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Giftiger Grund: Kriminalroman | Ein vielschichtiger, psychologischer Krimi vom Gewinner des deutschen Krimipreis 2024

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Außergewöhnlich und aufwü der beste Krimi der Saison! 


»Giftiger Grund« ist der neue Kriminalroman des preisgekrönten Autors Thomas Knüwer über drei Fremde, die mitten in der Nacht an einer verlassenen Tankstelle aufeinander treffen – und eine Leiche finden. Gänsehaut garantiert, nichts für schwache Nerven!

Für Joran, frisch aus dem Jugendknast entlassen, werden die ersten Tage in Freiheit zum Sein Vater erpresst ihn und auf Jobsuche wird er erniedrigt und schikaniert. Verzweifelt schleicht er schließlich nachts zu der Tankstelle, die er vor sieben Jahren überfallen hat. Seine letzte Hoffnung ist die Beute, die er vor seiner Festnahme in einem Kanalschacht verstecken konnte.
Die Tankstelle ist längst verlassen – ein Lost Place – doch statt der Beute findet Joran im Schacht eine Aras, sein damaliger Freund und Komplize. Ist der Dritte im Bunde sein Mörder?
Entsetzt merkt Joran, dass er nicht allein ist auf dem heruntergekommenen Gelände. Da ist Edda, ein kleines Mädchen im Schlafanzug. Und Charu, die sich als Fotografin von Lost Places einen Namen machen will. Der Tote im Schacht wird für alle drei zu einer schicksalhaften Verbindung.

Ein außergewöhnlicher Krimi, der zwischenmenschliche Abgründe auslotet


Der psychologisch vielschichtige Kriminalroman führt tief in die deutsche Provinz – dorthin, wo niemand mehr so genau hinschauen will. Hochspannend, erschütternd und absolut süchtig machend
Für sein Debüt »Das Haus, in dem Gudelia stirbt« wurde Thomas Knüwer mit dem Deutschen Krimipreis und dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet sowie für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert.
»Große Erzählkunst – einer der besten Krimis der Saison.« Jürgen Deppe, NDR Kultur über »Das Haus, in dem Gudelia stirbt«

337 pages, Kindle Edition

Published March 2, 2026

6 people are currently reading
22 people want to read

About the author

Thomas Knüwer

8 books2 followers
Thomas Knüwer arbeitet seit mehr als 13 Jahren in der Werbe- und Kommunikationsbranche, wo er Kampagnen für Marken wie Netflix, DAZN, Bionade, Zalando und Google verantwortet.

»Ventadorn« ist sein erster Roman. Zu seinen literarischen Vorbildern gehören die Science-Fiction- und Fantasy-Autoren Dan Simmons, Neal Stephenson und Neil Gaiman.

Folgen Sie Thomas Knüwer auf www.ventadorn.de oder Instagram: @thomas_knuewer

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Community Reviews

5 stars
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4 stars
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Displaying 1 - 22 of 22 reviews
Profile Image for Laura Theisen.
472 reviews89 followers
March 11, 2026
Mit “Giftiger Grund” entführt Thomas Knüwer seine Leser in eine Gegend, die schon bessere Zeiten gesehen hat. Zwischen verlassenen Industriebauten, überwucherten Grundstücken und einer Atmosphäre aus Stillstand und Verfall stoßen drei Menschen aufeinander, die auf den ersten Blick kaum unterschiedlicher sein könnten und doch mehr miteinander verbindet, als ihnen zunächst bewusst ist.

Mit „Giftiger Grund” legt Thomas Knüwer seinen zweiten Roman vor. Sein Debüt wurde direkt mit dem Deutscher Krimipreis ausgezeichnet, eine Auszeichnung, die zeigt, dass der Autor sein Handwerk versteht. Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung an seinen zweiten Roman, denn die Messlatte liegt nach einem solchen Einstieg naturgemäß ziemlich hoch.

Im Zentrum der Geschichte steht Joran, der nach sieben Jahren Haft wieder in die Freiheit entlassen wird. Der Wiedereinstieg ins Leben draußen gestaltet sich für ihn alles andere als einfach. Zwar ist er motiviert, sein Leben neu zu ordnen, doch immer wieder stößt er an Grenzen, manchmal durch äußere Umstände, manchmal auch durch eigene Entscheidungen, die nicht immer die klügsten sind. Trotzdem spürt man seinen Willen, es diesmal besser zu machen. Charu bildet dazu einen spannenden Gegenpol. Sie betreibt einen Kanal über Lost Places und inszeniert diese verlassenen Orte mit ihrer auffälligen Glitzerkatze als Markenzeichen. Besonders interessant ist dabei nicht nur ihre Persönlichkeit, sondern auch der Einblick in diese Szene selbst. Recherche, Technik, Inszenierung – all das wird sehr anschaulich eingeflochten und gibt der Geschichte eine zusätzliche Facette. Mit Kamera und Gespür für Atmosphäre macht sie Orte sichtbar, die längst von der Welt vergessen wurden. Doch auch hinter ihrer Faszination für diese verlassenen Plätze verbirgt sich mehr, als man zunächst ahnt. Im Verlauf der Handlung kommt mit Edda noch eine dritte Figur ins Spiel, die nochmal eine gänzliche andere Storyline mitreinbringt.

Als sich die Wege von ihnen kreuzen, wird schnell klar, dass dieser Ort nicht nur Geschichten aus der Vergangenheit erzählt. Auf dem verlassenen Tankstellengelände wird eine Leiche gefunden und damit wird deutlich, dass nicht nur der Boden giftig ist.

„Giftiger Grund” ist mehr als nur ein klassischer Kriminalfall. Der Titel erweist sich als erstaunlich treffend, denn die Umgebung, in der sich die Geschichte abspielt, trägt eine spürbare Schwere in sich. Verlassene Orte, wirtschaftlicher Niedergang und eine gewisse Perspektivlosigkeit prägen die Atmosphäre. Diese Trostlosigkeit spiegelt sich auch in den Figuren wider. Sowohl Joran als auch Charu kämpfen auf ihre Weise mit ihrem Platz im Leben. Der Roman vermittelt dabei sehr eindringlich das Gefühl, dass bestimmte Gruppen in der Gesellschaft kaum Chancen bekommen, sich wirklich aus ihren Umständen zu befreien. Statt moralischer Belehrung entsteht so ein realistisches Bild von Menschen, die versuchen, in schwierigen Lebenssituationen ihren Weg zu finden. Trotz dieser eher düsteren Grundstimmung wirkt der Roman nicht erdrückend. Vielmehr passt die Melancholie perfekt zur Geschichte und zu dem, was der Autor erzählen möchte.

Erzählt wird die Geschichte aus wechselnden Perspektiven. Die Handlung bleibt zwar konsequent in der Gegenwart, doch die Kapitel springen zwischen den verschiedenen Figuren hin und her. Dadurch entsteht ein sehr dynamischer Lesefluss, denn jede Perspektive bringt neue Informationen und Blickwinkel mit sich. Dieser Aufbau sorgt dafür, dass sich die Spannung stetig steigert. Die einzelnen Handlungsstränge greifen immer stärker ineinander, bis sie schließlich zusammenlaufen.

Ich muss zugeben, dass ich bei klassischen Krimis, gerade abseits der großen Namen, manchmal etwas skeptisch bin. Häufig fehlt mir dann ein wenig der Thrill, den ich bei Thrillern so sehr liebe. „Giftiger Grund” von Thomas Knüwer hat mich hier allerdings absolut positiv überrascht. Die Geschichte entwickelt einen starken Sog, die Figuren wirken glaubwürdig und die Atmosphäre ist außergewöhnlich dicht. Dazu kommt ein flottes Tempo, ohne spürbare Längen. Für mich ein gelungener Krimi mit echter Spannung, einer starken Idee und einer sehr gelungenen Umsetzung. Damit hat der Autor es definitiv geschafft, bei mir auf dem Radar zu landen.
Profile Image for Anna Popanna.
78 reviews4 followers
March 22, 2026
Trotz ein paar Szenen, die ich etwas unlogisch fand, insgesamt ein sehr guter Kriminalroman. Interessante Protagonisten und schöner Aufbau der Geschichte.
Spannend, mitfühlend, hat Spaß gemacht!
4 reviews
March 15, 2026
Cover und Titel:
Der Titel „Giftiger Grund“ passt einerseits gut zu dem Setting an der verlassenen Tankstelle, wo durch das im Laufe der Jahre versickerte Benzin der Boden verseucht ist, wie auch mal im Roman erwähnt wird. Andererseits passt er aber auch im übertragenen Sinne prima: Die Protagonisten haben alle einen quasi vergifteten Hintergrund, der es ihnen schwer macht. Das Cover in giftgrün passt wiederum perfekt zum Titel und hat einen hohen Wiedererkennungswert.
Inhalt:
Der frisch aus dem Gefängnis entlassenen Joran, die junge Instagram-Fotografin Charu und Edda, ein Mädchen in Schlafanzug und Gummistiefeln treffen mitten in der Nacht an einem sogenannten Lost Place, einer verlassenen Tankstelle, aufeinander. Und dann ist da noch eine Leiche.
Meine Meinung:
Die Story wird zunächst abwechselnd aus Jorans und Charus Perspektive und später auch aus der von Edda erzählt. Dabei wählt der Autor vor allem am Anfang für jeden Charakter eine eigene Sprache, so dass der Leser gleich weiß, wessen Perspektive jetzt an der Reihe ist. In Charus Teil wimmelt es nur so von „Reels“, „Contents“, „Frames“ etc. Ich habe mich teilweise echt uralt gefühlt, weil ich immer wieder dachte: Hilfe, wovon spricht sie? 😉 Joran dagegen bekommt die typische coole Jugendsprache. Gegen Mitte des Buches wird dieses super-tolle Stilmittel leider aufgeweicht. Ich musste dann ein paarmal nachsehen, wer jetzt eigentlich gerade erzählt.
Die Charaktere sind so richtig gut getroffen. Ich konnte mich vor allem in Joran gut hineinversetzen. Er hat mich echt leidgetan. Da kommt man aus dem Gefängnis frei, ist ganz auf sich allein gestellt und alles und jeder hat sich offenbar gegen einen verschworen. Der Autor schildert sehr anschaulich wie schwer es ist trotz wirklich guter Absichten und einem guten Charakter nicht in die typische Abwärtsspirale zu geraten und wieder rückfällig oder erneut verhaftet zu werden.
Auch Charu und Edda haben jeder ihre eigenen Geschichten, wobei es anfangs nicht klar ist, welche Edda mitbringt. Der Leser findet das quasi gemeinsam mit Joran und Charu raus. Die Schicksale aller drei sind auf jeden Fall hart und liegen leider vermutlich nicht so weit von der Realität entfernt.
Das besondere Setting am Lost Place ist echt gut getroffen und vermittelt vor allem am Anfang einen Touch von Schatzsucheratmosphäre.
Gegen Ende gibt es dann sehr viel Action, die Ereignisse überschlagen sich. Der Schluss hat mich wie ein Schlag in den Magen getroffen. Damit hätte ich nicht gerechnet und der Leser fragt sich, wie es denn nun weitergeht. Das enthält uns der Autor nämlich vor. Im Prinzip könnte er damit direkt seinen nächsten Krimi starten.
Mein Fazit: Kein typischer Krimi, aber ein absolut lesenswertes Buch mit viel Gesellschaftskritik, starken Charakteren und tiefen Schicksalen. Und jeder Menge Spannung!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Magnolia .
610 reviews3 followers
March 8, 2026
Beste Krimi-Unterhaltung

Frisch aus dem Knast entlassen sitzt er nun hier, in der Wohnung seines Vaters, auch Georg Kutowski, der Mann, der ihm damals ins Messer gelaufen ist, wartet auf ihn, denn das Schmerzensgeld, das er ihm seitdem regelmäßig zahlt, sollte auch jetzt weiterlaufen.

Zu dritt waren sie damals, Jorans Kumpel Aras und Marvin haben ihre Jahre für schweren Raub schon länger abgesessen und nun ist auch er draußen. Vor sieben Jahren haben sie die Tankstelle überfallen, die Beute konnten sie gerade noch rechtzeitig im Kanalschacht verstecken und nun sucht Joran danach. Was er aber findet, ist die Leiche seines Freundes Aras.

Die Tankstelle ist schon lange verlassen. Ein Lost Place, der Charu wie magisch anzieht. Sie betreibt ihren Internetkanal, ihr Markenzeichen ist eine Glitzerkatze. Ihr Equipment ist in der ehemaligen Waschstraße platziert, als sie Joran bemerkt. Außerdem ist da noch ein kleines Mädchen im Schlafanzug. Edda.

Die Tankstelle und deren verseuchter, giftiger Grund ist es, der diesem vielschichtigen, psychologischen Thriller seinen Namen gibt. Der morbide Charme der verfallenden Immobilie zeigt die Hoffnungslosigkeit, die auch jeder der drei Hauptakteure ausstrahlt: Jaron und seine Suche nach Halt und Arbeit, dazu der Fund der Leiche. Charu, die mit ihrer Schwester und deren Typen ständigen Trouble hat und Edda, die im Schlafanzug und Gummistiefel Nacht für Nacht hier auftaucht.

Rund um diesen Lost Place entwickelt sich eine Geschichte um (Über)Leben und Tod. Je mehr von den Protagonisten bekannt wird, desto undurchsichtiger und trostloser gestaltet sich gefühlt deren Dasein und auch wenn jeder von ihnen einen Rückzugsort hat, ist es dennoch für keinen ein Zuhause. Die Perspektiven wechseln von Joran zu Charu zu Edda, wobei Edda es ist, deren Hintergrund lange geheimnisumwoben bleibt, um dann doch deren Fassade Stück für Stück zum Einsturz zu bringen.

Alle drei sind sie verlorene Seelen, von der Welt im Stich gelassen. Vor allem Joran ist es, der es mit seiner kriminellen Vergangenheit schwer hat, Fuß zu fassen. Wird er wieder zum Täter, gleitet er erneut ab? Und was ist mit Charu, der nicht mal ihre eigene Schwester glaubt? Was hat das Leben den sowieso schon Abgehängten zu bieten? Mit Vorurteilen ist man schnell zur Hand, besonders dann, wenn das Vergangene gegen einen spricht.

Es dauert einige Zeit, bis sie für mich greifbar werden. Je weiter ich jedoch lese, desto mehr fiebere ich mit ihnen und ihrer vertrackten Situation, die ausweglos scheint, mit. Trotzdem fesselt mich der Krimi ab sofort, er treibt mich immer weiter. Nicht jedes kleine Detail wird geklärt, damit kann ich aber gut leben und der Schluss bietet dann nochmal ein Highlight der ganz besonderen Art.
153 reviews
March 22, 2026
Joran wird nach sieben Jahren, die er aufgrund einer Messerstecherei absitzen musste, aus der Haft entlassen, fest gewillt, einen neuen, nicht-kriminellen Weg einzuschlagen. Ganz so einfach, wie er sich das vorgestellt hat, ist das aber nicht - sein Vater macht ihm das Leben schwer und auch sein ehemaliger Kumpel versucht ihn wieder auf die dunkle Seite zu ziehen. Und die Begegnung mit der Lost Places-Influencerin Charu und dem 10-jährigen Mädchen Edda stellt seine wieder erworbene Freiheit endgültig auf den Kopf.

Ehrlich: ein wenig wundern tut es mich schon, dass "Giftiger Grund" als Kriminalroman bezeichnet wird - sogar am Cover. Denn: es kommen darin keine Ermittler*innen vor, die irgendwie eine Rolle spielen, geschweige denn ermitteln. Was es gibt sind Tote, über dessen Ableben wir lange nichts wissen. Und fein gezeichnete, intensive und sehr glaubhafte Figuren, die wirklich wie aus dem Leben genommen wirken.

Ich war von Knüwers erstem "Kriminalroman" - "Das Haus in dem Gudelia stirbt" sehr angetan und es ist bis heute eines meiner Lieblingsbücher. Der Autor hat einen ganz eigenen Schreibstil, die Figuren erzählen aus der Ich-Perspektive, die Sprache ist authentisch, oft mit Jugendslang oder Schimpfwörtern durchzogen - je nach vorkommenden Milieu. Leser*innen lernen die Innenperspektive der Charaktere sehr gut kennen, sie sind verletzlich, unsicher, überschätzen sich selbst, sind teilweise naiv - und deshalb so unglaublich realistisch. Vielleicht erschafft Knüwer hier ein eigenes Sub-Genre mit seiner psychogrammischen Porträtierung - ähnliches habe ich jedenfalls noch nicht gelesen. Was mir besonders gut gefällt, ist, dass die Figuren nicht stereotyp gezeichnet sind, besonders was Männer und Frauen betrifft. Klischees werden allenfalls was das jeweilige Milieu betrifft, eingebaut.

Das Hineinkommen in das Buch war zugegebenermaßen nicht ganz so einfach für mich, es hat mich anfänglich nicht sonderlich gepackt. Als sich dann aber bei Joran, Charu und Edda langsam ein gemeinsamer Weg entwickelt, war es um mich geschehen und wie bei Gudelia zuvor kann ich sagen: ich liebe dieses Buch!

Mein Fazit: Wer sich bei "Giftiger Grund" eine klassischen Krimi erwartet, wird bitter enttäuscht sein. Die Geschichte zeigt vielmehr, wie drei sehr unterschiedliche Personen aus einem dummen Zufall heraus zusammenfinden und mehrere Tote ihre Gemeinsamkeit sein wird. Dabei ist die Figurenzeichnung so gekonnt und authentisch, dass wir den Personen gerade begegnet sein könnten. Knüwer ist ein großartiger Schreiberling, der mit seinem speziellen Stil und schrägen Ideen Menschen, die damit etwas anfangen können, eine große leserische Begeisterung beschert. I love it!
Profile Image for Elke.
1,931 reviews42 followers
Review of advance copy
February 26, 2026
Anfangs war ich ein bisschen skeptisch, in welche Richtung die Geschichte gehen würde. Lost Places finde ich cool, aber sobald ein Roman Social Media Themen beinhaltet bin ich normalerweise raus. Doch hier stand die Nutzung zum Glück nicht so sehr im Vordergrund, dass es mich vergrault hätte, sondern Charus fotografische Ambitionen, Lost Places in Bild und Video einzufangen, bot einen sehr interessanten Einstieg ins Geschehen. Und so finden sich in der alten Waschstraße drei verlorene Seelen und trotz anfänglichen Misstrauens helfen sie sich schliesslich gegenseitig - und das auf zum Teil sehr drastische Weise. Überhaupt ist die Handlung nicht zimperlich und nimmt dabei einige fast schon komische Wendungen, die mich immer wieder neu überraschen konnten. Oft wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte, denn gerade Joran schien das Pech magisch anzuziehen, während die Geschichte von Edda einfach nur tieftraurig war, und Charu lag wohl irgendwo dazwischen. Mehrfach konnte ich nur hilflos zusehen, wie das Schicksal unausweichlich und erbarmungslos zuschlägt, und wollte gleichzeitig wegsehen, die Protagonisten warnen, ihnen helfen oder einfach nur schreien. Virtuos dirigiert der Autor das Geschehen, das einem die Protagonisten trotz aller Fehler und Schwächen ans Herz wachsen lässt, nur um ihnen dann ein ums andere Mal das Schicksal gnadenlos um die Ohren zu hauen - das war total fies, gleichzeitig genial spannend und trotz aller ernsten Untertöne perfekte Unterhaltung. Am besten hat mir Joran gefallen, der trotz aller blöden Entscheidungen im Verlauf der Handlung zu wachsen und seinem früheren Ich endlich zu entkommen scheint. Edda habe ich sofort ins Herz geschlossen und bewundert und gleichzeitig betrauert, wie erwachsen und tapfer sie für ihr junges Alter schon ist und leider auch sein muss. Charu war mir nicht ganz so sympathisch, sie erschien mir ein wenig zu selbstgerecht. Das Ende war dann nochmal ein echter Hammer, und restlos begeistert habe ich das Buch nach der letzten Seite zugeklappt. Fazit: kein typischer Krimi, sondern ein ganz besonderer der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
99 reviews2 followers
March 28, 2026
Kein klassischer Krimi, aber top!

Nach sieben Jahren Knast wird Joran entlassen. Doch der Start in die neue Freiheit gestaltet sich schwieriger als gedacht. Joran benötigt dringend das Geld vom damaligen Überfall auf eine Tankstelle. Anstelle der Beute findet er in der mittlerweile stillgelegten Tankstelle jedoch eine Leiche. Und er ist auch nicht allein. Charu, eine Lost-Places-Fotografin hat den verlassenen Ort mit ihrer Kamera für sich entdeckt, ebenso wie Edda, ein kleines Mädchen im Schlafanzug und Gummistiefeln, die nachts die Tankstelle besucht. Drei Fremde, die sehr bald ein eigenes Geheimnis verbindet.

„Giftiger Grund“ ist zwar als Kriminalroman betitelt, hat aber eigentlich nichts mit einem Krimi im klassischen Sinn zu tun. Es gibt weder Ermittler, noch sonstige Polizeiarbeit. Spannend ist es trotzdem und unterhaltsam ebenfalls. Und auch die Figuren fand ich nicht nur sympathisch, sondern auch sehr interessant und ungewöhnlich. Es sind eher Randfiguren der Gesellschaft, die ihre eigene Geschichte haben und deren Wege sich hier durch ein zufälliges Aufeinandertreffen kreuzen.
Während man die Probleme von Joran und Charu von Beginn an kennt bzw. kennenlernt, fragt man sich die ganze Zeit, was die kleine Edda nachts zu einer verlassenen Tankstelle treibt. Hier bleibt es bis zum Ende spannend und man erfährt erst ganz zum Schluss ihr Geheimnis. Dennoch fand ich das Ende ein wenig zu überkonstruiert.
Erzählt wird das Ganze aus verschiedenen Sichtweisen, zu Beginn des Kapitels steht dabei die jeweils erzählende Person. Auch der Erzählstil hat mir sehr gut gefallen. Knüwer nimmt kein Blatt vor den Mund, sondern schreibt sehr direkt und sagt wie es ist. Überraschen konnte er mich auch mit einigen Wendungen, die nicht vorhersehbar waren.
Auch wenn es kein Krimi im eigentlichen Sinn war. Der Autor konnte mich voll überzeugen. Eine ganz klare Leseempfehlung.
101 reviews1 follower
Review of advance copy
February 28, 2026
Lost place – lost souls
Eine alte verlassene Tankstelle, drei Menschen die dort irgendwie zusammentreffen.
Da ist zum einen Joran. Er ist gerade aus dem Knast gekommen. An dieser Tankstelle hat er vor Jahren versehentlich einen Mann niedergestochen. In der Nähe hat er die 700€ versteckt, die er damals mit zwei Kumpels erbeutet hat.
Charu fotografiert Lost-Places. Diese alte Tankstelle ist dafür noch nicht entdeckt worden, das wird ihr viele neue Follower bringen! Ihr Account läuft unter dem Namen Glitzerkatze, eine solche ist auf allen ihrer Fotos und Videos zu sehen.
Am längsten kommt die leine Edda zur Tankstelle. Ein Grundschulkind, mitten in der Nacht. Dort liegt sie auf einer alten Matratze und trinkt Capri-Sonne. Bis sie halt die Katze entdeckt und mitnimmt.
Die drei treffen sich nachts, keiner will was mit den anderen zu tun haben. Doch durch mehrere Leichen sind sie miteinander verbunden.
Die drei sind sehr unterschiedlich, aber alle sind einsam und haben schlimme Geschehnisse zu verarbeiten. Das verbindet.
Der Lost-Places Kontext hat mir total gut gefallen. Solche Fotos schaue ich mir auch gerne an. Ich selbst raue mich aber nicht über Zäune zu klettern…
Eddas Hintergrund fand ich schon sehr krass, auch etwas unrealistisch. Aber sie ist ein sehr taffes Mädchen.
Jorans Schicksal zeigt auf, wie schwierig es für Ex-Knackis ist wieder auf die Beine zu kommen. Immer wieder werden ihm Steine in den Weg gelegt. Von seinem eigenen Vater, ehemaligen Freunden und anderen Menschen. Er ist immer derjenige, dem nicht geglaubt wird. Zum Verzweifeln. Da tat mir richtig leid, was im aller letzten Kapitel passiert. Doch das kann hier natürlich nicht verraten werden.
Kein typischer Kriminalroman, aber eine spannende Geschichte mit interessanten Charakteren und unvermuteten Wendungen.
Profile Image for Havers.
908 reviews21 followers
March 7, 2026
Eigentlich kann er atmosphärisch erzählen, der Herr Knüwer, hat er ja bereits mit seinem preisgekrönten Vorgänger „Das Haus, in dem Gudelia stirbt“ bewiesen, in dem er tief in die Psyche seiner Hauptfigur eintaucht. So auch meine Erwartung an „Giftiger Grund“.

Hier nun der Einstieg in die Story mit dem Lost Place, der vergessenen und verratzten Tankstelle. irgendwo im Nirgendwo. Natürlich ein passender Hintergrund, wobei sich allerdings beim Lesen zunehmend herausstellt, dass dies nur eine vernachlässigbare Klammer ist, die die Geschichte, die er zu erzählen hat, zusammenhält.

Drei Akteure: Joran, der frisch entlassene Häftling, verurteilt für eine Straftat, die bei genauerem Hinsehen einen unglücklichen Hintergrund hat. Charu, die – ja, was ist sie eigentlich – Influencerin, Fotografin, die ihren Social Media Account mit Fotos von verlassenen, zerfallenden Gebäuden füllt. Und Edda, ein kleines Mädchen, das Nacht für Nacht die Tankstelle aufsucht...

Wir lernen diese drei Personen kennen, tauchen häppchenweise, aber leider auch recht oberflächlich, in ihre persönlichen Geschichten ein, bis sich ihre Wege kreuzen.

Knüwer macht das ziemlich geschickt. Die Perspektivwechsel bringen Abwechslung, generieren durch die alternierenden Kapitel Tempo, machen neugierig und lassen die Leserinnen Vermutungen über den Fortgang der Story anstellen.

Allerdings ist meiner Meinung nach die Ausgangslage dieser Geschichte, die als „psychologischer Kriminalroman“ vermarktet wird, wesentlich interessanter als das Endergebnis, das sich in konventionellem Friede, Freude, Eierkuchen auflöst und leider den Eindruck erweckt, als hätten wir es hier eher mit einem Schreibversuch des Autors, als mit einer fein ausgearbeiteten Erzählung zu tun, die es mit „Gudelia“ aufnehmen kann.

Fazit: Interessante Idee, mittelmäßig ausgeführt. Erwartungen nicht erfüllt.
99 reviews
Review of advance copy
February 27, 2026
Giftiger Grund, von Thomas Knüwer

Cover:
Das giftgrüne Cover passt perfekt zum Buch

Inhalt und meine Meinung:
Ein Autor den man sich merken sollte.
Hier stehen drei Personen im Mittelpunkt.
Joran, ein junger Mann der nach sieben Jahren Haft, nach einer unglücklich verlaufenden Jugendsünde, entlassen wird und fest entschlossen ist einen Neuanfang zu starten. Doch die „Umstände“ arbeiten gegen ihn.
Charu, eine junge Frau, eine Fotografin von „lost places“ der auch über mitgespielt wird.
Edda, ein 11 jähriges Mädchen, die nachts aus ihrer Villa flüchtet, weil dort untragbare Zustände herrschen, sie aber niemanden hat, an den sie sich wenden kann.
Drei Geschichten, bei jeder einzelnen von ihnen bekomme ich einen dicken Klos im Hals.
Der Autor versteht es vortrefflich diese dramatisch zu verflechten und eine Handlung zu entwickeln die mir mehr als einmal unglaubliche Wut im Bauch hochsteigen lässt.

Ganz am Ende gibt es einen irren Twist, bei dem mir der Mund offen stehen bleibt – eigentlich brillant.
Aber dadurch ist (für mich) die Geschichte wieder total offen und ich möchte eigentlich unbedingt wissen wie es weiter geht. Bücher mit offenem Ende mag ich eigentlich nicht, aber hier muss ich dem Buch trotzdem die höchste Sternenanzahl geben.

Auto
homas Knüwer wurde 1983 im Münsterland geboren. Der studierte Grafik-Designer arbeitet in der Werbe- und Kommunikationsbranche und leitet eine Digitalagentur in Hamburg.. Thomas Knüwers schriftstellerische Laufbahn begann im Selfpublishing,

Mein Fazit:
Ein absolut fesselndes Buch, spannend, intensiv und es geht unter die Haut, Gänsehaut inklusive.
Mich hat es total fasziniert, deshalb von mir 5 Sterne.
Profile Image for MirjS.
111 reviews
March 13, 2026
Außergewöhnlicher Krimi in dem nicht nur die Places Lost sind!

Eine seit Jahren stillgelegte Tankstelle irgendwo im Nirgendwo. Eine Leiche. Drei Fremde, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und sich doch an genau diesem Ort mitten in der Nacht begegnen. Was mag Ex-Knasti Joran, Lost-Places Fotografin Charu und die kleine Edda, ein Gummistiefel und Schlafanzug tragendes Mädchen, wohl verbinden? Auf jeden Fall der neue Kriminalroman „Giftiger Grund“ von Thomas Knüwer!

Der Autor hat sich nicht nur eine bizarr-stimmungsvolle Location für sein Buch ausgesucht, sondern ebenso ungewöhnliche Protagonisten, die ebenso viel Hoffnungslosigkeit inne haben und „Lost“ sind, wie das verlassene Tankstellen-Gemäuer. Allein schon den Dreien und ihren Geschichten, aus den wechselnden Perspektiven heraus, zu folgen, ist ungemein spannend. Die Charaktere sind gut gezeichnet, nahbar und sympathisch, weshalb ich nicht drumherum gekommen bin, mit ihnen mitzufühlen und mitzuleiden - insbesondere mit Joran!
Zudem ist der Schreibstil nicht nur überzeugend, sondern auch leicht zu lesen, modern und fesselnd. Während die Spannung zwar permanent, jedoch eher unterschwellig aufgebaut wird, werden die Geschichten der Protagonisten im Verlauf des Buches ziemlich raffiniert miteinander verwoben und führen schließlich zum großen Finale. Und einem Ende, dass mich nicht nur sprachlos gemacht, sondern auch innerlich zusammenbrechen lassen hat.

Allerdings hab ich mich sehr schnell gefragt, was dieses ungewöhnliche Werk denn nun eigentlich zu einem Krimi macht, aber das sollte wohl jeder für sich selbst herausfinden!

Fazit: Unterhaltsam, andersartig, spannend, lesenswert!
157 reviews
March 29, 2026
Gute Unterhaltung
„Giftiger Grund“ ist eine Story, die sich nicht einfach in ein Genre einordnen lässt – und genau das macht sie so interessant. Statt klassischer Ermittlungsarbeit wirft uns der Autor mitten hinein in ein düsteres, bedrückendes Szenario. An einer verlassenen Tankstelle treffen drei Figuren aufeinander, die unterschiedlicher kaum sein könnten: die taffe Podcasterin Charu, der gerade aus der Haft entlassene Joran und ein zehnjähriges Mädchen, das mehr weiß, als man anfangs ahnt.

Der Roman lebt von seiner Atmosphäre: brutal, roh und manchmal mit derber Sprache. Das Setting, ein Lost-Place, verstärkt dieses Gefühl von Gefahr. Den Schreibstil empfand ich anfangs als gewöhnungsbedürftig, teilweise kurz und knapp, gerade so wie hin und herspringende Gedanken.

Besonders stark sind die Charakterzeichnungen:
Charu wirkt auf den ersten Blick tough, selbstbewusst, social-media-erfahren, doch hinter der Fassade steckt Verletzlichkeit, die sie nahbar macht.
Joran wird als naives Opfer dargestellt, ein geschickter Schachzug des Autors. Man ertappt sich dabei, Sympathie für jemanden zu entwickeln, dem man eigentlich misstrauen sollte.
Die wechselnden POVs sorgen dafür, dass man die Figuren und ihre Motive, Ängste und Geheimnisse Stück für Stück versteht.

Zum Ende hin geht es Schlag auf Schlag, manches wurde mir zu schnell abgehandelt, einiges erscheint doch sehr konturiert. Trotzdem habe ich das Buch sehr gern gelesen. Wer Lust auf eine düstere, intensive Story hat, die nicht wie ein klassischer Krimi zu lesen ist, wird hier definitiv gut unterhalten.
Profile Image for Karola.
860 reviews7 followers
Review of advance copy received from Netgalley
March 1, 2026
Kreativ konstruierter Krimi
Die hauptsächliche Szenerie spielt an einer stillgelegten, am nahen Wald abseits gelegenen Tankstelle. Dieser detailliert beschriebene Ort wird von drei, einander fremden Hauptfiguren nachts aus verschiedenen Gründen aufgesucht. Während Charu als junge, finanzschwache Lost Places Influencerin mit ihrer Glitzerkatze als Markenzeichen diese ramponierte Location im Zeitraffer aufnimmt, entwendet ein 10-jähriges, seltsam gekleidetes Mädchen in frühen Morgenstunden ihr kostbares Logosymbol. Nach einfühlsamer Kontaktaufnahme zwischen ihnen über eine Nachricht auf leerer Getränkeverpackung und ihren Apps auf Internetplattformen betritt Joran, frisch entlassen aus der JVA, diesen nächtlichen Schauplatz auf der Suche nach seiner damals dort versteckten Beute, findet jedoch nur seinen toten Freund im Kanalschacht. Deren verschiedene, schwierige Lebensverhältnisse werden realistisch nachvollziehbar beschrieben, auch ihren Wandel von anfänglichem gegenseitigem Misstrauen und Ablehnung zu schicksalhaftem, überlebenswichtigem Miteinander auf Vertrauensbasis. Der kreative Einsatz von technischen Medien wie z.B. Airtags oder abhörsicheres Kryptohandy beflügeln hier noch das Ambiente um soziale Medien. Die Arbeit von Jugendämtern wird angerissen. Die sympathischen Hauptfiguren erfahren ein Happy End mit einem überraschenden Schluckauf mit drei Toten.
Profile Image for Dimue Merle.
53 reviews
March 14, 2026
Des Öfteren frage ich mich, wie entstehen die Zuordnung der Bücher in Genres? Dieses Buch ist vieles und hat auch seine investigativen Anteile und seine Leichen, aber die stehen immer eher im Nebenmittelpunkt.


Das Buch ist sehr realistisch geschrieben. Die Sprache passt sich den Protagonisten an und es ist schnell zu lesen. Viele Situation sind so gut beschrieben, dass ich oft emotional betroffen von der Situation.

Ab jetzt werde ich spoilern, denn von Schreibstil wären es 5 Sterne, wären da nicht folgende Kritikpunkte.


Was mich schockierte ist, dass in keiner Weise auf Content Notes eingegangen wird.

Klar Mord, Leiche ist beim Krimi ja normal. Aber ich rechnete jetzt nicht mit gut beschriebenen Kindermissbrauch (Kind und Jugend) und versuchten Vergewaltigungen. Das Thema Machtmissbrauch auch ein großes Thema.

Auch wenn am Ende alles zusammengepasst hat, auf die eine oder andere Plottlinie hätte ich in der Tiefe echt verzichten können.

Persönlich mag ich keine offenen Enden und vor allem dieses, war zu konstruiert und hinterlässt einen fahlen Geschmack.

Fazit:

Das Buch zeigt auf, dass Neuanfänge nicht immer einfach sind und das unsere Systeme ok, aber nicht perfekt sind. Das Setting wurde super beschrieben und der Lost Place, ich war mittendrin. Sprachlich fantastisch gesprieben, aber definitiv kein klassischer Krimi.
1,474 reviews8 followers
March 2, 2026
Psychologisch gut ausgetüftelter Kriminalroman

Klappentext:
Für Joran, frisch aus dem Jugendknast entlassen, werden die ersten Tage in Freiheit zum Desaster: Sein Vater erpresst ihn und auf Jobsuche wird er erniedrigt und schikaniert. Verzweifelt schleicht er schließlich nachts zu der Tankstelle, die er vor sieben Jahren überfallen hat. Seine letzte Hoffnung ist die Beute, die er vor seiner Festnahme in einem Kanalschacht verstecken konnte.
Die Tankstelle ist längst verlassen, ein Lost Place, doch statt der Beute findet Joran im Schacht eine Leiche: Aras, sein damaliger Freund und Komplize. Ist der Dritte im Bunde sein Mörder?
Entsetzt merkt Joran, dass er nicht allein ist auf dem heruntergekommenen Gelände. Da ist Edda, ein kleines Mädchen im Schlafanzug. Und Charu, die sich als Fotografin von Lost Places einen Namen machen will. Der Tote im Schacht wird für alle drei zu einer schicksalhaften Verbindung.

„Giftiger Grund“ ist ein spannender Kriminalroman von Thomas Knüwer.

Im Mittelpunkt steht Joran. Er wurde gerade aus dem Jugendgefängnis entlassen. Er ist guten Willens eine Arbeit zu finden. Doch das wird ihm nicht leicht gemacht. Er muss sich beschimpfen und erniedrigen lassen. Bei seinem Vater findet er auch keinen Halt, im Gegenteil, er erpresst ihn. Als er das Diebesgut aus dem Raub an einer Tankstell holen möchte, findet er die Leiche eines Mittäters.

Thomas Knüwer hat mich mit dieser Geschichte schon nach wenigen Seiten begeistert. Ich wurde richtig in die Geschichte reingezogen und konnte kaum mit Lesen aufhören.

Die Charaktere sind sehr lebensnah beschrieben. Besonders bei Joran spürt man die Verzweiflung und den Abgrund, auf dem er steht.

Thomas Knüwer erzählt die Geschichte sehr spannend. Sein Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Einzig die vulgären Ausdrücke waren mir etwas zu häufig, deshalb gibt es nur 4 Sterne.

„Giftiger Grund“ ist ein spanender Krimi, den ich nur so verschlungen habe.
161 reviews
March 15, 2026
Ich kannte bis dato kein Buch von Thomas Knüwer und war richtig gespannt, denn schon das Cover versprach, dass es düster wird.
In das Buch bin ich sehr gut gestartet, der Schreibstil von Thomas Knüwer ist flüssig und man wird ziemlich schnell in die Geschichte hineingezogen.
Joran ist frisch aus dem Gefängnis entlassen und versucht einen Neustart in der „legalen“ Welt. Allerdings wird ihm das alles ziemlich schwer gemacht und so landet er ganz schnell in einer Situation, die sein Leben und seinen Neuanfang auf den Kopf stellen.
Düstere Lost Place Atmosphären und Charaktere, die ich sehr besonders empfand – zumal beim Wechsel der Figuren auch immer die Sprache wechselte ( das hatte ich bisher so noch nicht in einem Buch, fand ich aber super authentisch ) haben das Buch aufgefrischt und die Geschichte lebendig gemacht.
Allerdings gab es einige Längen und am Ende kam dann alles irgendwie auf einmal zusammen…das war etwas überspitzt und konstruiert und auch einige Fragen sind leider offen geblieben.
Als einen Krimi habe ich das Buch nicht empfunden und bleibe nach dem Lesen auch mit vielen Fragen zurück und so muss ich leider sagen, war das Buch zum lesen angenehm, die Charaktere auch spannend, aber die Krimi-Atmosphäre hat mir leider gefehlt.
120 reviews
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February 22, 2026
Ein kleines Mädchen. Ein Ex-Häftling. Eine Lost-Places-Fotografin. Sie treffen nachts unerwartet an einer verlassenen Tankstelle aufeinander. Was nicht alle von ihnen wissen - statt einer Beute hat einer von ihnen eine Leiche gefunden… und ohne es zu wollen, verbinden sich ihre Schicksale immer mehr miteinander…

Der Krimi besticht durch ein gelungenes Setting und einer doch ziemlich düsteren Atmosphäre. Alleine durch die Tankstelle, die der zentrale Ort im Laufe des Buchs ist, spürt man beim Lesen dieses Setting eines Lost-Places so richtig. Ich hatte die verlassene Tankstelle vorm inneren Auge. Die Charaktere finde ich außerdem gut ausgearbeitet, auch wenn man nicht von allen mehr als unbedingt nötig erfährt. Nach und nach verzahnen sich die einzelnen Stränge bzw. die Handlungen von Edda, Joran und Charu immer mehr. Dieses Ineinandergreifen der drei Schicksale ist dem Autor gelungen und ich habe die Entwicklung dazu mit großer Spannung gelesen.

Leseempfehlung von mir.
15 reviews
Review of advance copy received from Author
February 25, 2026
Das Cover springt sofort ins Auge. Nicht nur die auffällige Farbe, auch die ansonsten schlicht gehaltene Zeichnung passt zum Inhalt des Kriminalromans.
Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt. Da ist Charu, eine Fotografin und Bloggerin. Dann ist da Joran, gerade aus dem Gefängnis für einen Raubüberfall mit schwerer Körperverletzung nach 7 Jahren Haft entlassen. Und als dritte Hauptakteurin gibt es Edda, das Mädchen das zu Hause misshandelt wird und nächtliche Fluchtaktionen begeht.
Die drei treffen aufeinander, es gibt Missverständnisse, Morde und unterschwellige Anschuldigungen aus allen Richtungen, auch im privaten Umfeld der Dreien.
So richtig Spannung kommt nie auf, man fühlt sich immer mehr als geheimnisvoller Beobachter. Als wenn wir mit den dreien im Wald wären und aus einer versteckten Perspektive beobachten.
Insgesamt gut lesbar, allerdings fast eher als Roman denn als Krimi.
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54 reviews
February 28, 2026
Mit »Giftiger Grund« legt Thomas Knüwer einen atmosphärisch dichten Kriminalroman vor, der weit mehr ist als ein klassischer Whodunit. Drei Fremde treffen nachts an einer verlassenen Tankstelle aufeinander – und im Kanalschacht liegt eine Leiche. Von der ersten Seite an liegt eine unheilvolle Spannung in der Luft.

Joran, frisch aus dem Jugendknast entlassen, hofft auf einen Neuanfang – und scheitert an Vergangenheit und Vorurteilen. Als er seine alte Beute bergen will, findet er stattdessen den toten Aras. Mit Edda und der ehrgeizigen Fotografin Charu verknüpft ihn plötzlich ein düsteres Geheimnis. Knüwer zeichnet seine Figuren vielschichtig und glaubwürdig; ihre Ängste, Hoffnungen und Schuldgefühle wirken greifbar.

Der Roman lebt von seiner beklemmenden Atmosphäre und den zwischenmenschlichen Abgründen. Kleine Längen trüben den Lesefluss minimal, doch insgesamt überzeugt die Geschichte durch psychologische Tiefe und Spannung bis zum Schluss
13 reviews
Review of advance copy received from Verlag
February 21, 2026
Ich bin sprachlos.

Das Buch wirkt hochwertig. Ein Taschenbuch mit Klappen vorne und hinten. Außerdem eine Mischung aus Hochglanz, Matt und Relief Druck. Das ganze in Schwarz und leuchtend Grün.

Das Buch ist hauptsächlich aus 3 Perspektiven geschrieben. Charu, Joran und Edda. Drei Menschen aus verschiedenen Leben, die sich zufällig kennenlernen, deren Geheimnisse sie miteinander verbinden und die sich gegenseitig Halt geben, bis jeder wieder bereit für sein eigenes Leben ist.

Das Buch hat einen guten Schreibstil, flüssig, der Situation und Person angepasst.
Ich wurde direkt in die Geschichte hineingezogen und nach dem letzten Wort wieder ausgespuckt.

Eine Mischung aus Mitleid und Wut, Unverständnis und Fassungslosigkeit hat während des Lesens in mir gebrodelt.

Für das Ende muss ich leider einen halben Stern abziehen und hoffe auf eine Fortsetzung.
152 reviews
March 22, 2026
Tolle Story

Johann hat viele Jahre im Gefängnis verbracht. Der Neuanfang im alten Umfeld ist extrem schwierig und die alten Kumpels noch immer da. Auch die Familie ist keine Hilfe. Ein Ding der Unmöglichkeit?

Meine Meinung

Mal eine ganz andere Story mit sympathischen und authentischen Charaktere. Spannend von Anfang bis zum Schluss, mit Überraschungen und Wendungen. Die Personen und Handlungen werden sehr gut erklärt und verständlich beschrieben.

Ich habe zwar nicht immer alle Ausdrücke verstanden, da bin ich wohl zu alt oder nicht auf dem neuesten Stand, hat aber auf das Geschehene keinen Einfluss gehabt.

Ich habe das Hörbuch gehört und fand die Sprecher super. Sie haben angenehme und ausdrucksstarke Stimmen.

Das Cover gefällt mir sehr gut und wäre mir in jedem Buchladen sofort aufgefallen.

5 Sterne und eine klare Kaufempfehlung.

202 reviews
Review of advance copy received from Storygraph
February 26, 2026
fesselnd

Das Buch ist hauptsächlich aus 3 Perspektiven geschrieben. Charu, Joran und Edda. Drei Menschen aus verschiedenen Leben, die sich zufällig kennenlernen, deren Geheimnisse sie miteinander verbinden und die sich gegenseitig Halt geben, bis jeder wieder bereit für sein eigenes Leben ist.

Das Buch hat einen guten Schreibstil, flüssig, der Situation und Person angepasst.
Ich wurde direkt in die Geschichte hineingezogen und nach dem letzten Wort wieder ausgespuckt.
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