In diesem Heft wurde, nachdem im letzten Band die Yuit-Gesschichte und die Entstehung der Triade erzählt wurde, die Ilt-Geschichte in der Milchstraße thematisiert, alles erzählt von Gucky, der in einem tiefen Koma liegt und die Geschehnisse um die Triade wiedergegeben hat. Durch einen psionischen Impuls der Triade wurde die Yodor-Sphäre durchlässig und ES blutete danach aus, was seine Bewußtseinsinhalte angeht. Außerdem erfahren wir in diesem Band (der von Michelle Stern hervorragend geschrieben wurde, einige Geheimnisse um die Yuit/Ilts, die auch schon von Jahrtausende in den Diensten von ES standen, bereits vor den Bestien-Kriegen und den Untergang des lemurischen Sternenreichs. Die Geschichte der ILTEG und die Ankunft der Ilts in der Milchstraße bekommen dadurch endlich ihre wohlverdiente Würdigung und einen Hintergrund, der auch sehr gut in die Perryversums-Geschichte passt. Mit dem Wort "Geardals Ruf" kommt wiederum ein neuer geheimnisvoller Begriff mit kosmischer Bedeutung in die Serie hinein. Bin sehr gespannt auch die Auflösung. Was mir weniger gefallen hat ist die Begegnung von Rhodan mit den Leuten, die in der Yodor-Sphäre gelebt haben, was ist mit Rhodans Enkelin und Bullys Tochter? Wie geht es ihnen? Warum verliert man kein Wort über sie ? (abgesehen von einer Erwähnung von Farye). Mir ist das im Gesamtkontext zu wenig, was aber nicht der Autorin anzulasten ist, sondern wieder mal an dieser verqueren Exposé-Orchestrierung liegt, die extrem auf Verteilung der Suspense-Elemente auf viele Romane wert legt, hat man vieleicht Angst, den Zyklus nicht mit interessanten Themen füllen zu können?...
Es war längst überfällig und es ist trotzdem erstaunlich, dass wir nach über 3300 Romanen und ca. 65 Realjahren so etwas wie die Ursprungsgeschichte der Ilts erzählt bekommen. Mir hat gefallen, wie diese Geschichte in den PR-Kosmos eingebunden wurde (z.B. haben die Ilts schon vor Jahrtausenden für ES gearbeitet) und wie dies mit der aktuellen Handlung um ES verknüpft wurde. Dass dabei ein Kol Mani auftritt, hatte ich nicht erwartet. Die Yodor-Sphäre bietet noch genügend Stoff und einige Personen (z.B. Farye) sollten auch noch auftreten. Perry hat wie immer keine Zeit, sich um seine Kinder und Enkelkinder zu kümmern, der Retter des Universums war halt nie ein guter Vater und ein guter Großvater ist er auch nicht Auf der letzten Seite heißt es immerhin: “Rhodan dachte erneut an Farye. Ging es ihr gut? Er hoffte es. Vielleicht fand er doch noch die Zeit, nach ihr zu fragen.” (Seufz, er kümmert sich um alle und jeden, aber hier ist keine Zeit…) Natürlich gut geschrieben von Michelle Stern.
Eine Sense of Wonder Knalltüte ist dieser Roman und am ende war ich wirklich Baff.
Gucky liegt im Koma und fällt weiter in die Yuit/Illt vergangenheit gleichezitig krieselt es derbe in der Yodo-Sphäre, denn das Haus von ES läuft quasi aus und ES verliert sich quasi bzw seine Teile. Ich hab immer noch Gänsehaut, mit dem was hier aus dem Hut gezaubert wird. Wirklich krasses Ding.
Weitere Geheimnisse aus der Vergangenheit der Yuit und Ilts sowie von ES werden gelüftet. Nach 3373 Romanen ist klar, warum die Ilts ein Volk von Parabegabten waren.
Wie bereits seit Wochen auch hier hochwertige Science Fiction, die mich fesselt und wirklich gut unterhält.