Im Haus des Flüsterns und der Schatten zählt nur das Überleben. Abgeschottet im Dschungel durchläuft Saya eine Ausbildung zur eiskalten Assassine des Gottkaisers. Um eines Tages frei sein zu können, muss sie sieben tödliche Prüfungen bestehen. Und das mit dem Mann, den sie abgrundtief hasst. Teno ist nicht nur für die Hinrichtung ihrer Eltern verantwortlich, er kennt auch Sayas verhängnisvollstes Geheimnis. Doch wenn sie nicht sterben wollen, müssen sie zusammenarbeiten, egal wie gern sie ihm ihr Katana zwischen die Rippen stoßen würde...
Ursa Jaumann ist für mich seit Jahren eine Auto-Buy-Autorin, und dieses Buch ist der beste Beweis dafür, warum. Schon nach den ersten Kapiteln hatte sie mich wieder komplett am Haken. Es ist eine dieser Geschichten, die dich nicht einfach unterhalten, sondern dich regelrecht in ihr Universum hineinziehen: Charaktere, Setting und Handlung greifen so perfekt ineinander, dass daraus ein Netz entsteht, das nur ein Ziel hat: dich gefangen zu nehmen. Und ja, das klappt. Mühelos.
Das Setting ist dabei ein riesiger Pluspunkt. Man spürt in der Welt viele Elemente, die an japanische Ästhetik erinnern, ohne dass es sich wie eine Kopie anfühlt. Vielleicht hat meine eigene Liebe zu Japan das Ganze noch verstärkt, aber ich konnte mir alles brutal gut vorstellen. Wahrscheinlich auch, weil ich erst vor Kurzem Assassin’s Creed Shadows gespielt habe und mein Kopf direkt auf „Katana-Kino in 4K“ geschaltet hat. Diese Atmosphäre, dieses Gefühl von Disziplin, Hierarchie, Gefahr und Ritualen passt perfekt zur Geschichte.
Besonders stark ist das Konzept der Ausbildung: Es gibt vier Häuser, jeweils auf einem Berg, alle in Sicht- und Laufweite zueinander. Nähe, die sich anfühlt wie ständige Überwachung. Und über allem steht der Gottkaiser, der angeblich die alten Götter getötet hat, um die Menschen von deren grausamer Herrschaft zu befreien. Klingt heldenhaft, wirkt aber eher wie ein Machtwechsel mit besserem Marketing. Denn in dieser Welt zählt am Ende nur eines: Kontrolle. Und wer nicht ins System passt, wird aussortiert.
Saya steht genau in diesem Spannungsfeld. Sie ist eine Gezeichnete, also genau das, was der Gottkaiser angeblich auslöschen lässt, weil Gezeichnete der Welt Magie entziehen sollen. Gleichzeitig wird sie zur Assassine ausgebildet, weil das ihre einzige Chance auf Freiheit ist. Und als wäre das nicht schon genug, trägt sie eine Rache, die messerscharf ist: Teno hat ihre Eltern verraten, was zu ihrer Hinrichtung geführt hat. Saya führt sogar eine Liste mit allen Namen, die sich ihre Rache verdient haben – und Teno steht ganz oben.
Teno ist dabei keine Figur, die man einfach abhaken kann als „der Arsch“. Er hasst Saya ebenfalls, hält sie wegen ihrer Statur für schwach und für ein Hindernis bei den Prüfungen. Er sieht sich als der Überlegene, nennt sie abfällig „Gossenratte“ und wirkt zu Beginn wie das personifizierte Ego mit Klinge. Aber er hat eigene Gründe: Assassine zu werden ist für ihn der einzige Weg, endlich legitimer Erbe zu sein und nicht mehr nur der Bastard. Und er ist verdammt gut darin, Situationen zu lesen. Seine Beobachtungsgabe rettet Saya mehr als einmal den Hintern – auch wenn sie das natürlich nie freiwillig zugeben würde.
Die Dynamik der beiden ist von Anfang an explosives Material. Sie gehen sich an die Kehle, wortwörtlich und sinnbildlich: Saya will ihn tot, Teno will sie loswerden. Blöd nur, dass sie die Prüfungen nur gemeinsam bestehen können. Also schließen sie einen wackeligen Frieden, der vor allem daraus besteht, sich gegenseitig zu triezen, verbal auszuschlachten und trotzdem irgendwie am Leben zu bleiben. Über allem liegt eine unterschwellige Anziehung, die beide gekonnt ignorieren – vermutlich aus Selbstschutz, vermutlich aus Trotz. Und genau das macht es so bittersüß: Zwischen Hass und Überleben schleicht sich Verständnis ein. Saya erklärt ihm, was sein Verrat angerichtet hat. Teno erzählt ihr von der Abneigung seiner Stiefmutter. Irgendwann schwört er sogar, sie zu beschützen und sie nicht vor Ablauf der Prüfungen zu töten – was in jeder anderen Geschichte wie ein schlechter Witz klingen würde, hier aber tatsächlich zu einem der stärksten Loyalitätsbeweise wird. Und er hält sich daran. Eisern. Mit einer Hingabe, die man ihm nicht zutraut.
Auch die Prüfungen selbst sind ein echtes Highlight, weil die Spannung nicht aus stumpfer Schlachtplatte besteht, sondern aus einem gnadenlosen Auslesesystem. Alle Auszubildenden aller Häuser kämpfen um die knappen Plätze in der Schattenarmee des Gottkaisers. Offiziell gilt die Anweisung, keine Mitstreiter zu töten – praktisch kann es aber passieren, dass genau das Teil einer Aufgabe ist. Diese Grauzone ist perfide, weil sie Moral und Regeln gegeneinander ausspielt. Du weißt nie, ob der nächste Gegner ein Hindernis ist, ein Verbündeter… oder ein Auftrag. Und so entsteht Spannung nicht nur durch Gefahr, sondern durch die Frage, wie weit man gehen muss, um zu überleben.
Und ja, natürlich kommt es wie es kommen muss: Aus „rein körperlich, einmalig“ wird… eben nicht „rein körperlich“ und definitiv nicht „einmalig“. Aber es bleibt angenehm realistisch, weil Saya nicht einfach von jetzt auf gleich alle Mauern fallen lässt. Während Teno irgendwann bereit ist, komplett All In zu gehen, sucht Saya Gründe, warum sie es nicht darf – nicht weil sie ihn nicht will, sondern weil sie Angst hat. Vor Verrat. Vor Verletzung. Davor, am Ende wieder allein dazustehen. Und genau diese Angst macht ihre Beziehung glaubwürdig.
Bis zum Ende. Denn kurz bevor man als Leser zufrieden lächelnd denkt: „Okay. Jetzt dürfen sie“, kommt Ursa Jaumann und tritt einem mit einem Plotttwist so sauber vor das Schienbein, dass man kurz nicht weiß, ob man fluchen oder applaudieren soll. Dieses Ende ist nicht nur fies, es ist gemein. Und das Schlimmste daran: Es fühlt sich nicht billig an. Es fühlt sich an wie ein gezielter Schlag an die perfekte Stelle. Und jetzt bleibt nur noch eines: warten. Bis September. Auf Band zwei. Als wäre Geduld eine dieser Prüfungen, für die man sich nie freiwillig gemeldet hat.
Interessante Ansätze und starke Dynamik, doch der rote Faden fehlt
Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann ist eine japanisch inspirierte Romantasy mit einem vielversprechenden Grundkonzept: Verrat, Rache, tödliche Prüfungen und zwei Figuren, die sich hassen; aber zusammenarbeiten müssen. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es in der Umsetzung für mich deutliche Schwächen hatte.
Der Einstieg fiel mir sehr leicht. Der Prolog ist spannend, es passiert direkt etwas, und man möchte sofort mehr über die Figuren erfahren. Erzählt wird aus zwei Ich-Perspektiven; aus der von Saya und der von Teno; was grundsätzlich gut funktioniert und einen interessanten Blick auf beide Charaktere ermöglicht.
Besonders begeistert war ich vom Setting. Die japanisch inspirierte Welt wird immer wieder aufgegriffen: Katanas, Tantos, Shuriken, Kimonos, Geishas; all das verleiht der Geschichte ein frisches Flair. Da ich asiatisch inspirierte Mythologie und Fantasy generell sehr spannend finde, hat mich dieser Aspekt sofort abgeholt. Auch das Assassinen-Thema fand ich reizvoll und voller Potenzial.
Leider hatte ich jedoch zunehmend Probleme mit der Handlung und ihrer Logik. Zwar ist klar, dass Saya und Teno sieben tödliche Prüfungen bestehen müssen, um Teil der Schattenarmee des Gottkaisers zu werden; doch was genau diese Prüfungen sind, blieb für mich oft unklar. Viele Aufgaben wurden nur nebenbei erwähnt oder scheinbar übersprungen. Hinzu kamen zahlreiche Zeitsprünge, teilweise über mehrere Wochen, die es mir sehr schwer gemacht haben, den Überblick zu behalten.
Ich hatte während des Lesens ständig Fragen:
Warum sind die Figuren gerade hier? Was ist das konkrete Ziel dieser Aufgabe? Wer arbeitet eigentlich für wen? Warum sind die Assassinen in permanenter Gefahr, obwohl sie dort leben und ausgebildet werden?
Diese Fragen wurden für mich leider nicht zufriedenstellend beantwortet. Auch die Nebencharaktere und ihre Rollen blieben blass und schwer einzuordnen, ebenso der politische Hintergrund der Welt. Ein weiterer Punkt, der mir das Eintauchen erschwert hat, war das Worldbuilding im Fantasy-Bereich. Während die Welt an sich atmosphärisch funktioniert, blieb der eigentliche Magieaspekt sehr vage. Es gibt den Gottkaiser, der offenbar über besondere Fähigkeiten verfügt, außerdem sogenannte Gezeichnete, die verfolgt oder getötet werden, sowie eine Form von Lebensenergie, die eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Doch was diese Magie genau ist, wie sie funktioniert und welche Regeln sie hat, blieb für mich durchgehend unklar.
Viele dieser Elemente wurden zwar eingeführt, aber kaum erklärt. Dadurch wirkte der Fantasy-Aspekt auf mich zu schwammig und unausgereift. Während ich mir die Kämpfe, die Assassinen-Ausbildung und den Umgang mit Waffen sehr gut vorstellen konnte, hatte ich kaum eine Vorstellung davon, wie die übernatürlichen Kräfte dieser Welt eigentlich funktionieren. Für einen Fantasy-Roman blieb dieser Teil für mich überraschend blass.
Was das Buch für mich dennoch getragen hat, war ganz klar die Dynamik zwischen Saya und Teno. Ihre gezwungene Zusammenarbeit, die langsame Annäherung und das gegenseitige Misstrauen waren spannend zu lesen. Auch die romantischen Szenen haben mir insgesamt gut gefallen. Gerade im Hinblick auf Sayas Vergangenheit wird hier sehr respektvoll und reflektiert damit umgegangen Besonders Saya als Figur fand ich gelungen: Ihr Hintergrund wird immer wieder aufgegriffen, und ihre Motivation; der Wunsch nach Rache, ist klar, greifbar und emotional nachvollziehbar.
Gegen Ende wird noch einmal Spannung aufgebaut, die neugierig auf die Fortsetzung macht. Gleichzeitig bleiben aber erneut viele offene Fragen. Zwar passt diese Unwissenheit auch zu den Protagonisten selbst, dennoch bin ich unsicher, ob ich die Reihe weiterverfolgen möchte.
Fazit:
Empire of Whispers and Shadows überzeugt mit starken Ideen, einem atmosphärischen Setting und interessanten Hauptfiguren. In der Umsetzung hapert es jedoch an Klarheit, Struktur und logischer Nachvollziehbarkeit. Wer über diese Schwächen hinwegsehen kann und vor allem Wert auf Charakterdynamik legt, könnte dennoch Freude an der Geschichte haben.
Gute Ansätze, starke Figuren, aber die Unklarheiten in Handlung und Welt führen bei mir zu einer Bewertung von etwa 3–3,5 Sternen
Assassinen, Geheimnisse und ein Setting zum Verlieben
Saya lässt sich zu einer Assassine des Gottkaisers ausbilden. Ihr Ziel ist es, dadurch eines Tages frei zu sein und sich an allen rächen zu können, die dafür gesorgt haben, dass ihr Leben immer weiter bergab ging. Was sie von ihrem Ziel trennt, sind sieben tödliche Prüfungen und sie muss diese ausgerechnet mit einem Mann bestehen, den sie abgrundtief hasst, weil er für die Hinrichtung ihrer Eltern verantwortlich ist. Als wäre das nicht schon genug, kennt er auch noch ihr größtes Geheimnis. Die beiden müssen sich also definitiv zusammenreißen, wenn sie die Prüfungen bestehen und überleben wollen ...
Die Charaktere:
Saya ist eine starke Protagonistin, die weiß, wie man kämpft und mordet. Das einzige Problem ist, dass sie sich häufig in ihren Erinnerungen verliert und das in den ungünstigsten Momenten. Sie hat tatsächlich ein viel zu weiches Herz für eine Assassine, aber sie gibt trotzdem ihr Bestes. Manchmal fand ich sie ein bisschen anstrengend, doch sie hat auch eine sehr tiefgründige Seite. Teno konnte ich zu Beginn tatsächlich nicht wirklich leiden, da er wie ein eiskalter Killer wirkte, der keinerlei Sympathie verdient hatte. Allerdings entwickelte er sich besonders stark vor allem in die Richtung, dass er Saya um jeden Preis beschützen wollte und relativ schnell Gefühle für sie entwickelte, ohne es wirklich zu bemerken. Die Hintergrundgeschichten der beiden sind sehr mitreißend, und besonders gut gefiel mir, wie sich ihr Umgang miteinander wandelt, erst zu etwas wie einer Partnerschaft und anschließend zu mehr.
Die Umsetzung:
Was mich an dem Buch direkt gecatcht hat, war die Aussicht auf Assassinen und ein asiatisches Setting und ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Der Schreibstil gefiel mir sehr, und ich mochte es, dass die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin erzählt wurde. Was ich liebe, ist das Setting und die Atmosphäre, die es der Geschichte verleiht. Die Illustration direkt in der ersten Innenklappe passt super dazu, und genauso habe ich mir die Welt vorgestellt, diese wunderschönen Farben, die malerischen Berge, auf denen Tempel sitzen, und die volle Stadt mit ihren tausenden Ständen und verwinkelten Gassen, die die beiden gemeinsam auskundschaften. Den Plot an sich fand ich nicht schlecht, allerdings frage ich mich auch nach dem Beenden des Buches noch, warum Saya von den anderen Charakteren nicht früher aufgeklärt wurde, welche Rolle sie in der Geschichte spielt. Wir haben die ganzen Aufträge, die sie im Rahmen der Ausbildung erledigen muss, dazu die zwischenmenschliche Beziehung zwischen Saya und Teno, und zum Schluss erfahren wir dann von Sayas spezieller Rolle. Warum Saya selbst davon nie etwas wusste, erschließt sich mir nicht ganz und frustriert mich ein bisschen, da die Geschichte dadurch deutlich anders hätte ausgehen können. Das Ende ist unheimlich gemein, da der Plot‑Twist einfach nur krass ist und ich eigentlich sofort weiterlesen möchte.
Mein Fazit:
Das Setting der Geschichte ist eine Zehn von Zehn. Auch die sich entwickelnde Beziehung der Charaktere konnte mich sehr überzeugen. Und selbst wenn der Plot vielleicht etwas anders hätte umgesetzt werden können, gefiel mir die Geschichte unheimlich gut. Ich kann den Folgeband kaum erwarten. Von mir bekommt das Buch 4,5 von 5 Sterne.
Als großer Fan der japanischen Kultur war dieses Buch, nachdem ich den Klappentext gelesen habe, ein absolutes Must Read für mich. Leider musste ich feststellen, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe.
Der Schreibstil der Autorin hat mir durchwachsen gefallen. Die japanisch inspirierte Welt ist wirklich wunderschön und ausgiebig beschrieben, sodass ich beim Lesen sehr schnell in diese eintauchen konnte. Was für mich gar nicht zum Setting gepasst hat, waren die Kraftausdrücke der Protagonisten. Was mich sehr am Stil gestört hat, war, dass spannende Themen oft nur kurz angeschnitten, jedoch relativ schnell oder nur am Rand abgewickelt wurden.
Zum Beispiel, was mich richtig enttäuscht und während des Lesens verwirrt zurückgelassen hat, waren die Prüfungen, auf die ich mich persönlich am meisten gefreut habe. Als ich den Klappentext gelesen habe, stachen die Sieben Prüfungen sehr heraus, weshalb ich eine ziemlich große Erwartungshaltung hatte. Die ersten zwei Prüfungen werden noch verfolgt, jedoch plätscherten diese eher nebensächlich dahin. Dann gab es Zeitsprünge, bei denen plötzlich mehrere Prüfungen abgeschlossen worden sind, ohne dass man groß etwas davon mitbekommt. Wäre der Klappentext zu den Prüfungen etwas anders formuliert gewesen, glaube ich, wäre meine Enttäuschung weniger groß gewesen.
Saya war eine gute Protagonistin. Ihr Leidensweg als Gezeichnete und das Verlangen nach Rache konnten mich emotional packen. Im Laufe der Geschichte kristallisiert sich immer mehr heraus, wie viel das Leben als Assassine ihr abverlangt. An ein paar Stellen erscheint sie aber noch etwas blass, besonders im Hinblick auf ihre Vergangenheit hätte ich mir noch etwas mehr Tiefe gewünscht.
Teno hat es mir anfänglich schwer gemacht, Sympathie für ihn zu empfinden. Seine Hintergrundgeschichte bietet zwar Erklärung für seine Tat, trotzdem konnte ich ihm nicht so schnell verzeihen wie Saya. Ein Punkt, welcher der Autorin aber sehr gelungen ist, sind die zarten und romantischen Momente, die echt zum Schmelzen waren. Die sanfte und fürsorgliche Seite von Teno, besonders in Bezug auf Traumata, hat meine Abneigung ihm gegenüber ins Wanken gebracht.
Das Ende war für mich etwas überfordernd, so viele Dinge passierten gleichzeitig. Generell empfand ich die Beschreibungen von Kämpfen als einen großen Wortschwall, bei dem ich schnell den Überblick verloren habe. Auch das plötzlich perfekte Beherrschen von Kräften wirkte für mich unrealistisch.
Fazit: Für mein Empfinden hat diese Geschichte mehr mit den Romance Aspekten punkten können. Die Welt wird zwar optisch toll beschrieben, jedoch fehlt mir bei so vielen Themen der rote Faden, um die Fantasy Elemente vollständig begreifen zu können. Besonders die Prüfungen haben mich enttäuscht. Der Plot Twist war interessant, jedoch bin ich noch nicht ganz sicher, ob ich zum nächsten Buch greifen werde.
Empire of Whispers and Shadows ist der Auftakt einer Dilogie von Ursa Jaumann, der in einem an Japan angelehnten Setting spielt. Wir begleiten die verfeindeten Protagonist*innen Saya und Teno aus wechselnder Perspektive, die ihre Assassinen-Prüfung ablegen und dabei zusammenarbeiten müssen.
Ich bin aufgrund der Japan-Thematik, der Enemies-to-Lovers Romance und dem sehr vielversprechenden Einstieg - der Prolog hat mich vor Vorfreude und Erwartung auf ein komplexes und tiefgründiges Magiesystem ganz kribbelig gemacht - sehr euphorisch in die Geschichte reingegangen.
Saya handelt getrieben von Rache, da sie mit ihren 18 Jahren schon viele schlimme Erfahrungen machen musste. Dazu hat sie eine Todesliste, die sie abarbeiten möchte, und Teno führt diese an erster Stelle an. Ihre schlagfertige Art hat mir sehr gefallen und ein gutes Maß Humor in die Geschichte reingebracht. Teno konnte ich dagegen schwerer einordnen. Er nimmt Saya gegenüber die Beschützerrolle ein, was meiner Meinung nach zum Teil problematische Züge annimmt. Es gab aber auch viele süße Momente, in denen er Saya echte Wertschätzung entgegenbringen konnte. Die Slowburn Enemies-to-Lovers-Dynamik konnte ich dadurch trotzdem nicht gänzlich an mich ranlassen, wodurch mir die emotionale Ebene eher verschlossen blieb.
Den Schreibstil fand ich leider an vielen Stellen holprig, was mich immer wieder aus dem Lesefluss gebracht hat. Außerdem fehlte mir ein Roter Faden, wodurch ich mich auch in der Handlung oft verloren fühlte. Es gab einige massive Zeitsprünge in einer zeitlich eigentlich stark limitierten Prüfungssituation und abrupte Szenenwechsel, die zum Teil willkürlich aneinandergereiht wirkten.
Die Magie kam mir leider etwas zu kurz. Das aufgeregte Kribbelige, was ich im Prolog gespürt habe, war im Verlauf der Geschichte kaum Thema mehr. Und auch die Fähigkeiten von Saya und Teno als Assassine, die bereits fertig ausgebildet sind und nur noch die Prüfung ablegen müssen, fand ich enttäuschend.
Positiv hervorheben möchte ich zum Schluss noch die Wasserkobolde, die durch die Geschichte hinweg immer wieder auftauchen. Sie haben eine ganz eigene, beinahe unschuldige Art an sich, die mich fasziniert hat und die ich gerne weiter studiert hätte.
Insgesamt bin ich leider enttäuscht vom ersten Band. Nach dem Ende bin ich aber trotzdem noch neugierig auf das Finale, wobei ich mir erhoffe, dass darin dieser magische Funke aus dem Prolog wieder eingefangen werden kann.
Das Cover hat mich sofort angesprochen. Ich finde die Farben stark und die Illustrationen sehr passend zum Buch. Der Farbschnitt dazu ist einfach wunderschön. Dazu hat mich der Klappentext sehr neugierig gemacht. Ich habe schon Bücher der Autorin gelesen und finde ihren Schreibstil sehr gut und angenehm. Und auch in diesem Buch wurde ich nicht enttäuscht. Man kommt schnell in der Geschichte an und merkt sofort was für ein hartes Leben Saya als angehende Assassine des Gottkaiers hat. Was mich von Zeit zu Zeit aber immer wieder gestört hat waren die doch recht häufigen Rechtschreibfehler oder Satzfehler. Sehr schade. Die Idee hinter der Geschichte hat mir total gut gefallen und auch der Anfang war gut und spannend aufgebaut. Leider plätschert dann die Handlung sehr vor sich hin. Ich habe so sehr auf die Aufgaben gewartet die die beiden bestreiten müssen. Die waren allerdings eher im Hintergrund und alle hat man auch gar nicht wirklich mitbekommen. Daher hat sich das ganze manchmal gezogen und ich war versucht das Buch wegzulegen, was ehrlich gesagt sehr schade war. Zum Ende hin hat das ganze dann wieder Fahrt aufgenommen und zack war es plötzlich rum. Hier hätte man noch soviel mehr raus holen können. Saya fand ich einen wirklich guten Charakter. Sie hat schon so viel erlebt was sie einfach unglaublich stark und mutig gemacht hat. In den meisten Fällen fand ich ihre Handlung absolut nachvollziehbar. Teno hat mir als Charakter auch ganz gut gefallen. Er hat im Buch eine wirklich tolle Wandlung hingelegt und ich fand es unglaublich schön seine liebevolle und verletzliche Seite zu sehen. Auch der Aspekt he falls first fand ich richtig gut. Da das Buch aus der Sicht von beiden geschrieben wurde, ist man nochmal näher an beide Charaktere ran gekommen. Die Liebesgeschichte der beiden ist gut aufgebaut und trotz des Hasses fühlt mich richtig die Funken fliegen. Sie haben sich lange gewehrt und dann gings plötzlich doch recht schnell. Das Magiesystem ist an sich gut gedacht aber leider viel zu wenig beschrieben. Und auch am Ende hat man noch ziemlich viele Fragen. Da hätte ich mir definitiv noch einiges mehr dazu gewünscht. Das Setting find ich super. Das ganze im japanischen Stil und wirklich bildhaft richtig toll beschrieben. Was ich toll find ist, dass die Waffen am Ende des Buches im Umschlag mit Bildern erklärt werden. Das Buch an sich war ganz gut, leider mit einiges Abzügen. Trotzdem bin ich auf Band zwei gespannt und werde ihn auch lesen.
Vielen Dank an Aufbau Digital und NetGalley für das Rezensionsexemplar! Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.
Empire of Whispers and Shadows hat mich schneller gepackt, als ich erwartet hatte – und ehrlich gesagt auch nicht mehr losgelassen.
Was für mich sofort funktioniert hat, ist die Atmosphäre. Dieses japanisch inspirierte Setting mit seinen Ritualen, Waffen und der allgegenwärtigen Gefahr fühlt sich unglaublich lebendig an. Man merkt, wie viel Liebe hier drin steckt, ohne dass es wie eine bloße Kopie wirkt. Alles hat etwas Eigenes, Düsteres, fast schon Bedrohliches – genau die richtige Bühne für eine Geschichte über Rache, Kontrolle und Überleben.
Saya ist dabei eine Protagonistin, die nicht perfekt sein will – und genau deshalb funktioniert. Sie ist stark, aber nicht unerschütterlich. Ihre Vergangenheit hängt wie ein Schatten über ihr, und ihre Rache ist nicht nur Motivation, sondern fast schon ein Teil ihrer Identität. Dass sie trotzdem immer wieder zweifelt, macht sie greifbar.
Und dann ist da Teno.
Ich mochte ihn am Anfang wirklich nicht – und das ist absolut gewollt. Arrogant, kalt, verletzend. Aber genau darin liegt auch die Stärke der Geschichte: Seine Entwicklung passiert nicht plötzlich, sondern schleicht sich langsam ein. Und irgendwann merkt man, dass hinter der Fassade mehr steckt als nur Ego und Klinge.
Die Dynamik zwischen den beiden? Genau mein Ding. Dieses „Ich würde dich am liebsten töten, aber leider müssen wir zusammenarbeiten“-Trope funktioniert hier richtig gut. Die Dialoge haben Biss, die Spannung ist konstant da, und das Knistern entwickelt sich langsam genug, um sich verdient anzufühlen.
Was ich mir allerdings etwas stärker gewünscht hätte, ist mehr Klarheit bei den Prüfungen und beim Magiesystem. Die Idee dahinter ist super spannend, aber in der Umsetzung bleibt manches etwas vage oder wird eher angerissen als wirklich ausgespielt.
ABER: Das Ende? Gemein. Wirklich gemein. Und gleichzeitig genau der Moment, der dafür sorgt, dass man Band zwei sofort haben will.
Fazit: Düstere Romantasy mit starkem Setting, intensiver Enemies-to-Lovers-Dynamik und einem fiesen Cliffhanger. Kleine Schwächen im Worldbuilding, aber insgesamt absolut packend.
Sieben Prüfungen. Zwei Todfeinde. Ein Ziel: überleben – egal zu welchem Preis. 🗡️📖 Empire of Whisper and Shadows – Ursa Jaumann Als Kind der 80er habe ich mit meinen älteren Brüdern so einige Kung-Fu-Filme verschlungen. 🥋✨ Daher kommt wohl auch meine Liebe zu asiatischen Settings und Assassinen-Geschichten – und genau das hat mich sofort zu Empire of Whisper and Shadows greifen lassen. Die Hauptstadt Mingoku, Sitz des Gottkaisers, wird von Ursa Jaumann sehr bildlich dargestellt. Ebenso die beiden Assassinen Saya und Teno, die aus verfeindeten Häusern stammen – und dennoch gemeinsam die sieben tödlichen Prüfungen bestehen müssen. Nur die Stärksten überleben. Und ausgerechnet Teno steht ganz oben auf Sayas Todesliste … „Ist es nicht furchtbar unangenehm, so eierlos durch die Gegend zu laufen? Du brauchst doch irgendein Gegengewicht, damit du mit deinem Hohlkopf nicht abhebst.“ Allein dieses Schlagabtausch-Geplänkel zwischen den beiden hat mich direkt abgeholt. Enemies-to-Lovers? Yes please! 🔥 Voller Vorfreude bin ich in dieses Abenteuer gestartet. Leider flachte der Funke für mich relativ schnell wieder ab. Die sieben Prüfungen wirkten langatmig und teilweise nebensächlich. Die Handlung zog sich, und das eigentlich spannende Worldbuilding rund um politische und mythologische Aspekte wurde für mein Empfinden nur angerissen. Da hätte ich mir deutlich mehr Tiefe gewünscht. Auch Sayas Assassinen-Vibes blieben für mich etwas zu schwach. Sie zögerte, zweifelte, fror ein – was sicherlich ihre Menschlichkeit zeigen sollte, aber ich hatte mir hier mehr Kälte, mehr Entschlossenheit, mehr tödliche Präsenz erhofft. Die Nebenfiguren? Blieben leider genau das: Nebenfiguren. Im letzten Drittel nimmt die Geschichte zwar etwas Fahrt auf, doch insgesamt konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Zusätzlich sind mir einige kleinere Fehler wie fehlende oder doppelte Worte aufgefallen, was den Lesefluss etwas gestört hat. ✨ Fazit: Eine tolle Enemies-to-Lovers-Story mit einer starken Grundidee und einem Setting ganz nach meinem Geschmack – aber leider einer für mich etwas langatmigen Umsetzung.
Saya hätte nie Leben dürfen. Nun trägt sie ein riesiges Geheimnis mit sich herum, von dem niemand wissen darf. Sie hatte kein einfaches Leben und letztlich ist sie bei den Assassinen des Gottkaisers gelandet und muss mehrere tödliche Prüfungen bestehen. Ihr Ziel ist es, irgendwann Rache zu nehmen an all den Personen, die ihr und ihrer Familie geschadet haben. Doch zunächst gilt es, zu überleben. Dass ihr als Partner für die Prüfungen ausgerechnet ein Mann zugewiesen wird, mit dem sich ihr Weg gekreuzt hat, erschwert die Situation…
Die Story startet spannend. Die Assassinenprüfungen und die ganze Welt mit ihren magischen Wesen und Gefahren ist interessant gestaltet. Teilweise müssen die Prüflinge gegeneinander antreten, im Kampf um Leben und Tod. Teilweise werden Prüfungen manipuliert. Mehrere Charaktere verbergen Geheimnisse und verfolgen ihre eigenen Ziele. Doch leider rückt all das sehr schnell in den Hintergrund. Wo der Start aufregend und dramatisch ist, wird es im Handlungsverlauf zäh. Das Hin und Her zwischen den zwei Hauptfiguren rückt ins Zentrum des Geschehens, der Rest wird nebensächlich.
Saya und Teno mögen sich nicht – aus Gründen, und müssen nun zusammenarbeiten. Sie trauen einander nicht, jeder will seinen eigenen Plan durchziehen, was die Zusammenarbeit schwierig macht. Zwangsläufig müssen sie ihre Taten aufeinander abstimmen, um zu überleben, doch das Misstrauen bleibt erhalten. Was allerdings von Anfang an beide gemeinsam haben: Sie finden einander so anziehend, dass sie ständig übereinander nachdenken müssen – wodurch die Handlung sich in die Länge zieht. Als sie sich dann endlich näherkommen, wird das genauso unnötig wortreich beschrieben.
Leonard Hohm und Viola Müller sprechen die wechselnden Ich-Perspektiven von Teno und Saya, können mit ihrer angenehmen Betonung die Längen der Geschichte aber nicht wettmachen. Fazit
Die Geschichte hätte spannend sein können, doch all die vorhandene Geheimnisse und Intrigen spielen sich leider nur im Hintergrund ab, sodass sich die Story unnötig in die Länge zieht und das Potenzial der Welt verborgen bleibt.
In Empire of Whispers and Shadows von Ursa Jaumann steht Saya im Zentrum einer brutalen Welt, in der nur die Stärksten überleben. Um sich ihre Freiheit zu erkämpfen, lässt sie sich zur Assassinin des Gottkaisers ausbilden und betritt so einen Weg voller tödlicher Prüfungen. Ausgerechnet mit Teno, dem Mann, den sie für den Tod ihrer Eltern verantwortlich macht, wird sie bei den Aufgaben zusammengeführt. Zwischen Misstrauen, Rache und unausgesprochenen Wahrheiten müssen beide lernen, zusammenzuarbeiten, obwohl am Ende vielleicht nur einer überleben darf.
Der Roman überzeugt vor allem mit seiner intensiven Dynamik zwischen Saya und Teno. Aus Feinden werden gezwungene Verbündete und dies wird hier schön konsequent und langsam aufgebaut. Die Abneigung ist spürbar und das Vertrauen wächst nur zögerlich, aber jeder Blick und jede Entscheidung tragen Spannung in sich. Gerade dieser Slow Burn sorgt für eine aufgeladene Atmosphäre. Die japanisch inspirierte Welt, das Training zur Assassinin und die tödlichen Prüfungen schaffen zudem ein düsteres, teilweise brutales Setting. Actionreiche Szenen, Intrigen und überraschende Wendungen halten die Spannung hoch. Gleichzeitig bleibt manches im Worldbuilding jedoch noch geheimnisvoll, das Magiesystem, Götter und Hintergründe werden eher angedeutet als vollständig erklärt. Dadurch eine zwar eine mystische Aura, aber etwas mehr Klarheit und Tiefe wären hier und da von Vorteil. Der Schreibstil wird ist aber flüssig und mitreißend beschrieben. Besonders das emotionale Knistern zwischen den Hauptfiguren und der konsequente Spannungsbogen bis zum fiesen Cliffhanger sorgen dafür, dass das man am Ende Lust auf Band zwei hat, auch oder gerade weil nicht alle offenen Fragen vollständig befriedigend beantwortet werden.
Ein düsterer, emotional aufgeladener Romantasy-Auftakt mit tödlichen Prüfungen, intensiver Dynamik und einem starken Slow Burn, der mit seinen komplexen Beziehungen, gefährliche Trainingssettings und ein asiatisch inspiriertes Ambiente überzeugt.
Saya durchläuft die harte Ausbildung zur Assassine des Gottkaisers, die nur ein kleiner Teil der Rekruten überlebt, denn es ist ihre einzige Chance, in ferner Zukunft frei sein zu können. Und dann muss sie ausgerechnet mit dem Mann ein Team bilden, der für den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist. Da ahnt sie noch nicht, dass Teno hinter ihr größtes Geheimnis kommt.
"Empire of Whispers and Shadows" ist der fesselnde Auftakt zur "House of Assassins" von Ursa Jaumann. Die Geschichte ist sehr spannend und ich liebe die Welt der Assassinen, die davon geprägt ist, immer auf der Hut zu sein, die Schwächen seiner Gegner zu erkennen und nicht vor Mord zurück zu schrecken.
Das Hörbuch wird von Viola Müller und Leonard Hohm gesprochen und es hat mich ab Beginn in seinen Bann gezogen. Die Sprechenden schaffen es, die Protagonisten Teno und Saya sehr authentisch darzustellen und die Gefühle der beiden waren sehr greifbar, wodurch man die Emotionen hautnah erleben konnte.
Saya ist eine sehr starke Protagonistin, die in ihrem Leben schon viel durchgemacht hat. Sie kämpft für ihr großes Ziel der Freiheit und ihr fällt es sehr schwer, Vertrauen aufzubauen, da die Zeit der Assassinenausbildung vor allem ein Kampf um das eigene Überleben ist. Sie ist klug und ich mag es sehr, wie sie ihre Vorteile ausspielt.
Teno hingegen stammt ursprünglich aus einem guten Haus, muss sich jedoch ebenfalls durch die Assassinenausbildung beweisen, um das Erbe seines Vaters antreten zu dürfen. Er ist sehr fokussiert und auf sich selbst konzentriert, da auch die anderen Assassinenrekruten für ihn eine Konkurrenz darstellen. Nur Saya schafft es, sich immer mehr zu seinem Herzen vorzukämpfen.
Ich persönlich bin sehr fasziniert von der Handlung des Buches, welche tolle Plot-Twists beinhaltet und die Spannung bis zum Ende aufrecht erhalten wird. Gerade das letzte Kapitel lässt mich ein wenig geschockt zurück und ich bin nun umso neugieriger, wie es im zweiten Band weitergehen wird.
I went into this book with measured expectations. Japanese-inspired romantasy, assassin training, revenge as a motive, enemies-to-lovers dynamic. None of that is unfamiliar territory. What surprised me was how convincingly Ursa Jaumann pulls it off. Saya is a protagonist you believe from the very first chapter, not because she is perfect, but because her choices make sense. The slow shift in her dynamic with Teno feels earned rather than convenient, built through small, well-placed moments rather than dramatic revelations. The dialogue is sharp in a way I genuinely appreciated: wit and tension coexisting without undermining each other. The worldbuilding draws you into the House of Whispers and Shadows with atmosphere to spare. As an editor, I would have pushed for tighter internal logic in the structure of the seven trials, and the political backdrop of the God Emperor could have used more depth. But none of that changed how I felt as a reader: fully convinced, completely hooked. Five stars without hesitation.
Ich bin mit kontrollierten Erwartungen in dieses Buch gegangen. Japanisch inspirierte Romantasy, Assassinen-Setting, Rache als Motivation, Enemies-to-lovers-Dynamik. Das ist kein unbekanntes Terrain. Was mich dann überrascht hat, war die Überzeugungskraft der Figuren. Saya ist eine Protagonistin, der man vom ersten Kapitel an glaubt. Nicht weil sie perfekt ist, sondern weil ihre Entscheidungen Sinn ergeben. Und die Entwicklung zwischen ihr und Teno passiert auf eine Art, die sich verdient anfühlt, langsam, in kleinen Momenten, nie aufgesetzt. Die Dialoge haben mir besonders gut gefallen, Witz und Spannung gleichzeitig ohne dass eines das andere kaputtmacht. Das Worldbuilding ist atmosphärisch stark und zieht einen tief in das Haus des Flüsterns und der Schatten. Als Lektorin hätte ich an der inneren Logik der Prüfungsstruktur noch gearbeitet, und die politische Hintergrundwelt hätte mehr Tiefe verdient. Aber all das ändert nichts daran, dass mich dieses Buch als Leserin vollständig überzeugt hat. 5 Sterne, ohne Zögern.
Das Buch hat mich nach wenigen Seiten in seinen Bann gezogen und in die Welt abtauchen lassen. Die Welt wirkt lebensecht und ich hatte keine Probleme dem Geschehen zu folgen und mir alles genau vorstellen zu können. Mit ein paar Japanischen Begriffen habe ich mich etwas schwergetan und hätte mich sehr über ein Glossar gefreut, um nochmal nachlesen zu können was mit den Begriffen gemeint war. Ansonsten war das Tempo auch genau richtig, weder hatte ich das Gefühl, dass sich Szenen unnötig in die Länge ziehen, noch dass permanent der Leser schockiert wird.
Besonders überzeugt haben auch die beiden Protagonisten, beide waren gut beschrieben und man hat sich in die beiden hineinversetzen können und ihre inneren Konflikte spüren können. Außerdem hat Teno als männlicher Protagonist sehr viele eigene und lange Szenen bekommen, wodurch er unheimlich nahbar wurde.
Saya kämpft von klein auf ums Überleben. Jahrelang trainiert sie um eine Assassinin des Gottkaisers zu werden, um nach ihrer Zeit im Dienst von diesem endlich ihre Freiheit zu erlangen und sich zu rächen. Als sie aber bei ihrer Abschlussprüfung mit Teno zusammenarbeiten, Platz 1 ihrer Todesliste, gestalten sich die letzten Abschlussprüfungen doch als schwerer als erwartet.
Entgegen der Anfänglichen Meinung von Saya über Teno war dessen Leben auch nicht einfach. Sein Ziel ist die Anerkennung seiner Familie und die Ehre endlich den Nachnamen seines Vaters tragen zu dürfen.
Insgesamt hat mich das Buch vollkommen überzeugt, von dem ausgeklügelten Magiesystem bis hin zu den verschiedenen spannenden Charakteren. Als riesiger Fan von Enemies to lovers wurde ich nicht enttäuscht und kann es auch nur sehr anderen Fans empfehlen. Da beide Protagonisten Assassinen sind geht es in dem Buch doch hin und wieder sehr brutal zu, weshalb man vorher die Trigger-Liste lesen sollte, falls einen solche Themen belasten.
„Empire of Whispers and Shadows“ ist der erste Band der „House of Assassins“- Serie von der Autorin Ursa Jaumann. Ich kannte den Schreibstil der Autorin bereits, da ich die Dragon Knights Serie sehr mochte.
Die Autorin schafft auch hier eine interessante Dynamik zwischen Teno und Saya, da sie beide sich hassen und voller Vorurteile sind, aber durch ihre Ausbildung aneinandergebunden wurden. Die weiteren Prüfungen können nur zu zweit erfolgreich abgelegt werden und so müssen sie zusammenarbeiten, um ihre Ausbildung zur Assassinen des Gottkaisers beenden zu können. Doch die weiteren Prüfungen finden außerhalb der abgeschotteten Häuser statt, sodass sich für Saya und Teno bald nicht mehr unterscheiden lässt was wahr ist und was sie in die Irre führen wird.
Zusätzlich findet Teno das Geheimnis von Saya heraus und beide erkunden warum sich der Gottkaiser vor Personen, die gezeichnet wurden fürchtet und diese Jagd und töten lässt. Zu dem schwierigeren Pfad der Prüfungen kommen Erkenntnisse über Verrat hinzu und eine Welt, die nicht so ist wie sie zu sein scheint.
Die Andeutungen der Liebesgeschichte empfand ich nicht als authentisch genug, da diese zu plötzlich und scheinbar aus dem Nichts heraus aufgetaucht sind. Auch die Andeutungen von Teno über Sayas Äußeres waren irgendwie nicht stimmig in der sonst sehr spannenden und gefährlichen Umgebung. Ich hätte mir hier mehr tiefe gewünscht und Gefühle, die natürlich entstehen und nicht irgendwie zu gewollt sind.
Die Handlung hat einige tolle Wendungen, die mich sehr überrascht haben. Gerade das Ende macht neugierig auf die Fortsetzung. Neben der doch brutalen Handlung haben mir auch Hindernisse gut gefallen, denen sich Saya und Teno gegenüberstellen müssen. Insgesamt ein richtig guter Auftaktband, den ich nur weiterempfehlen kann.
Empire of Whispers and Shadows konnte mich wirklich überraschen. Wir starten mit Saya als Baby und begleiten sie 18 Jahre später in eine brutale, von Intrigen durchzogene Welt.
Schon zu Beginn spürt man die Härte: ein abgeschottetes Trainingslager im Dschungel, tödliche Prüfungen in der Hauptstadt und eine dichte, japanisch inspirierte Atmosphäre. Die Begriffe und kulturellen Elemente verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe und Fremdheit, die perfekt zur Assassinen-Ausbildung passt. Ein schönes Detail ist auch die Darstellung der Waffen – wie dem Tanto – im Buch.
Saya und Teno sind gezwungen, zusammenzuarbeiten, obwohl zwischen ihnen Hass, Schmerz und unausgesprochene Konflikte stehen. Beide sind starke Figuren mit klaren inneren Kämpfen: Schuld, Rache, Zweifel – aber auch eine spürbare Anziehung. Enemies to Lovers wird hier genau richtig dosiert umgesetzt: intensiv, aber nicht überzogen.
Die Prüfungen sind gefährlich und actionreich, auch wenn sie stellenweise etwas im Hintergrund bleiben. Manchmal hätte ich mir detailliertere Beschreibungen gewünscht, und vereinzelt wirkte es für mich etwas sprunghaft – was sich gegen Ende jedoch deutlich verbessert.
Saya ist geprägt von allem, was sie überleben musste – stark, entschlossen, gezeichnet. Teno ist alles, was sie hasst: gutaussehend, arrogant – und auf ihrer Todesliste. Perfekte Voraussetzungen für knisternde Dynamik.
Der Fokus liegt klar auf ihrem Zusammenspiel – und genau das macht den Reiz aus. Das Ende endet mit einem gemeinen Cliffhanger und lässt viele Fragen offen.
Ich mochte die Mischung aus Fantasy, Magie, Intrigen und Charakterdynamik sehr und werde die Reihe definitiv weiterverfolgen.
Enemies to Lovers bleibt einfach eines meiner Lieblingstropes. 🖤
Empire of Whispers and Shadows ist ein düsterer, emotionaler Romantasy-Fantasy-Mix, der das klassische „Enemies-to-Lovers“ mit brutaler Action und einem gefährlichen Training verknüpft. Die Welt ist japanisch inspiriert, geprägt von tödlichen Prüfungen und der Frage: Überlebst du – oder wirst du selbst zur Waffe? Dabei stehen zwei zentrale Figuren im Mittelpunkt: Saya, getrieben von Rache, und Teno, der Mann, der für den Tod ihrer Eltern verantwortlich ist.
Die Dynamik zwischen Saya und Teno ist das Herzstück des Romans: Misstrauen, Hass, Zwangszusammenarbeit und die langsame, brüchige Annäherung erzeugen eine spürbare innere Spannung, die weit über bloße Aktion hinaus geht.
Die Atmosphäre ist dicht und fesselnd, teils brutal, teils verletzlich. Eine Mischung, die emotional stark wirkt und mich wirklich hineingezogen hat. Die Figuren, besonders Saya, sind vielschichtig und haben klare Motivation, was ihre Entscheidungen und Konflikte nachvollziehbar macht. Die verschlungene Beziehung zwischen Hass und Nähe ist erzählerisch spannend und hält die Balance zwischen Gefährlichkeit und Gefühl.
Manche Handlungselemente und Worldbuilding-Details wirken weniger klar ausgearbeitet, was das Verständnis mancher Prüfungen und der Regeln dieser Welt erschwert. Für Leserinnen, die strikt strukturierten Fantasy-Plot mit klar definierten Systemen erwarten, kann das etwas schwammig wirken.
Fazit: Empire of Whispers and Shadows ist kein fluffiger Pageturner, sondern eine emotionale, intensive Fantasy, die von ihren Figuren und ihrer inneren Spannung lebt. Für dich, wenn du düster-romantische Fantasy mit komplexer Beziehung und viel Gefühl magst.
"Empire of Whispers and Shadows" von Ursa Jaumann ist ein düsterer, spannungsgeladener Auftakt der House of Assassins-Reihe, der mich von Beginn an gut abholen konnte. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sayas und Tenos Perspektive erzählt, was mir sehr gefallen hat. Gerade dadurch bekommt man einen intensiven Einblick in ihre Gedanken, Zweifel und inneren Konflikte. Saya ist eine Figur, deren Vergangenheit zutiefst berührt: Der Verlust ihrer Familie, die grausame Ausbildung und die ständige Konfrontation mit Tod haben sie geprägt. Man merkt deutlich, dass vieles von dem, was sie tun muss, an ihrem Gewissen nagt und sie innerlich zerrissen ist. Die Prüfungen bilden das düstere Herz der Geschichte. Sie sind brutal, fordernd und oft tödlich, wodurch ein konstant hoher Spannungsbogen entsteht. Besonders gelungen fand ich, dass im Laufe der Aufgaben immer mehr Zweifel aufkommen – an dem System und den Wahrheiten, die Saya und Teno ihr Leben lang eingetrichtert bekommen haben. Dieses langsame Hinterfragen hat der Handlung zusätzliche Tiefe verliehen. Die Enemies-to-Lovers-Dynamik zwischen Saya und Teno ist intensiv und glaubwürdig umgesetzt. Der Hass zwischen den beiden sitzt tief, doch die erzwungene Zusammenarbeit zwingt sie dazu, einander zu beobachten, zu verstehen und sich langsam zu öffnen. Die Entwicklung ihrer Beziehung geschieht ruhig und schrittweise, ohne den dunklen Ton der Geschichte zu verlieren, was mir sehr gut gefallen hat. Insgesamt eine gelungene Mischung aus düsterer Atmosphäre, emotionaler Tiefe, tödlichen Prüfungen und einer langsam wachsenden, komplexen Beziehung. Ein starker Reihenauftakt, der neugierig auf die Fortsetzung macht.
Empire of Whispers and Shadows entführt in eine geheimnisvolle, atmosphärisch dichte Welt voller Schatten, Intrigen und leiser Bedrohungen. Von Beginn an liegt eine spürbare Spannung über der Geschichte, die neugierig macht und zum Weiterlesen, beziehungsweise Weiterhören einlädt. Besonders gefallen hat mir das stimmige Worldbuilding. Die Welt wirkt durchdacht, düster und zugleich faszinierend, ohne den Leser mit zu vielen Informationen zu überfordern. Die Handlung entwickelt sich ruhig, aber kontinuierlich, wobei vor allem die zwischenmenschlichen Dynamiken und die unterschwelligen Konflikte im Fokus stehen. Die Charaktere sind facettenreich angelegt und tragen viel zur Atmosphäre bei. Nicht alle Entscheidungen sind sofort nachvollziehbar, wirken aber realistisch und passend zur jeweiligen Situation. Gerade diese Grautöne zwischen Licht und Schatten machen den Reiz der Geschichte aus. Ein besonderes Highlight ist das Hörbuch. Die Sprecher Viola Müller und Leonard Hohm verleihen den Figuren eine authentische und emotionale Stimme. Beide schaffen es, die Stimmung der Geschichte geheimnisvoll, angespannt und hervorragend einzufangen. Durch ihre angenehme Betonung und klare Unterscheidung der Charaktere wird das Hörbuch zu einem echten Erlebnis. Insgesamt ist Empire of Whispers and Shadows ein atmosphärischer Fantasyroman mit Tiefe, starken Stimmungen und einer gelungenen Hörbuchumsetzung. Empfehlenswert für alle, die ruhige, düstere Fantasy mit emotionalem Unterton mögen.
Empire Whisper and Shadows ist ein Romantasy-Auftakt, der bereits auf den ersten Blick überzeugt. Die ansprechende Covergestaltung und der hochwertige Farbschnitt machen das Buch zu einem echten Hingucker im Regal. Doch auch inhaltlich weiß die Geschichte zu fesseln. Die Protagonist*innen sind spannend angelegt und bringen eine geheimnisvolle Vorgeschichte mit, die neugierig macht. Gleichzeitig hätte ich mir gewünscht, noch tiefer in ihre Hintergründe eintauchen zu dürfen, da hier viel Potenzial angedeutet, aber noch nicht vollständig ausgeschöpft wird.
Leser*innen sollten sich bewusst sein, dass der Romance-Anteil klar über dem Fantasy-Content liegt. Die Liebesgeschichte nimmt viel Raum ein und treibt die Handlung stark voran, während die Fantasy-Elemente eher begleitend wirken. Besonders interessant ist die Idee, Aspekte der japanischen Kultur und Mythologie in die Welt einfließen zu lassen. Allerdings bleibt es häufig bei einem oberflächlichen Ankratzen dieser Einflüsse, sodass man sich mehr Tiefe und Worldbuilding gewünscht hätte.
Trotzdem überzeugt das Buch durch seine spannende Grundidee und den gelungenen Aufbau auf eine größere Geschichte. Vor allem die Schattenarmee und der geheimnisvolle Gottkönig werfen viele Fragen auf, die große Vorfreude auf den zweiten Band wecken. Das Ende setzt dem Ganzen die Krone auf: ein extremer Cliffhanger, der es eigentlich unmöglich macht, Band zwei nicht lesen zu wollen. Wer Romance liebt und Fantasy als atmosphärischen Rahmen schätzt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.
Spannender Romantasy Auftakt Empire of Whispers and Shadows erzählt eine intensive, düstere Geschichte, in der Saya und Teno um einen Platz in der Schattenarmee des Gottkaisers kämpfen. Dafür müssen sie sieben lebensgefährliche Prüfungen bestehen und das nur gemeinsam. Die Geschichte wird durch wechselnde POVs erzählt, Saya, auf der Straße groß geworden, ist mutig, wachsam und misstrauisch. Und Teno, der aus gehobenen Verhältnissen stammt, aber genauso von Verlust gezeichnet ist. Beide leiden noch unter dem Tod ihrer Eltern, was ihren Entscheidungen und Reaktionen spürbare Tiefe verleiht. Die Dynamik zwischen ihnen ist eindeutig enemies to lovers, anfangs explosiv, mit verletzenden Dialogen und voller Reibung. Der Übergang von Hass zu Anziehung ist zwar vorhersehbar, aber glaubwürdig erzählt und sorgt für eine starke Energie zwischen den beiden. Nur manche Emotionen haben mich nicht ganz erreicht, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Besonders gefallen hat mir das Worldbuilding, Ein japanisches Setting, das mit Katanas, Tantos und Shuriken, blutigen Kämpfen und einer bedrohlichen Atmosphäre lebendig wirkt. Der Schreibstil ist fesselnd, bildhaft und treibt die Handlung stetig voran, sodass die Geschichte zu keiner Zeit langweilig ist. Nicht so gut gefallen hat mir das Magiesystem, es ist etwas vage dargestellt. Es wirkt interessant, aber nicht vollständig erklärt, sodass man sich an manchen Stellen mehr Klarheit wünscht. Trotz kleiner Schwächen ein toller Romantasy-Auftakt.
Ich liebe die Bücher aus der Feder von Ursa Jaumann. Auch hier hat sie es geschafft mich von Seite eins an zu begeistern. Der Erzählstil ist lebending und für beide Protagonisten hatte ich schnell ein Gefühl. Den Hass und die Tension (die beiden nicht wahrhaben wollen) fand ich packend und ich war direkt neugierig wie sich die Beziehung der beiden entwickelt. Fans von hitzigen Wortgefechten kommen hier auf ihre Kosten. Im Verlauf des Buches halten sich Spannung und ruhigere Momente die Waage. Von mir aus hätte es gerne noch mehr Spannung und Action sein dürfen. Richtig stark fand ich den letzten Abschnitt. Wie ich es in Ursas Büchern liebe, gab es hier nochmal einiges an Action und ein paar Twists - ich kann nur empfehlen die letzten 100-150 wenn möglich an einem Stück zu lesen 🤭
Wer die Bücher von Ursa kennt weiß, dass sich hinter dem ersten Eindruck meist noch mehr Schichten verbergen. So auch hier. Je mehr wir beide Protagonisten kennenlernen, desto mehr erfahren wir über Vergangenheit und Motive. Gleiches gilt für die Welt und deren Geschichte. Ich bin der Meinung, dass ich habe im Verlauf des Buches ein paar Hinweise auf mögliche Twists und Offenbarungen in Band zwei entdeckt und bin sehr gespannt, ob ich auf dem richtigen Weg bin.
Auf jeden Fall eine große Leseempfehlung von mir. Unbedingt auf die Contentnote achten - die Welt der Assassinen ist wie zu erwarten durchaus düster und brutal.
Ich habe bisher alle Bücher der Autorin gelesen und sehr gemocht. Und nach der spannenden Einleitung war ich direkt wieder von der Idee und dem Setting gebannt. Ich muss allerdings sagen, dass mir die Charaktere gerade am Anfang ein paar Problemchen bereitet haben. Saya handelt als angehende und skrupellose Assassinin für meinen Geschmack ein bisschen oft zu impulsiv und da habe ich mich gefragt, wie sie so bisher überleben konnte, gerade auch im Hinblick der Offenbarung ihrer krassen Vergangenheit. Und auch Teno wirkt schnell von seinen Gefühlen geblendet. Das nahm etwas den Wind aus den Segeln. So länger aber die Geschichte andauerte, desto mehr mochte ich die beiden und auch ihre Verletzlichkeit. Schade fand ich, dass der Grund, wieso Saya Teno eigentlich hasst, einfach irgendwann hingenommen wurde, ohne dass die beiden darüber richtig gesprochen haben. Auch die Prüfungen und der Fantasyaspekt hätten für mich besser ausgearbeitet sein können. Spannend war es aber alle Male. Neben tollen und blutigen Plotts überragt das Buch mit gelungenen Dialogen - mal ernst, mal charmant und lustig - und einer emotional mitfühlend und spicy Enemies-to-lovers-Romanze. Der Cliffhanger kam für mich jetzt nicht überraschend, aber macht natürlich neugierig auf die Fortsetzung.
Saya hätte gar nicht leben dürfen. Denn als Gezeichnete mit einem Mal, steht sie auf der Tötungsliste. Das weiß sie und hütet das Mal als ihr größtes Geheimnis. Das Teno dummerweise entdeckt. Ausgerechnet diese beiden müssen auch zusammen einige Aufgaben bestehen und werden mehr als nur Teampartner.
Aufgaben bei denen es um Leben und Tod geht, ein Gottkaiser der sich über alles gestellt hat, Untergrundreligion zu den alten Göttern und eine starke Protagonistin, die mehr kann, als sie weiß. So weit ist das erstmal nichts neuartiges und ich muss gestehen, dass ich am Anfang richtig Schwierigkeiten hatte, ins Buch zu kommen. Was nicht an den Stimmen oder dem Erzählstil liegt, beides fand ich klasse. Aber es war das Gefühl, so eine Story schon zum hundertsten Mal zu hören, nur dass es diesmal in einem Asiatischen Setting stattfindet. Rache nehmen an denen, die ihr das Leben schwergemacht haben, Ausbildung zur Assassine, das gut gehütete Geheimnis, magische Kräfte und SlowBurn vom Gegner zum Teampartner zu mehr - das ist alles einfach nichts neues.
Dennoch hat es mich nach hinten raus dann gefesselt und ich habe die beiden gerne bei ihren Aufgaben begleitet. Das Ende ist natürlich (mal wieder wie auch bei vielen Büchern) gemein, denn nun muss ich natürlich auf den nächsten Band warten.
Fazit: Trotz einiger Startschwierigkeiten eine kurzweilige Geschichte, die sich gut für Zwischendurch eignet auch wenn kaum neue Ideen darin enthalten sind.
Im Haus des Flüsterns und der Schatten gilt nur eine Regel. Die des Stärkeren. Saya versucht während ihrer Ausbildung zur Assassinin zu Überleben. Damit sie ihrer Ausbildung beenden kann, muss sie sieben tödliche Prüfungen bestehen mit einem zugewiesenen Partner. Doch zu Sayas Leid, ist es ihr Todfeind Teno. Er hat damals ihre Eltern verraten und dadurch wurden sie hingerichtet. Nicht nur, dass Saya in abgrundtief hasst, er kennt auch ihr verhängnisvolles Geheimnis. Aber wenn Saya und Teno die tödlichen Prüfungen überleben wollen, müssen sie ihrer Differenzen bei Seite legen und zusammen arbeiten. Je mehr Saya und Teno durchstehen, desto näher kommen sie sich. Aber kann Saya Teno trauen?
Der Schreibstil ist sehr lebendig und flüssig. Ich bin schnell in die Geschichte eingetaucht. Das Setting war sehr schön beschrieben. Die Action ist seit dem ersten Moment vorhanden. Und der Spannungsbogen wird stets aufrecht gehalten. Ich finde es toll, wie man Saya und Teno im Laufe der Geschichte besser kennenlernt. Es ist super, dass es für den jeweiligen Part ein Sprecher gibt. Ich finde beide Sprecher sehr authentisch und ihre Stimmen verleihen der Geschichte das richtige Feeling.
Der erste Teil war sehr spannend und ich bin schon gespannt wie der zweite Teil sein wird.
In dieser Romantasy Geschichte geht es um Teno und Saya, die sich in Ihrer Ausbildung zu Assassinen diversen Prüfungen stellen müssen, um zu überleben und am Ende dem Gottkaiser dienen zu dürfen.
Teno und Saya könnten zu Beginn nicht unterschiedlicher sein. Sie sind nicht nur sehr konträr, sondern haben auch eine gemeinsame Vergangenheit, die vor allem Saya stark geprägt hat. Dennoch werden Sie zusammen als Paar für die Prüfungen zusammengetan unf müssen als Partner vorankommen. Die Beziehung der beiden verändert sich dadurch.
Mir hat der Aufbau der Liebesgeschichte gut gefallen. Teno macht im Verlauf eine unfassbar große Entwicklung, wohingegen Saya bleibt wie sie zu Beginn ist.
Gut gefallen hat mir auch das Japanisch angehauchte Setting. Ein Glossar hätte hier viel Hilfe gegeben bei verschiedenen Verständnisfragen. Darüber hinaus hat mir auch mehr Inhalt im Bezug auf die Magie des Gottkaisers, der sieben Prüfungen und der Gewalten gefehlt. Alles wurde grob angerissen, aber ich hätte mir da mehr Worldbuilding gewünscht.
Auch die Umschreibungen der Gebäude und Kämpfe fand ich oft etwas verwirrend, weil ein Kampf dann z.B. nur eine halbe Seite lang war und man dann die Infos durcherasselt ist.
Insgesamt fand ich das Buch spannend und gut geschrieben, aber hätte mir mehr Worldbuilding und Kontext gewünscht.
Empire of Whispers and Shadows hat mich vom ersten Moment an gepackt. Der Schreibstil ist wortgewaltig, aber angenehm leicht zu lesen – man taucht sofort in diese düstere Welt ein und erlebt alles hautnah mit.
Im Zentrum stehen Saya und Teno, zwei junge Assassinen, die nach Jahren gnadenloser Ausbildung vor ihren entscheidenden Prüfungen stehen. Beide könnten kaum unterschiedlicher sein: Saya wird von Freiheitsdrang und Rache angetrieben, während Teno nichts sehnlicher will als Anerkennung, Familie und endlich den Namen seines Vaters tragen zu dürfen. Gerade diese Gegensätze machen ihre Dynamik unglaublich spannend – besonders, weil Teno ausgerechnet auf Sayas persönlicher Todesliste steht.
Die Welt ist brutal, gefährlich und hoffnungslos faszinierend. Magie, Kreaturen, tödliche Plagen und fanatische Glaubensvorstellungen sorgen dafür, dass der Tod allgegenwärtig ist – egal ob Assassine, Straßenkind oder Anhänger der alten Götter. Die Geschichte scheut dabei nicht vor Härte zurück, was perfekt zur Atmosphäre passt.
Das Finale? Gemein. Richtig gemein. Der Cliffhanger hat mich sprachlos zurückgelassen und ich wollte sofort weiterlesen.
Ein düsterer, fesselnder Reihenauftakt, der hervorragend unterhält und definitiv Lust auf mehr macht.
Kampf um Leben und Tod Mich hat das Cover sofort in seinen Bann gezogen. Mit den Kirschblüten und dem Tempel hat man das asiatische Feeling. Dazu noch die Farbkombination aus Lila und Schwaz. Geheimnisvoll und doch voller Hoffnung. Das Buch hat mich sofort gepackt. Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und ich war sofort in der Geschichte drinnen. Kampfszenen, so bildhaft beschrieben, als wäre man selbst mit dabei. Definitiv nichts für schwache Nerven. Hier geht es um eins. Ums Überleben. Entweder das oder du bist tot. Die Ausbildung zur Assassine des Gottkaisers ist alles andere als ein Kinderspiel. Hier geht es um alles oder nichts. Nur die Stärksten überleben. Doch dann muss Saya mit dem Mann zusammenarbeiten, der ihr alles genommen hat. Sie hasst ihn abgrundtief und für sie steht alles auf dem Spiel. Ein wortgewandter Roman der mich von Anfang an gefesselt hat. Das Thema mit den Assassinen und Gottheiten fand ich sehr spannend. Saya hat schon viel erlebt und all das hat sie zu der Person gemacht, die sie heute ist. Doch trotz allem trägt sie eine gewisse Sanftheit in sich. Sie ist mehr als eine kaltblütige Killerin. Ein großartiger Auftakt und ich bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung!
Hat leider nicht überzeugt Das Cover von Empire of Whispers and Shadows ist sehr schön und ein Hingucker. Das Setting mit den Assassinen und dem japanischen Flair gefallen mir. Auch das Thema Enemy-to-Lover ist schön umgesetzt. Ich denke der Spitzname, den Teno für Saya hat, soll wohl seine Distanz und Coolness ausdrücken. Mich hats genervt, vor allem als sie sich näher kamen. Für mich persönlich sind die Prüfungen etwas mau und hatten zu wenig Fleisch am Knochen und Abwechslung. Dadurch wurde es für mich schnell langatmig. Ich hatte hier mehr Spannung erwartet. An manchen Stellen war die Spannung per se nicht gegeben, weil man ja wusste, dass die Protagonisten überleben, da das Buch sonst zu Ende wäre. Das war aus meiner Sicht, vor allem im Gefängnis / Keller sehr ungünstig. Die Magie oder der Fantasy Aspekt kam mir hier etwas zu kurz. Eigentlich habe ich die Bücher der Autorin bisher gern gelesen, hier werde ich Band 2 wohl nicht mehr lesen, auch wenn das Ende von Band 1 einen schönen Cliffhanger hat. Wer eine Liebesgeschichte zwischen Feinden sucht und Japanischen Setting wird sicher Freude haben. Wer dazu ein spannendes Fantasy Setting sucht wird meiner Meinung nach wohl eher enttäuscht sein
Als ich gehört habe, dass ein neues Buch der Autorin raus kommt, war klar, dass ich es direkt brauche. Der Klappentext klang hervorragend und das Cover ist traumhaft schön geworden.
Die Story bringt viel Potenzial mit sich und am Anfang war ich auch wirklich begeistert. Vorhallen das Setting hat mich echt begeistert.
Mit der Zeit hat es für mich aber an Spannung verloren und das Lesen wurde sehr zäh und schleppend. Da 7 Prüfungen haben für mich definitiv zu wenig Platz bekommen und auch die Magie an sich, hätte gerne Laternen Fokus stehen dürfen.
Vor allem die Spice Szenen haben es mir echt nicht leicht gemacht. Enemies-To-Lovers ja - aber für mich fühlte es sich teilweise übergriffen und sehr auf das Thema fixiert an. Da konnte ich die Entwicklung leider nicht nachvollziehen.
Ich befürchte, dass meine Erwartungen an das Buch durch die anderen Bücher der Autorin einfach zu hoch waren. Da die Autorin aber nicht für meine Erwartungshaltung kann, würde ich trotzdem eine Empfehlung aussprechen - viele meiner Punkte betreffen ja nur meinen Lesegeschmack :)
„Empire of Whispers and Shadows“ von Ursa Jaumann ist eine spannende, interessante und mitreißende Romantasy mit teilweise brutalen Stellen.
Es geht in der Geschichte viel um Rache und den Kampf ums Überleben. Die Geschichte handelt von Saya und Teno. Sie sind eigentlich verfeindeten und würden sich gerne gegenseitig umbringen. Sie müssen aber zusammenarbeiten um die Prüfungen zu bestehen. Hierbei verändert sich die Beziehung der beiden zueinander.
Die Geschichte ist gespickt mit Fantasie und Magie. Dies macht die Geschichte noch interessanter und unvorhersehbarer.
Die Charaktere sind authentisch und charismatisch dargestellt. Man wechselt zwischen den Perspektiven von Saya und Teno. Dadurch hat man einen guten Rundumblick.
Ich empfehle vorher die Triggerwarnungen zu lesen, falls man von ihnen betroffen ist.
Spicy Szene und brutale blutige Szenen sind elementar für die Geschichte.
Es handelt sich um den ersten Teil der Diologie und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil.