In the heart of a quiet town, a young woman tends to her plant shop, but beneath the surface of her lush, green sanctuary lies something far darker….
Will you dare to disrespect her plants?
Tucked away in the corner of a neighborhood in Dosan, South Korea, is the Plant Shop. Shop owner Yoohee has started anew, and her meticulously grown foliage thrives under her tender care. To both her customers and herself, Plant Shop is a refuge, where petunias and marigolds bloom and the air itself is like an elixir of peace.
By day, Yoohee dispenses advice on gardening, but she also finds herself offering a special service off the clock. Women who are at their wits’ end come to her about a man they hope might disappear from their lives. Pulling extra hours is taxing, but Yoohee has encountered—and dealt with—these kind of men in her own life, men who treated her (and her beloved plants) with utter disrespect. So as night falls, Yoohee trades her apron for a shovel and a hoe and disappears into her moonlit garden. There, she buries not just the remains of the day, but also the bloody remnants of a few unfortunate encounters.
As men begin to disappear…will anyone ever suspect the Plant Lady?
A highly acclaimed novel from South Korea, Plant Lady brings atmospheric tension and delicate humor to a story of obsession and misogyny that will keep you rooted right to its simmering last page.
Habe es geliebt. Ich muss zugeben, die Autorin hat mich so weit gebracht, dass ich jeden einzelnen Tod dieser Abschaum-Männer gefeiert habe, wie die Hochzeit, die ich nie haben werde. Das ist Female Rage in Reinform und ich habe es gefeiert! Unsere Plant Lady hat aber auch echt die schlimmsten Exemplare vor die Flinte bekommen 😂 (Im übertragenen Sinne, die Tode waren viel besser inszeniert). Das im Kontrast mit dieser tollen Liebe zu Pflanzen und dann ist das ganze auch noch nuanciert und nicht splatterig – Wahnsinn. Ganz toll geschrieben. Ich empfehle auch sehr, das Nachwort nicht auszulassen, das hat mich nochmal ganz anders getroffen. Richtig gut, ich hatte zwar ein paar Probleme mit den Namen, aber das liegt nun wirklich an mir.
Yu-hee liebt Pflanzen – Menschen dagegen weniger. In ihrem kleinen Pflanzenladen findet sie Ruhe, aber auch die Kraft, sich gegen das zu wehren, was ihr und anderen Frauen angetan wurde.
Minyoung Kang schreibt ruhig, klar und trotzdem mit so viel Gefühl. Es ist kein lautes Buch, sondern eins, das man leise liest – und das lange nachwirkt.
Die Pflanzen in diesem Buch sind mehr als Deko. Sie spiegeln das Leben wider – Wachstum, Verfall, Erneuerung. Sie stehen für das, was Yu-hee sich selbst zurückholt: Kontrolle, Würde, Freiheit.
Ich mochte, wie ehrlich und gleichzeitig poetisch dieses Buch mit Themen wie weiblicher Wut, Schmerz und Heilung umgeht.
Ein feminines, stilles, starkes Buch – anders, aber genau das macht es so besonders.
Plant Lady started with an idea that immediately intrigued me. I also really liked the structure: six chapters, each working as its own closed-off story. I truly wanted to love this book.
Sadly, the writing style didn’t work for me. It felt very cold and detached, almost like reading a report. Even though the protagonist, Yu-hee, does shocking and extreme things, I never really felt the rage behind them .. more like feminine rage on Valium. 🙈 The characters lacked depth, which made it hard to care about what happened.
Overall, the book was simply too quiet for my taste. Some nuances may have been lost in translation, and knowing that the story was originally planned as a short story makes a lot of sense to me … I think it might have worked better in that form.
That said: the edition looks absolutely stunning 🌿🖤 Beautiful concept, beautiful book … just not the execution for me.
𝘶𝘯𝘱𝘢𝘪𝘥 𝘢𝘥 | 𝘳𝘦𝘷𝘪𝘦𝘸 𝘤𝘰𝘱𝘺 Thank you @team.bloggerportal & @penguinbuecher for the review copy!
🇩🇪
Ich hatte große Hoffnungen in dieses Buch … Schönes Cover, spannende Idee, gemischte Gefühle. 🌿📖 Plant Lady hat mich am Anfang sofort neugierig gemacht. Die Grundidee ist interessant, und auch die Struktur mochte ich: sechs Kapitel, die jeweils für sich stehen. Ich wollte dieses Buch wirklich mögen. Der Schreibstil hat mich leider nicht abgeholt. Er war sehr nüchtern und distanziert, stellenweise fast wie ein Bericht. Obwohl die Protagonistin Yu-hee extreme und schockierende Dinge tut, habe ich die Emotionen dahinter kaum gespürt – eher so etwas wie „feminine rage auf Valium“. Auch die Figuren blieben für mich ziemlich blass, sodass es mir schwerfiel, mit ihnen mitzufühlen. Insgesamt war mir das Buch einfach zu leise. Vielleicht sind durch die Übersetzung ein paar Nuancen verloren gegangen, und da die Geschichte ursprünglich als Kurzgeschichte gedacht war, kann ich mir gut vorstellen, dass sie in dieser Form besser funktioniert hätte. Was man aber definitiv sagen muss: Die Ausgabe sieht wunderschön aus 🌿 Tolle Idee, tolles Buch – nur die Umsetzung hat mich persönlich nicht überzeugt.
Während es in der westlichen Welt in der Malerei die Tradition gibt, die Fläche eines Bildes ganz auszumalen, bedeuten in Asien freie Flächen nicht, dass etwas unfertig wäre, sondern haben ihre eigene Aussage als Teil eines Bildes. So ist es auch in Plant Lady. In diesem Blumenladen quillt nicht alles vor Pflanzen über, es gibt wohlgestaltete Freiräume. Formal unkapriziöse, einfache Sätze, die sitzen. Hier wird viel darüber entfaltet, was nicht explizit dort steht oder nur angedeutet ist. Das gefällt mir sehr gut. Die dargestellte weibliche Wut und Reaktion auf patriarchale Strukturen und drohende Femizide muss ebenfalls im kulturellen Kontext gesehen werden. Man vergisst leicht, dass es in Südkorea um die Rechte von Frauen nach wie vor schlecht bestellt ist, vor allem im Vergleich zu anderen hochentwickelten Industriestaaten. Wer sich dafür interessiert, dem/der sei „Kim Jiyoung, geboren 1982“ empfohlen.
„Kann eine zerstörte Pflanze oder ein Mensch wie ich jemals wieder lebendig werden?“ S. 87 ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Yu-hee hat ihren Bürojob schon lange hinter sich gelassen und ihr Leben dem gewidmet, was sie wirklich glücklich macht: Pflanzen. Ihr Pflanzenladen ist eine bekannte Adresse in einem eher öden Gewerbegebiet, und zuweilen verirren sich Frauen hierher, die Zuhause noch größere Probleme haben, als eingegangene Pflanzen wie zum Beispiel toxische Beziehungen, Gewalt, Manipulation, Cyberbullying durch Männer. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Für diese Probleme ist Yu-hee die perfekte Adresse. Beladen mit ihren eigenen schlechten Erfahrungen mit Männern, ist sie ihnen nicht besonders wohlgesonnen. Ihre Problem-Löse-Strategie ist sehr praktisch orientiert, sie macht kurzen Prozess mit der männlichen Schöpfung. Doch bald wird Detective Cha Do-khyung auf sie und ihren ungewöhnlichen Pflanzenladen aufmerksam ... ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ich habe das Buch wahnsinnig gerne gelesen. Der Schreibstil ließt sich leicht und die Kapitellänge war für mich einfach perfekt. Richtig gut gefallen hat mir auch das Nachwort der Autorin, in der sie den Entstehungshintergrund der Geschichte erläutert. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Es ist eine herrliche tolle - koreanisch typisch seltsame - Geschichte, die mich einfach zum richtigen Zeitpunkt erwischt hat. Ich mochte die Atmosphäre des Pflanzenshops, Yu-hees Hilfsbereitschaft und die gespiegelte Realität - in der sonst die Frauen die Opfer sind und schnell in Vergessenheit geraten. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Auch die Aufmachung des Buches ist wunderschön! Es ist so liebevoll gestaltet und bekommt nun einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Ein großes Monatshighlight für mich und eine dicke Leseempfehlung für euch! ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 4,5/5 ⭐️ Toll übersetzt von Kyong-Hae Flügel
3.5 Das Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit inhaliert und das ist für mich eigentlich immer ein gutes Zeichen. Im Prinzip folgen wir der Protagonistin Yu-Hee, die Inhaberin eines Pflanzenladens in Sejin ist und dabei immer wieder in ihrem Leben auf Männer stößt, die sie furchtbar behandeln. Yu-Hee kümmert sich um diese Männer auf ihre eigene diabolische Weise und beseitigt sie alle nacheinander. Aber Yu-Hee bleibt nicht alleine, denn auch andere Frauen kommen zu ihr und berichten ihr von deren gewalttätigen Vätern, Freunden, etc. Yu-Hee will diesen Frauen beistehen, gerät dabei jedoch ins Visier eines Polizisten. Für mich war das ein wirklich gelungenes Buch. Zwischen die einzelnen Morde fließt immer wieder Wissen über die verschiedensten Pflanzen mit ein und so bekommt das Buch eine ganz einzigartige Atmosphäre. Der Schreibstil ist nüchtern und man muss sich die Gefühle schon zwischen den Zeilen herauskramen, aber das hat für mich gut zum Buch gepasst. Es hätte aber gerne länger sein dürfen, ich empfand es als ein wenig zu kurz, um richtig in die Geschichte abtauchen zu könnnen.
Hat mir wirklich, wirklich gut gefallen! Unsere Plant Lady nimmt die Dinge in die Hand und hilft den Frauen, die Opfer von Stalking, Mobbing, Demütigungen etc. geworden sind, jedoch von der Polizei/Gesellschaft im Stich gelassen werden. Das Gelesene ist mir sehr nahe gegangen und ich hatte absolut kein Mitleid mit den Männern, schon gar nicht, nachdem ich mich schlau gemacht hatte wie es mit den Frauenrechten in Südkorea bestellt ist.
Ich mochte den Schreib- und Erzählstil. Ebenso mochte ich die Protagonistin Yu-hee, weshalb ich das ganze Buch über etwas nervös und gehofft habe, dass die Polizei ihr nicht auf die Schliche kommt.
Auch das Nachwort der Autorin fand ich sehr lesenswert!
>>Schlechte Zeiten für böse Männer<< In „Plant Lady“ von Minyoung Kang, aus dem Koreanischen übersetzt von Kyong-Hae Flügel, begleiten wir die junge Yu-hee, die Abstand von ihrer Vergangenheit gewinnen will und in einem anderen Teil der Stadt einen Pflanzenladen eröffnet, obwohl sie davon eigentlich erst einmal gar keine Ahnung hat. Da sie selbst doch sehr introvertiert ist, wird dieser Pflanzenladen schnell ihr Rückzugsort und nicht nur ihrer, denn nach und nach auch für einige ihrer Kundinnen. Was erst einmal harmlos scheint, spitzt sich mehr und mehr zu und wird mitunter doch sehr blutrünstig- vorallem für die Männer der Schöpfung... mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Zu Beginn muss ich ehrlich sagen ist es mir doch eher schwer gefallen in der Geschichte anzukommen, das lag zum einen am sehr nüchternen Schreibstil und der für mich empfundenen Unnahbarkeit von Yu-hee... Interessant empfand ich wiederum den Aspekt rund um die Pflanzen, was für den Verlauf der Geschichte auf verschiedenste Art und Weise auch noch von großer Wichtigkeit wird. Je weiter ich also dran blieb, umso gespannter war ich, besonders als sich hier noch Detektive an Yu-hees Versen heften. Mein Fazit: Ein interessantes Buch, das den Blickwinkel definitiv mal verändert und insgesamt viele Fragen hinterlässt, über die mich auch im Nachgang noch beschäftigen. Dennoch tat ich mich auch mit einigen Dingen eher schwer, daher würde ich das Buch bewertungstechnisch im mittleren Feld einordnen.
Es ist ein eher abgelegenes Viertel in Dosan, in dem Yu-hee ihren «Plant Shop» eröffnet. Doch die grüne Oase gewinnt schnell an Beliebtheit – insbesondere bei Frauen, die unter übergriffigen Männern leiden. Yu-hee hilft ihnen auch bei diesen Problemen; doch bald schöpft der örtliche Detective einen Verdacht.
Minyoung Kang schreibt in nüchternem, distanziertem Ton von den besonderen Dienstleistungen ihrer Hauptfigur; wie genau diese aussehen, wird allerdings ausgespart, diese Lücken muss man selber füllen. Reflexion findet keine statt, die Charaktere bleiben eindimensional und relativ emotionslos. Auch Spannung wird kaum aufgebaut, «Plant Lady» ist kein Thriller oder Krimi; vielmehr sollen gesellschaftliche Problemstellen aufgezeigt werden. Auch wenn ich der Autorin in ihren bitteren Betrachtungen vollkommen Recht gebe, ist die Geschichte aber schlussendlich doch recht banal.
Einzig das Cover sticht hervor Wenn dieses Buch in den Buchhandlungen kein Blickfang ist, dann weiß ich auch nicht mehr. Das Cover wäre auch der einzige Grund, aus dem heraus man dieses Buch kaufen sollte. Dazu muss man aber schon sehr designversessen sein, um die Bücher im Bücherregal nur noch nach dem Coverdesign auszuwählen. Oder ein Museum. Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich die Grundidee erstmal originell und überraschend fand. Die Idee wurde allerdings nicht gut ausgeführt. Einerseits ist das Buch sprachlich holprig in der Ausführung, was der Übersetzung geschuldet sein mag. Es liest sich an vielen Stellen leider nicht schön. Auf der anderen Seite trägt die Handlung auch nicht zu einem gelungenen Leseerlebnis bei. Die Kapitel sind in sich abgeschlossen und die Spannung bricht am Kapitelende jäh ab. Erst später im Buch treten unterliegenden Handlungsstränge zu Tage, die mich am Ende zumindest vor dem Lektüre-Abbruch und einer noch schwächeren Bewertung bewahrt haben. Das Buch ist ein Genre-Mix der schlechteren Art. Es ist weder Krimi, noch Thriller noch Roman. Es ist ein Buch, dem eine schöne Grundidee zu Grunde liegt, dessen Charaktere und Handlungsstränge aber leider ungenügend herausgearbeitet sind. Lasst euch in den Buchhandlungen von der schönen Cover-Art nicht überlisten. Finger weg!
The Plant Lady is an intriguing and intimidating exploration of female rage, even through a quiet, understated protagonist. I found myself gripping the book, eagerly turning each page to see what would happen next. While there were moments where I felt a bit lost, the story is ultimately well thought out and left me questioning the morality behind the events. The vengeance is sweet, the plants are vicious, and the story itself is deeply compelling.
This was an entertaining, fun read on a dark topic: violence against women, and a society that pretty much accepts this as the status quo. While I am sure I missed some Korea specific references, I believe any and esch of the instances of gender-specific harassment and violence can be found anywhere. At times you could tell that the story started out as a short story, some characters are not well-developed, and some questions linger, but perhaps that’s for the reader to think about!
Ich weiß auch nicht, die südkoreanischen Frauenstimmen in der Literatur sind ganz eigen, aber ich liebe es! Nichts wird verschnörkselt, alles ist einfach wie es ist. Sehr zu empfehlen, eine witzige, spannende Geschichte einer Frau, die sich rächt!
This was a really satisfying read because I am just sick and tired of men (especially men) getting away with heinous crimes. I enjoyed reading this very straightforward horror book about killing bad men who harm women and their communities. The plants were a great medium through which to tell the story and it was well-paced. This book doesn’t look like it’d be in the horror genre but I think that’s what made me love it even more. It's a fresh take on the genre of stories that take place in little whimsical stores.
One could ponder more about the morality of the actions in the book, but I’m not in the mood of headspace to even care. Female rage!!!! Go Yoohee!!!
Total mein Fall. Dieses Buch trifft meinen Lesegeschmack zu 100%. Ich musste nur das Cover anschauen um zu wissen, das ich dieses Buch lesen möchte. Ich liebe Pflanzen und hätte gerne einen grüneren Daumen (mir vertrocknen im Sommer ein paar Blumen). Ich liebe auch unheimliche settings und female rage Bücher. In dem Buch führt die Peotagonistin tagsüber einen trendy Blumenladen und nachts… produziert sie Dünger für die Pflanzen. Dabei gibt es einen detective der einen Zusammenhang zwischen dem Blumenladen und den verschwundenen Männern sieht. Ich fand es insgesamt spannend. Die Aufteilung der Geschichte fand ich auch sehr klug gelöst. Die einzelnen Teile (und Männer) sind nach Pflanzen unterschieden. Da der Protagonistin die Pflanzen auch wichtiger sind als die dazugehörigen Männer, ergibt das nur Sinn. Empfehlen würde ich das Buch für alle die suspenseful Geschichten mögen und insgesamt Männer leid sind.
Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen und hervorzuheben ist auch das schöne Cover, wodurch ich auf das Buch aufmerksam geworden bin!
Eine Frau, Yu-hee, eröffnet einen Pflanzen-Shop, der sehr erfolgreich wird und Menschen von nah und fern anzieht. Irgendwann spricht sich herum, dass sie übergriffige Männer "beseitigt" und immer mehr Frauen mit solchen Problemen kommen auf sie zu. Dabei hat sie auch immer eigene Erlebnisse in der Vergangenheit im Hinterkopf.
Den Ansatz fand ich spannend, da so gut wie jede Frau solche Erlebnisse kennt und man manche Typen, die einem das Leben schwermachen, gerne einfach verschwinden lassen würde. Ich hätte mir auch (gerade, weil ihr irgendwann ein Ermittler auf die Schliche kommt) noch mehr Spannung gewünscht, stattdessen war die Erzählung weitgehend nüchtern und schon fast sachlich. Vielleicht lag das aber auch an den kulturellen Gegebenheiten?
Soweit ich informiert bin, ist Südkorea noch sehr viel mehr von patriarchalen Strukturen geprägt, sodass Frauen wahrscheinlich über die offiziellen Wege häufig kaum eine Chance haben, gegen solche Männer vorzugehen. Yu-hees Vorgehen war oft sehr brutal, man kann aber ahnen, was Frauen in Südkorea ertragen müssen und dass sie sich einfach irgendwann rächen wollen.
Mit dem Schreibstil bin ich aber nicht ganz warm geworden - ich weiß nicht ganz, woran es lag. Es war mein erstes aus dem Koreanischen übersetztes Buch, eventuell lag es manchmal an Formulierungen oder dem Satzbau, die sich sehr am Original orientiert haben und deshalb im Deutschen etwas unauthentisch/unnatürlich/gestelzt (?) klangen. Mir fehlt das richtige Wort, sprachlich fühlte sich der Text nicht ganz "rund" an.
Es wurde auch erwähnt, dass die Namen im Buch jeweils gut zu ihren Träger:innen passen, hier wäre eine deutsche Übersetzung sinnvoll gewesen. (Einige habe ich gegoogelt, so bedeutet Yu-hee beispielsweise "Helligkeit, Strahlen" oder "Schönheit" und "intelligent, weise" und Do-kyung "Weg" oder "Pfad", bzw. "Respekt", "Ehre".)
Teilweise wurden auch die Blickwinkel gewechselt, was nur durch einfacha Absätze vom restlichen Text getrennt wurde, sodass nicht direkt nachvollziehbar war, aus wessen Perspektive nun geschrieben wurde.
. „Female Rage“ trifft „Weird Girl Fiction“ im Blumenladen! Muss ich noch mehr sagen?!?! Lies einfach „Plant Lady“ und hab Spaß dabei… 😎 4,5/5 ⭐️
. Worum geht es genau… Yu- hee erfüllt sich ihren Traum vom Blumenladen, doch dort verkauft sie nicht nur Blumen. Sie hilft anderen Frauen in Not auf ihre ganz eigene Weise.
. In „Plant Lady“ verfolgen wir zu Yu- Hee durch ihr Doppelleben, als Blumenverkäuferin und Racheengel! Regelmäßig erhalten wir ebenso Einblicke in das Leben von Yu- Hees Kundinnen. Ihr Wünsche werden nachvollziehbar. Doch Yu- Hee handelt nicht nur als Racheengel für andere Frauen, auch für sich selbst steht sie ein. Als Protagonistin wirkt Yu- Hee kühl und bedacht, jedoch nur auf den ersten Blick. Ihre Emotionalität spiegelt sich in ihren Taten wieder, in ihrer Liebe zu Pflanzen und im Umgang mit ihren Kundinnen wieder. Dies macht sie meiner Meinung nach sehr sympathisch! Ein Hauch schwarzer Humor schwingt ebenso mit. Doch im Kern spiegelt die Geschichte eine ganz wichtige Aussage wieder! Es geht um Machtgefälle, Machtmissbrauch, Stalking und der allgegenwärtige Gewalt der Frauen ausgesetzt sind und regt daher auch sehr zum Denken an! Lasst uns uns gegenseitig als Frauen mehr unterstützen! Seid für einander da und steht füreinander ein! Der Roman ist sehr kompakt auf knapp 200 Seiten gehalten, jedoch hätte er etwas länger sein können. Der Erzählstil ist raffiniert einfach gehalten, aber die Mordszenen hätten für mich etwas länger sein können… Ein in allem ein wirklich gelungenes Buch!
Es gibt ja diese Bücher, bei denen man schon beim Klappentext denkt: Okay. Das ist meins. So ging es mir mit Plant Lady. Südkoreanische Literatur? Check. Eine ungewöhnliche, potenziell unzuverlässige Hauptfigur? Check. Ein Pflanzenladen als Rückzugsort mit latent düsterer Energie? Doppel-Check.
Eigentlich hatte dieser Roman alles, was mich sofort neugierig macht – diese Mischung aus Alltäglichkeit und unterschwelliger Abgründigkeit, die viele südkoreanische Gegenwartsromane so gut können. Und tatsächlich beginnt Plant Lady auch genau so: leise, kontrolliert, fast harmlos. Yu-hee führt ihren Pflanzenladen, beobachtet, sortiert, pflegt. Zwischen Monstera, Sukkulenten und feuchter Erde entsteht ein Raum, der gleichzeitig Schutzraum und Bühne ist.
Was mir richtig gut gefallen hat, sind genau diese Pflanzen-Passagen. Die detaillierten Beschreibungen von Blättern, Wurzeln, Licht, Wachstum – das hatte Atmosphäre. Der Laden wirkt wie ein atmender Organismus, fast lebendiger als die Menschen darin. Diese ruhigen Szenen geben dem Buch seinen ganz eigenen Ton und schaffen eine stille, beinahe meditative Grundstimmung. Auch die Andeutungen zum Stadtleben in Südkorea fand ich spannend – dieses Gefühl von Enge, Erwartung, sozialem Druck, das immer mitschwingt. Davon hätte ich tatsächlich noch mehr lesen wollen.
Und trotzdem.
So sehr die Idee knallt – die Umsetzung hat mich emotional nicht ganz erreicht. Der Schreibstil ist sehr nüchtern, fast protokollartig. Distanziert. Beobachtend. Was als stilistischer Kniff funktioniert, um Kälte und innere Abspaltung zu zeigen, hat bei mir leider dazu geführt, dass ich zwar verstand, was in Yu-hee vorgeht – aber es nicht wirklich gespürt habe. Ihre Wut, ihre Radikalität, ihre Grenzüberschreitungen: alles da. Aber seltsam gedämpft. Wie hinter Glas.
Auch die Übergänge zwischen den Begegnungen wirkten teilweise abrupt, als würde man immer wieder neu ansetzen, ohne ganz in die Tiefe zu sinken. Gerade wenn es psychologisch spannend wurde, blieb das Buch einen halben Schritt zurück. Und ich stand da und dachte: Jetzt trau dich doch.
Cooles Buch. Geile Idee. Wirklich starkes Grundkonzept. Aber so richtig umgehauen hat es mich überraschenderweise nicht – obwohl alles dafür da war.
Unterm Strich bleibt Plant Lady für mich ein interessantes, leicht verstörendes, klug gedachtes Buch, das mich neugierig, aber nicht nachhaltig erschüttert zurücklässt. Ich bin ein bisschen zwiegespalten: beeindruckt von der Idee, fasziniert von der Atmosphäre – aber emotional auf Abstand.
Vielleicht ist genau das auch Teil des Konzepts. Nur hätte ich mir gewünscht, dass es ein kleines bisschen mehr unter die Haut geht.
Yoohee quits her office job to finally give her full attention to something she’s always loved—plants. Despite everyone warning her that opening a plant shop isn’t a wise investment, she buys a cheap old house in a slow part of town and turns it into her dream storefront. After a few slow months, the shop begins to thrive with coffee shops and restaurants opening in the area and attention from social media mentions, and she expands from simply selling plants to offering thoughtful plant advice, carefully maintaining and growing her collection. But a pattern starts to emerge among her mostly female clientele. Many of them walk in carrying a visible heaviness that Yoohee can sense through their energy and appearance. As their stories unfold, it becomes clear they are all dealing with trauma and abuse from men in their lives. Having experienced her own history with bad men, Yoohee decides to take a more active role in helping these women—using her plant knowledge in ways that are far more intentional and deadly than anyone would expect. As men begin disappearing around town, you can’t help but wonder if anyone will look twice at the quiet plant lady.
This book was such a surprise for me—a great surprise. I loved that it was one full story told in six chapters, each centered on specific people and incidents. It almost felt like acts in a play, which is probably why it read so cinematically. I could clearly visualize the old house storefront, the garden, the atmosphere inside the shop. Even though it leans into a black widow/femme fatale direction, it never feels violent, messy, or chaotic. The murders aren’t sensationalized. You get the story and the lead-up, but there’s no dramatic aftermath or over-the-top focus on the act itself.
The book feels very calm and level—not loud, but quiet. The murders are written softly, almost in the background, while the real focus stays on the women who walk through the shop doors. Their trauma, their energy, their small quirks and mannerisms are described so vividly that they feel real. Author Minyoung Kang does a great job of honoring all of the characters while still keeping the emphasis and importance on the women in the story. The whole thing reads like a fever dream—grounded in a normal, almost cozy setting until you step back and realize the plant lady is a murderer. It reminded me of The Housemaid by Freida McFadden, but so much better in how restrained and character-driven it is in the third person omniscient. I’d recommend this to anyone who enjoys women’s fiction and wants something that quietly pushes the genre into darker territory. What you think you’re getting yourself into in reading this book is so much more.
Thank you to NetGalley and Berkley Publishing Group for this advanced reader copy.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ | A quiet, razor-sharp revenge story that lingers long after the final page
Plant Lady by Minyoung Kang, translated by Shanna Tan, is one of the most delightfully satisfying feminist novels I’ve had the pleasure of reading.
Many thanks to NetGalley and Berkley Publishing for the advance reader copy.
💭 What if justice didn’t arrive loudly, but quietly, deliberately, and without apology? I found myself wishing I had a friend like Yoohee. She is a work of fiction, much like Superman, and yet, like him, she operates anonymously, quietly righting wrongs in a world that too often fails women. It is perhaps an indictment in itself that a figure like Yoohee feels necessary at all.
And yet, she inspires both deep empathy and a profoundly satisfying sense of justice. I suspect there is not a woman alive who wouldn’t recognize something of herself in the situations Yoohee encounters.
🌿 After an all-too-familiar traumatic incident, Yoohee relocates to a new city and opens a plant shop, finding solace in the quiet, deliberate rhythms of tending to living things. Her calm, unassuming presence draws in women, many of whom are trapped in situations where they feel powerless, unseen, or unsafe.
Yoohee understands their silence, their resignation, and their belief that no one will intervene.
So she does. In her own way. 🖤 This novel reads, at times, like cozy horror—an unusual but remarkably effective combination. Kang pays subtle homage to the Coen Brothers’ Fargo, those masters of dark, offbeat storytelling. But where Fargo is explicit, Kang is restrained. The violence is largely implied, leaving space for the reader’s imagination to fill in the gaps.
Some readers may find the prose cold or detached—but I believe that distance is entirely intentional. This is not a story of explosive rage. It is quiet, controlled, and contemplative—and all the more powerful for it.
🌍 The novel’s international appeal is no surprise. At its core, this is a story about agency, about being seen, and about reclaiming power in a world that too often denies it.
An elegant, restrained, and deeply satisfying revenge story—I loved every word.
Yu-hee hat ihren frustrierenden Bürojob hinter sich gelassen. Da sie nichts mehr liebt, als Pflanzen, ist es nur konsequent, dass sie daraufhin einen eigenen Laden eröffnet, den sie schlicht „Pflanzen-Shop“ nennt. Als Yu-hee und ein Kunde sich näher kommen, nimmt das Schicksal seinen Lauf: als er übergriffig wird, tötet sie ihn und von nun an scheint sich alles zu verselbstständigen. Immer mehr Frauen, die von Männern gequält werden, finden sich in Yu-hees Laden ein. Und sie hilft ihnen, auf sehr gründliche Weise.
„Plant Lady“ ist der erste, in deutscher Sprache erschienene Roman der Autorin und Chefredakteurin eines Filmmagazins Minyoung Kang. Die deutsche Übersetzung stammt von Kyong-Hae Flügel, die auch schon Werke von Han Kang, Un-su Kim oder Mi-ye übertrug. Der Roman wird hauptsächlich aus der Perspektive von Yu-hee erzählt, springt aber auch zu verschiedenen Nebenfiguren, wenn etwas wiedergegeben werden soll, das sich an einem anderen Ort ereignet hat. Der Stil ist recht nüchtern und steht damit im Gegensatz zu den Themen der Geschichte.
Rein zufällig etabliert sich Yu-hee in ihrem Viertel als Problembeseitigerin. Sei es ein Vater, der seine Tochter schlägt, ein Krimineller, der seine Nachbarin verfolgt oder eine ganze Gruppe von Männern, die in einer Chatgruppe heimlich anzügliche Bilder von Kolleginnen austauschen. Yu-hee ist solidarisch mit den Frauen, die zu ihr kommen, tröstet und kümmert sich um das Problem. Oft schenkt sie ihnen auch eine Pflanze, denn die scheinen ihre Sprache zu sein.
„Plant Lady“ ist ein feministisches Gedankenspiel über die Frage, was passieren würde, wenn Frauen plötzlich zurückschlagen. Und obwohl wir nach und nach etwas über Yu-hees Vergangenheit erfahren, blieb sie mir doch sehr fremd. Nicht, weil ich ihre Motivation nicht verstehen könnte, sondern weil ich abseits davon gar nicht weiß, was für ein Mensch sie ist. Was macht sie, wenn sie nicht im Laden ist? Was mag sie noch außer Pflanzen? Hat sie Freunde? Wer empfindlich auf manche Themen reagiert, sollte hier vielleicht aufpassen; es werden beispielsweise auch Tiere gequält.
Das Cover vermittelt die Nachricht perfekt: Vorsicht: Diese Pflanzen sind schön, aber sie können einen auch verschlingen. Ich finde es sehr passend, mit dem schwarzen Hintergrund und den pink farbenen Lettern ist es ein echter Eyecatcher.
Yu-hee liebt Pflanzen. Vielleicht sogar ein bisschen mehr als Menschen. Dosan, der etwas abgelegene Stadtteil, in dem sie ihren Pflanzen-Shop betreibt, ist stetig am wachsen und immer mehr Kunden kommen in ihren Laden. Eines Tages betritt Ho-young auf der Suche nach Inspiration für eine Präsentation ihren Laden. Er wird fündig, - doch alle Ideen und Vorschläge sind von Yu-hee. Nach und nach vereinnahmt er den Pflanzen-Shop und gibt Yu-hees Ideen für seine aus. Yu-hee nimmt das hin, doch es gibt eine Sache, die Yu-hee nicht auf sich beruhen lassen kann. Und das ist Ho-youngs Umgang mit Pflanzen. Er berührt achtlos zarte Blätter, die gerade zu sprießen beginnen und er reißt gedankenlos Zweige und Blätter ab. Sie musste dem einen Riegel vorschieben, bevor er sie genau so achtlos behandelt wie diese Pflanzen. Der Pflanzen-Shop ist ihre Oase und so beschützt sie, was ihr lieb ist. Eine Spitzhacke mit dicken gelben Stiel löst das Problem Ho-young.
Nach und nach wird der Pflanzen-Shop zu einem Rückzugsort für Frauen, die unter männlicher Gewalt, Stalking und Mobbing leiden. Immer mehr Männer in der Nähe des Pflanzenladens verschwinden. Für immer.
Der Roman rückt eine Frauenfeindlichkeit ins Bewusstsein, die in Südkorea alltäglich zu sein scheint. Die Schreibweise war ungewohnt, die Handlung ist schnörkellos einfach beschrieben. Das schuf einen schnellen Lesefluss und das Buch war rasch gelesen. Ich hätte ich mir mehr Details und etwas mehr Ausführlichkeit gewünscht. Auch die Charaktere erschienen mir zu ähnlich und dadurch zu auswechselbar.
Das Thema des Romans war sehr interessant. Die Geschichte hat mich fasziniert und war sehr lesenswert. Von mir eine Leseempfehlung und gute vier Sterne.
Yu-hee ist eine Mörderin. Und doch hat sie sich keiner Verbrechen schuldig gemacht. Neun Todesfälle (einer davon ein Unfall, meiner Meinung nach) und ein unfähiger Ermittler. Sechs Frauen, die ihr Leben jetzt ein kleines bisschen unbeschwerter genießen können.
In diesem Roman, der zu Recht als solcher bezeichnet wird und nicht als Thriller, trifft Female Rage auf eine kühle Frau, die ruhig und bedacht, die Welt von einigen Menschen der schlimmsten Sorte befreit – Männer. In einzelnen Abschnitten erzählt die Autorin von verschiedenen Frauen, die in das Leben von Yu-Hee treten (oder auch von ihren eigenen Erlebnissen) und wie sie unter den Männern zu leiden haben, die ihnen das Leben schwer machen. Da ist der rassistische und misogyne Arbeitskollege, der alkoholkranke Vater und der neue Freund, der sich auf den Lorbeeren seiner Freundin ausruht. Sie alle finden auf die ein oder andere Weise ihren Weg in den „Pflanzen-Shop“. Der Ermittler, der sich auf Yu-Hees Spur setzt, hat einen guten Riecher, stellt sich zuletzt aber als zu beschränkt heraus, um ihr wirklich etwas anhaben zu können. Dieser Part war der am wenigsten notwendige in diesem Buch. Stattdessen hätte ich mir lieber noch eine tiefere Charakterisierung der Protagonistin gewünscht.
Jede Lesende wird sich in einer der geschilderten Situationen wiederfinden und erschrecken, wie sehr das erlernte Patriarchat um sich greift und so viele Männer erfasst. Die erlernten Glaubenssätze der Frauen tun ihr übriges dazu. Die Autorin drückt es an einer Stelle des Buches sehr treffend aus: „Alle übergriffigen Männer scheinen durch eine unsichtbare Leitung […] miteinander verbunden zu sein.“ Die Leitung ist klar und hat einen Namen: Patriarchat. Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass ich mir noch etwas mehr Tiefe von der Geschichte erwartet habe. Das Ende ist dann aber sehr versöhnlich. Ich empfehle beim Lesen Post-its bereit zu halten, denn es gibt viel zu notieren.