Der erste Näh-Krimi. Kreativ; kriminell und voller schräger Charaktere
Als die angesehene Nähexpertin Hanna tot im Keller ihres Stoffladens aufgefunden wird; taucht Kommissar Martin Leitner unvermittelt in eine Welt aus Garn; Rivalitäten und kreativ zugeschnittenen Alibis ein. Die »Wunderbare Welt des Nähens« zeigt sich von ihrer düstersten Seite; und ausgerechnet ein Näh-Hack könnte die Wahrheit ans Licht bringen. Doch je näher er der Lösung des Falls zu kommen scheint; desto verworrener werden die Spuren.
Unterhaltsamer Wohlfühlkrimi; der nicht nur Näh-Fans begeistern wird. Garniert mit praktischen Lifehacks rund ums Nähen ist Mord nach Schnittmuster der perfekte Schmöker für alle; die ihre Krimis gerne mit einer Prise Humor und Skurrilität mögen.
🧵 Mord nach Schnittmuster – ein kreativer, witziger Krimi mit kleinen Schwächen
Von Birgit Körner – erschienen im Emons Verlag
Schon das Cover macht Lust aufs Lesen: Es ist witzig, kreativ und gleichzeitig schön krimihaft gestaltet – genau mein Geschmack. Besonders gefallen hat mir auch das genähte Lesezeichen, eine wirklich tolle und liebevolle Idee. Die 28 Näh-Hacks sind ein zusätzliches Highlight und machen das Buch zu etwas Besonderem, gerade für alle, die gerne nähen.
Die Geschichte selbst ist unterhaltsam, humorvoll und lebendig erzählt. Die Schauplätze in Esslingen werden ständig aufgegriffen, was der Handlung viel Atmosphäre verleiht. Auch das Thema Influencer ist gut umgesetzt und modern eingebaut. Vor allem Stine hat mir als Figur zunächst sehr gut gefallen – sie wirkt sympathisch, lebendig und authentisch.
Der Krimi ist insgesamt abwechslungsreich und witzig, allerdings stellenweise etwas durchwachsen. Besonders schade fand ich, dass der Kommissar sehr viele private Probleme mit in die Handlung bringt. Das nimmt der eigentlichen Krimispannung etwas Tempo und Fokus. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der kriminalistische Teil stärker im Vordergrund bleibt.
Trotz dieser Kritikpunkte hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Die Mischung aus Humor, Kreativität, Nähen, modernen Themen und Krimi ist originell und macht Spaß zu lesen.
Fazit: Ein origineller, charmanter Krimi mit tollen Extras, lebendigen Figuren und viel Witz. Kleine Schwächen in der Spannung trüben den Gesamteindruck nur geringfügig. Deshalb vergebe ich sehr gerne 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐⭐.
Nein, ich kann nicht nähen, aber diesen Krimi habe ich trotzdem sehr genossen. Zu Beginn jedes Kapitels gibt es einen Näh-Hack und da habe ich doch so einiges gelernt, zumindest in der Theorie. Gleich zu Beginn gibt es einen Mord: die Inhaberin von Naht und Tat wurde von ihrer Mitarbeiterin tot am Ende der Kellertreppe gefunden. Bald stellt sich raus, es war Mord. Aber wer hat Hanna umgebracht? War es ein oder eine Neiderin aus der Social Media Welt? Hanna hat nämlich nicht nur ihren Laden erfolgreich betrieben, sie hatte zudem Social Media Accounts, viele Follower und hat dort Nähvideos hochgeladen und Schnittmuster verkauft, viele Fotos von ihr und ihren genähten Kleidungsstücken. Oder war es etwa der Ehemann und die allzu perfekt erscheinende Ehe war es doch nicht? Kommissar Martin Leitner und sein Kollege Salvatore ermitteln. Martin ist ein Genussmensch und liebt Geleebananen, er verbringt gerne Zeit mit seiner Familie, allerdings kommt Tochter Paula in die Pubertät und auch mit seiner Frau gibt es so einige Missverständnisse. Ein wenig skurril, aber immer sehr unterhaltsam und mit vielen überraschenden Wendungen. Ein wunderbarer Krimi, der leider viel zu rasch ausgelesen war.
Nähen und Krimi ist eine perfekte Mischung für mich. Deshalb war ich umso gespannter und wurde nicht enttäuscht. Die Kapitel beginnen nicht einfach mit Überschriften, sondern mit brauchbaren Tipps. Auch sonst wird nicht zu viel versprochen, dass es sich um einen Näh-Krimi handelt. Das Thema wird immer wieder vertieft aufgegriffen und nicht nur oberflächlich behandelt. Das war klasse!
Der Krimi ist gut durchdacht, die Vernehmungen und Ermittlungen haben Spaß gemacht zu lesen. Auch der Schauplatz in einer kleinen Stadt, wo gefühlt jeder jeden kennt, hat gut gepasst und den Fall vorangetrieben. Jede Person hat ihre Eigenarten und man wusste beim Lesen ohne Probleme, wer spricht.
Leider kommt nun das Aber: Ich mochte den Ermittler überhaupt nicht. Für meinen Geschmack gab es zu viel private Nebenhandlung, die hauptsächlich aus essen, essen gehen oder kochen bestand. Alternativ hat er sich mit seiner Frau und Tochter gestritten. Das fand ich anstrengend, es konnte mir bis zum Ende niemand wirklich sympathisch werden.
Danke @netgalleyde & @emons_verlag für das Rezensionsexemplar!