Vier Geschwister. Jahrelanges Schweigen. Und ein Wiedersehen, das alles verändert. Ein vielschichtiger, bewegender Familienroman mit Nachhall
Als Kinder waren die Endicott-Geschwister unzertrennlich. Viele Jahre später herrscht Funkstille - bis Jude, die Jüngste, überraschend alle in eine kleine Stadt in North Dakota ruft. Jeder von ihnen steht an einem Gemma fragt sich nach einer Reihe erfolgloser Versuche, ob sie überhaupt noch Mutter werden möchte. Connor steckt nach einem großen Bestseller als Autor in der Krise. Roddy riskiert für seine Karriere die Liebe seines Lebens - und Jude, eine gefeierte Schauspielerin, hat drei brisante Geheimnisse, die sie mit ihren Geschwistern teilen möchte, bevor es zu spät ist. Doch was sie zu sagen hat, reißt alte Wunden auf und bringt die Geschwister an ihre Grenzen. Was verbindet sie noch? Welchen Wert haben ihre gemeinsamen Erinnerungen? Und gibt es einen Moment, an dem es zu spät für einen Neuanfang ist?
»Spaß für die ganze Familie - so etwas gibt es nicht!« JERRY SEINFELD
»Ein vielschichtiges Familiendrama ... Die Leser werden mit jedem der Geschwister mitfiebern.« BOOKLIST
Jennifer E. Smith is the author of nine books for young adults, including The Statistical Probability of Love at First Sight and Hello, Goodbye, and Everything in Between, both of which were recently adapted for film. She earned her master's degree in creative writing from the University of St. Andrews in Scotland, and her writing has been translated into 33 languages. She currently lives in Los Angeles.
Dieses Buch konnte ich nicht aus der Hand legen. Es geht um 4 Geschwister, deren Leben zu unterschiedlichen Zeiten aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Ich habe gelacht und geweint und das Buch einfach sehr genossen.
In Ein riesen Spaß für die ganze Familie erzählt Jennifer E. Smith die Geschichte der Endicott-Geschwister, die als Kinder unzertrennlich waren, inzwischen aber seit Jahren keinen Kontakt mehr haben. Erst als die jüngste Schwester Jude alle überraschend in eine kleine Stadt in North Dakota ruft, kommen sie wieder zusammen. Jeder von ihnen befindet sich an einem entscheidenden Punkt im Leben: Gemma kämpft mit ihrem unerfüllten Kinderwunsch, Connor leidet unter einer kreativen Krise nach seinem großen Bestseller, Roddy muss sich zwischen Karriere und Liebe entscheiden und Jude trägt gleich mehrere Geheimnisse mit sich herum, die sie unbedingt mit ihren Geschwistern teilen möchte. Doch das Wiedersehen verläuft anders als erwartet – alte Konflikte brechen auf, unausgesprochene Vorwürfe kommen ans Licht und alle müssen sich der Frage stellen, ob gemeinsame Erinnerungen ausreichen, um eine Familie wieder zusammenzuführen. Ich muss gestehen, dass ich nach dem Klappentext neugierig auf die Geschichte war. Familiengeschichten voller Geheimnisse, emotionaler Konflikte und der Hoffnung auf Versöhnung sprechen mich eigentlich sehr an. Auch hier bringt Jennifer E. Smith viele spannende Themen unter – von Kinderwunsch über Erfolgsdruck bis hin zu Liebe, Verlust und der Frage, was Familie eigentlich bedeutet. Trotzdem hat mich das Buch leider nicht so abgeholt, wie ich es mir erhofft hatte. Die Geschichte entwickelt sich sehr ruhig und nimmt sich viel Zeit für die einzelnen Figuren und ihre Gedanken. Das passt zwar grundsätzlich gut zum Thema, für mich fehlte dadurch aber oft die Spannung. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass die Handlung nur langsam vorankommt, sodass ich mich stellenweise eher durch die Seiten gearbeitet habe, anstatt das Buch kaum aus der Hand legen zu können. Die Charaktere waren zwar vielschichtig angelegt und ihre persönlichen Geschichten nachvollziehbar, dennoch blieb für mich eine gewisse emotionale Distanz bestehen. Ich konnte ihre Entscheidungen verstehen, habe aber selten wirklich mit ihnen mitgefühlt. Gerade bei einem Familienroman hätte ich mir noch mehr emotionale Intensität und Momente gewünscht, die mich wirklich berühren. Auch das Ende hat mich etwas enttäuscht. Ich hatte insgeheim auf einen versöhnlicheren Abschluss gehofft. Stattdessen bleibt die Geschichte eher leise und realistisch, was sicherlich gut zum Ton des Romans passt, mich persönlich aber etwas unzufrieden zurückgelassen hat.
Familiengeschichten ziehen mich fast immer in ihren Bann und auch „Ein Riesenspaß für die ganze Familie“ hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Im Mittelpunkt stehen vier Geschwister, die sich über Jahre entfremdet haben und durch ein chaotisches Familientreffen in North Dakota wieder miteinander konfrontiert werden. Dabei geht es um alte Verletzungen, unerfüllte Wünsche und die Frage, ob ein Neuanfang auch nach langer Funkstille noch möglich ist.
Besonders mochte ich den flüssigen Schreibstil. Das Buch liest sich angenehm leicht, ohne oberflächlich zu sein, und die wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass man jede Figur besser kennenlernt. Mit jedem Kapitel öffnet sich ein weiteres Fenster in das Leben der Geschwister und nach und nach setzt sich das Familienbild zusammen. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Da sie sehr unterschiedlich sind und ganz verschiedene Lebensentwürfe verfolgen, fand ich sie interessant und vielschichtig. Jede Figur bringt ihre eigenen Konflikte mit, sodass ich neugierig blieb, wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln würden.
Das Erzähltempo war mir irgendwann allerdings etwas zu langsam. Manche Entwicklungen wurden für meinen Geschmack etwas zu ausführlich behandelt. Vor allem die wiederkehrende Betonung, dass die Geschwister trotz der jahrelangen Funkstille immer wieder aneinander denken und emotional miteinander verbunden bleiben, hatte ich schon früh verstanden. Hier hätte ich mir etwas mehr Straffung gewünscht, denn einige Wiederholungen haben die Handlung stellenweise ausgebremst.
Trotzdem hat mich der Roman mit seiner Mischung aus Familiengeheimnissen und emotionalen Konflikten gut unterhalten. Ein ruhiger, warmherziger Familienroman mit interessanten Figuren, der für mich nur ein wenig kürzer hätte sein dürfen!
Familie, Erinnerungen, Geheimnisse und noch viel mehr
Inzwischen ist es drei Jahre her, dass sich die vier Endicott-Geschwister Jude, Gemma, Roddy und Connor zuletzt gesehen haben. Sie können auf viele gemeinsame Erinnerungen zurückblicken: Als Kinder waren sie unzertrennlich, bis etwas zwischen ihnen zerbrochen ist. Inzwischen hat jeder sein eigenes Leben, einen anderen Lebensmittelpunkt und andere Prioritäten. Nun möchte Jude ein gemeinsames Treffen in North Dakota, um ihnen etwas mitzuteilen.
Das Buch lässt einen fühlen, was Familie ist, was es bedeutet gemeinsame Erinnerungen zu haben, auf Erlebtes zurückzublicken und vergangene Familiendramen aufzuarbeiten. Die Handlung springt zwischen den Orten sowie der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her.
Es sind ganz viele kurze Momente, die berühren oder mich auch zum Lachen gebracht haben. Ich habe mich gerne mit den Geschwistern erinnert und den dramatischen Ereignissen nachgespürt, die letztendlich das Gefühl von Gemeinschaft und Familie ausmachen.
Natürlich hat jede Familie ihre eigenen Erinnerungen, ihre eigene Dynamik und ihre besonderen Familienmomente. Damit ist dieses Buch, wie jede Familiengeschichte, einzigartig und gleichzeitig ist die Geschichte auch so typisch für Familie.
Ein tiefgründiges Buch über das Verzeihen und die Frage, was Familie eigentlich ausmacht.
Der Roman „Ein Riesenspaß für die ganze Familie“ war für mich - trotz auch schwerer Themen - eine leichte Kost, die sich entspannt nebenbei lesen ließ. Vier Geschwister kommen nach langer Funkstille für ein Wochenende wieder zusammen: ein Treffen geplant von der jüngsten Schwester Jude. Die Frage, warum und vor Allem, wieso jetzt, treibt die Geschichte an. Es geht um lang verborgene Geheimnisse, darum sich zu verzeihen, um die Schwierigkeit seine Rolle in der Geschwisterbeziehung ohne elterlicher Konstante zu finden, um das Auseinanderleben und Wieder-Zueinander-Finden. Der zentrale Teil der Geschichte spielt an dem Familienwochenende und wird zusätzlich durch weitere Zeitsträngen, Perspektiven und Orten gefüttert, durch die die Familiengeschichte ganz langsam (aber nie verwirrend) zusammen gefügt. Die Charaktere sind nachvollziehbar geschrieben, sie haben Ecken und Kanten, aber eine tiefliegende Liebe füreinander. Obwohl nichts absolut Unvorhergesehenes passiert, habe ich das Buch gern gelesen.
It was a fast & easy read, kind of like a TV series, but even though it dealt with hard topics it felt very clichée and was all in all very forgetteable. I was entertained, but I don't think this book will stay on my mind for a long time