Der renommierte Krimiautor Tom Borg kämpft mit einer schweren Schreibblockade. Nach dem Megaerfolg seiner Nordic-Noir-Trilogie kommt er über ein erstes Kapitel nicht hinaus. Auf der Suche nach Inspiration begibt er sich in einen zwielichtigen Club im Zentrum Stockholms und wird dabei Zeuge eines Mordes, der auf unheimliche Weise an den in seinem begonnenen Kriminalroman erinnert. Er gilt von nun an als Hauptverdächtiger, und schon bald wird Tom in ein tödliches Spiel verwickelt, bei dem Fiktion und Wirklichkeit verschwimmen. Es stellt sich die Wer kontrolliert eigentlich die Geschichte des Buches, an dem Tom arbeitet, und wer ist schuld, wenn dabei immer mehr Menschen ermordet werden ...
Arne Dahl is the pen name of Jan Arnald, an internationally known Swedish crime author and literary critic.
His writing can also be seen in the Swedish newspaper Dagens Nyheter. He published Barbarer (2001) and Maria och Artur (2006) under his own name, but under his pseudonym he has written the A-gruppen (Intercrime) series, involving the A-team, a group highly trained in dealing with criminal cases in Sweden.
„Doppelspiel“, ein Kriminalroman in Doppelautorenschaft von Arne Dahl und Jonas Moström, erschienen 2025 bei Bastei Lübbe, setzt hohe Erwartungen und scheitert fast komplett. Der erste Teil einer Trilogie setzt auf hohes Tempo bei nicht vorhandener Plausibilität und reißbrettartigen Klischeefiguren – das mag bei einem Actionmovie funktionieren, bei einem Roman leider nicht.
Die Handlung ist schnell umrissen: Der berühmte Bestsellerautor Tom Borg leidet nach einer Erfolgsserie an einer kompletten Schreibblockade, das Exposé zu einer neuen Serie mit Blick auf die Klimakatastrophe ist geschrieben, doch über dieses kommt er nicht hinaus. Nach drei Jahren drängen Verlag und Konto, doch in Tom ist nur Leere zu finden. Auf einer Lesung trifft er auf die Literaturstudentin Nicole und landet am Ende des Abends in einer real-life-Recherche zu seinem hoffentlich neuen Bestseller mit ihr im Jacuzzi eines Stripclubs (wie die Hauptfigur in seinem Exposé und spätestens da, Tom, hättest du misstrauisch werden sollen), unvorteilhafterweise endet dieser Abend mit einer Kugel in einer Brust und Tom befindet sich inmitten eines Komplotts, der ihn fast in den Wahnsinn treiben wird.
Klingt spannend? Korrekt, der Ausgangspunkt des Plots birgt jede Menge Potenzial und theoretisch sind diese Autoren ein Garant für guten Schreibstil und Spannung. Doch ab hier fährt einfach alles an die Wand.
Grundsätzlich arbeitet der Roman gut mit Spannung und einem hohen Grundtempo sowie mit vielen Figuren, die allesamt Doppelspiel-Charakter haben. Doch der Roman ist viel zu offensichtlich konstruiert, wo wir hinlaufen und wer hier welches Spiel spielt, ist viel zu schnell entziffert, da hilft auch eine aufgepfropfte Schachebene nicht weiter, die sich übrigens bis zum Ende nicht wirklich auflösen wird. Eine Unglaubwürdigkeit der Handlung reiht sich an die nächste, die Figuren triefen vor Klischee, es gibt keine einzige gesunde Frauenfigur, die Autoren schreiben mit Vorwissen, das auf die Figuren und die Handlung bezogen keinerlei Sinn ergibt, die ermittelnden Figuren handeln durchweg so, dass sie längst vom Job abgezogen würden, werden sie aber natürlich nicht, es gibt Sexszenen, die vor alter weißer Mann Phantasie nur so triefen (und natürlich vor Klischee), die Schreibe schrammt an vielen Stellen hart am Groschenroman (Seite 306 oben ist ein perfektes Beispiel, ohne Spoilern zu wollen, das kann jede KI besser), die Auflösung der endlosen Hetzjagd ist dann endgültig nicht mehr nachvollziehbar, dieser ganze Aufwand? Für das? Ach ja, das Klima, das ist ja auch noch wichtig, am Ende des Romans fällt das den Autoren dann auch wieder ein, dass es ihrem Protagonisten doch darum ging. Also zum Ende dann noch schnell ein bisschen bildungselitär werden mit Platon und Descartes, nochmal schnell wieder aufs Klima grätschen, weil man das den Rest des Romans leider vergessen hat, eine Spur für den zweiten Band legen mit der Göttin „Phanes“, natürlich ohne das einzubetten oder zu erläutern, Vorboten einer Lovestory legen, weil Tom ja nicht alleine aus dem Schlamassel rausfinden wird, es ist, ganz ehrlich, zum Heulen. Ach ja, Tom überhaupt, eben noch ein kleiner Waschlappen-Schriftsteller, innerhalb von wenigen Stunden aber ein skrupelloser Macher mit allen notwendigen Fertigkeiten.
Was ist denn da passiert? Nicht zu reden von einer wirklich endlosen Liste an Dingen im Roman, die absolut unglaubwürdig sind, die ich hier nicht aufzählen kann, ohne zu spoilern, aber ihr werdet finden, liebe Menschen, ihr werdet finden. Vielleicht geht es dem Autorenduo so wie Tom: Wer ein Buch schreibt mit dem Gedanken, einen Bestseller schreiben zu wollen – der wird scheitern, denn das ist kein literarisches Ziel. Band 2 zu lesen ist jetzt leider auf jeden Fall nicht mein Ziel. Schade, der Ausgangspunkt war wirklich interessant.
Ein großes Dankeschön an lesejury.de und Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!
Der Schriftsteller in seinem eigenen Buch. Findige Idee, zügig zu lesen, das Ende scheint „Fortsetzung folgt“ zu sein. Ein abgeschlossener eigener Krimi wäre mir lieber gewesen.
Die Spieleröffnung hat es gleich mal in sich. Nic Castillo befindet sich inmitten der Trauergäste. Schuldgefühle plagen ihn, da er den Visbybomber, der vor drei Wochen ein Massaker angerichtet hat, nicht hatte aufhalten können. Schlimm geht es weiter, ein Pfarrer tritt auf und da - Big Bang Blues ist im Kasten.
Meine Nerven! Dieses Szenario geht ganz schön an die Nieren. Bis ich dann begreife, was diese ersten Seiten mir sagen wollen, bin ich schon mittendrin im Geschehen, bin in Stockholm am 6. Juni, den Nationalfeiertag, bin unterwegs mit dem Krimiautor Tom Borg, dem trotz des einschlagenden Erfolges seines vorherigen Krimis partout nichts einfallen mag. Die Story will sich nach dem ersten Kapitel nicht weiter entwickeln, also streift er durch Stockholm, sucht in diversen Lokalitäten nach Inspiration. Und da – geschieht ein Mord, der ihn auf beängstigende Weise an seinen gerade angefangenen Krimi erinnert. Mehr noch, alles scheint sich zu verselbständigen, er ist mittendrin in einem tödlichen Spiel, dem er zu entrinnen sucht. Ein Wettlauf gegen einen unbekannten Gegner beginnt, ein gar unwirkliches Szenario nimmt seinen Lauf…
…in dem Tom als Verdächtiger durch Stockholms Straßen gejagt wird. Da er seine Unschuld nicht beweisen kann, ist er die ganze Zeit über auf der Flucht, was mir zuweilen so einiges an Kopfschütteln abverlangt. Die Handlung ist rasant und durchgehend spannend, das schon, logisch jedoch ist sie nicht unbedingt. Genau so die Charaktere, angefangen von dem schon erwähnten Tom, der zuweilen irrwitzige Entscheidungen trifft oder die Polizistin Olivia, der ich in ihrer rambomäßigen Art so gar nichts abgewinnen kann. Die geheimnisvolle Ronda und auch der gewitzte Lennart mischen neben so etlichen, sehr individuellen Gestalten, auch kräftig mit, so ziemlich alle Figuren sind sehr speziell, um es mal zurückhaltend auszudrücken.
Die Handlung beginnt mit „I. Spieleröffnung“ und endet ein Jahr später, ebenfalls am Nationalfeiertag, mit „X. Die Veröffentlichung“. Dazwischen spielt sich ein gar irrwitziges Szenario um die Schreibblockade des Krimiautors ab.
DOPPELSPIEL ist nicht mein erstes Buch von Arne Dahl, jedoch habe ich ihn und seinen Schreibstil anders in Erinnerung. Mag es am Zusammenspiel mit Jonas Moström liegen, dass hier so einiges nicht passen will? Moström kann ich nicht beurteilen, auch weiß ich um die Arbeitsteilung der beiden Autoren nichts, so ganz gelungen scheint es aber nicht zu sein, da sich so manche Passagen wie einzelne Versatzstücke lesen, die sich nicht vermengen wollen. Der Klimawandel etwa ist Thema, der sich allerdings so gar nicht ins Geschehen einfügen mag. Das Schachspiel und die Tattoos drumherum ranken sich durchs Buch, auch dieses Element finde ich weit hergeholt, das hätte man sehr viel eleganter in die Story einbauen können. So einige – ich nenn sie mal Flüchtigkeitsfehler – hätten vermieden werden können, wenn auf das Vorherige besser eingegangen, darauf aufgebaut und als homogenes Ganzes präsentiert worden wäre. Schade drum, das Buch hat mich schon unterhalten, durch diese Unstimmigkeiten jedoch geht so einiges verloren. „DOPPELSPIEL ist Band 1 der neuen Spannungs-Trilogie des Bestseller-Duos aus Schweden.“ Ob mich die nächsten beiden Bände reizen? Ich weiß es noch nicht, werde dann spontan entscheiden.
Tom Borg ist Bestsellerautor, doch nach seinem letzten großen Verkaufsschlager ist schon eine ganze Weile vergangen und er hat noch nichts zu Papier gebracht. Seine Verlegerin ist irritiert, aber Tom kann irgendwie keinen klaren Gedanken fassen. Er besucht seinen alten Freund Lennart und hofft von ihm Tipps zu bekommen, um wieder schreiben zu können. Dieser gibt ihm den Rat sich in die Unterwelt zu begeben, zu gefährlichen Plätzen, um neue Inspirationen zu sammeln. Der Gedanke kommt Tom etwas abwegig vor, doch als er bei einer Lesung eine jungen hübsche rothaarige Frau kennenlernt, die fast so aussieht wie die Freundin seines Romanhelden Nic, verliebt er sich in sie. Sie lädt ihn ein sie in einen Nachtclub zu begleiten, in dem sie arbeitet. Doch als sie zusammen in einem Whirlpool sitzen, wird sie von einem Maskierten Mann erschossen. Da alles auf ihn als Täter hindeutet, entschließt sich Tom zu fliehen. Der Krimi „Doppelspiel“ von Arne Dahl und Jonas Moström beschäftigt sich mit einem Autor und seiner Schreibblockade. Das möchte man glauben, wenn man diesen Titel liest. Das Cover zeigt gut den Mann auf der Flucht und das ist der Autor Tom Borg, der vor irgendetwas wegläuft. Die Spannung, die die Autoren auf den ersten Seiten ist spürbar. Als erstes hat man das Gefühl, der Krimi ist zu Ende, da der Hauptcharakter stirbt, doch es ist nur die letzte Szene aus dem letzten Krimis des Autors Tom Borg und schon beginnt etwas, das nach einem Schachspiel aussieht. Ein unbekannter setzt seine Figuren ein, um den Autor aus seinem Tief zu befreien und dabei scheinen ihm die Mittel egal zu sein, auch Mord. Der andere Hauptcharakter ist Olivie eine Polizistin mit Hang zur Gewalt und einem rätselhaften zweifarbigen Augenpaar. Eine Chimäre, die noch für große Spannung sorgen wird. Jedenfalls bis zur Hälfte, doch dann lässt irgendwie die Spannung nach und die Auflösung diese Krimis wird im Hauruckverfahren durchgeführt. Es passiert alles sehr schnell und nicht mehr richtig nachzuvollziehen. Hier wäre mir eine größere Sorgfalt in der Erzählung lieber. Der Ansatz für einen spannenden Showdown ist auf jeden Fall da. Es wird schon eine gewisse Spannung aufrechterhalten, doch die Plausibilität lässt nach und das finde ich ist eher untypisch für Arne Dahl. Die Schreibweise in diesem Krimi ist schon sehr bildhaft und lässt den Leser sich gut in der Story zurechtfinden, nur am Ende kann man sich schnell verirren. Ich finde unterm Strich den Krimi schon sehr spannend und rasant erzählt. Die Schwäche am Ende trübt das Gesamtbild ein wenig ein. Nichtsdestotrotz sollten sich Leser, die gerne Skandinavien Krimis lesen, dieses Buch gönnen.
Sehr konstruiert Nach seinem großen Erfolg steckt der Krimiautor Tom Borg mit seiner anhaltenden Schreibblockade in einer tiefen Krise. Auf der Suche nach neuer Inspiration landet er in einem dubiosen Club in Stockholm. Er wird dort Zeuge eines Mordes, der erschreckend genau dem Plot seines neuen, kaum begonnenen Romans entspricht. Plötzlich gilt er selbst als Hauptverdächtiger. Während immer mehr Realitätselemente mit seiner Fiktion verschmelzen, gerät Tom in ein gefährliches Spiel, in dem unklar ist, wer die Kontrolle über die Geschichte hat – und warum Menschen sterben, die eigentlich nur in seinem Buch existieren sollten.
"Doppelspiel" ist der Auftakt in die Trilogie mit dem Krimiautor Tom Borg.
Die Handlung startet mit einem enormen Tempo. Kurze Kapitel und schnelle Perspektivwechsel sowie ein flüssiger Schreibstil sorgen dafür, dass man regelrecht durch die Seiten fliegt. Die Story wirkt dabei oft wie ein Actionfilm: rasant, laut, voller Fluchtmomente und überraschender Wendungen. Die wechselnden Perspektiven bringen Dynamik und Spannung aber so manch eine Szene wirkt sehr drüber. Einige Entwicklungen sind so konstruiert und unrealistisch, dass man sich hier mehrfach gefragt hat, ob die Logik hier bewusst zweitrangig war.
Viele der Figuren waren recht undurchsichtig, was auch zur Spannung beigetragen hat. Unbekannte Mächte ziehen Fäden, doch welches Spiel hier gespielt wird, bleibt lange unklar. Tom Borg, Hauptcharakter in der Story fand ich mit seinen Handlungen sehr naiv. Aber er wurde wahrscheinlich bewusst so dargestellt, dass die Story auch einen Sinn ergibt. Olivia, ebenfalls Hauptcharakter fand ich eher unsympathisch. Sie hat ihre Ecken und Kanten, was sie greifbar macht, aber sie handelt sehr impulsiv und kopflos. Ihre Handlungen sind schwer nachvollziehbar.
Die Auflösung fand ich recht eigenartig. Es war zu sehr an den Haaren herbeigezogen, wirkte auch wieder sehr konstruiert und es blieben noch relativ viele Fragen offen bzw. kamen neue hinzu. Man merkt, dass hier Raum für die Fortsetzung der Trilogie gelassen wurde.
Mein Fazit: Es war fast wie in einem Actionfilm. Sehr rasante Handlung, aber es wirkte oft sehr überzogen und konstruiert. Ob ich Band 2 lese, bleibt offen. Perfekt für Fans rasanter, filmreifer Thriller. Wenn Realismus wichtig ist, könnte dieser Auftakt der Trilogie enttäuschen.
Doppelspiel ist der neue Skandinavien-Krimi der beiden bekannten Autoren Arne Dahl und Jonas Moström. Das Ganze ist bereits (auf dem Einband) als Trilogie angekündigt, also kann man als Leser:in einiges an Komplexität erwarten.
Tatsächlich finde ich, dass sich Doppelspiel stellenweise wie ein Actionfilm auf Papier liest: Rasante Szenen, bildhafte Beschreibungen der Umgebung sowie spektakulär beschriebene Fluchtversuche prägen den Stil des Romans. Manche Situationen wirken dabei durchaus überzogen – doch ähnlich wie im Actionkino ist das für mich weniger entscheidend als die Spannung. Und die hält das Buch meiner Meinung nach durchgehend aufrecht.
Der Titel deutet bereits an, dass die Handlung mehr als nur eine Ebene bereithält. Dieses Versprechen wird auch eingelöst: Nicht nur die Hauptfigur Tom Borg fühlt sich permanent beobachtet und verfolgt, auch als Leser:in bleibt man konstant mit dem Gefühl zurück, dass Personen und Ereignisse nicht das sind, was sie vorzugeben scheinen. Manch einen mag das stören, aber meiner Meinung nach ist diese Unwissenheit definitiv ein Pluspunkt des Romans.
Etwas schwerer tue ich mich hingegen mit der psychologischen Ebene der Geschichte. Das Motiv des (inneren) Zwillings zieht sich ebenso durch den Text wie der ausbleibende Schreibfluss des Protagonisten, der beim Schreiben offenbar in eine Art Wahnzustand gerät. Diese Aspekte sollen vermutlich zusätzliche Tiefe erzeugen, bleiben für mich jedoch eher sperrig. Sie verhinderten stellenweise den Lesefluss und machten es mir schwer, das Buch am Stück zu lesen.
Abgesehen davon finde ich, dass Doppelspiel ein sehr gelungener Krimi ist: Eine Vielzahl an Figuren und Handlungssträngen, undurchsichtige Charaktere, anhaltende Spannung und ein Finale, das zumindest die zentralen Fragen zusammenführt. Offene Punkte bleiben meiner Meinung nach bewusst bestehen – schließlich ist das Ganze als Trilogie angekündigt. Im Gegensatz zu vielen anderen finde ich dieses Buch durchaus gelungen. Vermutlich weil mich weder die überzogene Action noch die leicht unrealistischen Handlungsstränge stören. Eben wie in einem Actionfilm ;-).
Jeder für sich ist schon Garant für hochkarätige Thrillerunterhaltung, weshalb ich gespannt darauf war, was sie im zusammen schreiben würden. Die Rede ist von "Doppelspiel" von Arne Dahl und Jonas Moström, erschienen im Lübbe-Verlag. Schon beim Einstieg in die Geschichte wird klar, dass die Story wild, aber hochspannend wird. Der gefeierte Autor Tom Borg wird plötzlich in seinem realen Leben von seiner neuesten Krimiidee heimgesucht. Tom Borg ist ein Charakter mit Ecken und Kanten, wie so ziemlich jeder der Protagonisten. Tief und umfassend wurden die Personen ausgearbeitet, nichts war schwarz und weiß — etwas, das ich persönlich liebe.
Mit dem Ermittlerduo schenken mir die Autoren zwei wahnsinnig starke Frauencharaktere, die mich fasziniert haben und die etwas ganz Besonderes hatten. Der Fall ist komplex und gut konstruiert. Durch kurze Kapitel, die fast alle mit einem Cliffhanger enden, schaffen es die Autoren, mich in einen Sog zu ziehen, dem ich mich nicht erwehren konnte. Getreu dem Motto „Ein Kapitel geht noch“ las ich bis tief in die Nacht.
Das Tempo des Storytellings war hoch, und so gab es im gesamten Buch keine einzige Länge. Ja, das Ende war wild, passte aber zur Storyline, auch wenn ich mir hier etwas mehr Klarheit gewünscht hätte. Aber genau das passt zur Story, und von daher warte ich einfach gespannt auf die Fortsetzung, die definitiv sofort bei mir einziehen wird.
"Doppelspiel" ist Thriller-Kopfkino vom Allerfeinsten, so, wie ich es liebe. Schnell, klug und actiongeladen wird hier der Spannungsbogen immer weiter in die Höhe geschraubt, und am Ende bleiben ein paar Fragen offen, die mich bereits neugierig auf den nächsten Teil machen.
Ich kann euch "Doppelspiel" nur wärmstens mit 5 von 5 Sternen weiterempfehlen, denn jede Seite punktete mit Wendungen und tollen Charakteren.
Das Krimiautoren-Duo Arne Dahl und Jonas Moström schickt mit ihrem Reihenauftakt der neuen True-Fiktion Trilogie „Doppelspiel“ den, unter einer Schreibblockade leidenden, Krimiautor Tom Borg an den Start. Nach seinen letzten großen Erfolgen, macht sich dieser aus Recherchezwecken und auf der verzweifelten Suche nach Inspiration auf in einen anrüchigen Stockholmer Club, wo er nicht nur Zeuge eines Mordes, sondern schnell auch zum Hauptverdächtigen wird. Wie kann es sein, dass für ihn ausgerechnet die Fiktion seines neuen Buches plötzlich auf beängstigende Weise zur Wirklichkeit wird?
Während mir Jonas Moström bislang nichts sagte, war mir Erfolgsautor Arne Dahl natürlich ein Begriff, auch wenn mit „Doppelspiel“ das erste Mal ein Buch von ihm in meine Hände gelangt ist. Ankündigung und Klappentext klangen spannend, also bin ich demzufolge auch mit recht hohe Erwartungen gestartet. Wie erhofft, ließ sich der Schreibstil flüssig lesen und die Charaktere hatten, jeder für sich, etwas interessantes an sich - auch wenn ich mit ihnen bis zum Schluss nicht vollends warm werden wollte. Sowohl Handlung, als auch Tempo und Spannung haben mir zunächst richtig gut gefallen, bis irgendwann so eine Art „Wendepunkt“ eintrat. Im Verlauf kam es vermehrt zu unlogischen Ungereimtheiten, wodurch die Handlung zunehmend an Glaubwürdigkeit verlor. Der Verlauf wurde für mich immer vorhersehbarer, während am Ende eine gänzliche Aufklärung (Stichwort: Schachfiguren) jedoch ausblieb.
Fazit: Ich würde das Buch jetzt nicht als absoluten Flop bezeichnen, jedoch hatte ich definitiv mehr erwartet und bin dahingehend doch etwas enttäuscht. Einerseits fesselnd, andererseits in sich nicht schlüssig und durchschaubar, kann man „Doppelspiel“ sicherlich gut lesen, muss man jedoch nicht, weshalb ich bezweifle, dass Band 2 den Weg zu mir finden wird.
„Doppelspiel“ ist der erste Band einer Trilogie der beiden schwedischen Autoren Arne Dahl und Jonas Moström.
Nach einem fesselnden und rasanten Einstieg, der überraschend endet, lernen wir Tom Borg kennen. Er ist Krimiautor und eine Schreibblockade hindert ihn daran an seine bisherigen Erfolge anzuknüpfen. Auf der Suche nach Inspiration lernt er die rothaarige Literaturstudentin Nicole kennen, die kurz darauf bei einem gemeinsamen Besuch in einem zwielichtigen Club erschossen wird. Vor seinem Verschwinden drückt der Täter Tom die Waffe in die Hand. Vollkommen panisch, da nun seine Fingerabdrücke an der Waffe sind, flieht Tom.
Die Handlung beginnt rasant und es bleibt kaum Zeit zum Luft holen. Während Tom versucht einen neuen Kriminalfall zu schreiben, steckt er inzwischen selbst mitten in einem Krimi und es gibt Überschneidungen mit seinem neuen Buch. Realität und Fiktion beginnen immer mehr zu verschwimmen.
Die Ereignisse überschlagen sich und ich kam mir zeitweise vor wie in einem Actionfilm. Dadurch war ich zunächst total gefesselt. Nicht nur die Polizei ist hinter Tom her, auch andere unbekannte Mächte spielen hier eine undurchsichtige Rolle.
Da es sich um den ersten Band einer Trilogie handelt, war es nicht überraschend, dass das Buch mit einem Cliffhanger endet. Dennoch war ich darüber enttäuscht., da ich einige Erklärungen für die Ereignisse als ein wenig konstruiert empfunden habe.
Insgesamt ist es ein spannender, aber auch brutaler Krimi mit einigen Schwachstellen, der mich beim Lesen gefesselt, aber mit seinem Ende enttäuscht hat.
it Doppelspiel liefern Arne Dahl und Jonas Moström einen Thriller, der gekonnt mit den Grenzen zwischen Realität und Erzählung spielt. Im Zentrum steht der gefeierte Krimiautor Tom Borg, der nach seinem großen Erfolg in einer tiefen Schreibblockade steckt. Auf der Suche nach neuer Inspiration gerät er in die dunklen Ecken Stockholms – und wird dort Zeuge eines Mordes, der erschreckend stark an seine eigene unfertige Geschichte erinnert. Plötzlich steht er selbst unter Verdacht und findet sich in einem perfiden Spiel wieder, in dem sich die Frage stellt, wer hier eigentlich die Kontrolle hat: der Autor oder seine Geschichte? Was sofort auffällt: die enorme Spannung. Der Roman ist von Beginn an packend erzählt und zieht einen schnell in seinen Bann. Man möchte ständig weiterlesen, Kapitel für Kapitel, weil sich die Ereignisse immer weiter zuspitzen und neue Fragen aufwerfen. Besonders gelungen ist dabei der doppelte Twist, der der Geschichte eine zusätzliche Raffinesse verleiht und das Gefühl verstärkt, dass hier nichts so ist, wie es scheint. Trotz dieser Stärken gibt es auch Punkte, die nicht ganz überzeugen. Das Ende wirkt etwas verwirrend und lässt einen mit offenen Fragen zurück – nicht unbedingt im positiven Sinne, sondern eher so, dass man sich fragt, ob man etwas übersehen hat. Einige Handlungsstränge und Figuren bleiben zudem undeutlich, insbesondere die Rolle von Toms Ex-Frau, die nicht wirklich greifbar wird und deren Bedeutung für die Geschichte unklar bleibt. Insgesamt überzeugt „Doppelspiel“ vor allem durch seine spannende Erzählweise und die clevere Idee hinter der Handlung. Wer gerne Thriller liest, die mit Metaebenen spielen und den Leser zum Mitdenken auffordern, wird hier definitiv gut unterhalten – auch wenn nicht alle Fäden am Ende ganz sauber zusammenlaufen.
Das Cover mit Farbschnitt ist definitiv ein Highlight und macht optisch einiges her. Auch der Schreibstil ist insgesamt gut lesbar und zugänglich, sodass man grundsätzlich angenehm durch die Seiten kommt. Besonders gefallen hat mir der Wechsel der Perspektiven zwischen den Charakteren in den einzelnen Kapiteln – das bringt Dynamik in die Geschichte und sorgt zunächst für Spannung. Leider konnte ich zu den Figuren bis zum Schluss keine wirkliche Verbindung aufbauen. Die Charaktere bleiben auf Distanz, wodurch es schwerfällt, emotional in die Handlung einzutauchen. Zusätzlich wird der Lesefluss immer wieder durch eine Fülle an unnötigen Details und zahlreichen Straßennamen gebremst, die wenig zur eigentlichen Geschichte beitragen und eher störend wirken. Am meisten enttäuscht hat mich jedoch das Ende: Es wirkt stark konstruiert und wenig glaubwürdig, was den insgesamt positiven Ansatz der Story deutlich abschwächt. Insgesamt bleibt ein gemischter Eindruck zurück. Trotz guter Ansätze überwiegen für mich die Schwächen, sodass ich die weiteren Teile der Trilogie nicht lesen werde. Ich vergebe für das Buch leider nur 2,5 von 5 Sterne.
Tom Borg ist ein erfolgreicher Krimiautor, dessen Bücher auch verfilmt wurden. Doch nun wartet sein Verlag auf den nächsten Bestseller, aber Tom hat eine Schreibblockade und ist am Verzweifeln. Er hat erst wenige Seiten geschrieben und sucht Inspiration in einem zweifelhaften Club in Stockholm, als er Zeuge eines brutalen Mordes an einer jungen Frau wird. Von da an ist er auf der Flucht vor der Polizei, die ihn für schuldig hält. Panisch rennt er durch die Straßen, wechselt seine Kleidung, traut sich nicht nach Hause. Er ist verwirrt, fühlt sich wie der Held in seinen Büchern - Realität und Fiktion vermischen sich. Da geschieht noch ein Mord ...
Dieser spannende Krimi ist der erste Teil einer Trilogie des Bestseller-Duos Dahl/Moström. Spannung war vom ersten Kapitel an reichlich enthalten, das Buch lässt sich gut lesen, auch wenn manches etwas überzogen wirkt. Wer sind die Mörder mit dem Schach-Tattoo am Arm? Und was bezwecken sie? Das Ende ist nicht ganz schlüssig - es bleiben noch einige Fragen offen. Wahrscheinlich erfährt man im nächsten Band mehr dazu.
Am Anfang hatte ich irgendwie Schwierigkeiten in das Buch hinein zu finden und hatte schon Angst, dass es mir nicht gut gefallen würde. Nach einer Pause habe ich dann weiter gelesen und was soll ich sagen, ich war dann sofort in der Handlung drin.
Tom hat mir richtig gut gefallen. Und ich habe mit ihm gefühlt. Schreibblockade und dann geschieht vor seinen Augen ein Mord. Nun möchte er unbedingt mehr erfahren und wird Schachfigur eines wahnsinnigen Spiels. Sehr clevere und unvorhersehbare Story.
Auch Olivia hat mir als Charakter super gefallen. Eine Frau mit Ecken und Kanten und ihren ganz eigenen Geheimnissen.
Das Ende hatte es dann in meinen Augen in sich.
Mich hat dieser Thriller trotz Einstiegsproblemen begeistert. Klare Leseempfehlung und 4 Sterne.
Arne Dahl und Jonas Möstrom - zwei Autoren, die schon viele eigene spannungsgeladene Bücher geschrieben habe und die ich sehr gerne lese. Da war ich neugierig auf die Zusammenarbeit und freute mich auf schwedische Hochspannung. Vielleicht war das gerade mein Problem; meine Erwartungen waren einfach sehr hoch. Das Buch ist nicht schlecht, entsprach aber dennoch meinen - zugegebenermaßen - hohen Erwartungen. Ein Krimiautor mit einer Schreibblockade, ein Autor, der sich auf einmal selbst in einem Krimi befindet, hier wird nach dem Motiv seines Buches gemordet - auch das leider nichts Neues. Und schnell ist der Autor Tom Borg der Hauptverdächtige und muss schneller als die Polizei ermitteln, um seine Unschuld zu beweisen und den Täter zu überführen. Es bleibt nämlich nicht bei dem einen Mord.... Solider Krimi, aber für mich leider nicht mehr.
Arne Dahl hat mich schon häufig gut unterhalten und ich lese seine Romane immer wieder gern. Sie sind spannend, gut strukturiert, bauen interessante Charaktere auf und voller schlauer Wendung.
Dieses Buch hier ist leider das absolute Gegenteil. In jedem der oben genannten Punkte.