1882: Charlotte Jäger ist jung; clever und mittellos. Die gut bezahlte Stelle als Betreuerin eines Adelssprösslings auf dem abgelegenen Gut Valarin kommt ihr da gerade recht. Doch bald schon trübt sich die Idylle. Warum darf Charlotte das Anwesen nicht mehr verlassen? Was verbirgt sich im gesperrten Flügel des Hauses? Und warum erkennt sie sich selbst auf einem alten Foto? Verliert sie in der nebeligen Einsamkeit allmählich den Verstand – oder gehen auf dem Gut Dinge vor sich; die all ihre Vorstellungskraft übersteigen?
Das war leider nicht mein Buch. Die Handlung ging in eine ganz andere Richtung, als ich es erwartet habe, weswegen mich das Lesen ziemlich gelangweilt hat. Habe dann darauf gehofft, dass mich zumindest die Auflösung umhauen wird, aber enttäuschenderweise war diese genauso ernüchternd wie der Rest des Buches. Die Charaktere fand ich okay, wobei mich die Naivität der Protagonistin wahnsinnig gemacht hat. Leider keine Empfehlung von mir. (Trotzdem bedanke ich mich mal wieder bei NetGalley für das Bereitstellen des Rezensionsexemplars!)
Historischer Gänsehaut-Krimi . DAS GUTSHAUS IM NEBEL von Katja Angenent ist ein historischer Kriminalroman, der ganz laut meinen Namen gerufen hat. Das Cover ist wunderschön spooky. Die Ankündigung des Verlags verspricht Gänsehaut-Feeling für Fans von Jane Austen, Charlotte Brontë und Wilkie Collins. Ja, ja und nochmal ja! Das musste ich lesen. . Darum geht’s: Die junge Lehrerin Charlotte Jäger kommt 1882 als Betreuerin eines Adelssprösslings auf das abgelegene Gut Valarin. Dort lauern Geheimnisse… . Der Einstieg ins Buch liefert gleich mal perfektes Kopfkino. Es war, als wäre ich mitten in einem Schwarz-Weiß Film gelandet. Dunkle Schatten, undurchsichtige Personen und seltsame Geschehnisse sorgen direkt für Mystery-Momente und Gänsehaut. Katja Angenent fängt hier perfekt die Stimmung klassischer Spannungsromane ein. Ich musste immer wieder an THE WOMAN IN WHITE von Wilkie Collins denken – ein Roman, der zu den Mitbegründern meiner Leidenschaft für das Genre gehört. Und genau hier knüpft DAS GUTSHAUS IM NEBEL an. Der Roman fängt früheren Zeitgeist ein, verwendet aber moderne Mittel. Der Krimi ist deutlich leichter und trotz seiner historischen Ansiedlung auch zeitgemäßer zu lesen als ein waschechter Klassiker. . Das Gutshaus ist toll beschrieben und die Personen, mit denen ich es dort zu tun bekommen habe, ebenso. Ich hatte das Gefühl, selbst durch die dunklen Gänge zu wandeln. Natürlich habe ich auch versucht, mir auf so manches seltsame Verhalten und Ereignis einen Reim zu machen. Zu Beginn des Buches dachte ich nach der Schilderung einer schaurigen Überlieferung zeitweise sogar, dass die Geschichte sich komplett ins Geisterhafte entwickeln könnte. Ich wäre diesen Weg mitgegangen, weil es super zur allgemeinen Stimmung gepasst hätte. Die Autorin hat dann aber doch auf normale Erklärungen gesetzt. . Das Erzähltempo ist zwar eher gemächlich, aber nie langweilig. Ich war stets neugierig darauf, wie es weitergeht. Es gibt immer wieder spannende Momente und Entwicklungen. Das Finale bietet sogar ein bisschen Action. DAS GUTSHAUS IM NEBEL ist ein Spannungsroman im Stile bekannter Klassiker, der mich gut und kurzweilig unterhalten hat.
Ein altes Gutshaus im Münsterland, dichter Nebel, verschlossene Türen und eine junge Frau, die zu viele Fragen stellt. Genau diese Mischung hat mich sofort gepackt.
Charlotte Jäger nimmt 1882 eine Anstellung an, die zu gut klingt, um wahr zu sein. Mittellos, klug und wenig gewillt, sich in die engen Erwartungen ihrer Zeit zu fügen, reist sie nach Valarin und findet dort kein beschauliches Landleben, sondern ein Haus voller Spannungen. Das Personal verhält sich abweisend, ihr Arbeitgeber kontrollierend, und nachts dringen Geräusche durch die Flure, die niemand sonst hören will. Besonders beklemmend ist der Moment, in dem Charlotte auf einem alten Foto ein Gesicht entdeckt, das ihrem auf irritierende Weise gleicht.
Was mir besonders gefallen hat, ist die Atmosphäre. Katja Angenent schreibt dicht und stimmungsvoll, ohne ins Überladene zu kippen. Man spürt die feuchte Kälte der Gänge, das leise Misstrauen zwischen den Figuren und die stetige Unsicherheit, ob hier etwas Übernatürliches geschieht oder ob alles erklärbar bleibt. Diese Schwebe zwischen Schauerroman und kriminalistischer Spurensuche erinnert an klassische englische Vorbilder, bleibt jedoch eigenständig im Ton.
Charlotte ist eine Protagonistin, die man gern begleitet. Sie ist neugierig, reflektiert und besitzt den Mut weiterzuforschen, obwohl sie zunehmend unter Druck gerät. Gerade das Spannungsverhältnis zwischen äußerer Abhängigkeit und geistiger Selbstständigkeit trägt die Geschichte überzeugend.
Nicht jede Wendung hat mich vollkommen überrascht, doch der Weg dorthin war atmosphärisch so stimmig und getragen von einer angenehm historischen Sprachfärbung, dass ich das Buch sehr gern gelesen habe.
Wer klassische Schauerstoffe mit kriminalistischem Kern schätzt und sich für starke Frauenfiguren im 19. Jahrhundert begeistern kann, wird hier gut aufgehoben sein.
Das Gutshaus im Nebel spielt im Deutschland des 19. Jahrhunderts und verbindet historischen Krimi, Mystery und eine leise Romance zu einer wirklich spannenden Geschichte.
Im Mittelpunkt steht Charlotte, die als Waise im Internat aufgewachsen ist und dort später selbst als Lehrerin arbeitet. Anders als viele ihrer Kollegen behandelt sie die Kinder mit Geduld und Sanftheit statt mit Strenge und Gewalt, etwas, das zu dieser Zeit nicht gern gesehen wird. Als sie schließlich ihre Stelle verliert, bekommt sie ein unerwartetes Angebot von Herrn von Wegbergen: Sie soll auf sein abgelegenes Gutshaus ziehen und die Erzieherin seines Sohnes werden.
Doch kaum ist Charlotte dort angekommen, merkt sie schnell, dass in diesem Haus etwas nicht stimmt. Es wird von Geistern gesprochen, ein Teil des Hauses ist streng verboten, im Garten tauchen immer wieder seltsame Gestalten auf und die Bewohner verhalten sich ihr gegenüber merkwürdig. Als Charlotte dann auch noch ein Bild von Violetta, der Tochter des Hauses, entdeckt und feststellt, wie sehr sie ihr ähnelt, beginnt sie zu ahnen, dass hinter dem Gutshaus ein viel größeres Geheimnis steckt.
Während sie versucht herauszufinden, was wirklich auf dem Anwesen passiert, kommt sie auch Karl näher, dem Neffen von Herrn von Wegbergen. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich sehr zart und fast schon cosy besonders im Kontrast zu den düsteren Geheimnissen des Hauses.
Zwischendurch hatte ich allerdings das Gefühl, dass sich die Geschichte in der Mitte etwas zieht. Man glaubt immer wieder zu ahnen, was passiert sein könnte, ohne es wirklich zu wissen. Trotzdem bleibt es eine spannende Mischung aus Mystery, historischen Elementen und einer süßen Romance, die vor allem durch die Atmosphäre des alten Gutshauses und seine vielen Geheimnisse getragen wird.
Ein abgelegenes Gut im Jahr 1882, eine junge Frau ohne Perspektive – und ein Job, der schnell unheimlicher wird, als er zunächst scheint: Charlotte nimmt eine Stelle als Betreuerin auf Gut Valarin an, doch schon bald häufen sich die Fragen. Warum darf sie das Anwesen nicht verlassen? Was verbirgt sich hinter verschlossenen Türen? Und wieso entdeckt sie sich selbst auf einem alten Foto?
Was mich hier direkt gepackt hat, war die dichte, düstere Atmosphäre. Dieses abgeschiedene Setting, die neblige Einsamkeit und das Gefühl, dass jederzeit etwas Unheimliches passieren könnte, sind wirklich gut eingefangen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass ich schnell in der Geschichte drin war und immer weiterlesen wollte. Besonders mochte ich, dass man als Leser*in ständig miträtselt: Gibt es für all das eine logische Erklärung oder steckt doch etwas Übernatürliches dahinter?
Charlotte als Figur hat für mich gut funktioniert, und ich bin ihr gerne durch die Geschichte gefolgt. Die Spannung baut sich eher schleichend auf, lebt stark von der Atmosphäre und den vielen offenen Fragen – genau mein Ding.
Ein kleiner Kritikpunkt ist für mich allerdings das Ende: Nicht unbedingt die Auflösung an sich, sondern wie schnell alles abgehandelt wurde. Nach dem doch recht ausführlichen Aufbau hätte ich mir hier etwas mehr Raum und Tiefe gewünscht, statt eines relativ zügigen Abschlusses.
Trotzdem ist es ein wirklich stimmungsvoller, geheimnisvoller Krimi, der vor allem durch seine Atmosphäre punktet und mich gut unterhalten konnte.
Oh wow, das Buch war klasse! Für mich hat von Anfang alles gepasst und ich wollte gar nicht aufhören zu lesen.
Charlotte war eine tolle Protagonistin. Mit ihren Ansichten ist sie ihrer Zeit voraus, aber nicht zu weit und sie wusste immer, wie weit sie gehen kann. Damit wirkte sie glaubhaft im Jahr 1882 und ich habe sie gerne begleitet.
Die Atmosphäre war durchweg mysteriös, manchmal fast gespenstisch. Man wusste, dass etwas nicht stimmt. Die Personen waren undurchschaubar, die Beschreibungen des Gutshauses und des Grundstücks waren bildlich und haben der Geschichte genau die richtige Menge Spannung gegeben. Man hat beim Lesen quasi gemerkt, wie kalt es im Gebäude war.
Was mir besonders gefallen hat, ist, dass man Charlotte mit Erkenntnissen nicht voraus oder hinterher war. Man weiß anfangs genauso wenig wie sie, was los ist und kommt erst nach und nach mit ihr zusammen zum Lösen des Falls.
Die Lösung war nicht wahnsinnig überraschend, sie zeichnete sich während des Lesens ab. Aber das wirkte gewollt und ließ die Wendungen und Ereignisse glaubhaft und nicht überzogen wirken.
Für Fans von historischen Krimis eine klare Empfehlung von mir!
Danke an NetGalley und Emons für das Rezensionsexemplar!
Leider konnte mich die Geschichte nicht begeistern. Durch die Kurzbeschreibung hatte ich etwas anderes erwartet. Die Geschichte hat mich eher gelangweilt, als mir eine Gänsehaut beschert.
Meiner Meinung nach wird hier viel Potenzial verschenkt. Wenn die Geschichte mal ein bisschen in Fahrt kam, wurde sie gleich durch das Geschmachte der Protagonisten wieder unterbrochen. Die Liebesgeschichte fand ich so unglaubwürdig und überhaupt nicht nachvollziehbar. Das Buch ist mal wieder ein gutes Beispiel, dass man nicht immer zwanghaft eine Liebschaft einbauen muss.
Auch die Handlungen von Charlotte, die eben nicht besonders clever daherkommt, konnte ich zu keinem Zeitpunkt nachvollziehen.
Das Ende konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Es wirkte unrund und eher etwas gehetzt, so als müsste man nun endlich zum Abschluss kommen.
Sherlock meets Bridgerton. -Rezensionsexemplar- . Genre: Eine Mysterie-Story mit KrimiVibes im Viktorianischen mit Herrenhaus, starker Prota & vielen Geheimnissen. . Setting: Charlotte bekommt eine Anstellung als Kinderdame in einem herrschaftlichen Haus. Nach großer Vorfreude kommt die Ernüchterung. Die anderen Angestellten sind kurz angebunden, das Tor verschlossen & auf Gemälden fällt ihr eine Ähnlichkeit mit der verschwundenen Tochter des Hauses auf. . Schnapp dir einen Kaffee & schmöcker dich durch diese Mysterie-Geschichte.