Berührendes, Kurioses, Interessantes, Wissenschaftliches, Geschichtliches, Persönliches, Verbindendes rund um unser aller Leidenschaft - das Lesen.
Es gibt Bücher, an denen man wächst und solche, an denen man scheitert. Bücher, die einen begeistern, gefangen nehmen, nicht mehr loslassen. Die einen empören, verstören, überfordern, zum Lachen oder zum Weinen bringen. Bestsellerautorin Meike Winnemuth ist zurück und widmet sich nach Weltreise und Garten einer weiteren dem Lesen. Von Seneca über Tolstoi zu Virginia Woolf und Sally Rooney, von der Bibel bis Fourth Wing liest sie einen Sommer lang alles, was ihr in die Finger kommt. Erfreut sich an Selbstversuchen, trifft andere Leseverrückte, unternimmt Ausflüge in die weite Welt der Literatur. Und findet dabei, was sie nicht gesucht hat. Lesen macht das Leben eine Nummer größer. Es schenkt Verbundenheit über alle Grenzen hinweg. Und doch lesen zwei Menschen nie dasselbe Buch.Wunderschön und liebevoll edel bedruckter Pappband mit Ausstanzung und tolle Illustrationen im Innenteil. Ein Buch zum Selbstschmökern und (Wieder-)Entdecken, zum Träumen und Verschenken!
Ein Sonntags-Sofa-Schmöker: Meike Winnemuth berichtet von ihren Lektüren eines Sommers. Unaufgeregt, freundlich, zugewandt und immer liebevoll mit dem Blick auf Literatur. Hier ist eine Liebhaberin am Werk. Wem gerade einmal der beste Bücherfreund abhanden gekommen ist oder für wen die liebste Lesefreundin gerade mal keine Zeit hat - der greife zu »Eine Seite noch«. Ein Buch, fast wie ein Gespräch unter Lesebegeisterten. Auch ideal, wenn man vielleicht gerade eine Leseflaute hat: Winnemuth hilft!
Ich bin zudem dankbar für ihre Erinnerung an den verstorbenen Hamburger Buchhändler Jürgen Wohlers. Und wie sie frage ich mich: »Wo ist der olle Knurrhahn, wieso steht er nicht vor seinem Laden und raucht?«
Ein Muss für alle Lesesüchtigen und Bücherliebhaber, die nichts mehr fürchten, als beim Lesen "gestört zu werden" (Jane Eyre) und für die Lesen lebensnotwendig und eine lohnende Existenzform ist.
Ich habe Bücher über Lesen schon immer geliebt. Als ich auf dieses Buch stieß, wusste ich, dass es eine ausgezeichnete Wahl sein würde … wir alle kennen das: nur noch eine Seite. Es fühlte sich an, als würde man wertvolle Zeit mit einem guten Freund verbringen, mit jemandem, der Bücher wirklich liebt und einem zeigen möchte, warum das wichtig ist. Dies ist kein Ratgeber oder akademisches Nachschlagewerk, sondern vielmehr eine persönliche Auseinandersetzung mit dem Lesen als menschlicher, gelebter Erfahrung. Und ich habe jedes Wort dieses Buches geliebt.
Meine Meinung:
Dieses Buch bietet so viele wertvolle Erkenntnisse. Eindrücke, Begegnungen, Leseexperimente, persönliche Anekdoten, literarische Bezüge – es ist zweifellos einer der interessantesten Einblicke in die Welt des Lesens und dessen Vorteile für unsere emotionale und geistige Gesundheit. Der Ton ist gesprächig und sehr freundlich, und ich bin erstaunt, wie mühelos die Autorin zwischen Denkern wie Seneca, klassischen Autoren und zeitgenössischen Romanen wechselt. Letztendlich bietet sie uns eine ausführliche und feinfühlige Antwort auf die Frage, die wir uns alle schon einmal gestellt haben: Warum fühlen wir uns durch das Lesen besser?
Einige Passagen des Buches sind eher locker und mit intelligentem Humor gespickt. Andere sind eher nachdenklich, vor allem wenn sie über ihre persönlichen Gewohnheiten spricht und darüber, wie das Lesen ihre Identität geprägt hat. Das Lesen ist so fest in den Alltag integriert – ich finde, das ist etwas ganz Wichtiges. Für mich war dieses Buch sowohl ein Mittel, der Langeweile zu entfliehen, als auch eine Möglichkeit, mich wieder mit meiner Liebe zum Lesen zu verbinden. Es ist die Art von Buch, die man langsam genießt, und es funktioniert besonders gut, wenn man sich ohnehin gerne mit den eigenen Lesegewohnheiten beschäftigt. Einer der faszinierendsten Aspekte des Buches ist, wie Winnemuth ihre eigenen Lebenserfahrungen mit dem Lesen in ihre übergeordneten Überlegungen einfließen lässt. Sie schreibt darüber, wie sie sich bewusst Leseherausforderungen stellt, Klassiker wiederentdeckt, denen sie einst aus dem Weg gegangen ist, und genauer darauf achtet, wie verschiedene Bücher ihre Stimmung und ihren Tagesrhythmus beeinflussen. Es gibt auch interessante Exkurse darüber, wie das Lesen in das moderne Leben passt – im Wettstreit mit Ablenkung, Zeitdruck und digitaler Überlastung – und wie selbst kleine Lese-Rituale ein Gefühl der Erdung vermitteln können. Diese Details verleihen dem Buch einen praktischen, lebensnahen Charakter, wodurch es weniger abstrakt wirkt und sich mehr darauf konzentriert, wie das Lesen tatsächlich im Alltag aussieht, anstatt nur darauf, was es theoretisch bedeutet.
Zusammenfassung:
In „Eine Seite noch: Warum Lesen uns so glücklich macht“ untersucht Meike Winnemuth das Lesen als eine zutiefst persönliche Quelle der Freude, des Trostes und der Sinnhaftigkeit. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen, Leseexperimenten und Reflexionen über eine Vielzahl von Büchern und Autoren entwirft sie eine lockere, essayistische Betrachtung darüber, warum Lesen im Alltag wichtig ist. Anstatt eine strenge Analyse zu liefern, konzentriert sie sich auf die emotionalen und psychologischen Auswirkungen des Lesens – wie es die Aufmerksamkeit prägt, Fluchtmöglichkeiten bietet und ein Gefühl der Verbundenheit schafft. Das Ergebnis ist ein warmherziges, zugängliches Buch, das das Lesen nicht als Pflicht oder intellektuelle Übung feiert, sondern als eine Gewohnheit, die das Leben still und leise bereichern und stabilisieren kann.
Meine Meinung zu Eine Seite noch: Warum Lesen uns so glücklich macht Eine Seite noch ist ein liebevoller, kluger und unglaublich ehrlicher Blick auf das Lesen selbst – und auf alles, was Bücher in uns auslösen können. Meike Winnemuth schreibt nicht einfach über Literatur, sondern über das Gefühl, sich in Geschichten zu verlieren, sich durch Bücher zu verändern und manchmal auch ein kleines Stück Heimat zwischen Seiten zu finden.
Besonders schön ist dabei ihre Mischung aus Humor, Beobachtungsgabe und persönlicher Reflexion. Das Buch fühlt sich weniger wie ein klassischer Essayband an, sondern eher wie ein langes Gespräch mit einer Freundin, die Bücher genauso liebt wie man selbst. Dabei springt Winnemuth zwischen Erinnerungen, Leseerfahrungen und Gedanken über das Leben hin und her – ohne jemals belehrend zu wirken.
Gerade für Menschen aus der Bookstagram- oder Leseratten-Bubble steckt hier viel Wiedererkennung drin: dieses „nur noch ein Kapitel“, das plötzlich bis 2 Uhr morgens dauert, das emotionale Anhängen an Figuren oder das ständige Bedürfnis, das nächste grossartige Buch zu finden.
Wer tiefgehende Literaturanalysen erwartet, wird hier vielleicht überrascht sein. Dieses Buch lebt viel mehr von Atmosphäre, Leidenschaft und Persönlichkeit. Genau das macht es aber so charmant.
Eine warmherzige Liebeserklärung ans Lesen – perfekt für alle, die Bücher nicht nur konsumieren, sondern fühlen.
Würde ich das Buch Empfehlen? Ja, ideal auch als Geschenk für sich selbst oder für andere.
Ich habe jetzt bei Frau Winnemuth alle Formate durch: Das Große Los als Hörbuch, den Garten als ebook. Und dieses Buch habe ich mir tatsächlich mal wieder als gedrucktes (gebundenes!) Buch angeschafft. Ich war extra in der Buchhandlung, um reinlesen zu können, und war gleich "hooked": Das Buch ist wirklich schön ausgestattet, mit Lesebändchen, so einer Längsprägung auf dem gesamten Umschlag. Das Cover hat einen runden Ausschnitt, durch den man ein einer Guache-Zeichnung (0der so) nachempfundenes Bild der auf dem Sofa liegend lesenden Frau Winnemuth sieht - allein das hat mir schon gefallen. Die Kapitel sind die 6 Monate, in denen gelesen wird, am Ende jedes Kapitels gibt es eine Liste der Bücher, die sie gelesen oder gehört hat. Einige werden auch im Kapitel genauer vorgestellt, aber nicht alle. Sie widmet sich dann auch so Themen wie "Gilt Hörbuch-Hören auch als Lesen? Was ist mit ebooks? Wie sollte man ein Bücherregal sortieren? Was macht eine gute Buchhandlung aus? Was kann man aus Büchern lesen?" usw, usw. Besonders gut hat mir die Liste von "Büchern mit Lesen und Büchern" im Anhang gefallen, "Die souveräne Leserin" habe ich mir direkt gebraucht bestellt. Das habe ich vor Jahren aus der Bücherei gehabt und wollte es schon immer mal im Regal stehen haben. Für mich war dieses Buch also ein Erfolg auf der ganzen Linie, auch wenn sich mein Lesegeschmack eher weniger mit dem von Frau Winnemuth deckt. In einige der erwähnten Bücher werde ich trotzdem bald mal reinlesen. Das Buch bekommt 5 Sterne von mir.
In meinem Bekannten- und Familienkreis bin ich die einzige Leseratte. Vermutlich zieht mich Literatur über die Liebe zum geschriebenen Wort deshalb magisch an. Meike Winnemuths Enthusiasmus wäre absolut ansteckend, wenn ich nicht ohnehin schon längst „infiziert“ wäre.
In ihrem Werk „Eine Seite noch. Warum Lesen uns so glücklich macht“ beleuchtet die Autorin die verschiedensten Facetten dieser Leidenschaft. Sie geht der Frage nach, wie und warum Geschichten uns bewegen und durch das Leben begleiten. Dabei regt sie dazu an, auch die eigenen Lesegewohnheiten zu hinterfragen. So beginne ich nun tatsächlich damit, den inneren Druck abzubauen und frage mich: Muss ich wirklich jedes Kanonwerk gelesen haben? Oder darf ich einen Schmöker auch guten Gewissens zuklappen, bevor ich die letzte Seite erreicht habe? Frau Winnemuth erinnert daran, dass man beim Lesen die Regeln selbst bestimmt. Sie macht deutlich, dass Bücher Kaleidoskope der eigenen Wirklichkeit sind, die – abhängig von unseren subjektiven Erfahrungen – immer wieder neu gelesen und interpretiert werden können.
Fazit: Für jeden, der Geschichten nicht nur konsumiert, sondern sie fühlt, ist dieses Werk eine wunderbare Empfehlung. Indem es aufzeigt, wie facettenreich auch andere Menschen ihre Verbindung zu Büchern leben, gibt es einem die Erlaubnis, genau so zu lesen, wie es für einen selbst stimmig ist.
In Eine Seite noch – Warum Lesen so glücklich macht öffnet Meike Winnemuth ihr persönliches Leseleben und lädt die Lesenden ein, sie durch einen Sommer voller Bücher zu begleiten. Sie liest ohne strengen Plan, folgt Neugier, Lust und Zufall und macht dabei sichtbar, wie sehr Lesen nicht nur Wissen, sondern auch Denken, Fühlen und Leben formt. Das Buch ist weniger eine klassische Inhaltsbesprechung gelesener Werke als vielmehr eine Reflexion darüber, was passiert, wenn man sich wirklich auf Bücher einlässt: Gespräche entstehen, neue Perspektiven öffnen sich, Gedanken verzweigen sich in unerwartete Richtungen.
Winnemuth schreibt über Lese-Challenges, Begegnungen mit anderen Buchverrückten und über Ausflüge in die Welt der Literatur, die weit über einzelne Titel hinausgehen. Lesen erscheint bei ihr als eine Haltung: offen, neugierig, fragend. Menschen, die Bücher mögen, sind ihr – und auch mir – sympathisch, weil sie ein gemeinsames Interesse verbindet: das Interesse am Menschen und an der Welt. Lesen wird so zu einem Werkzeug, um selbstständig zu denken, Zusammenhänge zu erkennen und das eigene Leben zu erweitern. Oder, wie ein Gedanke aus dem Buch besonders schön ausdrückt:
Der Sinn des Lesens liegt darin, etwas zu finden, das man gar nicht gesucht hat – und dadurch das Leben eine Nummer grösser zu machen.
Nicht alles trägt gleichermassen: Die starke Ausrichtung auf klassische Literatur und einige längere Passagen nehmen dem Buch stellenweise die Leichtigkeit, und nicht über die gesamte Länge bleibt die Spannung erhalten. Dennoch überzeugt Eine Seite noch als liebevoll gestaltetes, kluges und persönliches Buch über das Lesen selbst – über seine Freude, seine Umwege und seine stille, nachhaltige Wirkung.
Meike Winnemuth hat es sich zum Ziel gesetzt, ein halbes Jahr lang das Lesen auf jede erdenkliche Art neu zu erleben. Sie stöbert in Buchläden und öffentlichen Bücherschränken, erkundet das Haus von Virginia Woolf ebenso wie ihr eigenes Gartenhaus, liest sich durch Leselisten, zuvor gemiedene Genres und umfangreiche Wälzer. So erleben wir die Autorin authentisch als ehrfürchtigen Fan, als wissbegierige Journalistin oder als Leserin, die manchmal ein Buch abbricht, wenn es gar nicht geht. Auch wenn ich nicht alle Ansichten teile (so gibt es zur Einrichtung eines Bücherregals nun einmal unterschiedliche Methoden), habe ich mich doch als Leserin verstanden gefühlt. Hinzu kommt die Inspiration, manches einfach anders auszuprobieren, etwa ein Buch aufzublättern und mittendrin loszulesen. Kaum jemand dürfte die Lektüre von „Eine Seite noch“ beenden, ohne dass Begehrlichkeiten für neue Bücher geweckt werden, die in den Leselisten der Autorin auftauchen. „Lesen ist die egoistischste, luxuriöseste, trotzigste, lohnendste Existenzform, die ich kenne.“ – Wer sich in diesem Satz wiederfindet, wird auch in diesem Buch versinken und gerne mit Winnemuth über die eigenen Lesegewohnheiten ins Schwelgen geraten.
Schöne Leseermutigung. Es ist in Ordnung, zwölf Bücher gleichzeitig zu lesen. Ich fühle mich, als würde ich in meine Kindheit zurückversetzt. Bücher verschlingen. Mache ich heute nicht mehr so, aber im Bett vor dem Aufstehen ein Häppchen Harry Potter, in der Wanne fünfzig Seiten "Krieg und Frieden", am Stehpult zehn Seiten "Zwischen Terror und Traum - Moskau 1937", auf dem Sofa eine Pulle "Zinkjungen". Und in der S- Bahn zwanzig Seiten "Trisolaris". Das kann man an einem Sonntag verkraften. Und ich habe mir in einer Buchhandlung aus dem Schaufenster ein Buch gekauft, über das ich schon eine Rezension gelesen hatte: Dmitré Dinev "Zeit der Mutigen", 1000 Seiten, 36 Euro. Jetzt liegt es auf dem Wohnzimmertisch. Die ersten drei Seiten habe ich schon gelesen. Ein Dienstmädchen will ins Wasser gehen und wird von einem schneidigen Offizier daran gehindert. Beginn einer Familiensaga. Außerdem war ich bei Dussmann shoppen. Das alles hat dieses Buch ausgelöst. Botschaft: Es gibt schlechtere Arten, sein Leben zu verplempern als mit Lesen. 🤗
Über das lesen lesen, das ist für lesende oft unerträglich und oft ein bezeichnender Spaß. Meike Winnemuth schafft letzteres, dank eines kleines schönen Buches, das über die Nabelschau hinaus geht und viele Perspektiven mit einfließen lässt. So viele tolle Sätze für die Ewigkeit. Vielleicht sogar ein Lebensbuch.
hach, war das wieder schön. ich habe schon Meike Winnemuths Gartenbuch geliebt, ein Buch von ihr über Bücher musste also selbstverständlich gelesen werden. Es ist wie ein Buchblog in Buchform, Posts, die reifen und sich miteinander verbinden durften, ein Leseleben fernab vom kuratierten Feed, mit Zitaten rund um unser liebstes Hobby 🫶
Ich bin großer Winnemuth-Fan und das Buch enttäuscht nicht. Leichte Sprache und dennoch extrem tief. Hab ein paar Mal laut gelacht und auch sehr oft nachgedacht, was ich aus den Inhalten mache. Klare Empfehlung!
Seit dem großen Los schätze ich Meike Winnemuth.. Und auch dieses Buch war wieder ein Vergnügen.. Ich habe mir Notizen gemacht und markiert.. Ein gutes Buch!