Mit sechs wiederholt vergewaltigt, mit 13 an Magersucht erkrankt, mit 21 ausgerechnet in einem Bordell Zuflucht gesucht: Lilly Lindners wortgewaltige Autobiographie "Splitterfasernackt" nahm unzähligen Menschen den Atem. In "Winterwassertief" erzählt sie, was danach kam: Von der Schwierigkeit, mit ihrer nackten Geschichte plötzlich in der Öffentlichkeit zu stehen, von der Ambivalenz ihrer eigenen Gefühle – aber auch von den berührenden Begegnungen, die sie seit dem Erscheinen von "Splitterfasernackt" hatte: mit Menschen, die ähnliche Schicksale haben wie sie, die sich ihr anvertrauen und denen sie mit ihren Worten helfen konnte. Für Lilly Lindner wurde der Schritt in die Öffentlichkeit zur Zerreißprobe. Am Ende ist sie daran gewachsen und schöpft heute Kraft daraus, für andere da zu sein, zuzuhören und Mut zu machen.
Lilly Lindner hat eine ganz besondere Art und Weise Worte zu verpacken, dass es mir bei jedem neuen Buch den Atem raubt.
Ich liebe ihre Bücher, weil sie einerseits so gut mit Worten umgehen kann, so gut eine Atmosphäre, oder ein Gefühl einpacken kann und andererseits nicht alles verpackt, weil manches einfach so benannt werden muss und sollte, wie es ist. Nämlich kalt und nicht schön und nicht leicht und verpackbar.
Sie schafft es immer wieder, auch wieder hier in Winterwassertief, einen gleichermaßen zu ver-, wie auch entzaubern und anders kann ich es nicht wirklich in Worte fassen
diese geschichte kann man nicht mit sternen bewerten, für mich wär sie der ganze sternenhimmel.
ich glaube ich habe dieses buch jetzt schon zum fünften mal gelesen. das erste mal war ich gerade 16 geworden und tief berührt von lillys geschichte. damals hat sie mir viel kraft gegeben & mich daran erinnert dass ich nicht allein bin in dieser welt. dafür bin ich ihr und ihren büchern fürimmerdankbar. über die jahre hinweg bin ich mit ihren worten an mir selbst gewachsen und bin heute an einem punkt wo ich mich nicht mehr so sehr einfühlen kann in ihren schreibstil, wie ich es einmal konnte. das ist aber gar nicht schlimm weil ich auch heute noch weiss, wieviel mir dieses buch gegeben hat. ich werde lilly und ihre worte immer ganz tief in meinem herzen tragen. ich hoffe es geht ihr gut 🦈🤍
Die Wortgewalt mit der Lilly Lindner schreibt, raubt mir jedes Mal wieder den Atem. Die Art mit der sie Worte aufspaltet und dadurch neue Sätze und neue Bedeutungen erzeugt ist absolut einzigartig und macht sie definitiv zu einer meiner Lieblingsautorinnen. Wie Lilly aus solch einer traumatischen Vergangenheit so wunderschöne Literatur erschaffen kann, macht mich jedes Mal wieder sprachlos. Oft sind die erzählten Geschichten unendlich traurig und schrecklich, aber auch ihr Humor blitzt immer wieder mal auf, vor allem in den Stories mit Chase oder mit den Kindern. Besonders gefallen haben mir auch die letzten Kapitel mit ihren Lesungen an den Schulen und welch Kraft Lilly an so viele Betroffene weitergibt und gleichzeitig unfassbar wichtige Aufklärungsarbeit betreibt. Ich wünsche mir sehr, das Lilly Lindner in näherer Zukunft wieder unterwegs ist und ich ihren Worten in echt lauschen kann. Ich kann das Buch klar empfehlen, wobei ich doch eine Warnung aussprechen muss, da das Buch sehr schwere Themen behandelt und möglicherweise nicht für jede Person geeignet ist. Winterwassertief war mein 4tes Buch von Lilly, das ich bisher gelesen habe und es zählt zu meinen Favoriten. Wobei ‘Was fehlt, wenn ich verschwunden bin’ immer den ersten Platz bei mir haben wird. Ich freue mich auf weitere Romane von ihr!
„Such dich nicht in der glatt geschliffenen Oberfläche eines gläsernen Spiegels, sondern in dem Licht, dass du wirst, auf andere und auf dich selbst. Dann frag dich, ob der Schatten größer bist, als du überblicken kannst und wenn, dann tritt einen Schritt zurück.“
Wenn einen beim Lesen die nackte Panik ergreift, weil man keine Post-its in der Nähe hat, dann kann es sich nur um ein Buch von Lilly Lindner handeln. Wie schon bei Splitterfasernackt hat mich diese Wortgewalt überwältigt. In unbeschreiblicher Sprache schafft es Lilly Unfassbares zu schildern. Ihre Worte sind klug und manchmal rührselig naiv. So besonders, dass man jeden Satz dreimal lesen möchte, sodass man ihn nie wieder vergisst. Wie Lilly ihren Literaturagenten fragt, so stelle ich mir vor, wie sie auch mich anschaut und fragt: "Magst du meine Geschichte?" Und wie kann man etwas so Schreckliches mögen? Ich würde wahrscheinlich antworten, dass ich es mag, was sie aus dem Schrecklichen gemacht hat und wie sehr ich sie bewundere. Nicht nur, weil sie es schafft jeden Tag zu überleben. Sondern auch wegen ihrer wahnsinnigen Begabung und dem Mut, so viele Menschen an diesen schönen Worten und dadurch auch an so viel persönlichem Leid teilhaben zu lassen. Ich glaube nämlich Lillys Bücher verkaufen sich nicht nur, weil Menschen eine Begeisterung für Grausamkeiten hegen und wegen des #sexsells-Grundsatzes. Ich würde alles von ihr lesen und hätte mir für sie gewünscht ihre Biografie würde sich um den ersten Liebeskummer einer 16-Jährigen oder der Frage nach dem richtigen Studiengang drehen. Ich bin mir sicher auch davon hätte sie wortgewaltig berichtet. Leider ist das nicht möglich. Die Gewalt blieb ihr nicht erspart. ⭐⭐⭐⭐⭐/Sterne für diese Worte!
,,Winterwassertief‘‘ ist die zweite Autobiografie der Autorin Lilly Lindner. In ihrem ersten Band hat sie von ihren schrecklichen Erlebnissen erzählt und in diesem Band lässt sie uns an den Dingen teilhaben, die seit der Veröffentlichung von ,,Splitterfasernackt‘‘ passiert sind. Lilly Lindner kämpft weiter gegen ihren Kampf und das erleben wir durch dieses Buch hautnah mit. Sie berichtet von Lesungen und Schulbesuchen, um bei Schüler*innen Aufklärungsarbeit zu leisten.
Auch bei diesem Buch finde ich es schwer, es richtig zu beurteilen, da es sich auch hierbei um eine Autobiografie handelt und ich es schwierig finde, mir ein Urteil darüber zu bilden. Dennoch hat Lilly Lindner es mit ihrem ersten Buch geschafft, sich tief in mein Herz zu schreiben. Ich bewundere diese Frau so sehr für ihren Mut und für ihre Stärke und würde auch gerne all ihre anderen Bücher lesen.
In dem Buch lernen wir Chase kennen, er ist die wichtigste Bezugsperson in Lilly Lindners Leben. Er reist mit ihr an die Schule, um den Schüler*innen ihre Geschichten näher zu bringen. Und auch ihren Literaturagenten Harry lernen wir kennen und es entwickelt sich eine wundervolle Freundschaft, die Lilly ganz viel halten geben wird und ihr auch dabei hilft, schwere Zeiten durchzumachen. Ich finde es schön, dass die Autorin so tolle Menschen in ihrem Leben hat.
Ich finde es schwer, dass Buch zu beschreiben, denn man muss es einfach selbst gelesen haben. Man sollte es lesen und dabei ganz langsam auf sich wirken lassen. Lilly Lindner schafft das, was viele nicht schaffen. Mit den Worten, die sie schreibt, sorgt sie dafür, dass sie bei anderen eine Wirkung hinterlassen. Sie regen zum Nachdenken an und sorgen dafür, dass man dieses Buch nicht so schnell vergisst. Mit jedem Wort und jedem Buchstaben, weiß man genau, was sie dem Leser sagen möchte und wirklich, Hut ab, dass schaffen wirklich nicht viele Autor*innen. Am Ende des Buches berichtet Lilly Lindner auch einiges von ihren Lesungen, was ich sehr spannend finde. Ich war leider bisher noch nie auf einer Lesung von ihr, aber ich stelle sie mir genauso gewaltig wie ihre Bücher vor. Ich liebe es, dass Lilly Lindner es schafft, mir und auch anderen Betroffenen eine Stimme zu geben und wir somit die Möglichkeit haben, all diese furchtbaren Dinge zu verarbeiten.
Auch den Schreibstil finde ich schwer zu bewerten. Lilly Lindner benutzt in ihrem Buch Worte, Sätze und Buchstaben, um uns ihre Geschichte näher zu bringen. Und das macht sie auf ihre Art und Weise und dafür benutzt sie so viele Möglichkeiten, wofür ich sie sehr bewundere. Diese Wortgewalt, die Lilly Lindner uns entgegen bringt, ist einfach wahnsinnig und fesselt einen an ihre niedergeschriebenen Worte.
Wie wir bereits wissen, ist auch ,,Winterwassertief‘‘ eine Autobiografie. Und ich bin der Meinung, dass es unfassbar schwer ist, diese Geschichte mit irgendwelchen Sternen zu bewerten. Hierbei handelt es sich nicht um irgendwelche Buchcharaktere oder irgendwas anderes, was man bewerten kann. Dies ist ein Buch, das man lesen sollte, ohne sich eine richtige Meinung dazu zu bilden. Dennoch sollte einem bewusst sein, dass dieses Buch keine leichte Kost ist, sondern tiefgründig und zwischendurch braucht man manchmal ein paar Pausen, um all die Dinge zu verarbeiten. Das sollte euch beim Lesen dieser Autobiografie bewusst sein.
Lilly Lindner verpackt ihr eigene Geschichte von noch nicht erzählten kurzen Anekdoten aus ihrer Kindheit und Jugend eingebettet zwischen Kapitel über ausführliche Gedankenschnipsel aus der Zeit nach und während der Veröffentlichung von ihrer Autobiografie „Splitterfasernackt“. Dadurch besteht das Buch aus vielen kurzen nicht chronologisch aneinandergereihten Kapiteln. Es geht um ihr junges erwachsenes Dasein und gedankliches Wegsein: Ein großes Wirrwarr ihrer Gedanken
Lilly Lindner hat diesen unglaublich besonderen Schreibstil,der mich jedes Mal auf neue in völlig neue Dimensionen befördert. Ihr Art mit Worten umzugehen ist einzigartig und habe ich bisher noch bei keinem anderen Autor/Autorin erlebt.
Lilly Lindner ist wirklich ein Ausnahmetalent! Von ihrem Schreibstil bin ich einfach begeistert! Und allem voran, habe ich größten Respekt vor ihrem Mut! Wirklich bewundernswert wie sie trotz ihrer eigenen Probleme anderen helfen möchte (oder gerade deshalb)!
Ich werde auf jeden Fall jeden ihrer Romane verschlingen!
Ich hab mir so viel von diesem Buch erhofft, da ich lilly lindner so gerne mag und splitterfasernackt so ein schönes Buch war, aber leider war ich von diesem sehr enttäuscht. Es ist fast gar keine Handlung zu vernehmen und auch fehlt es mir an Spannung.