An einem malerischen Aussichtspunkt über dem Vézère-Tal findet Bruno die Leiche von Monique, einer erfolgreichen Geschäftsfrau. Auf dem Beifahrersitz drei Abschiedsbriefe, der Fall scheint klar. Doch Bruno wird ein ungutes Gefühl nicht los. Gleichzeitig verbreiten sich in Saint-Denis heimtückische Gerüchte, und schon bald steht sein Posten auf dem Spiel. Trotz allem bleibt Bruno Bruno. Er lässt sich ein köstliches Essen in prickelnder weiblicher Gesellschaft nicht entgehen und macht sich daran herauszufinden, was wirklich mit Monique passiert ist.
Bruno lernt dieses Mal die negativen Seiten seines unermüdlichen und selbstlosen Einsatzes für seine Mitmenschen und seine Gemeinde kennen. Darum ist der achtzehnte Fall weniger ein Krimi und mehr ein überzeugender Gesellschaftsroman - und auch eine Liebesgeschichte, lernt der Chef de Police doch eine gewisse Laura kennen...
Guter Kriminalroman der sich von Mainstream abgrenzt
Klappentext: An einem malerischen Aussichtspunkt über dem Vézère-Tal findet Bruno die Leiche von Monique, einer erfolgreichen Geschäftsfrau. Auf dem Beifahrersitz drei Abschiedsbriefe, der Fall scheint klar. Doch Bruno wird ein ungutes Gefühl nicht los. Gleichzeitig verbreiten sich in Saint-Denis heimtückische Gerüchte, und schon bald steht sein Posten auf dem Spiel. Trotz allem bleibt Bruno Bruno. Er lässt sich ein köstliches Essen in prickelnder weiblicher Gesellschaft nicht entgehen und macht sich daran herauszufinden, was wirklich mit Monique passiert ist.
„Bredouille“ ist der 18. Band der Reihe Bruno Chef De Police von Martin Walker.
Die erfolgreiche Geschäftsfrau Monique hat offensichtlich Selbstmord begangen. Sie wird in ihrem Auto gefunden, ein Abschiedsbrief auf dem Beifahrersitz. Für Bruno sieht das alles nicht so offensichtlich aus. Für ihn ergeben sich einige Fragen, warum hat Monique sich in ihrem Auto umgebracht? Warum auf einem Parkplatz? Dafür spricht, dass Monique erst kürzlich eine Fehlgeburt hatte und wahrscheinlich ihren Kinderwunsch begraben muss. Aber hat sie sich deshalb das Leben genommen? Bruno hat Zweifel und muss dem nachgehen.
Dazu kommt noch, dass der Neffe eines Generals, ein junger Rekrut der Polizeiakademie, ins schlechte Licht gerückt ist. Das gilt es mit Vorsicht und Diplomatie zu untersuchen.
Bruno ist Chef De Police und ein interessanter Charakter. Ich habe ihn im Laufe der Reihe zu schätzen gelernt. Er hat eine schnelle Auffassungsgabe und löst seine Fälle immer mit Engagement und Intelligenz. Nebenbei ist er ein begnadeter Koch und es gibt in den Geschichten immer reichlich zu essen. Um besser Nachdenken zu können, macht er gerne lange Spaziergänge, neben ihm sein Basset. Oder auch mal zwei Bassets und Laura, das Frauchen des anderen Hundes. Da ist aber immer noch Florence, die fast Ehefrau von Bruno.
Bruno sitzt bei seinen Ermittlungen und auch privat zwischen zwei Stühlen, eine echte Bredouille.
Martin Walker hat hier wieder eine interessante und spannende Geschichte verfasst. Die Leser*innen können sich auf Spannung, viel Lokalkolorit und gutes Essen freuen.
Martin Walker hat einen flüssigen, gut verständlichen und fesselnden Schreibstil. Seine Charaktere sind gut gezeichnet und lebendig. Die Handlungsorte werden anschaulich beschrieben.
„Bredouille“ ist wieder ein spannender und authentischer Kriminalroman von Martin Walker.
Laut dem Cover ist es Brunos 18. Fall. Das liest sich wie einen Fortsetzung seiner vorangegangenen Aktivitäten. Das ist meiner Meinung nach hier nicht so richtig beschrieben. Denn es gibt vorerst kein Verbrechen oder die Ahnung davon, denn Bruno trifft auf einen Suizid anscheinend aufgrund schwerer Depressionen. Mit den rechtlichen Maßnahmen ist das Thema verhältnismäßig schnell erledigt. Viel wichtiger ist es das Bruno in einen Shitstorm gerät. Er ist Jäger, das stört die Grünen. Er ist zu gut vernetzt und meint es mit seiner Hilfe manchmal zu gut, Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert oder eben mit guten Bemühungen, manchmal darf man sich nicht einmischen oder sich dazu drängen lassen. Auf alle Fälle hat der Autor sich auf alle wichtigen aktuellen gesellschaftlichen Themen hier, in Frankreich im Grunde überall, eingelassen ( Migration, Me too, Vermischung von Aufgabenbereichen bzw. Überschneidungen oder unangemessene Einflussnahme ). Bruno ist ein Tausendsassa, nicht nur Chef der police, Sporttrainer und Liebhaber schöner Frauen, er ist einfach Herz und Seele seiner Gemeinde, eine Rolle die er mit Hingabe ausfüllt. Daher ist diese Serie mehr als Krimi, sie ist auch ein Einblick in eine kleine französische Stadt mit einer besonderen Lebensqualität.
Zum Inhalt: Eigentlich scheint der Todesfall sehr klar, als die Leiche der erfolgreichen Geschäftsfrau Monique samt Abschiedsbriefen gefunden wird. Aber Bruno hat ein ungutes Gefühl dabei. Dann häufen sich auch noch Gerüchte, die seinen Posten zum Wackeln bringen, doch Bruno lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und versuch herauszufinden, was wirklich mit Monique geschehen ist. Meine Meinung: Das war tatsächlich mein erster Roman des Autoren und damit natürlich auch um den Protagonisten Bruno, aber ganz sicher nicht der letzte, denn mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Gerade auch Bruno, der sich trotz der Gerüchte nicht aus der Ruhe bringen lässt und auch weiter das Leben genießt während er auch versucht herauszufinden, was mit Monique geschehen ist. Die Beschreibungen der Landschaft, die ich selbst nicht kenne, schien mir authentisch beschrieben, Bruno als Typ sehr interessant und der Fall war auch interessant. Fazit: Gute Unterhaltung
Das Buch handelt eigentlich nur von der politischen Anfeindung Brunos, die im nach einem Radiointerview entgegenschlägt. Dies wird dazu benutzt, um den Leser während des gesamten Buches durch Bruno gleich das richtige Weltbild vermittelt: Extrem rechts und links sind böse, gestiegene Lebenskosten sind nicht so schlimm, wenn man selbst Gemüse anbaut (der arme Autor :-)), Solar + Wärmepumpe sind ein Muss, Zuwanderung ist gut, ....
Der Fall selbst wird nebenbei in kurzer Zeit abgehandelt. Um wegen einer Banalität straffrei auszugehen, legt ein Verdächtiger die viel schwerwiegenderen Mordhintergründe auf den Tisch.
Das Buch ist spannend geschrieben, aber inhaltsleer. Ich möchte Krimis lesen, ohne vom Autor politisch erzogen zu werden (egal, ob manche Punkte gerechtfertigt sind). Wenn ich das will, lese ich ein Sachbuch. Meiner Meinung nach wird Bruno von Buch zu Buch schwächer, das war mein letztes, denke ich.
Von mehreren Seiten war mir die Reihe um Bruno, Chef de police empfohlen worden. Nun ja, da dies bereits Band 18 (Respekt) ist fehlt mir natürlich das Vorwissen über Beziehungen und lokale Gegebenheiten. Dies war für mich aber nicht wirklich ein Problem da vieles kurz erklärt wird bzw. sich im Zusammenhang ergibt. Bruno ist allseits beliebt, ein Tausendsassa der sich um alles kümmert und fast alles kann (und wenn nicht selbst dann mit Unterstützung seiner Freunde). Die Beziehung zu Laura war für mich wenig überzeugend da doch sehr sehr schnell und Monique blieb als wichtiger Charakter leider sehr blass. Sehr positiv sind dagegen die Schilderungen des Perigord - Landschaft, Kultur und besonders das Essen. Als extrem störend habe ich die sehr vielen Fehler im Text empfunden, hier wurde ganz offensichtlich nicht Korrektur gelesen.
Bruno, Chief of Police: Bredouille was a bit of a mixed experience for me. To be honest, it didn’t really feel like a crime novel this time. The story focuses much more on political and social issues than on an actual mystery.
I also found there were simply too many characters and storylines to keep track of. I think it would be quite difficult to fully understand who is who and how everyone is connected without having read the previous books in the series.
And, of course, there is once again a new woman in Bruno’s life. At this point, that almost feels like part of the standard Bruno recipe.
I did enjoy the political and socially critical aspects of the novel, and I still like returning to Bruno’s world and the atmosphere of the series. But as a crime novel, this installment didn’t really convince me.
Der Kriminalfall in den Bruno-Romanen wird immer mehr zur Nebensache. Im kompletten Buch sind dies lediglich geschätzte 30%. Die restlichen 70% sind das Leben von unserem Superhelden Bruno, viel Essen und Trinken (mit Rezepten), seine Frauengeschichten und das Leben im schönen Frankreich. Dies wiederholt sich nun in jedem neuen Buch dieser Reihe und wird allmählich zur gewohnten Langeweile. Nun ja, eine Tote gab es natürlich auch. Dieses Mal ein Selbstmord (oder doch nicht?). Aus Mangel an möglichen Tätern war eigentlich von Anfang an alles klar (oder doch nicht?).