Raub in der Wiener Werkstätte: Ein Diamantcollier verschwindet – und Wien versinkt im Chaos. Band 3 der Erfolgsreihe – Historischer Kriminalroman (Lili Feigl und Max von Krause)
Die Erfolgsserie der Bestsellerautorin geht Beate Maly entführt wieder ins Wien der Jahrhundertwende
Wien; 1907: Die Stadt wird von einer mysteriösen Diebstahlserie heimgesucht; bei der vorzugsweise wertvoller Schmuck erbeutet wird. Als einer der Einbrüche dramatisch mit dem Tod der Hausherrin endet; übernimmt Max von Krause die Ermittlungen. Eine Spur führt in die Wiener Werkstätte; und auch Lili Feigls Spürsinn ist wieder geweckt. Während ein verheerender Wolkenbruch tobt; beginnen sie zu Sie müssen sehr viel tiefer graben; als sie anfänglich glaubten …
Beate Maly; Gewinnerin des Bronzenen Homer 2025; beweist in Raub in der Wiener Werkstätte einmal mehr ihr Talent; Geschichte und Krimi meisterhaft zu verweben. Ein Muss für Fans von packenden historischen Kriminalromanen mit Wiener Flair!
»Ihre Bücher möchte man nicht mehr zur Seite Beate Malys historische Kriminalfälle sind wahre Publikumslieblinge.« – ORF über Mord in der Wiener Werkstätte
In Wien gibt es eine Einbruchsserie mit Schmuckdiebstählen bei wohlhabenden Leuten, die die Stadt in Atem hält. Als ein Einbruch schief geht und die Hausherrin ermordet wird, bekommt Max von Krause diesen Fall auf den Tisch. Lili Feigl möchte sich am liebsten von der Polizei fernhalten, doch ihr krimineller Exfreund will sie in dubiose Schmuckgeschäfte mit hineinziehen und der Fotograf Tugend schickt sie auf einen Botengang ausgerechnet zur Polizei.
Bei einem Einbruch wird diesmal nicht nur ein wertvolles Collier gestohlen sondern auch die Hausherrin ermordet. Was zuerst wie eine Eskalation einer Einbruchsserie aussieht, entwickelt sich bei den Ermittlungen von Max von Krause immer mehr zum Familiendrama.
In diesem dritten Fall rund um Max von Krause und Lilli Feigl erleben wir wieder einmal, dass es hinter vornehmen Fassaden oft Abgründe gibt, und nicht alle glücklich sind, nur weil sie Geld haben. Die Wiener Werkstätte spielt dieses Mal nur eine Nebenrolle, da vermutet wird, dass dort das Diebesgut der Einbrüche in Einzelteile zerlegt wiederverwertet wird.
Wir erfahren wieder mehr aus Lilis privaten Umfeld, denn ihr Exverlobter Oskar wurde aus dem Gefängnis entlassen und versucht Lili und ihren Vater sofort notfalls auch gewaltsam wieder für seine kriminellen Machenschaften einzuspannen.
Ich mochte das Buch wieder gerne, auch wenn die Situation, dass Lili eigentlich aus kriminellen Verhältnissen kommt immer noch nicht so richtig aufgelöst wurde. Was mich diesmal etwas gestört hat war, dass es wiederholt Erläuterungen zu einzelnen Charakteren, wie z.B. Lilis Nachbarin Grete, gab. Da hätte mir ein einmaliges Erwähnen gereicht, ich denke auch Quereinsteiger brauchen solche Informationen nur einmal.
Ansonsten aber war es wieder ein interessanter Krimi, in dem man einiges über die Zeit im kaiserlichen Wien erfahren hat. Von daher eine Leseempfehlung.
Wien, 1907. Seit einiger Zeit kommt es in den Villenviertel der Stadt zu Einbrüchen. Als es jedoch eine Tote gibt, deren auffälliger Schmuck entwendet wurde, scheinen die Täter sich nicht mehr nur mit Einbrüchen zu begnügen. Die Angst geht um und Max von Krause hat nun als Oberkommissar alle Hände voll zu tun. Weil das verschwundene Collier in seiner ursprünglichen Form kaum zu verkaufen ist, führen Max’ Ermittlungen wieder zu Lili Feigl. In ihrem Atelier der Wiener Werkstätte ließe sich das Schmuckstück umarbeiten oder seiner Steine berauben. Nicht nur Max von Krause hat diese Idee, sondern auch der Reporter Herbert Rossberg möchte von Lili erfahren, ob jemand aus der Wiener Werkstätte daran verdienen könnte. Doch Lili hat diesmal ganz andere Sorgen....
In diesem dritten Teil der Reihe um Oberkommissar Max von Krause und Lili Feigl tritt die Wiener Werkstätte im Laufe der Geschichte etwas in den Hintergrund. Lili hat diesmal ziemliche Probleme mit ihrem Vater, aber vor allem mit Oskar, ihrem ehemaligen Verlobten, der aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er taucht bei Lili auf und stellt Ansprüche, droht Vater und Tochter und schlägt auch gerne mal zu. Lili lebt in großer Angst und muss sich einen anderen Schlafplatz suchen. Ich habe mit ihr mitgelitten und hatte vor jedem Kapitel, wo es um Oskar ging, leichte Angst um die sympathische Putzfrau aus der Wiener Werkstätte.
Max von Krause ist endlich zum Oberkommissar aufgestiegen und mit Carel Novak, seinem Polizeidiener, hat er einen intelligenten und fleißigen Mitarbeiter auf den er sich verlassen kann - wenn seine Mutter nicht dazwischenfunkt. Diese versucht auch im dritten Teil ihren Sohn mit einer reichen Tochter aus Adelsgeschlecht zu verkuppeln und schreckt dabei nicht einmal vor einem Besuch im Polizeipräsidium zurück.
Die Geschichte wird wieder äußerst lebendig und bildhaft erzählt. Die (meisten) Figuren sind liebenswert und originell. Durch den Wiener Dialekt der damaligen Zeit wird das Lokalkolorit besonders authentisch vermittelt.
Beate Maly hat die Unterschiede zwischen Arm und Reich zu dieser Zeit wieder grandios beschrieben. Die Arbeits- und Lebensbedingungen sind teilweise unzumutbar. Das Donauhochwasser aus dem Jahr 1907 wurde ebenfalls in den historischen Roman integriert. Die Auswirkungen des Hochwassers beschleunigten den schon länger geplanten Bau von Entlastungskanälen. Doch viele sehr ärmliche Familien, die entlang des Donaukanals lebten, hatten kaum ein Dach über dem Kopf und durch das dem Hochwasser noch stärker von Armut betroffen.
Das Ende kam diesmal etwas zu abrupt. Ich musste nochmals zurückblättern, denn ich konnte gar nicht fassen, dass die Geschichte plötzlich zu Ende war. Das hat mich doch etwas irritiert. Obwohl die Handlung um Lili und Oskar sehr spannend war, war dieser dritte Band der Reihe etwas schwächer als die beiden Vorgänger (allerdings ist das Meckern auf hohem Niveau!)
Fazit: Der kurzweilige dritte Band der historischen Krimireihe um die Wiener Werkstätte hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich mag die einzelnen Charaktere und das Wiener Flair ganz besonders! Hoffentlich gibt es bald den vierten Band der Reihe!
Fand diesen 3. Fall von Lili und Max wieder ganz toll. Nachdem ich Teil 2 etwas enttäuschend fand, war ich ich von diesem jetzt umso positiver überrascht. Konnte gar nicht aufhören zu lesen und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Ich bin nicht der allergrößte Fan der Auflösung des Falls (vor allem, weil nicht alle Fragen beantwortet werden) aber hab's trotzdem sehr gerne gelesen.