Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen, dieses hat mir gut gefallen, zumal ich auch die Geschichte um Chandler und Joanna gelesen hatte, daher war mir Izzy bekannt. Hat zwar eine Weile gedauert, den Zusammenhang zu erkennen aber dann hab ich mich erinnert.
Dayton ist ja anfangs sehr selbstverliebt, unverschämt und arrogant, prahlt mit seinem Luxus und legt ein Arschlochverhalten an den Tag, da möchte man ihm am liebsten auch eine Ohrfeige verpassen oder zwei oder drei. Auch seine Einstellung zu Frauen ist mehr als grenzwertig, passt aber zu seinem Verhalten. Spass, Sex und Erregung.
Besonders mochte ich die Gedanken ihrer Gewissen, dass sich bei Leanne und Dayton immer gemeldet hat, wenn sie von ihrer Spur abgekommen sind und mal nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen gehandelt haben, wenn er sich immer an seine Prinzipien erinnern musste.
Daytons Selbstherrlichkeit war furchtbar, wie kann jemand nur so rücksichtlos und ingnorant sein, nur auf seine eigenen Ziele konzentriert, was ja an sich sehr lobenswert ist, wenn man ehrgeizig ist aber nicht auf Kosten anderer. Seine frauenfeindlichen Ansichten sind schon echt grenzwertig und unterirrdisch. Aber das gehört ja auch zu seinem Selbstbildnis eines aroganten Schnösels, der sich für was besseres hält, daher passt es wieder sehr gut. Du hast ihn als Protagonisten sehr gut dargestellt. Erst mit Leanne ändert sich sein Verhalten und auch seine Ansichten, Stück für Stück, oft bekommt er es gar nicht mit, später entschuldigt er sich auch mal oder schluckt seinen Stolz herunter. Seine Wandlung gefällt mir gut.
Seine Berufswahl habe ich nicht nachvollziehen können, hier fehlte mir einfach etwas mehr Input und der Grund, warum es gerade eine Bäckereikette sein musste. Es wurde mir zu wenig über seinen Arbeitsalltag berichtet, zumal er kein richtiges Interesse an den einzelnen CupCake-Geschmacksrichtungen und Ideen seiner Mitarbeiter zeigt. Man erfährt auch kaum etwas aus seiner Vergangenheit und wie er es schafft seinen Vollzeitjob und sein Hobby, sein Eishockeyteam, unter einem Hut zu bekommen.
Leanne ist so ein liebenswerter Mensch, der immer für alle da ist, und wenn sie selber einmal Hilfe braucht, sich nicht traut zu fragen, weil sie niemanden zur Last fallen möchte. Sie schluckt viel, doch wenn das Fass voll ist, dann bricht es auch schonmal aus ihr heraus und sie wehrt sich, leider viel zu selten.
Sie fällt ja von einer Katastrophe in die nächste und hat kaum Zeit dazwischen Luft zu holen und die Probleme zu beheben. Sie hat soviele Baustellen und mit Winston, wohl den miesesten Vermieter und Ex überhaupt. Hiier hat mich gestört, dass es für seine Aktionen gegen Leanne überhaupt keine Konsequenzen für sein Handeln gab.
Die Beziehung zu Dayton ist toll beschrieben und auch nachvollziehbar. Die Sexszenen sehr sinnlich und leidenschaftlich. Nicht zu kurz und auch nicht zu lang.
Beide wollen eigentlich nicht soviel in die Beziehung reinstecken, nur Spass haben und merken gar nicht, dass sie ihre Herzen schon verschenkt haben. Doch das beide auch nicht aufgeben und letztendlich doch noch das klärende Gespräch suchen, zeigt, wie sehr sich beide wünschen, dass es doch anders ist, als sie beide annehmen. Ein schönes Happy End.
Es ist eine schöne Geschichte, doch leider sind für mich zuviele Fragen offen geblieben und bei einigen Aktionen, besonders die von Curtis, haben sich mir der Sinn nicht erschlossen.