In diesem Roman kommt Gucky mit seiner kleinen Familie tatsächlich schon zurück in die Milchstraße und fliegt nach Tramp. Rein zufällig ist dort auch gerade John Wylon vor Ort, der auf der Suche nach dem … äh … wie auch immer diese Ilt-Mumie heißt. Gucky, der große Held, der er nun mal ist, hilft der USO bei der Gefangennahme und möglicherweise kann man mit Wylon in Zukunft zusammenarbeiten. Interessant ist, dass hier das Thema “Psychostrahler” für John Wylon erledigt wird. Die Wirkung dieser Waffe lässt nach und Gucky merkt schnell, dass Wylon manipuliert wurde. Manches, was mir im Roman anfangs seltsam erschien, erklärte sich später durch die Falle, die Cassandra Wylon gestellt hat. Sie bezeichnet Wylon schon im Prolog als “Werkzeug”. Eine überraschend schnelle Entwicklung. Der Roman konnte mich nicht immer überzeugen: Ich fand die Reise etwas langweilig und Guckys Sprüche kenne ich zu gut. Aber es sei ihm und den Gucky-Fans gegönnt.
Stellaris 109: "Tiryks Planet" von Stefan Pannor
Der topsidische Sicherheitsoffizier Trker-Derkh ist zusammen mit dem Menschen Anten unterwegs, um Tiryk zu suchen, Antens Sohn. Ja, der heißt wirklich wie der Kosmokrat und sollte zuerst Nachor heißen, nach dem Armadaprinzen. Sie suchen ihn auf einem Werftplaneten, der nach über eintausend jähriger Ausbeutung zum Zwecke des Schiffbaus nun in einer planetaren Katastrophe untergeht. Die Geschichte hat mich positiv überrascht. Die eigentliche Hauptperson ist der Planet, der durch ein Jahrtausend Raubbau zerstört wurde. Mit Liebe zum Detail wird versucht, die schiere Größe der Fabriken zu beschreiben, in denen große Raumer gebaut wurden. Außerdem geht es um Heimat. Wo ist man zu Hause im Zeitalter interstellarer Raumfahrt? Es ist nicht der Planet, von dem die eigenen Vorfahren ursprünglich stammen, obwohl Trker-Derkh am Schluss beschließt, Topsid bei nächster Gelegenheit einen Besuch abzustatten.
Geilstes Cover. Vorab ich bin großer Gucky-Fan und deswegen hat der Roman eh gewonnen :D. Allerdings wird man erstmal eher mit der Geschichte von John Wylon konfrontiert, aber beide Parts, also der andere ist der Gucky-Part, sind beide on top.
Es wird vieles zusammen geführt und Oliver Fröhlich hat ein Top Still, die Figuren Farbe einzuhauchen.
Diesesmal wieder ein Lob an die Exposé-Abteilung: Ich hatte schon befürchtet, dass die Suche nach Gucky ewig dauern könnte, aber stattdessen beendet Oliver Fröhlich diese drohende Schnitzeljagd vorzeitig, davon hatten wir in letzter Zeit ja einige und nicht alle hatten einen funktionierenden Spannungsbogen. Außerdem wird in der Person John Wylon eine überraschende Wende hinzugefühgt, was ich sehr begrüße, außerdem wird offenbar, dass Cassandra ihn mittels eines Hypnoblocks gefügeg gemacht hat, die Frage ist, inwieweit sein Hass auf alles lemuriodisches auf ihn beruht oder auf den Hypnoblock Cassandras?. Bei Cassandra wird klar, dass hinter ihr eine andere Macht steht, die die Ziele Cassandras (Vernichtung von ES und Beseitigung des ELYSIONS) unterstützen bzw. vorgegeben haben, schließlich hatte sie ja bereits Shrell unter ihre Kontrolle bekommen. Dass der Psychostrahler nach der Hyperimpedanz funktioniert, ist wohl durch wycondrische Technologie möglich gemacht worden, aber zu welchem Zeitpunkt wurde das gemacht und wer war dafür verantwortlich? Schließlich wurde der Besitz des Psychostrahlers von Cassandra anders geschildert... Fragen über Fragen, ich hoffe, sie werden in Zukunft noch befriedigend beantwortet werden ?
Ein sehr starker John Wylon Roman, der nur so von überraschenden Wendungen strotzt!
Oliver Fröhlich schafft es perfekt Guckys Wesen einzufangen und seine Ankunft in der Milchstraße humorvoll aber keineswegs lächerlich zu gestalten. So wie man es vom Mausbiber erwarten würde.
Dass John Wylon mittels Hypnoblock ebenso wie Shrell der geistige Sklave Cassandras war, ist ebenso überraschend wie spannend inszeniert worden! Da folgen sicherlich noch einige weitere Details dazu!
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Mit der gemopsten GOLIPOLLON sind Gucky, Yilad und Coyn auf dem Weg in die Milchstraße. Auf Bitten von Yilad fliegen die drei zunächst ins System von Plofres Stern, wo die Überreste von Tramp um die sterbende Sonne kreisen. Allerdings finden sie, dass auch USO und John Wylon hier operieren. Beide Parteien sind auf der Suche nach dem Antepal - ein wohl aussichtsloses Unterfangen, da dieses aller Wahrscheinlichkeit nach mit dem Planeten zerstört wurde. Gegen jede Wahrscheinlichkeit scheint Wylon dann aber doch eine Spur zu finden. Was er jedoch nicht weiß, ist, dass dies eine eigens für ihn von Celina Bogarde/Cassandra gestellte Falle ist. Sie betrachtet Wylon als Werkzeug und bemerkt, dass der Hypnoblock, dem sie Wylon verpasst hat, mittlerweile brüchig wird. Mangels funktionierendem Hypnostrahler ist der Block auch nicht mehr erneuerbar, sodass Wylon für Cassandra wertlos zu werden droht. Mit den überlegenen Mitteln der GOLIPOLLON können Gucky und Yilad das getarnte Schiff von John Wylon aufspüren, was den USO-Schiffen bislang nicht gelang. Diesen Wissensvorsprung nutzt Gucky, um sich gegen jede Vorschrift in die im System laufende USO-Operation "einzuschleusen". In letzter Sekunde spürt er John Wylon auf und rettet ihn aus der von Cassandra geschaffenen Todesfalle. Wylon kämpft noch immer mit dem Hypnoblock, entscheidet sich aber schließlich die ihm zur Verfügung stehenden Schiffe TAIYO, SURYA und RE der USO temporär für eine Mission zur Verfügung zu stellen, die zur Ergreifung von Cassandra führen soll.
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Das fand ich richtig toll! Oliver Fröhlich gelingt es ganz hervorragend, das Innenleben und die inneren Zweifel von John Wylon zu schildern. Auch Gucky,seine Interaktionen mit Yilad und Coyn einerseits und mit dem USO-Vertreter andererseits fand ich super getroffen. Ein starker, spannender Roman, den ich sehr genossen habe. Volle Punktzahl, ohne Bedenken! 5/5
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Ich mag Gucky. Punkt. Daher hat der Roman für mich schon mindestens drei Sterne sicher gehabt. ;)
Nein, im Ernst. Grundsolider Roman, Gucky hat mir in der Hand von Oliver Fröhlich sehr gut gefallen und mit seiner kleinen Familie - die ihm hoffentlich eine Weile erhalten bleibt - wirkt die Figur für mich viel runder und besser.
Die Einleitung fand ich sehr gelungen, für ein paar Seiten habe ich tatsächlich überlegt, ob Yilad nicht Gucky verraten könnte und war sehr froh, dass es doch - wie vermutet - um Cassandra ging.