Hat sie das perfekte Leben – oder ist sie die perfekte Lügnerin?
Sorcha dachte, ihr Leben sei vorbei, nachdem sie von der Affäre ihres Mannes erfuhr. Aber es ist ihr gelungen, aus der schmerzhaften Zeit gestärkt hervorzugehen, und nun gibt sie anderen Frauen Rat und Unterstützung. Frauen wie die schüchterne Tina, die im letzten Jahr kaum ihre Wohnung verlassen hat. Auch Tina kennt das Gefühl, betrogen zu werden. Doch als Sorcha sie in ihr Leben lässt, entsteht zwischen den Frauen ein gefährliches Spiel. Denn eine von ihnen verbirgt ein dunkles Geheimnis.
Dieses Buch hat mich mehr gepackt, als ich anfangs erwartet hätte. Die Geschichte rund um Sorcha, die nach dem Betrug ihres Mannes versucht, ihr Leben neu aufzubauen und anderen Frauen Halt zu geben, trifft auf Tina, die sich nach ähnlichen Erfahrungen komplett zurückgezogen hat. Zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch verbindet sie mehr, als man zunächst denkt.
Besonders gut gefallen hat mir der Perspektivwechsel zwischen den beiden, weil man dadurch sehr nah an ihre Gedanken und Gefühle herankommt. Beide Figuren sind vielschichtig gezeichnet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte spürbar weiter. Gerade das gegenseitige Beobachten, die unterschwelligen Zweifel und das wachsende Misstrauen sorgen für eine dichte, fast schon beklemmende Atmosphäre.
Die erste Hälfte braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen, legt aber eine wichtige Grundlage für die Dynamik zwischen den Figuren. In der zweiten Hälfte zieht das Tempo dann deutlich an. Lügen, Geheimnisse und unerwartete Entwicklungen sorgen dafür, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann.
Der Twist am Ende war für mich überraschend und hat der Geschichte nochmal eine spannende Wendung gegeben, auch wenn mir persönlich das Motiv dahinter nicht ganz ausgearbeitet genug war.
Insgesamt ein fesselnder Thriller mit starken Frauenfiguren, viel psychologischer Spannung und einer intensiven Atmosphäre.
Sowohl die Inhaltsangabe als auch das Cover sprachen mich an, und so zog "Du gehörst zu uns" von Claire Allan, erschienen im Aufbau Verlag, bei mir ein. Werbung. Danke an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares.
Die Autorin schaffte es, mich mit einer düsteren und spannenden Szene sofort in die Geschichte rund um die schüchterne Christina zu katapultieren, die versucht, sich bei anderen Frauen Unterstützung in ihrer Lebenskrise zu holen. Und das, obwohl Sorcha, die Organisatorin der "Soul Sisterhood", die Frau des Mannes ist, mit dem sie über ein Jahr eine Affäre hatte, und der sich von ihr trennte und Christina damit völlig aus der Bahn warf. Von Anfang an schafft es die Autorin, eine untergründige und beklemmende Atmosphäre zu erzeugen, der ich mich nicht entziehen konnte. Diese wurde durch die raue Küste Irlands, das Setting des Romans, perfekt unterstrichen. Die Hauptprotagonistinnen Christina und Sorcha tun mir leid, denn sie hatten beide unter dem gleichen Mann gelitten. Insbesondere Christina, deren ohnehin schon nicht vorhandenes Selbstbewusstsein durch diesen Mann komplett zerstört wurde. Ihre Selbstzweifel und Gedankenwelt zeichnete die Autorin authentisch, und so konnte ich Christinas Spirale aus düsteren Gedanken und dem Gefühl der Wertlosigkeit geradezu spüren. Sorcha hingegen zeigt sich als selbstbewusste Influencerin, die nach außen hin stark und unabhängig ist. Am Ende garnierte die Autorin die Story noch mit einem Plot Twist, den ich so nicht habe kommen sehen. Ich kann daher "Du gehörst zu uns" all jenen empfehlen, die gerne einen Psychothriller ohne Blut in einem langsamen Erzähltempo lesen. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für diese Thriller-Unterhaltung.
Manchmal reicht ein kleiner Riss im perfekten Leben und plötzlich fällt alles auseinander. Genau so beginnt die Geschichte von Sorcha und schon nach wenigen Seiten war klar: Das hier wird kein gemütlicher Wohlfühlroman, sondern ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel.
Sorcha hat sich nach dem Seitensprung ihres Mannes wieder aufgerappelt und hilft nun anderen Frauen, die ähnlichen Schmerz erlebt haben. Klingt erstmal nach Selbsthilfegruppe mit Tee und Taschentüchern. Aber dann taucht Tina auf. Schüchtern, zurückhaltend, fast zerbrechlich. Und irgendwo im Hinterkopf meldet sich sofort dieses kleine Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt.
Mit jeder Seite wächst diese unterschwellige Spannung. Man merkt, wie sich langsam etwas zusammenbraut. Kleine Bemerkungen, seltsame Situationen, Blicke zwischen den Zeilen. Immer wieder dachte ich mir: Moment mal, hier spielt doch jemand ein ganz eigenes Spiel.
Claire Allan schafft es verdammt gut, dieses Gefühl von Misstrauen aufzubauen. Man glaubt, die Figuren zu verstehen, und im nächsten Moment zweifelt man wieder an allem. Besonders spannend ist, wie sich die Beziehung zwischen Sorcha und Tina entwickelt. Freundschaft, Abhängigkeit, Manipulation. Alles verschwimmt ein bisschen.
Zwischendurch habe ich mich tatsächlich dabei ertappt, dass ich beim Lesen kurz pausiert habe, um meine eigene Theorie zu basteln. Natürlich lag ich komplett daneben.
Kein Thriller mit Actionfeuerwerk, sondern einer, der sich langsam unter die Haut schleicht. Genau die Sorte Geschichte, bei der man irgendwann denkt: Okay, jetzt will ich wirklich wissen, wer hier eigentlich mit wem spielt.
Am Anfang habe ich mich etwas schwer getan in die Geschichte reinzufinden.
Im Wechsel wird diese aus der Sicht von Sorcha und von Christina erzählt. Wir lernen diese beiden total unterschiedlichen Frauen kennen. Sorcha ist eine starke Frau und Christina kämpft sehr mit sich und der Welt. Sorcha hat viel Freundinnen und Christina ist ganz allein mit ihren Sorgen.
Dann treffen die beiden Frauen aufeinander und es entsteht ein Spiel. Es werden viele Lügen und Geheimnisse aufgedeckt. Ich fragte mich, welches Spiel wird hier gespielt.
Ab der Mitte des Buches nimmt die Geschichte für mich Fahrt auf und zieht mich in ihren Bann.
Ein leiser Thriller, der durch Geheimnisse, Lügen, die Atmosphäre und mit starken Charakteren punktet.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4 Sterne.
Ich liebe Domestic Thriller, und so musste auch dieser hier bei mir einziehen! Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach, sodass ich beim Lesen sehr gut vorankam. Die Geschichte wird im Wechsel zwischen den Perspektiven von Sorcha und Christina erzählt.
Somit hat man beide Frauen sehr gut kennengelernt und konnte ihre Gedanken und Handlungen besser nachvollziehen. Für meinen Geschmack war der Aufbau etwas zu lang, sodass ich den Anfang als sehr ruhig empfunden habe. Dadurch bin ich etwas schlechter in die Geschichte hineingekommen.
Es gibt jede Menge Intrigen und einige kleinere, weniger dramatische Plottwists. Wer das mag, ist gut bedient. Für mich hätte es generell etwas mehr Spannung vertragen können. Stattdessen hatte ich oft das Gefühl, dass die Geschichte nicht richtig vorankommt.
Das Ende konnte mich zum Teil überraschen, ließ mich aber nicht ganz so zufrieden zurück. Insgesamt war es für mich ein interessanter, charakterorientierter Spannungsroman.