Wo Cowboy-Herzen weich werden ... Willkommen auf der Cold River Ranch!
Mara hält es in New York nicht mehr aus. Aus einer Laune heraus bewirbt sie sich auf eine Stelle als Tourguide für Reitausflüge auf der Cold River Ranch der Familie Davis in Wyoming. Dass sie null Erfahrung mit Pferden hat, verschweigt sie. Doch bevor sie auffliegt, erhält sie überraschend Hilfe von Noah Davis, der im Sattel großgeworden ist. Während zwischen den beiden sofort heftig die Funken fliegen, bleibt der Rest der Familie distanziert, und Mara merkt schnell, dass auf Cold River so einige dunkle Geheimnisse begraben liegen …
Heiße Cowboys und das absolute Wo könnte man sich besser hinträumen als auf die Cold River Ranch?
Vor kurzem kam das neue Buch von Mimi Kylling auf den Markt und eigentlich liebe ich ihre Bücher, dieses Mal haben Erwartungen und tatsächlicher Fokus nicht ganz zusammengepasst.
Im Mittelpunkt steht Mara, die spontan auf einer Ranch in Wyoming neu anfangen möchte und dort nicht nur Noah, sondern auch einer Familie begegnet, die mehr Geheimnisse hütet, als es zunächst den Anschein hat. Dadurch entwickelt sich neben der Romance vor allem ein Spannungsbogen rund um die Vergangenheit der Familie, der mich durchaus neugierig gemacht hat und der für mich zu den stärkeren Elementen des Romans gehört.
In mir blieb am Ende ein Gefühl zurück, dass den Figuren etwas Persönlichkeit gefehlt hat. Ich hätte mir mehr Ecken, Kanten und eine stärkere emotionale Tiefe gewünscht, damit ich eine engere Bindung zu den Charakteren aufbauen kann und auch zur Umgebung.
Vielleicht lag es auch an meinen Erwartungen. Bei einer Cowboy-Romance mit Ranchsetting hatte ich auf deutlich mehr Ranchalltag, Cowboys und vor allem auf das Pferdethema gehofft. Ich liebe Pferde, aber der Fokus liegt auf der Familie. Das ist keineswegs schlecht, aber wer wie ich wegen der Pferde und des Ranchlebens zugreift, sollte wissen, dass dieser Aspekt eher den Rahmen bildet als den eigentlichen Kern der Geschichte.
Gerade die Geheimnisse der Familie sorgen immer wieder dafür, dass man wissen möchte, was wirklich passiert ist. Aber ich konnte mich nicht wie sonst tief emotional fallen lassen. Versteht mich nicht falsch, mir persönlich fehlte das gewisse etwas.
Insgesamt ist Cold River Hearts für mich eine solide Ranch-Romance mit Mystery- und Familiengeheimnis-Elementen. Wer genau diese Mischung sucht, wird hier vermutlich gut unterhalten. Wer gerne atmosphärisch mitgenommen werden und sich tief in die Szenen träumen möchte, könnte seine Erwartungen nicht erfüllt bekommen.
Cowgirls führen. Das ist der Wunsch von Mara, welchen sie kurzerhand in die Tat umsetzt und auf der Cold River Ranch anheuert, mit einem „leicht“ aufgehübschten Lebenslauf. Dass sie ihre Erfahrung nur aus Büchern vorweisen kann? Kein Problem, wird schon schief gehen, oder? Allein dieser Beginn konnte mich catchen, denn was hier an gesundem Menschenverstand fehlt, wurde durch überbordenden Optimismus wett gemacht, bevor die harte Realität zuschlug.
Unsere Protagonisten kommen aus verschiedenen Welten, sind sich aber dennoch ähnlich, denn Noah, der Cowboy, trägt ein emotionales Trauma mit sich herum. Mara wurde dagegen von ihrem Vater enttäuscht und will es ihm nun beweisen, dass sie sich ihre Träume selbst erfüllen kann. Der Ranch-Alltag kommt nicht zu kurz und die Geheimnisse und Tragödien, die die Ranch umgeben, sind erdrückend. Der Umgang mit diesen traumatischen Ereignissen wurde glaubhaft dargestellt und sind wir doch mal ehrlich, jeder geht anders mit Problemen, Ängsten und Sorgen um.
Eine wundervolle Lovestory, welche zu fragil ist, um Bestand haben zu können: Dazu das Ablaufdatum und alle anderen Probleme. Der lebhafte und ausdrucksstarke Schreibstil von Mimi Kylling sorgt dafür, dass aus dieser Cowboy Romance etwas ganz Besonderes wird. Kleine Schritte anstatt großer Gesten. Die erste richtige Liebe. Der Schluss war absolut zauberhaft geschrieben, aber für mich ging es dann zu abrupt weiter. Ich möchte hier nicht spoilern, aber so manche Handlung fühlte sich in meinen Augen dann zu übertrieben an. Das ist auch der Grund dafür, dass dieses Buch nicht die volle Anzahl an Sternen bekommen hat.
Alles in allem ist Cold River Hearts eine malerische Cowboy-Romance, die neben dem Alltag auf der Ranch ganz deutlich zeigt, wie zerrüttete Familienbande und unverarbeitete Traumata sich auswirken können. Emotional, witzig, süß und damit äußerst lesenswert.
Ich bin ein Fan von Cowboy Romances, aber diese konnte mich leider so gar nicht überzeugen. Der Klappentext klang so vielversprechend und das Setting war auch wirklich toll zum wegträumen.
Mich hat weder die Story insgesamt noch die Liebesgeschichte zwischen Noah und Mara überzeugen können.
Die fehlende Tension schön und gut, aber hier liefen ja gefühlt nur menschliche Redflags über die Ranch: angefangen bei dem Vater von Noah (bitte was war das für ein wandelnder Alptraum ?), auch Noah war mit seinem abweisenden Verhalten Mara gegenüber absolut nicht mein Fall. Allgemein war das eine sehr dysfunktionale Familie, die zwar zum Ende hin etwas besser in Teilen funktioniert, aber genau hier wären verschiedene Therapien von Nöten gewesen. Mara hat für mich da (vor allem Noah gegenüber) zu viel Verständnis gezeigt und ihre eigenes Wohl zurück gestellt. Ach und zum Thema Redflags: Maras Eltern waren ja auch ganz viel, aber nur sehr bedingt gut für ihre Tochter…
Der Spannungsaufbau rund um die Geheimnisse der Familie war gut gedacht, hatte für mich zwischenzeitlich eher etwas mystisches.
Der Schreibstil war nicht schlecht, aber mich konnte das Buch nicht überzeugen. Ich dachte das Ende könnte es noch besser machen, aber auch das konnte mein Herz leider nicht erwärmen.