alles, aber ihre Mutter leidet unter postnataler Depression und der Vater ist überfordert. So wird Irmi zu Verwandten nach Amsterdam geschickt und auch sie hat keinen guten Start ins Leben. Die beiden Mädchen treffen sich auf dem Gymnasium und werden Freundinnen fürs Leben, stehen trotz ihrer Unterschiedlichkeit füreinander ein. Aber das Leben meint es nicht leicht mit ihnen. Obwohl Linda und Irmi im Vordergrund stehen, gibt es viele andere Perspektiven, vor allem die anderen Familienmitglieder von Irmi. Die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln sind mal größer, mal kleiner, politische Weltereignisse und deutsche Zeitgeschichte spielen oft eine Rolle. Trotz dieser Zeitraffer hat mir der Roman gut gefallen und ich war neugierig, wie es den beiden ergangen ist. Der Roman endet im Jahr 2016 und ich habe die beiden gerne in ihrem Leben mit seinen Hochs und Tiefs begleitet. Ein wunderbarer Schreibstil und ein Buch, das mir schöne Lesestunden beschert hat. Am Ende erklärt die Autorin noch, wie es zu dieser Geschichte gekommen ist.