Ein abgelegener Ort in den japanischen Bergen wird einer Gruppe von Besuchern zum Verhängnis - wer kann dem Iwaiyama entkommen?
Die Autorin Minami steht in Tokio unter enormem Die Deadline für ihren neuen Horrorroman rückt näher – doch die richtigen Worte wollen ihr nicht mehr einfallen. Da meldet sich plötzlich Asako, eine frühere Freundin, und bittet Minami um Hilfe.
Asako erzählt von einem Ausflug auf einen abgelegenen Berg, von einer düsteren Ruine, und von einem Schrein, den man besser nicht betreten hätte. Vier Menschen waren dort – und keiner von ihnen ist unverändert zurückgekehrt. Seitdem geschehen Dinge, die sich jeder Erklärung entziehen.
Je mehr Minamo hört, je mehr sie die verstörenden Fotografien des Ortes betrachtet, desto stärker gerät sie selbst in den Bann der Geschichte. Was als Recherche beginnt, dringt bald in ihr eigenes Leben ein. Geräusche, Schatten, Erinnerungen – und eine Angst, die sie nicht mehr abschütteln kann.
Fasziniert und zunehmend beunruhigt beginnt Minami zu recherchieren und stößt auf beängstigende alte Legenden über den Berg.
Als die Situation eskaliert, muss Minami erkennen, dass sie nicht länger nur Beobachterin ist. Was in den Bergen begann, hat Tokio längst erreicht – und fordert seinen Preis.
Der preisgekrönte Horror-Thriller, der Japan im Stum erobert hat, endlich auf Deutsch!
I wasn't sure whether to give this one three or four stars. In the end I went with four because it was a solid J-horror and ticked all the boxes. You've got an abandoned sawmill here, a shrine deep in the mountains of Gunma prefecture, spirit photography and a curse that seemingly follows our characters to Tōkyō. The prose is kept in a plain and colloquial style and while I normally like a bit more embellishment it worked here because our protagonist directly relates the events that happen to her. I was also never bored and wanted to know what happens next so I've finished the novel in two days. With that being said, I wasn't really scared while reading it because a lot happened off-page or was told to our protagonist Minami. Still, it was spooky enough and I particularly enjoyed learning about japanese folklore and Shintō. Minami was an entertaining character too with her no-nonsense attitude, some of her comments were really funny and relatable (while others were pretty judgemental...). I hope this book gets translated into other languages as well, so that more J-horror enthusiasts can read it!
Minami, eigentlich eine erfolgreiche Horrorautorin, sitzt nun schon ungewöhnlich lange an ihrem nächsten Werk. Da kommt die Mail einer ehemaligen Bekannten wie gerufen, denn die möchte sie nämlich überreden zu einem verfluchten Schrein mitzukommen. Schließlich ist Minami ja mit ihren Horrorromanen quasi ein Profi. Minami hält von solchem Horrortourismus eigentlich nicht viel, doch vielleicht kann sie damit ja neue Ideen für ihre Bücher sammeln? Sie lässt sich auf ein Treffen ein, doch es dauert nicht lange bis sie das bereut…
In „Der Schrein“ von Nanami Kamon entführt uns die Autorin in eine stille, unterschwellig unheimliche Welt, in der das Grauen nicht laut auftritt, sondern sich langsam in die Gedanken schleicht.
Japanischer Horror funktioniert oft anders als das, was viele aus westlichen Thrillern gewohnt sind und genau das merkt man hier sehr deutlich. Statt auf schnelle Schockmomente oder durchgehend steigende Spannung zu setzen, lebt diese Art von Horror von Atmosphäre, Andeutungen und einem Gefühl des Unbehagens, das sich langsam aufbaut. Wer schon einmal japanische Horrorfilme gesehen hat, wird dieses Gefühl vermutlich wiedererkennen. Dieses leise, fast schon schleichende Grauen, das sich nicht immer sofort greifen lässt, aber lange nachwirkt. Für mich war das in Buchform tatsächlich neu und gerade deshalb auch spannend. Gleichzeitig hatte ich aber das Gefühl, dass mir an manchen Stellen das kulturelle Hintergrundwissen gefehlt hat, um wirklich alles in seiner Tiefe erfassen zu können. Themen wie Schreinkultur, Spiritualität und gesellschaftliche Dynamiken werden zwar angerissen, aber nicht immer so weit erklärt, dass sie sich vollständig erschließen.
Unsere Protagonistin lernen wir ausschließlich aus ihrer eigenen Perspektive kennen, was dazu führt, dass wir sehr tief in ihre Gedankenwelt eintauchen. Viele Passagen bestehen aus inneren Monologen, Beobachtungen und detaillierten Beschreibungen ihrer Umgebung und Wahrnehmung. Dadurch entsteht zwar eine gewisse Nähe zu ihr, gleichzeitig hat es das Lesen für mich stellenweise etwas zäh gemacht. Ich bin ehrlich gesagt das ein oder andere Mal ein wenig durch die Szenen gestolpert. Sei es durch mir unbekannte Begriffe, die kulturellen Bezüge oder auch durch die ungewohnten Namen. Trotzdem mochte ich, dass immer wieder ein Hauch von trockenem, leichtem Humor durchblitzt, der das Ganze etwas auflockert.
Was die Spannung angeht, sollte man hier wirklich keine klassische Steigerung erwarten. Das Buch bewegt sich eher auf einem konstant ruhigen Niveau und arbeitet mit kleinen, punktuellen Ausschlägen. Es gibt Momente, die kurz intensiver werden, die einen innehalten lassen, aber sie verhallen auch schnell wieder. Genau dieses Wechselspiel ist einerseits das, was die Atmosphäre trägt, andererseits hat es mir manchmal das Gefühl gegeben, dass bestimmte Ansätze nicht ganz ausgeschöpft wurden. Da waren viele Ideen und Elemente, die richtig viel Potenzial hatten, aber nicht immer die Tiefe bekommen haben, die ich mir gewünscht hätte.
Unterm Strich ist „Der Schrein“ für mich kein schlechtes Buch, im Gegenteil: Es bietet einen interessanten Einblick in eine andere Art von Horror und lebt stark von seiner Atmosphäre. Aber es bleibt auch ein bisschen hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wer offen ist für ruhigen, subtilen Horror und sich auf eine andere Erzählweise einlassen kann, wird hier vermutlich mehr mitnehmen als jemand, der klassische Thriller-Spannung erwartet.
Inhalt Die Autorin Manami leidet unter einer Schreibblockade. Plötzlich meldet sich eine Freundin von früher und erzählt ihr von einem Ausflug zu einer verlassenen Ruine. Die Personen, die dort waren, sind alle verändert wieder gekommen und nun bittet sie Manami um Hilfe. Neugierig lässt sich Manami darauf ein und wird in einen Strudel aus grausigen Ereignissen gezogen.
Eigene Meinung Ich hatte die Erwartung, einen kurzweiligen Horror-Roman zu lesen, wurde jedoch etwas enttäuscht. Zum einen hat mir der Schreibstil nicht so zugesagt, was eventuell an der Übersetzung liegen könnte. Es war stellenweise holprig und ließ sich einfach nicht vernünftig lesen.
Zum anderen war es, bis auf einige Gruselelemente, nicht gruselig. Dafür ist es viel zu kurz und es passiert zu wenig. Vielmehr dreht sich alles um die Gedanken der Protagonistin. Zwischendurch ein paar unheimliche Elemente, ein paar komische Nebencharaktere, ein absurdes Reinsteigern in ihre Angst und das wars.
Das Ende kam auch sehr überraschend und ließ mich ein wenig ratlos zurück. In etwa, wie die asiatischen Horrorfilme, die zwischendurch sehr gruselig sind, dann sehr komische Elemente beinhalten, die man meist nicht zuordnen kann und anschließend ein Ende, welches man auch nicht recht versteht.
Fazit Für mich war das leider nichts, aber wenn man asiatische Horrorfilme mag, könnte man hier durchaus Freude dran haben. Wirklich gruselig ist es jedoch nicht.
❓Habt ihr schon einmal einen Gruselroman aus Japan gelesen?
Gruselgeschichten über Berge und die dort wohnenden Geister gibt es viele - und sie ziehen sich über die ganze Welt und durch alle Kulturkreise. Und immer bleibt die Warnung: Wer den Berg betritt, kehrt nie ganz zurück.
Eins, zwei solcher Geschichten habe ich schon gelesen. Umso neugieriger war ich auf diesen kurzen Roman über den Berg und den alte Schrein.
Minami verdient ihre Brötchen mit dem Schreiben von Gruselromanen, die Deadline immer im Nacken. Plötzlich meldet sich eine alte Freundin mit einer merkwürdigen Geschichte: Sie war mit Bekannten auf einem Berg in einer alten Ruine, seit dem geschehen seltsame Dinge. Minami wird hellhörig. Vielleicht kann sie etwas von den Vorfällen in ihrem Roman verarbeiten? Als die Ereignisse eskalieren, fordern sie längst ihren Preis.
Ich bin angetan von diesem Buch. Besonders witzig fand ich am Anfang Minamis Gedanken über die gruseligen Vorfälle und dem Roman, an dem sie gerade arbeitet. Beide hält sie nämlich für ziemlich dämlich. Wie kann ein Mensch bei klarem Verstand nur an einen Ort reisen, an dem nachweislich unheimliche Dinge geschehen? Spoiler: Auch ihre Neugierde siegt!
Der Roman fokussiert sich auf Minamis unheimliche Erlebnisse auf dem Berg und auf ihre Recherchen um diese Ereignisse herum. Für mehr war auf den knapp 200 Seiten auch kaum Platz, ich hätte mir aber trotzdem ein bisschen mehr Charakterarbeit gewünscht. Insbesondere die Nebencharaktere blieben für meinen Geschmack sehr blass und wurden nur benötigt, um die Handlung voran zu treiben. Minamis Erlebnisse hingegen waren für mich spannend, sodass meine Neugierde auf die Auflösung groß blieb.
Pluspunkte hat der Roman für die kleinen Abzweige in Richtung Mythen und Legenden genommen. Das mochte ich sehr.
Vier Sterne vergebe ich für „Der Schrein“ und spreche eine Empfehlung für alle aus, die einen handlungsfokussierten Roman suchen, der nahe bei der Protagonistin bleibt.
I stumbled upon this book in search of Something similar to the "Fatal Frame" game-series. I really enjoyed it.
The story could have been longer, it felt a bit rushed, but at the same time it gave off the 'connect the dots yourself'/'speculate tiny scenarios' vibe, that reminded me of Fatal Frame.
Eine Gruppe von Menschen begibt sich in die Nähe eines abgelegenen Berges, um dort Zeit zu verbringen und einem alten Schrein einen Besuch abzustatten. Autorin Minami wird indirekt in die ganze Sache reingezogen und fragt sich, was an der Sache dran ist. Was zunächst wie ein harmloser Aufenthalt wirkte, bekommt nach und nach Risse: Seltsame Vorfälle häufen sich, Wahrnehmungen verschieben sich, und zwischen den Beteiligten entstehen Spannungen. Je weiter sie sich mit dem Ort und seiner Geschichte auseinandersetzen, desto mehr entsteht das Gefühl, dass sie etwas berührt haben, das besser unangetastet geblieben wäre. Der Schrein ist für mich vor allem eines: ein bewusst langsames, beinahe meditatives Suspense-Erlebnis. Der Roman folgt einem typisch japanischen Erzählstil, der viel Wert auf Details legt, kleine Beobachtungen ausleuchtet und sich Zeit nimmt, Atmosphäre aufzubauen. Gleichzeitig wird an anderen Stellen auffallend knapp erzählt, fast so, als würden wichtige Dinge nur am Rand sichtbar werden. Genau dieses Wechselspiel macht das Buch etwas herausfordernd für unsere Lesegwohnheiten. Wenn man sich auf diese Art des Erzählens einlässt und nicht mit der Erwartung an ein klassisches, handlungsgetriebenes Horrorbuch herangeht, entwickelt Der Schrein eine ganz eigene Wirkung. Es ist kein Buch, das mit schnellen Schocks arbeitet oder kontinuierlich Spannung durch Ereignisse erzeugt. Stattdessen liegt der Fokus auf einem schleichenden Unbehagen, das sich nach und nach ausbreitet. Auf der reinen Handlungsebene passiert tatsächlich eher wenig, und das könnte für manche Leser:innen frustrierend sein. Der eigentliche Schrecken entsteht aus Vorahnungen, aus Andeutungen und aus den Konsequenzen dessen, was die Figuren vielleicht ausgelöst haben, ohne es vollständig zu begreifen. Die Veränderungen innerhalb der Gruppe wirken dabei fast subtiler als jeder klassische Horror: Beziehungen kippen, Wahrnehmungen verschieben sich, und die Realität scheint langsam ihre Stabilität zu verlieren. Hauptthema bleibt aber dabei ist die Folklore rund um den Berg und den Schrein selbst. Diese wirkt nie übererklärt, sondern bleibt teilweise fragmentarisch. Der Roman interessiert sich weniger für das „Monster“ als für den Raum, in dem es existiert, und für die Regeln, die vielleicht gelten, vielleicht aber auch nur vermutet werden. Dieses Spiel mit Unsicherheit erzeugt eine eher unterschwellige Spannung. Für mich fühlt sich Der Schrein sehr ähnlich an wie viele japanische Horrorfilme: ruhig, atmosphärisch, psychologisch und oft mehr andeutend als zeigend. Wer genau diese Art von Horror schätzt, wird hier sehr wahrscheinlich auf seine Kosten kommen. Wer hingegen eine klare Handlung, viele Wendungen oder explizite Gruselmomente erwartet, könnte das Buch als zu langsam empfinden. Der Schrein ist kein lauter Horrorroman, sondern einer, der eher leise arbeitet – was für mich mit der entsprechenden Erwartung gut funktioniert hat, mich aber auch weniger emotional involviert hat. 3,5 von 5
Der Autorin Minami fehlt die Inspiration für ihr neues Buch, da kommt die Anfrage einer Freundin gerade recht: diese hat gemeinsam mit anderen an einer Geistertour teilgenommen – und seitdem passieren seltsame Dinge.
Das klang für mich nach etwas völlig Neuem, vor allem durch das japanische Setting. Da konnte ich einfach nicht Nein sagen. So schlimm wird es schon nicht werden, dachte ich mir.
Falsch gedacht. Bereits nach knapp 60 Seiten wurde es mir eindeutig zu unheimlich – und dabei werden zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur Fotos angeschaut. Ich musste das Buch tatsächlich abbrechen, weil ich mich einfach zu sehr gegruselt habe.
Das liegt allerdings nicht daran, dass das Buch schlecht wäre, ganz im Gegenteil. Die Atmosphäre ist unglaublich stark geschrieben und die bedrückende Stimmung wird so greifbar vermittelt, dass sich das Unbehagen beim Lesen regelrecht einschleicht. Wirklich beeindruckend gemacht – für mich persönlich nur leider etwas zu intensiv.
Der Schreibstil erinnert stark an andere japanische Literatur, die ich bisher gelesen habe. Der Lesefluss fühlt sich anfangs oft etwas ungewohnt an, aber nach einigen Seiten habe ich gut hineingefunden.
Besonders faszinierend finde ich immer wieder, wie unterschiedlich zwischenmenschliche Interaktionen im Vergleich zu unserer Kultur dargestellt werden. Genau das bringen auch die Charaktere hier sehr gut zur Geltung. Trotz der kurzen Zeit, die ich mit dem Buch verbracht habe, wirkten die Figuren bereits angenehm unterschiedlich und interessant.
Für alle, die deutlich weniger schreckhaft sind als ich, könnte das wirklich richtig starke Unterhaltung sein. Allein wegen der Atmosphäre würde ich definitiv empfehlen, dem Buch eine Chance zu geben
Sehr spannend und hat sich sehr fließend lesen gelassen. An manchen Stellen gab es aber etwas komischere Übersetzungen? Wo Wörter verdreht wurde. Oder ich war selbst mit dem Kopf zu schnell am durch lesen.
Ich hätte es etwas spannendes gefunden wenn die abnormalen Dinge auch der Protagonistin passiert wären. Fand es dennoch spannend das ganze über Erzählungen erfahren zu lassen. Ich dachte es wird wie ein Found-Footage-Film Stil bei dem das ganze in einem Chaos ausbricht. Jedoch blieb die Geschichte eher ruhiger aber dennoch etwas gruseliger.
Spätestens mit den Orb-Fotos war ich raus. Kein Horror, keine Spannung, langweiliger Schreibstil, lahme Protagonisten. Das Ende war anders als erwartet, ändert aber nichts am Gesamturteil.