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Not am Mann. Die Erfindung toxischer Männlichkeit: [Was bedeutet das alles?] – Wie Popkultur und politische Rhetorik zur Radikalisierung junger Männer ... Universal-Bibliothek)

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Was passiert, wenn eine Gesellschaft aufhört, Männern Geschichten zu erzählen, in denen sie sich wiederfinden können? Not am Mann analysiert mit Schärfe und Empathie, wie Popkultur, Politik und Medien ein Vakuum hinterlassen haben, das rechte Influencer, toxische Männerforen und autoritäre Rollenvorbilder wie Trump oder Musk füllen. Zwischen Kinoleinwand und Kommentarspalten, zwischen #MeToo und der AfD wird Wer über Männlichkeit nicht spricht, überlässt das Feld denen, die sie am liebsten in Machtfantasien und Frauenhass konservieren möchten.
Ein Buch über Männlichkeit im Umbruch, über gefährliche Sehnsüchte – und darüber, wie wir Jungen und Männern wieder das Gefühl geben können, gesehen zu werden.

129 pages, Kindle Edition

Published March 18, 2026

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Eva Ladipo

4 books

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Chris Lou.
4 reviews1 follower
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May 20, 2026
War sehr "die armen Männer sind nicht mehr der Mittelpunkt der Welt also rechtfertigt es sich, dem Hass zu erliegen". Ich weiß ja nicht
Profile Image for Malik.
87 reviews
May 31, 2026
Von Anfang bis Ende eine wirkliche Katastrophe. Ladipos “Analysen” zu dem Thema der spätkapitalistischen Männerrolle greift die, nun seit mindestens 20 Jahren - durch den Ausspruch von Rorty bekannt gewordenen - Leitfaden der konservativen und rechten Mediengruppe auf, indem sie sich dafür ausspricht, dass es mal wieder die Identitätspolitik ist, die zum Zerfall der Männlichkeit und Demokratie geführt hat.

Das Buch fängt an mit dem Monster das “wir” geschaffen haben durch eine Hyperfixierung auf sexuelle Missbrauchsfälle im Lichte des MeToo-Skandals, die nun wohl auch den durchschnittlichen Mann beeinflusst haben. Um dies zu untermauern nennt sie drei Anekdoten. Wie schön das ist, dass man Argumente durch nicht überprüfbare Geschichten untermauert, währenddessen Skandale wie die Epstein-Affäre unterschlagen wird. Dieser Teil endet dann mit der unbegreiflichen “Erkenntnis”, dass “die Unschuldsvermutung verloren ging” (64). In Lichte von Trump, Ronaldo und vielen anderen sexuellen Übergriffen kann man hier nur den Kopf schütteln.

Im weiteren Verlauf des Buches werden auch die strukturellen Unterschiede und Veränderungen der letzten knapp 100 Jahre thematisiert. Solang Ladipo nur empirische Arbeit leistet, kann man hierbei zustimmen, doch sobald sie anfängt, daraus normative Schlüsse zu ziehen und implizit davon auszugehen, dass es eben die DEI-Programme für Minderheiten - und eben nicht die strukturellen Veränderungen des späten Kapitalismus - sind, die junge weiße Männer erdrücken, wird nur ihr eigenes Gedankengut sichtbar. Generell spielt der Kapitalismus und seine Folgen nur eine minimale Rolle in diesem Werk. So als ob man a den strukturellen Bedingungen eh nichts verändern kann und es halt eben die böse Identitätspolitik ist, die böse Frauen erzieht. Was ein Witz. Hier hätte Ladipo wohl eher einen kurzen Blick in die kontemporäre Soziologie geworfen à la Reckwitz oder auch Jäger - aber das ist ihr wahrscheinlich auch zu woke.

Ladipo gesamtes Werk ist schizophren aufgebaut, wenn sie einerseits implizit fordert, die globalen Machtstrukturen einzudämmen aber dann andererseits die hegemoniale Kraft des Kapitalismus ignoriert und sich auf Scheinprobleme der “woken Linken” zu beziehen, welche wohl zu dem Entschluss gekommen sind, dass “ heteronormative Mann aus der Mode gekommen ist” (85). Bei diesem, wie auch bei vielen anderen Zitaten habe ich mich gefragt, ob ich mich wirklich mit einem Reclam-Buch auseinandersetze oder nicht doch auf 4chan bin.

Wenn wir nun auch schon bei 4Chan sind, wird auch die Manosphere verharmlost und als “riesige, größtenteils harmlose Unterhaltungsindustrie” (116) dargestellt - und das nach einer Darstellung von Andrew Tate und seinen Komplizen. Das diese Szene nicht nur zu unzähligen Massentötungen und sexueller Gewalt, sondern auch zu verstörten Fremd- und Selbstbildern geführt haben, wird hierbei ignoriert. Das ist speziell im Lichte der Angriffe von Hanau unfassbar und zeigt nur von der Unwissenheit der Autorin. Lieber hätte sie hier die Finger davon gelassen und es Autoren wie Susanne Kaiser oder Elle Reeve überlassen, anstatt solch einen Müll zu publizieren.

Dies wird dann nur noch getoppt, wenn die Autorin die mächtigsten Milliardäre der Tech-Elite aus dem Silicon Valley als “einsame Streber mit Brille und sozialen Defiziten” (121) bezeichnet - ganz im Sinne, dass Sie ja gar nicht so verschieden sind und eigentlich die gleichen Erfahrungen wie die abgehängten, ARMEN Männer machen. Das es eben auch diese Akteure sind, die an diesem Kampf Reich geworden sind und immer reicher werden, wird ausgeblendet. Mal ganz abgesehen, welches anti-humanistische Menschenbild auch von dieser Gruppe vertreten wird - davon will Ladipo aber nichts wissen, denn dies würde ja das simple “Woke gegen Normal” Bild zerschmettern. Es ist wirklich unfassbar, was uns die Autorin hier auftischen will.

Im letzten Teil fordert sie dann auch noch auf, dass die linke Politik nun endlich “ein gesundes Maß an Rücksichtslosigkeit sowie die Bereitschaft,Regeln zu brechen” (131) umarmen sollen. Auch hier zeigt sich nur die Unwissenheit der Autoren. Regeln brechen ist einfach- nur zerstört es halt unsere Demokratie. Das haben unzählige demokratietheoretische und soziologischen Texte gezeigt (darunter auch How Democracies Die). Es ist einfach Regeln zu brechen und die Menschen in einen Rausch zu bringen, doch das kann nicht von Dauer sein. Demokratie ist langweilig aber nur so kann sie existieren. Anhand von Regeln und Normen.

Verschwendet eure Zeit nicht. Reclam, es ist eine Schande, was bei euch veröffentlicht werden darf!
Profile Image for Stefan.
8 reviews1 follower
June 9, 2026
Ich habe das Buch neben Manon Garcias "Mit Männern Leben" in der Buchhandlung liegen sehen und dachte, es könnte vielleicht eine sinnvolle Lektüre im Anschluss an Garcias Buch sein. Ich wurde herbe enttäuscht.

Die vom Klappentext versprochene Perspektive "wie wir Jungen und Männern wieder das Gefühl geben können, gesehen zu werden", wird allenfalls in Nebensätzen erwähnt und in keinster Weise ausgeführt. Im Nachwort schreibt die Autorin selbst: " Das ist das einzige, was dieser Text zu bieten hat: Ansatzpunkte um Männer zurückzugewinnen." Diese Ansatzpunkte scheinen zugespitzt Folgende zu sein: progressiven (oder allen?) Politiker:innen mehr Fehlverhalten durchgehen zu lassen, mehr Rocky-Filme und ein gemäßigterer feministischer Ton. Dieses extrem schwache konstruktive Angebot legt die Vermutung Nahe, dass es letztlich nicht um einen konstruktiven Umgang mit der durchaus richtig dargestellten Krise der Männlichkeit geht. Zwar wird bell hooks an einer Stelle zitiert, aber dass diese tatsächlich mit feminism is for everybody ein wertvolles Angebot für Männer haben könnte, scheint ausgeschlossen.

Stattdessen wird sich abgearbeitet an Feministinnen, die zwar irgendwo Recht haben, aber letztlich mit #MeToo wohl deutlich zu weit gegangen sind. Schließlich kennt die Autorin ein paar wohlhabende Männer persönlich, die gecancelt wurden. Sicherlich gibt es Fälle, in denen Leute zu Unrecht mit Vorwürfen belastet werden, mit schlimmen Folgen. Und ja, linker Moralismus kann einen gewissen Übereifer an den Tag legen. Dass umgekehrt viel Machtmissbrauch und misogyne Gewalt ungeahndet bleiben, scheint davor jedoch in den Hintergrund zu treten. Frauen ginge es derzeit so gut wie nie in der Geschichte, also bitte nicht über die Stränge schlagen. Insbesondere nach der Garcia-Lektüre wirkt das einfach nur nach einem lächerlichen Anbiedern an einen antifeministischen Diskurs.

Es werden durchaus richtige Beobachtungen gemacht, viele junge Männer haben heute sicherlich ein Gefühl des Abgehängtseins, dass wirtschaftlich schlechtere Perspektiven als in vorigen Generationen anfällig für Misogynie und andere Formen von gruppenbezogener Menschenverachtung machen, kann man nicht abstreiten. Aber dass deswegen feministische Diskurse, die angeblich die "Aussetzung der Unschuldsvermutung" und "Rufmord" legitimieren, weniger öffentlichen Raum Einnehmen sollen, ist schwer nachzuvollziehen.

Andere Bücher der [Was bedeutet das alles?] Reihe habe ich gerne gelesen. Dieses nicht.
Profile Image for Carla.
28 reviews3 followers
July 13, 2026
(eher 1,5) hab’s in der buchhandlung gesehen und aus anlass aktueller debatten (privat und öffentlich) mitgenommen weil ich mir ein bisschen unterfütterung und gedanken für genau diese gespräche gesucht hatte - war leider nicht so erfolgreich mit meinem versuch mich lediglich auf den klappentext plus qualitätsmerkmal reclam zu verlassen.

interessant waren circa zweieinhalb punkte der analyse:
1. dass (sozial wenig privilegierte) männer besonders stark unter globalisierung und aktuellen ökonomischen verhältnissen leiden, weil aufstiegsversprechen überhaupt nicht mehr gelten, gute bezahlte jobs für menschen ohne uniabschluss immer weniger werden und sie aufgrund ihrer ehemals privilegierten stellung als familienversorger etc. das am allermeisten zu spüren bekommen. in der folge kommt nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch sozialer und kultureller abstieg. (das ist der mMn am besten argumentierte und auch belegte teil des buchs)
2. dass krisen von männlichkeit und männlichkeitsbildern nichts neues sind, allerdings die verdrängung des ringens darum aus der (demokratischen) öffentlichkeit schon, was es rechten männlichkeitsdiskursen von gewalt und stärke und misogynie leicht macht, anziehungskraft zu entwickeln. dass sie keines der probleme lösen werden bzw. wollen bzw können, ist ihnen dabei allerdings gar nicht abträglich sondern trägt ihren erfolg eher noch, weil sie die wut kanalisieren und von ihr profitieren, es also von ihrer seite aus weder interesse noch tatsächliche lösungsansätze gibt, um der (männlichen) wut zu begegnen.
2,5. die manchmal mangelnde kritikfähigkeit innerhalb des linken, progressiven lagers oder auch der unwille sich mit herausforderungen von identitätspolitik zu beschäftigen, sowie den widersprüchen, die leben im kapitalismus produziert (wie umgehen damit dass leute (hier: weiße männer) auch unter folgen des kapitalismus leiden können aber gleichzeitig ggf. diskriminierende ansichten haben/leicht anfällig dafür sind/sich angegriffen fühlen von manchen debatten?)

leider ist der (überwiegende) rest des buches leider eine mMn völlig verfehlte – weil jegliche grautöne und ausblicke vermissende – abrechnung mit vermeintlicher identitätspolitik. eva ladipo wirft dem heutigen feminismus vor, mehr oder weniger alleine für diese entwicklungen verantwortlich zu sein, was historisch komplett an der tatsache vorbeigeht, dass es parteien und gewerkschaften waren, die sich für deregulierung, prekarisierung im arbeitsmarkt und industriefreundliche politik auf kosten der menschen eingesetzt haben & nicht frauen, die übergriffe und gewalt angeklagt haben. endgültig verloren hat sie mich an der stelle, als sie die metoo-bewegung mit mccarthys jagd auf kommunisten verglichen hat, ciao. in dieser kompletten flachen analyse geht leider damit auch jede berechtigte frage danach unter, ob es „zu viel“ gab bzw überhaupt geben kann (ist nicht schließlich ein anprangern von ungerechtigkeiten und einfordern von gerechtigkeit auch bei weniger schlimmen dingen als dem sexismus & rassismus des vergangenen jahrhunderts nicht trotzdem immer erstmal berechtigt?). anstatt sich aber den schweren fragen zu stellen, macht sie es sich viel zu einfach mit ihrer analyse, wo die schuld liegt, obwohl sie im letzten kapitel zeigt, dass es eigentlich interessanteres zu besprechen gäbe. auffällig fand ich den punkt zur rolle von moral & schuld: sie argumentiert dafür, dass moderne bewegungen zu sehr über moral und schuld sprechen, statt konkrete verbesserungen einzufordern (anders als zB die schwulenbewegung in den 80ern, die konkret bessere medizinische versorgung erstritt). nur: kann verbesserung gegen sexualisierte gewalt und misogynie über konkrete verbesserungen sprechen, OHNE die frage von moral und individuellem männlichen verhalten zu stellen? nur mehr frauenhäuser kann keine zufriedenstellende antwort sein. aber genau diese interessanten – weil herausfordernd aber wichtig – fragen lässt sie aus.

all in all leider enttäuschend zu einem wichtigen thema , wasser auf die mühlen konservativer, die was gegen gesellschaftliche fortschrittsbewegungen haben sollen, bis auf wenige stellen extrem flach und vereinfachend.

falls jemand ein besseres buch/essay whatever zum thema hat, freue ich mich über lesetipps, dieses ist leider keiner.
Profile Image for Ronja Gasser.
3 reviews
May 30, 2026
An sich ein guter Text. Eva Lapido führt interessantene Argumente zwischen Geschlechterrollen, Wirtschaft und Politik an. Gleichzeitig hatte ich oft das Gefühl, dass Männer vor allem als Opfer dargestellt werden, während die patriachalen Ursachen dieser Strukturen wenig hinterfragt werden…. Deshalb wirkte der Text auf mich stellenweise etwas „einseitig“.
Profile Image for frieder.
20 reviews9 followers
June 29, 2026
selten so einen schwachsinn gelesen… die probleme des patriarchats und des kapitalismus, unter denen männer leiden werden hier (wenn auch recht simpel) beschrieben aber anstatt die wurzel des problems (nämlich ein patriarchales system) zu benennen, wird die schuld auf (linke) frauen und deren mangelndes verständnis und mitgefühl geschoben. teilweise so nah dran, nur um dann so falsch abzubiegen…
Profile Image for Ole Liebl.
Author 2 books166 followers
April 18, 2026
Das Buch ist der beste Beweis, dass man eine Straße fast bis ans Ende laufen kann, aber wenn man nach links möchte, nur ganz am Ende einmal nach rechts abbiegen muss, und die ganze Angelegenheit ist eine hirnrissige Nummer. »Not am Mann« ist in vielen Punkten zuzustimmen, nur um dann in seiner Gesamtheit komplett zu kollabieren. Eva Ladipo hat ja sicher einige progressive Ansätze, die ich teile. Aber wer die zunehmende politische Radikalisierung junger Männer über maskulinistische Influencer vor allem damit erklären möchte, dass die linken Feministinnen den Typen zu wenig Mitgefühl zeigen, weil sie nur noch eine klassenvergessene Identitätspolitik betreiben und manchmal sogar unschuldige Männer eines sexuellen Übergriffs bezichtigen – sorry, das ist es einfach nicht. Sie hingegen will immer wieder auf die ökonomischen Verluste hinweisen, die Männer betreffen (soweit richtig, soweit gut), aber macht sich im Endeffekt genau der identitätspolitischen Verengung schuldig, die sie bei den Linken anprangert. Nicht ein einziges Mal kommt ihr der Kapitalismus über die Lippen, und nicht etwa die schärferen kapitalistischen Zwänge führen zu Präkarisierung und Leid der Männer, sondern – so Ladipo – die mangelnde feministische Anerkennung. Klassenvergessenheit hebt man nicht dadurch auf, dass man auch mal ein bisschen Repräsentation für arme Männer fordert. Sondern indem man die Ursachen der kapitalistischen Verelendung, die zu einer Klassengesellschaft führt, als solche benennt.
34 reviews
April 18, 2026
Ganz ok, schnell gelesen, einige scharfsinnige Analysen, aber mehr Vibes als Substanz. Gefühlt stimmen viele der Beobachtungen, aber einiges ist auch totaler Quatsch. Was will mir Kapitel 4 über fehlende Identifikationsfiguren in Filmen sagen? Als würde das irgendwas daran ändern, dass diese Männer abgehängt sind. Was auch zu kurz kommt: Die abgehängten Männer haben scheinbar keinerlei Verantwortung zu übernehmen. Sie müssen sich keine neue Identität suchen. Sie dürfen Wutbürger sein und wir müssen ihnen Identifikationsfiguren liefern, die extrem sind, aber nicht extrem rechts bitte, danke.
61 reviews
July 11, 2026
Man muss die ersten 4 Kapitel überstehen, dann wird es langsam verstehbar und bietet einen Erklärungs-/Teillösungsansatz. Die ersten Kapitel sind allerdings schwer aushaltbar und könnten auch gut missverstanden werden sowie als Opferhaltungsansatz des Patriarchats dienen.
Profile Image for Noah Platte.
8 reviews
March 24, 2026
Zufällig im Buchladen gefunden, tolles Buch, sehr gut wissenschaftlich aufbröseldn durch die verschiedenen Kapitel durchgehend und trotzdem unterhaltsam!
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