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The Joy of Ageing
Christiane Rösinger ist Musikerin, Kreuzbergerin und Großmutter. Von ihr aus könnte das immer so weitergehen, wären da nicht das Älterwerden und die Geldsorgen. Das Altern lässt sich nicht aufhalten, aber um ein bisschen was zu verdienen, beschließt Christiane, einen Altersratgeber zu schreiben. Ohne Illusionen, dafür mit Power. Ein energischer Aufruf, sich nicht länger gefallen zu lassen, wie die Gesellschaft mit Frauen umgeht, die nicht mehr jung sind.
Dabei ist es gar nicht so einfach, selbst eine entspannte Haltung zum Altwerden zu finden. Das zeigen schon die Gespräche mit den Freundinnen, deren unterschiedliche Erfahrungen und Da sind die Hundefrau, die Selbstoptimiererin, die Aufs-Land-Zieherin. Weit und breit kein positives Role Model. Wo sind die Vorbilder? Und vor Was hilft alles, wenn man sich plötzlich in der Stroke Unit im Krankenhaus wiederfindet?
Kein Ratgeber, sondern ein bissig komisches Buch voller Erinnerungen, Gedanken und Geschichten, das am Ende einen ernsthaften Rat bereithä weniger klagen, mehr leben. Denn alt sein heißt frei sein.
Dabei ist es gar nicht so einfach, selbst eine entspannte Haltung zum Altwerden zu finden. Das zeigen schon die Gespräche mit den Freundinnen, deren unterschiedliche Erfahrungen und Da sind die Hundefrau, die Selbstoptimiererin, die Aufs-Land-Zieherin. Weit und breit kein positives Role Model. Wo sind die Vorbilder? Und vor Was hilft alles, wenn man sich plötzlich in der Stroke Unit im Krankenhaus wiederfindet?
Kein Ratgeber, sondern ein bissig komisches Buch voller Erinnerungen, Gedanken und Geschichten, das am Ende einen ernsthaften Rat bereithä weniger klagen, mehr leben. Denn alt sein heißt frei sein.
279 pages, Kindle Edition
Published April 17, 2026
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Community Reviews
Displaying 1 - 12 of 12 reviews
April 25, 2026
Kurz nach dem interessanten Anfang kommt ein bedrohliches Kapitel voll mit Zitaten aus der Antike, manche füllen ja ganze Bücher mit so was. Aber es ist zum Glück schnell wieder vorbei. Im Mittelteil war mir zu viel unliebliches Gemäkel über die Lebensweisen anderer. Aber auch da ist man schnell durch und dann wird es wieder gut. Hinten raus verläppert es etwas oder vielleicht war ich auch müde, es geht also qualitätsmäßig ein bisschen auf und ab, aber schlampige Kapitel von Christiane Rösinger sind besser als disziplinierte Höchstleistungen von den meisten anderen, und schon allein dafür, dass ich das Buch lesen konnte und nicht selbst eins schreiben musste, habe ich sehr gern die 20 Euro ausgegeben.
May 3, 2026
Was die Kernaussage betrifft, stimme ich mit Christiane Rösinger zu hundert Prozent überein: wir sollten Altern nicht so schwer nehmen, es trifft uns eh alle. Altwerden hat zahlreiche gute Seiten (vor allem im Vergleich zur Alternative: tot sein), Ageism ist scheiße.
Lakonisch und cool bringt Boomerin Rösinger vieles auf den Punkt. Prekär altern hält jung, zumindest geistig! Das kann ich bestätigen, auch wenn es bei mir erst auf die 50 zugeht.
„The Joy of Ageing“ beginnt stark mit einer typischen Morgenroutine/ Bestandsaufnahme: erstmal alle kleinen und großen Baustellen des Körpers durchgehen, was tut heute weh, was ist in Ordnung, wie ist die Stimmung?
Leider lässt der „Ratgeber“ dann ziemlich schnell nach. Die folgenden halbgaren Recherchen zur Geschichte des Alterns fand ich quälend (zu alt für Geduld?). Ganze Kapitel sind bloßes Gemecker und Kritik an Freund*innen und deren Umgang mit dem Alter.
Besser: Die Kritik an aktuellen Trends wie Longevity (brech): „Wir linken Boomerinnen erkennen natürlich, wie sich in diesem ganzen Selfcare-Quatsch postmoderne Steuerungsfantasien und kapitalistische Verwertungslogik kreuzen.“ sowie am allgegenwärtigen Content über die Wechseljahre und Hormontherapien, die u. a. bleibende Leistungsfähigkeit proklamieren. Allerdings klingt diese Kritik teilweise sehr boomerig und manchmal hab ich mich ganz schön vor Formulierungen erschreckt: "Was kommt als Nächstes? Werden Jugendliche bald mit bioidentischen Hormonen behandelt, um die Pubertät mit ihren schlimmen Auswirkungen hinauszuzögern?“ 😬😬😬.
Am besten liest sich Rösingers Ratgeber, wenn er persönlich wird. Rösinger erzählt unsentimental von ihrem Schlaganfall mit Anfang 40, von den Veränderungen, die sie in ihrer Wahlheimat Kreuzberg im Laufe der Jahre beobachtet und, hier hab ich laut gelacht, von ihrer Kindheit im Schwarzwald.
Die Familie kläfft sich auf Badisch an, das ritualisierte Streitgespräch von Mutter und Tanten ist Gold: „Los mi in Ruh mit dienem Darm!“
Fazit: Fans von Rösinger kommen sicher auf ihre Kosten. Und ich wünsche mir noch tausend weitere Bücher von unangepassten alten Frauen statt der gruseligen Altersratgeber, die überall aus dem Boden schießen.
Lakonisch und cool bringt Boomerin Rösinger vieles auf den Punkt. Prekär altern hält jung, zumindest geistig! Das kann ich bestätigen, auch wenn es bei mir erst auf die 50 zugeht.
„The Joy of Ageing“ beginnt stark mit einer typischen Morgenroutine/ Bestandsaufnahme: erstmal alle kleinen und großen Baustellen des Körpers durchgehen, was tut heute weh, was ist in Ordnung, wie ist die Stimmung?
Leider lässt der „Ratgeber“ dann ziemlich schnell nach. Die folgenden halbgaren Recherchen zur Geschichte des Alterns fand ich quälend (zu alt für Geduld?). Ganze Kapitel sind bloßes Gemecker und Kritik an Freund*innen und deren Umgang mit dem Alter.
Besser: Die Kritik an aktuellen Trends wie Longevity (brech): „Wir linken Boomerinnen erkennen natürlich, wie sich in diesem ganzen Selfcare-Quatsch postmoderne Steuerungsfantasien und kapitalistische Verwertungslogik kreuzen.“ sowie am allgegenwärtigen Content über die Wechseljahre und Hormontherapien, die u. a. bleibende Leistungsfähigkeit proklamieren. Allerdings klingt diese Kritik teilweise sehr boomerig und manchmal hab ich mich ganz schön vor Formulierungen erschreckt: "Was kommt als Nächstes? Werden Jugendliche bald mit bioidentischen Hormonen behandelt, um die Pubertät mit ihren schlimmen Auswirkungen hinauszuzögern?“ 😬😬😬.
Am besten liest sich Rösingers Ratgeber, wenn er persönlich wird. Rösinger erzählt unsentimental von ihrem Schlaganfall mit Anfang 40, von den Veränderungen, die sie in ihrer Wahlheimat Kreuzberg im Laufe der Jahre beobachtet und, hier hab ich laut gelacht, von ihrer Kindheit im Schwarzwald.
Die Familie kläfft sich auf Badisch an, das ritualisierte Streitgespräch von Mutter und Tanten ist Gold: „Los mi in Ruh mit dienem Darm!“
Fazit: Fans von Rösinger kommen sicher auf ihre Kosten. Und ich wünsche mir noch tausend weitere Bücher von unangepassten alten Frauen statt der gruseligen Altersratgeber, die überall aus dem Boden schießen.
June 18, 2026
So ganz ehrlich betrachtet ist das eher eine etwas unkonzentrierte Schwelgerei als ein Ratgeber. Vieles wird angefangen, wenig so richtig zu Ende gebracht und das macht das Buch zu einer untypischen Biografie, die sich nichts aus chronologischer Reihenfolge macht, aber doch aus allen Lebensabschnitten erzählt.
Die Recherchen und Tipps sind nur Garnitur
Ich nehme den Rat mit, so viel wie möglich auf das zu hören, was ich gerne machen möchte, niemals mit dem schrecklichen Filzen anzufangen, was ich eh nicht vor hatte, Alte Technik hin oder her, es ist schrecklich, wer mag sowas anfassen?!? Und mit den Drogen aufzupassen.
Die Recherchen und Tipps sind nur Garnitur
Ich nehme den Rat mit, so viel wie möglich auf das zu hören, was ich gerne machen möchte, niemals mit dem schrecklichen Filzen anzufangen, was ich eh nicht vor hatte, Alte Technik hin oder her, es ist schrecklich, wer mag sowas anfassen?!? Und mit den Drogen aufzupassen.
August 25, 2026
Hat mir sehr viel gute Laune gemacht! Trotz einiger Boomer-Eigenheiten von ich Christiane sehr dankbar für diesen breiten positiven wie realistischen altersratgeber. Es war vieles dabei und den Rest erlebt man selbst!
September 2, 2026
man ist immer nur so alt, wie man alt ist
May 25, 2026
Unterhaltsam, aber ich kann mich jetzt schon nicht mehr an Details erinnern. Ich will trotzdem nur solche oder ähnliche entspannte, pragmatische Ratgeber zum Altern lesen, weit weg von neoliberalistischen Vorstellungen davon, wie ich als alte Frau zu sein habe. Ich wünschte, Christiane Rösinger wäre (noch) mehr auf das Prekariat eingegangen, dass sie beschrieb: ich glaube, das hätten andere Leser*innen auch spannend gefunden. Ein kluges, realitätsnahes, reflektiertes Buch über das Altern in einer turbokapitalistischen Gesellschaft, das fast Freude auf diese Zeit macht, ohne sie zu idealisieren.
May 10, 2026
Ich fands richtig unterhaltsam, hab mich super amüsiert und möchte jetzt gerne noch viel mehr von Christiane Rösinger lesen! Dass das kein typischer Ratgeber zum Thema Altern ist, war mir schon irgendwie klar. Und ich war sehr gespannt, was sie so draus macht. Die vielen privaten Geschichten haben mich mega abgeholt, auch die Beobachtungen ihrer Freundinnen 10/10. Kanns nur empfehlen, ein kurzweiliges Buch, was sich schnell weglesen lässt und mich dabei oft zum Lachen gebracht hat.
August 30, 2026
Das Buch hat mich sehr unterhalten, teilweise zum schmunzeln und nach nachdenken gebracht. Es war ersichtlich wie viel Recherche in dieses Buch hineingeflossen ist. Die Meinung und Argumente wurden oft mit anderen Soziokulturellen Artikeln unterlegt. Ein wichtiges Thema, denn das Altern ist unaufhaltsam. Mitten drin war ich kurz verwirrt weil davon gesprochen wird, dass sie 40 Jahre ist aber dann am Ende doch schon 60? Vielleicht hab ich da was übersehen?
Ihr Endzitat „Alt macht frei“ hinterließ in mir eine Vorfreude aufs alter werden. Alles dürfen, nichts müssen. Schön.
Ihr Endzitat „Alt macht frei“ hinterließ in mir eine Vorfreude aufs alter werden. Alles dürfen, nichts müssen. Schön.
August 11, 2026
Größtenteils eine sehr amüsante Lektüre. Mehr schon eine soziale Studie einer prekär lebenden Künstlerin in Berlin Kreuzberg - aber darum nicht weniger interessant. Das mit den Männern ist nicht so Rösingers Ding - und auch das fand ich amüsant und interessant, man muss es ja nicht persönlich nehmen. Insgesamt sehr kurzweilig.
May 25, 2026
Es gibt da so ein paar alte Frauen wie Margaret Atwood und Christiane Rösinger, die geben mir echt die Hoffnung an die Menschheit zurück. Nicht unbedingt an den Großteil der Menschheit, aber immerhin daran, dass sie auch solche Menschen hervorbringen kann.
July 24, 2026
Teilweise sehr lustig, teilweise sehr einsichtsvoll.
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