Im Jahr 2480 haben die Menschen ihr kleines Sternenreich auf einen guten Kurs in Richtung Zukunft gebracht. Neue Welten werden besiedelt, Forschung und Wirtschaft florieren.
Doch an der Grenze zur mächtigen Republik Arkon kommt es zu bedrohlichen Entwicklungen. Vielerorts werden geheimnisvolle Artefakte entdeckt, die sonderbare Kräfte bergen. Sind sie eine Gefahr oder ein Gewinn für die Völker der Milchstraße?
Perry Rhodan und seine Frau Thora erfahren zudem, dass ihre Tochter in Not ist. Um ihr beizustehen, benötigen sie ein spezielles Artefakt, dessen Fährte in den Sternhaufen M 13 führt.
Sie reisen zum Planeten Lepso, wo ein schwunghafter Handel mit echten und gefälschten Artefakten betrieben wird. Auf einer Welt der Geschäftemacher, Schwarzmärkte und Betrüger entdecken sie schließlich die SPUR IN DEN ABGRUND ...
Stefan Pannors Roman liefert im spannenden "Artefakte"-Zyklus der PRneo-Serie einen überraschenden Cliffhanger zum Ende des Buches, dessen ausführliche Aufklärung im nächsten Band der Reihe folgen wird. Bis dahin liefert Stefan Pannor einen leidlich spannenden und farbenfroher Abenteuerroman auf der Freihandelswelt Lepso...
3,5 Lepso, die Freihandelswelt der Arkoniden ist Schauplatz der Handlung. An Bord der "Terrania II" ist das Ehepaar Rhodan-Da Zoltral, Reginald Bull, Gucky und Da Lyn-Hay dorthin geflogen und wollen sich ein Artefakt besorgen um Zugang zu einem Raumgebiet zu haben, in dem sie widerum nach dem richtigen Artefakt für die "Rettung" Natalie Rhodan-Da Zoltrals suchen können. Ein Umweg also, und es ist gar nicht sicher, dass sie ein echtes unter den vielen falschen auf dieser Welt finden werden. Denn der Hype um die Artefakte macht das Leben besonders in den unteren Ebenen von Orbana, der Hauptstadt von Lepso, immer unerträglicher, weil es im Kampf zu Gewalt und Mord kommt. Bewohner dieser Region sind Teryak, Kopf einer Diebesbande, und die Diebin Ssonja Arnon. Beide haben eine Geheimnis, Ssonja kann nicht sterben, sie regeneriert sich sehr schnell selbst. Auf der anderen Seite steht der arkonidische Leiter der Polizei-Dienststelle Teferon da Agnom, der einfach nur von der Polizei-Station in der Unterstadt weg möchte, denn hier ist das Leben alles andere als angenehm. Pannor schidert diese Welt und ihre Bewohner sehr plastisch so dass es einem nicht langweilig wird. Dennoch wurde ich ungeduldig, weil ich mehr erwartete. Da schlägt die Handlung einen unerwarteten Haken. Auf der Suche nach einem Artefakt in den Lagerhallen der Mehandor-Sippe der Turopak findet die Gruppe um Perry Rhodan etwas, das sie den Mehandor mit List und Tücke abluchsen, einen Kryotank. Wer sich darin befindet, wissen sie erst als sie ihn öffnen. Als Leser habe ich den Insassen so halbwegs geahnt. Pannor hat einen figurenreichen und unterhaltsamen Roman geschrieben. Ich hoffe, die Handlung kehrt noch einmal auf Lepso zurück und Ssonja taucht wieder auf. Orbana hat mich als Schachtstadt und ihrer Gesellschaft schwer an die Heimat von John Di Fool in "John Di Fool und der Incal" erinnert. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Bildwelt von Moebius und Jodorovsky PR-Neo inspiriert hat.
Toller Roman, der die Atmosphäre von Lepso so glaubhaft und realitätsnah einfängt, dass ich mich wirklich in die Figuren und die Story reinversetzen konnte.
Mit der Artefakte-Kiste werde ich noch nicht ganz warm, der Rest war aber wirklich super zu lesen.