Beinahe vier Jahre ist es her, dass Aurelia Freud ihrer Konkurrentin Kathleen Zerwitsch im letzten großen Turnier der Judosaison unterlag. Verloren war damit jedoch nicht nur der Kampf, sondern auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio. Jetzt will Aurelia nach vorne sehen und sich auf die kommenden Spiele konzentrieren. Der Plan ist So hart trainieren wie nie zuvor. Doch ausgerechnet Kathleen ist es, die dem Bundeskader als neue Assistenz-Trainerin vorgestellt wird. Nach einer schweren Verletzung musste die Frau, die einst Aurelias ärgste Rivalin war, ihre Karriere beenden. Und nun soll genau sie Aurelia dabei helfen, sich für das wichtigste Turnier ihrer Karriere zu qualifizieren. Die Judoka muss einen Weg finden, sich auf den Sport und nicht auf ihre widersprüchlichen Gefühle zu konzentrieren. Ein unmögliches Unterfangen – oder der Beginn von etwas noch Größerem?
Es war so schön zu lesen🥹 Dieser Sport (Judo) hat bisher einen Großteil meines Lebens ausgemacht. Es ist eine Randsportart, die ich immer wieder anderen erkläre sollte, weil sie oft kaum Berührung damit hatten. Falls ihr mal was über Judo erfahren wollt, dann lege ich euch diesen Roman ans Herz. Er ist so geschrieben, dass er sich leicht lesen lässt. Inwiefern man die Techniken etc. als Person, die keinen Bezug zum Sport hat, versteht, kann ich leider nicht ganz beurteilen. Die Autorin weist dafür aber auch auf Youtube hin und dass man sich die Techniken dort nochmal anschauen könne. Ich hab mich so zurückversetzt gefühlt in meine Zeit des Leistungssport. Den Druck, den ich da verspürt habe, habe ich bei bei den Protagonistinnen SO mitgefühlt🥺 (auch wenn ich weit von Olympia entfernt war😂 trotzdem hab ich jedes Wochenende in Sporthallen verbracht und das alles sehr gut nachempfinden können) Des Weiteren hab ich Aurelia, Kathleen und Dani sehr gern gewonnen. Charaktere mit Tiefgang!💖 und eine queere romance ist ist auch einfach mein liebstes Genre in das ich reinlese. Es hat mir so gut gefallen und ich freue mich so sehr, dass es sich hier um eine Reihe handelt und noch weitere Bände auf mich warten werden, sobald sie veröffentlicht werden.
Gebt Judo gerne eine Chance zwischen all dem Eishockey, Fußball und co.🥹🫰🏻
Ein wundervolles Buch, welches einem noch lange im Gedächtnis bleibt. Der liebevolle Umgang der Figuren untereinander hat mich besonders berührt und die Beschreibung des Sports inspiriert dazu sich mehr mit Judo zu beschäftigen.
Ich sag’s wie’s ist: Saskia ht irgendwie jedes Mal mein Herz. Und hier: diese Judo-Vibes, die queeren Lovestory und der emotionale Core, den Saskia einfach kann.
Inhaltlich dreht sich alles um Leistung, Versagensangst und die große Frage: Was bleibt eigentlich übrig, wenn der Traum vom Profisport zerplatzt? Und was passiert, wenn aus der einst größten Rivalin plötzlich eine ziemlich präsente Assistenztrainerin wird? Kathleen & Aurelia haben Geschichte, sowohl sportlich als auch emotional. Und als sie nach Jahren wieder aufeinandertreffen, sind da nicht nur alte Wunden, sondern auch Gefühle, die nie ganz verschwunden sind. Sapphic Slowburn-Setting meets mentale Blockaden und sportlicher Druck.
Die Sportwelt ist super recherchiert. Ich hab über Judo, Kaderstrukturen und Leistungsdruck wirklich was gelernt, ohne dass es nach Infodump wirkte. Der Fokus auf mentaler Belastung, Körpererwartungen und dem unsichtbaren Druck im Profisport war wichtig und gut umgesetzt.
Die Dynamik zwischen Aurelia und Kathleen war feinfühlig erzählt. Keine überdramatisierten Rückblenden, sondern leise Spannungen, alte Verletzungen und diese unterschwellige Nähe, die man sofort spürt, auch wenn beide es sich nicht eingestehen wollen. Das hat für mich funktioniert, auch wenn es streckenweise ein bisschen zu schnell ging mit den Gefühlen (aber das ist natürlich nur mein subjektives Empfinden). Und: Das Buch ist sapphic, ohne es zum Hauptkonflikt zu machen. Genau so soll’s sein. Es ist eine queere Liebesgeschichte, die nicht um ihre Daseinsberechtigung kämpfen muss. Einfach zwei Frauen, zwischen denen was entsteht. Natürlich kann queeres Erzählen auch mit Konflikten zu tun haben, aber hier geht’s um Nähe, Vertrauen und Gefühle, nicht ums Erklären oder Rechtfertigen. Ich kann und will das natürlich nicht aus eigener Erfahrung beurteilen, aber für mich hat es sich einfach respektvoll, ruhig und echt angefühlt. Aber: Die Lovestory war mir teilweise leider etwas zu vorhersehbar. Gerade bei Büchern mit einer Second-Chance-Rivalität erwarte ich eigentlich mehr Spannung, mehr Drama, mehr Hin und Her. Stattdessen lief es dann doch sehr straight auf das erwartbare Ende zu, was okay ist, aber mich nicht durchgehend gefesselt hat. Und: So schön ich viele Szenen fand, hat es emotional nicht immer gezündet.
Stilistisch mag ich Saskias Art zu schreiben. Ihre Figuren fühlen sich nie oberflächlich an, sondern haben alle eine Geschichte, auch wenn man nicht jedes Detail erfährt.
Fazit: „Ippon für die Liebe“ ist eine gefühlvolle, queere Romance im Leistungssport-Setting, mit angenehmer Repräsentation und einer schönen Message: Manchmal führt genau der Weg, vor dem wir am meisten Angst haben, zu dem, was wir wirklich wollen.
Ich habe schon einige Sports Romance gelesen, von Football (wo ich wirklich keine Ahnung habe) bis hin zu Fechten (da habe ich zumindest eine grobe Vorstellung). Judo war für mich allerdings völliges Neuland. Ich habe den Sport nie selbst gemacht und wusste entsprechend gar nicht, was mich erwartet. Trotzdem hat Saskia es geschafft, den sportlichen Aspekt so spannend und verständlich zu gestalten, dass ich nie das Gefühl hatte, etwas nicht nachvollziehen zu können. Im Buch wird zwar empfohlen, sich die Wurftechniken auf YouTube anzuschauen, aber ich wollte bewusst ohne zusätzliche Recherche lesen, um zu sehen, ob ich mir die Bewegungen allein durch die Beschreibungen vorstellen kann. Und das hat erstaunlich gut funktioniert.
Das Buch ist angenehm kurz und verliert sich nicht in unnötigen Längen. Die Romance steht im Mittelpunkt, aber ohne dabei kitschig oder überzogen zu sein. Genau das, was ich an Romance so gern mag: ein glaubhaftes Sich-Verlieben, kleine Momente des Über-sich-Hinauswachsens und eine Beziehung, die sich gegenseitig stärkt und wertschätzt. Auch die Nebencharaktere sind wunderbar getroffen. Ich freue mich jetzt schon sehr auf die nächsten Bände und darauf, wie auch sie ihr Happy End bekommen.
Insgesamt ein schönes, leichtes Buch, das einen mit einem guten Gefühl zurücklässt. Ein Sport, den ich nicht kannte, wurde mir interessant und anschaulich vermittelt, und die Romance war genau das, was ich gesucht habe.
Aurelia ist so eine tolle Protagonistin! Ich konnte ihre Gefühle so sehr nachempfinden. Ich habe ihr so gerne dabei zugeschaut wie sie über sich hinausgewachsen ist. Kathleen hat mir als Protagonistin sogar fast noch besser gefallen. Ich konnte sie so unglaublich gut verstehen. Sie ist mir in einigen Punkten sehr ähnlich und das mit ihrer Verletzung hat mich an meine Situation erinnert und ich hab mich ihr dadurch noch näher gefühlt. Die beiden zusammen sind ein unglaublich tolles Paar und ich habe es geliebt wie zart sich die Gefühle zwischen den beiden entwickelt haben.
Kommen wir nun zum besten Teil! Die Autorin hat es geschafft diesen einzigartigen und tollen Sport so schön in eine Geschichte zu packen, dass ich teilweise das Gefühl hatte selbst auf der Matte zu stehen. Da ich diesen Sport knappe 15 Jahre selbst ausgeübt habe, hatte ich mit den ganzen Begriffen und Beschreibungen keinerlei Probleme.
Der Schreibstil der Autorin war wirklich sehr toll. Alles war sehr detailliert beschrieben und hat zu einem tollen Leseerlebnis beigetragen.
Für mich einfach nur ein absolutes Highlight und ich kann es nur jedem empfehlen der gerne Sportromance liest und vielleicht mal eine Sportart etwas abseits vom Mainstream ausprobieren möchte. Ganz dicke Empfehlung!!
Ich verstehe nichts von Kampfsport, aber trotzdem habe ich die ganze Zeit mit den Hauptfiguren mitgefiebert. Ich liebe, wie die drei geschrieben sind, sie fühlen sich sehr plastisch und real an, und die Freundesgruppe ist eine, bei der man am liebsten dabei wäre. Die Liebesgeschichte war ein kleinerer Teil des Buches, als erwartet. Eher einer von mehreren gleichberechtigten, verknüpften Handlungssträngen. Mir hat das sehr gefallen.
Ich durfte dieses wunderschöne Buch schon vorab lesen und kam wirklich schnell in die Geschichte hinein (auch, wenn ich absolut kein Judo-Vorwissen habe). Die Charaktere machen Spaß zu lesen, haben aber auch immer noch ihre Tiefe beibehalten. Mir gefiel auch, dass wir uns ungefähr im gleichen Alter befinden (ungefähr Ende 20). Für queere romance bin ich auch sowieso immer zu haben 🤭🩷
mir fällt es schwer, das Buch zu bewerten, weil ich per se nichts daran auszusetzen habe. Aufgrund der Seitenzahl war die Love Story natürlich sehr schnell, und aufgrund der Seitenzahl habe ich das Buch auch zu Ende gelesen. Aber so richtig gefesselt hat es mich leider nicht.