»Das Paradies hatte sich innerhalb weniger Tage in eine Hölle verwandelt.«
Ein kleines Team um die Biologin Lara hat ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um es ökologisch zu bewirtschaften. Doch bald nach der Ankunft geschehen seltsame Dinge. Laras Bruder Malte verschwindet spurlos, kurz darauf reißt die Funkverbindung ab. Die Gruppe ist von der Außenwelt abgeschnitten; ein Entkommen ist wegen der gefährlichen Strömung in einem Priel unmöglich. Lara ist sich sicher, dass sie nicht allein auf der Insel sind. Zugleich verdichten sich Hinweise, dass ihr Lebensgefährte Henry etwas mit dem Verschwinden von Malte zu tun hat. Werden sie von einem Unbekannten verfolgt oder besitzt Henry eine dunkle, gewalttätige Seite? Als eine weitere Person verschwindet, eskaliert die Situation ...
Ein außergewöhnliches Setting in der Die sturmumtoste Hallig macht jedes Entkommen unmöglich
Ich finde das Setting auf einer Hallig wirklich super für einen Thriller und die Hintergrundfakten zur Ökologie und Lebensweise sind sehr interessant, darüber würde ich gern mehr lesen. Leider hat mich das Buch davon abgesehen einfach nur wütend gemacht, mal ganz davon abgesehen, dass es wirklich nicht gut geschrieben ist. Die Charaktere sind so überzeichnet und unglaubwürdig, dass sie sich nicht real anfühlen. Außerdem eskaliert jede kleinste Interaktion sofort, ständig wird geschrien und jede Auseinandersetzung schlägt ins Gewaltvolle um.
Mein größtes Problem ist jedoch die Darstellung des autistischen Bruders der Protagonistin. Er wird aufgrund seiner "Störung" permanent als Klotz am Bein beschrieben, auf eine Art und Weise, die fast schon entmenschlichend ist. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich hier wirklich mit dem Autismusspektrum auseinandergesetzt wurde, sondern einfach Stereotype reproduziert werden. Neben weiteren schwierigen Aussagen war für mich das letzte Zünglein an der Waage eine Vergewaltigungsszene, die es absolut nicht gebraucht hätte.
Dieses Buch hat mich vor allem mit seiner dichten, fast greifbaren Atmosphäre überzeugt. Die abgeschiedene Hallig, das raue Wetter und das Gefühl, von der Außenwelt abgeschnitten zu sein, wurden so lebendig beschrieben, dass ich beim Lesen komplett in diese beklemmende Stimmung eintauchen konnte. Im Zentrum steht Lara, deren Perspektive die Ereignisse trägt, während sich die Dynamik innerhalb der kleinen Gruppe immer weiter zuspitzt.
Die Handlung entwickelt sich eher ruhig und baut die Spannung schleichend auf, was mir persönlich gut gefallen hat. Nach und nach passieren immer merkwürdigere Dinge, Personen verschwinden und das Misstrauen untereinander wächst, man beginnt, selbst ständig mitzurätseln und Theorien aufzustellen. Gerade dieses „Niemandem mehr trauen können“ macht den Reiz der Geschichte aus. Auch wenn ich recht früh eine Ahnung hatte, in welche Richtung es gehen könnte, blieb es dennoch spannend zu verfolgen, wie sich alles zuspitzt und schließlich auflöst.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich waren die Charaktere. Obwohl die Konstellation interessant ist, hätte ich mir hier mehr Tiefe und Ausarbeitung gewünscht, um noch stärker mitzufühlen. Gerade in einem so isolierten Setting wäre da noch mehr Potenzial gewesen.
Insgesamt ist es kein actiongeladener Thriller, sondern eher ein atmosphärischer Spannungsroman, der besonders durch seine Stimmung punktet. Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es allen empfehlen, die ruhiger aufgebaute Spannung und ein unheimliches Setting mögen.
Inhalt Lara kauft mit Lebensgefährte Henry, ihrem Bruder Malte und zwei Freunden ein Gehöft auf der Hallig Westeroog. Dort sind sie abgeschieden vom Rest der Welt. Bei ihrer Ankunft scheint alles so zu sein, wie sie es sich erträumt haben, doch nur kurze Zeit später verschwindet Malte spurlos. Dann glaubt Lara, einen Fremden auf der Hallig gesehen zu haben und auch Henry benimmt sich zusehends seltsamer. Bis plötzlich noch jemand verschwindet und die Situation eskaliert.
Eigene Meinung Puuuuh. Der Schreibstil war viel zu einfach und sensationsheischend. Die Dialoge waren zu platt und gestelzt und überhaupt nicht natürlich, locker leicht. Das hat das lesen super anstrengend gestaltet.
Aus einer ganz normalen Situation wird rasend schnell, ohne Ankündigung plötzlich eine brisante und aggressive Lage. Das passiert andauernd. Ständig fühlt sich irgendjemand unglaublich schnell angegriffen und rastet aber dann auch direkt aus. Das passiert viel zu oft und lässt einen nur noch die Augen verdrehen.
Angeblich sind sie alle ach so toll miteinander befreundet, davon merkt man aber leider überhaupt nichts. Alles wirkt total oberflächlich. Es passieren auch ständig so komische Sachen wie, dass Henry unglaublich abfällig über Laras autistischen Bruder Malte redet und sie lässt es ihm durchgehen. Schlimmer noch, sie entschuldigt sein Verhalten sogar. Für mich war das komplett unverständlich. Zumal die fünf schon vor dem Umzug testweise zusammengewohnt haben. Das merkt man aber gar nicht. Eher scheint es, als müssten Fremde plötzlich unter einem Dach leben.
Unnötige Abstecher in die Ökologie der Insel konnten leider nicht einmal ansatzweise Atmosphäre aufbauen, dabei war hier so unglaublich viel Potential. Es hilft dabei auch nicht, dass in den wenigen Tagen mehrmals große Stürme angekündigt werden, die Insel sogar überflutet wird und die Protagonisten sich TROTZDEM ins freie begeben, um dann festzustellen, dass es ja eine lebensbedrohliche Situation ist, auf die sie überhaupt nicht vorbereitet sind. Ach ne.
Hauptfigur Lara dramatisiert auch immer direkt alles. Sie zieht bei jeder sich bietenden Gelegenheit voreilige Schlüsse und geht NATÜRLICH immer direkt vom schlimmsten aus. Wenn's nach ihr gehen würde, wären sofort am Anfang schon mehrere Menschen gestorben. In dieser dramatischen Hektik, die sie dann an den Tag legte, ging die Handlung ein wenig unter, so dass man sich anstrengen musste, zu folgen. Ich kam bei ihren wirren und oft unlogischen Gedankengängen gar nicht mehr hinterher.
Was bei ihr und den anderen ebenfalls nicht gepasst hat, war das Verhalten nachdem Malte verschwunden ist. Es wurde ein bisschen gesucht und schon Stunden später geht alles wieder seinen gewohnten Gang. Bis irgendjemandem plötzlich wieder einfällt, dass Malte verschwunden ist und Lara wieder in unglaublich tiefe Trauer stürzt. Heeeee...
Leider hat man im Laufe der Geschichte eine Ahnung, wie das ganze enden wird und man wird traurigerweise dahingehend auch nicht überrascht.
Fazit Eine vorhersehbare Story, die viel zu viel erzwungene Dramatik beinhaltet und dadurch lächerlich wirkt. Ich konnte die Geschichte und auch die Figuren nicht ernst nehmen. Das war leider nichts.
Klappentext: Ein kleines Team um die Biologin Lara hat ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um es ökologisch zu bewirtschaften. Doch bald nach der Ankunft geschehen seltsame Dinge. Laras Bruder Malte verschwindet spurlos, kurz darauf reißt die Funkverbindung ab. Die Gruppe ist von der Außenwelt abgeschnitten; ein Entkommen ist wegen der gefährlichen Strömung in einem Priel unmöglich. Lara ist sich sicher, dass sie nicht allein auf der Insel sind. Zugleich verdichten sich Hinweise, dass ihr Lebensgefährte Henry etwas mit dem Verschwinden von Malte zu tun hat. Werden sie von einem Unbekannten verfolgt oder besitzt Henry eine dunkle, gewalttätige Seite? Als eine weitere Person verschwindet, eskaliert die Situation.
„Das Gehöft“ ist das Thriller-Debüt von Leo Brandt.
Der Handlungsort, die unbewohnte Hallig Westeroog, gekauft von einem kleinen Team, rund um die Biologin Lara. Im Mittelpunkt stehen fünf junge Menschen. Die Biologin Lara, eine sympathische junge Frau, die sich von dem Versuch, die Hallig biologisch zu bewirtschaften, viel verspricht. Laras Bruder Malte. Er ist Asperger-Autist und auf seine Schwester Lara angewiesen. Laras Freund Henry, Softwareentwickler mit eigener IT-Firma, die er mit seinem Freund Kenan zusammen führt. Kenan ebenfalls Softwareentwickler und Geschäftspartner von Henry. Er ist ein ausgeglichener Typ mit ökologischem Interesse. Kenans Freundin Silke, Fachärztin für Chirurgie. Silke ist sehr ehrgeizig, was ihren Beruf sowie das Leistungsschwimmen, das sie betreibt, angeht.
Diese fünf begeben sich auf die abgelegene Hallig. Nach dieser Hallig gibt es nur noch das Meer. Ein Unwetter mit heftiger Sturmflut bricht aus, die jungen Leute sind von der Außenwelt abgeschnitten. Plötzlich auf sich allein gestellt, ohne jeglichen Ausweg, kommt es zu Streitereien unter der Clique. Dann verschwindet plötzlich Malte, Laras Bruder.
Leo Brandt schildert eine Situation, die ich in letzter Zeit oft in Thrillern gelesen habe. Menschen sind plötzlich irgendwo von jeglicher Zivilisation abgeschnitten und es passiert ein Unglück. Trotzdem gelingt es dem Autor mich mit seinem Thriller zu fesseln. Leo Brandt baut schon im Prolog Spannung auf, die er im Laufe der Geschichte noch steigert. Nach der Sturmflut ist die Clique auf sich allein gestellt. Die Situation verschärft sich als, Malte verschwindet und auch das einzige Boot weg ist. Die Internetverbindung ist zusammengebrochen. Wobei es mich wundert, dass auf einer unbewohnten Hallig überhaupt eine Internetverbindung besteht.
Leo Brandt erzählt die Situation auf der Hallig mit einigen Gänsehautmomenten. Die Charaktere werden gut beschrieben. Nach einiger Zeit weiß man allerdings nicht mehr, wem man wirklich trauen kann.
Der Schreibstil von Leo Brandt ist flüssig und gut verständlich. Die Geschichte hat mich schnell gefesselt.
Auch wenn ich solche Szenarien in letzter Zeit häufig gelesen habe, ist „Das Gehöft“ ein spannender Thriller, den ich gerne gelesen habe.
Lara hat aus ihrem vorab ausbezahlten Erbe der Eltern ein Gehöft auf der fiktiven Hallig Westeroog gekauft, um mit ihrem Bruder Malte, ihrem zukünftigen Mann Henry und dem Paar Silke und Kenan ein Projekt zur Erhaltung alter, bedrohter Haustierrassen zu verwirklichen. Das Gehöft ist Willi Jensens Elternhaus, der inzwischen auf Pellworm lebt und als Bootsführer und guter Geist Kontakt zur seiner alten Heimat hält. Die drei Männer werden auf der Hallig weiter gemeinsam in Henrys Web-Agentur arbeiten.
Der Umzug auf die Hallig startet praktisch im Chaos, als unmittelbar vor einem drohenden Wolkenbruch Hausrat und Umzugskisten wild durcheinander irgendwo abgestellt werden. Am folgenden Tag ist nicht nur Lara völlig verstört, weil sie in einem der beiden weiteren – unbewohnten – Reetdachhäuser eine Person gesehen zu haben glaubt, sondern Malte ist offenbar verschwunden. Neben der Frage, welche Probleme die Brüder Ove und Helge Andresen haben und was Malte passiert sein könnte, zeigt sich, dass die Gruppe die Probleme mit Maltes Störung aus dem Autismus-Spektrum offenbar unterschätzt hat. Eine Planung hat offenbar nicht stattgefunden, welche Prioritäten sich aus Henrys selbstständiger Tätigkeit, Maltes besonderen Bedürfnissen und einem Haushalt ergeben, der bei schlechtem Wetter länger vom Festland isoliert sein wird. Malte muss circa Mitte 20 sein, dass seine Störung in der ungewohnten Umgebung die Gruppe aus heiterem Himmel trifft, finde ich so unglaubwürdig wie die fehlende Regelung z. B. über eine gesetzliche Betreuung.
Das Setting auf einer sturmumtosten Hallig, in dem man lieber nicht so genau wissen möchte, welche Tiere unter dem Reetdach leben, wird leider durch die überdramatisierende Sprache vergeudet, die nicht beschreibt, sondern mit unnützen Adjektiven plakatiert. Fürchterlich, schrecklich, so richtig schlimm, echt, verdammt, hübsch – welcher Stil ist das bitte? Spannung wird behauptet, indem die Vorgeschichte der Figuren aus dem Hut gezogen wird. Die Sprache, in der über den Bruder mit Asperger geschrieben wird, wirkt unpräzise, dilettantisch, wertend und hämisch. Sprachlich wie inhaltlich unzumutbar und bei 35% abgebrochen. Schade um das stimmungsvolle Setting.
Nervtötend statt nervenaufreibend . Unter dem Namen Leo Brandt wechselt der Autor Richard Brandes vom Krimi- ins Thriller-Genre. Zu den Krimis habe ich immer wieder positive Resonanz mitbekommen. Das hat mich neugierig gemacht, und so habe ich das Thriller-Debüt DAS GEHÖFT sofort auf meine Leseliste gesetzt. In diesem Fall haben sich meine Erwartungen aber leider nicht erfüllt. . Darum geht’s: Die Biologin Lara zieht mit ihrem Freund, ihrem Bruder und einem befreundeten Pärchen auf die Hallig Westeroog. Kaum dort angekommen, verschwindet Laras Bruder und es geschehen weitere seltsame Dinge… . Was ich mochte, war das Setting. Eine einsame und sturmumwehte Hallig – in Verbindung mit einer spannenden Story kann das zum Selbstläufer werden. Leider kam es hier aber anders. Der Verlag kündigt das Buch als nervenaufreibenden Thriller an. Hm, ich habe ihn leider in zunehmendem Maße als nervtötend empfunden. Das liegt vor allem an den Charakteren und ihren Handlungsweisen. Es geht hier um Erwachsene, die mir allerdings eher vorkamen wie tiefpubertäre Jugendliche. Vor allem Protagonistin Lara hat mich zunehmend auf die Palme gebracht. Ihre Stimmungen und Gedankengänge habe ich als extrem sprunghaft und naiv empfunden. Anfangs habe ich noch wohlwollend ein Auge zugedrückt. Als es aber munter so weiterging, konnte ich einfach nur noch den Kopf schütteln. Für mich war das einfach unlogisch und nicht nachzuvollziehen. Auch die Dialoge habe ich als sehr gestelzt und künstlich empfunden. Das war für mich einfach nicht schön zu lesen. Die Spannungselemente fand ich für die letztendliche Auflösung überdramatisch. . Fazit: Das Setting, die Grundstimmung und die Atmosphäre haben mir generell gefallen. Mit dem Rest konnte ich persönlich leider nichts anfangen. Wie immer gilt: Wenn euch das Buch interessiert, solltet ihr euch natürlich eure eigene Meinung bilden.
Das Cover gefällt mir sehr gut, ich mag die düstere/mystische Stimmung. Der Titel ist gut platziert, insgesamt finde ich das Cover sehr gut umgesetzt.
Eine Hallig in der Nordsee ist der Schauplatz dieses Thrillers, die Biologin Lara reist ihrem kleinen Team dorthin. Sie hat ein kleines Gehöft auf der Hallig Westeroog gekauft. Doch bereits kurz nach der Ankunft geschehen seltsame Dinge. Ihr Bruder Malte verschwindet spurlos und dann bricht auch noch die Funkverbindung ab, sie sind von der Außenwelt abgeschnitten. Doch auch die gefährlichen Strömung in einem Priel macht das Entkommen unmöglich, da es viel zu gefährlich ist. Lara bekommt immer wieder das Gefühl, dass sie nicht alleine auf der Hallig sind. Und immer erdrückender werden die Beweise gegenüber ihrem Lebenspartner Henry, hat er etwas mit dem Verschwinden von Malte zu tun? Denn Henry hat eine düstere, verborgene Seite und bald darauf verschwindet eine weitere Person... Was passiert dort auf der Hallig?
Der Thriller war wirklich spannend und ich fand den Schauplatz sehr interessant. Die Hallig war sowohl beklemmend als auch gefährlich doch bot sie auch eine einzigartige Natur. Die Charaktere wurden seht gut beschrieben und ich mochte Lara. Besonders das Ende war nervenaufreibend und die Auflösung stimmig. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Wem kann man trauen? Leo Brandt, der Autor, bislang kenne ich ihn nur, unter anderem Namen, als Verfasser einer ausgezeichneten Krimireihe. Hier hat er einen Thriller vorgelegt, der schon auf dem Cover ein düsteres Szenario bietet. Handlungsort, eine Hallig, das ist die Abgeschiedenheit schon Programm. Lara und ihr Lebensgefährte Henry ziehen mit einem weiteren Paar und Laras autistischen Bruder Malte auf diese Hallig. Die idealistische Vorstellung der fünf ist die ökologische Bewirtschaftung der Hallig. Der Prolog lässt schon ahnen, dass es vielleicht doch nicht alles so idyllisch werden könnte. Zunächst ist alles gut, Silke ist Ärztin, Lara Biologin, Henry und Kenan IT-Experten. Doch dann ändert sich das Wetter, eine Sturmflut wird angekündigt. Es kommt zum Streit mit Henry, Malte verschwindet und Lara findet sich in einem Albtraum wieder. Sie weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann, am allerwenigsten vielleicht Henry. Der größte Pluspunkt des Thrillers ist die Beschreibung der Atmosphäre. Die ungestüme Gewalt des Wetters, die Einsamkeit auf der Hallig, schaffen ein Kopfkino, bei dem man den Regen spürt und den Wind heulen hört. Das Thema Vertrauen, Misstrauen und wie schnell so etwas umschlagen kann, ist gut gelungen. Als Leser stellt man sich ständig die Frage, wo das Motiv liegen könnte. Einige Entwicklungen sind anders gelaufen, als man erwartet hatte, andere Handlungsstränge waren dagegen offensichtlich. Was mich etwas gestört hat, war die Naivität, wie die fünf diesen Umzug angegangen sind. Stellenweise hätte es dann auch etwas weniger Drama und Wetter sein dürfen. Überhaupt nicht gepasst hat für mich der Epilog, der auch keinen Mehrwert für die Handlung geboten hat. Insgesamt aber ein spannender und unterhaltsamer Thriller, der aber an die Krimireihe nicht heranreicht.
Zum Inhalt: Biologin Lara hat mit einem kleinen Team ein Gehöft auf einer menschenleeren Hallig gekauft, um es ökologisch zu bewirtschaften. Doch kaum angekommen verschwindet Laras autistischer Bruder Malte und die Funkverbindung bricht ab. Sie sind auf der Hallig gefangen, denn aufgrund der gefährlichen Strömungen ist ein Entkommen nahezu unmöglich. Zudem beschleicht Lara das Gefühl, dass ihr Lebensgefährte Henry etwas mit Maltes Verschwinden zu tun hat und dass sie nicht allein auf der Hallig sind. Meine Meinung: Auch wenn die ganze Geschichte schon recht reißererisch geschrieben ist, hat die Geschichte trotzdem einen hohen Unterhaltungswert, denn allein das Setting ist schon ungewöhnlich. Es passiert ja auch wahnsinnig viel, da kommt man kaum zu Atem. Aber das Buch hat auch Nachteile, denn gerade Lara ging mir immer mal wieder auf die Nerven mit ihrer überbordenen Hysterie. Klar passierte natürlich auch einiges, was sonderbar war, aber ob man nun so eskalieren muss, ich weiß nicht. Das Ende hat mir recht gut gefallen. Ich hatte sowohl Buch als auch Hörbuch, wobei mir das Hörbuch besser gefallen hat, vielleicht weil ich nicht selbst lesen musste und es mir dadurch flüssiger vorkam. Fazit: Ganz gut
Dies ist mein erstes Buch von dem Autor und bestimmt nicht mein letztes 😍 Unter Richard Brandes sind wohl auch schon einige Krimis erschienen, die ich mir jetzt auch ansehen werde.
Der Schreibstil hat mich sofort gepackt.
Auch fand ich die Charaktere sehr gut beschrieben. Ganz besonders Lara und Henry.
Auch das Setting eines abgelegenen Gehöft fand ich super. Ich mag solche Thriller, die an einem abgelegenen Ort spielen und die Charaktere dann dort "gefangen" sind. So auch hier durch eine Sturmflut und ohne Funkverbindung um Hilfe zu rufen.
Die Story nimmt Fahrt auf, als Malte, der autistische Bruder von Lara, nach einem Streit spurlos verschwunden ist. Die Frage, ist ihm etwas zugestoßen und wenn ja, was, war für mich äußerst spannend auf den Grund zu gehen.
Was sich hier für menschliche Abgründe auftun ist sehr spannend und mitreißend erzählt.
Bis zum Ende war ich mir nicht wirklich sicher welches Spiel hier gespielt wird.
Ein sehr guter Thriller, der mir sehr schöne Lesestunden beschert hat.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4 Sterne.
Vielen Dank an den @dtv_verlag und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Ebooks Inhalt Ein kleines Team um die Biologin Lara hat ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um es ökologisch zu bewirtschaften. Doch bald nach der Ankunft geschehen seltsame Dinge. Laras Bruder Malte verschwindet spurlos, kurz darauf reißt die Funkverbindung ab. Die Gruppe ist von der Außenwelt abgeschnitten; ein Entkommen ist wegen der gefährlichen Strömung in einem Priel unmöglich. Lara ist sich sicher, dass sie nicht allein auf der Insel sind. Zugleich verdichten sich Hinweise, dass ihr Lebensgefährte Henry etwas mit dem Verschwinden von Malte zu tun hat. Werden sie von einem Unbekannten verfolgt oder besitzt Henry eine dunkle, gewalttätige Seite? Als eine weitere Person verschwindet, eskaliert die Situation ... Meinung Ich bin gut ins buch gekommen das Setting hat mir gut gefallen. Der Schreibstil war leicht und locker. Die Geschichte spannend von der ersten Seite an. Die Protagonisten fand ich gut gezeichnet. Das Ende war überraschend. Große Lese Empfehlung
Das Cover ist sehr ansprechend, man weiß direkt worauf man sich in der Geschichte einstellen muss.
Zu Beginn des Buches gibt es ein Glossar, um besondere Beschreibungen für das Leben auf einer Hallig klar zu machen. Danach folgt eine Karte über das nordfriesische Wattenmeer sowie die frei erfundene Hallig Westeroog.
Der Prolog lässt den Leser bereits beim Einstieg atemlos zurück. Und so geht es weiter. Geheimnisvolle Vorkommnisse, Verrat, Freundschaft, Liebe - all dies auf einer einsamen Hallig zu herbstlichen Stürmen und Überschwemmungen. Es passiert immer und ständig etwas und nie ist man darauf vorbereitet. Insgesamt eine tolle Story, die reich an Spannung und Verwirrung ist.
Leider gibt es aber auch den ein oder anderen Schönheitsfehler, den der mitdenkende Leser unweigerlich bemerken muss. Manches ist einfach nicht richtig rund oder nicht richtig durchdacht. Daher ziehe ich auch einen Stern ab und komme trotzdem auf gute 5*.
Der Schreibstil ist genauso mitreissend wie die Geschichte flott ist. Ich habe mich trotz der kleinen Fehlerteufel gut unterhalten gefühlt.
Ein Leben auf den Halligen. Dies erfüllen sich vier Freunde, doch bald wird dieser Traum zum Alptraum. Die erste Person verschwindet und wer ist dieser mysteriöse Mann?
Meine Meinung
Als erstes hat mich der Ort des Geschehens interessiert. Ich stelle mir das, als 100% iges Landei, sehr bedrückend vor und so kam es auch rüber. Unheimlich, düster und wahnsinnig spannend.
Ich habe das Hörbuch gehört und fand den Sprecher sehr gut. Er hat eine angenehme und ausdrucksstarke Stimme. Leicht und flüssig ist die Erzählung und die Personen und Handlungen werden sehr gut erklärt und verständlich beschrieben. Der Roman überrascht mit Wendungen, die ich so nicht gedacht habe. Alles richtig gemacht und erhält von mir ganz klar die volle Punktzahl.