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Die Erbin der vier Winde: Im Spiel aus Schein und Gold - Band 2 der Romantasy Trilogie

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»WEM KANNST DU VERTRAUEN, WENN JEDER SEIN EIGENES SPIEL SPIELT?«

Kenna ist dem Obsidianpalast nur knapp entkommen – doch dafür opferte Drystan seine Freiheit.

Alles in ihr schreit danach, ihn aus den Fängen des Südkönigs zu befreien. Aber bevor sie sich Merikh erneut stellen kann, muss sie den Fluch brechen, der sie an ihn bindet.

Ihre Suche nach einem Ausweg führt sie und ihre Freunde in den glänzenden Marmorpalast der Nordfae, wo sie schon bald lernt, dass Worte ebenso gefährlich sind wie ihre Klingen – und dass ihr Vertrauen in die falsche Person alles zerstören kann, was sie zu schützen versucht.

476 pages, Kindle Edition

Published February 23, 2026

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Daniella J. Sommers

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87 reviews
February 27, 2026
Band zwei beginnt mit einer kleinen persönlichen Herausforderung: Reihenpause. Wer nicht alles am Stück liest, kennt das berüchtigte „Wer war noch mal dieser ominöse Nebencharakter?“-Gefühl. Zum Glück liefert die Autorin ein hilfreiches „Was bisher geschah“, sodass man nicht erst selbst genealogische Stammbäume zeichnen muss.

Nach wenigen Kapiteln war ich wieder vollständig gefangen. Und das im besten Sinne. Die Atmosphäre zieht einen erneut in dieses Fae-Machtgeflecht hinein – nur diesmal etwas ruhiger. Wobei „ruhig“ hier eher bedeutet: strategisches Innehalten, bevor der nächste Dolch geworfen wird.

Kenna entwickelt sich zunächst kaum weiter – was jedoch nicht an fehlender Charaktertiefe liegt, sondern daran, dass sie einen Großteil des Buches mit magieunterdrückenden Armbändern verbringt. Schwer, eine mächtige Fae-Erbin zu sein, wenn man magisch auf Sparflamme läuft. Erst im Marmorpalast, als diese entfernt werden, beginnt ihre eigentliche Entfaltung. Und dann merkt man: Sie weiß sehr genau, was sie will. Auch wenn das bedeutet, vor Freunden zu fliehen oder sich politisch ins nächste Wespennest zu setzen.

Drystan startet diesen Band halb tot im Kerker, von Merikh foltern lassen und innerlich bereits mit seinem Ableben im Reinen. Romantischer kann ein Liebesbeweis kaum sein. Dass er und Kenna nicht nur verheiratet, sondern Seelengefährten sind, setzt dem Ganzen die Krone auf. Besonders gelungen ist, dass Kenna bei dieser Enthüllung nicht in klassischer Fantasy-Protagonistinnen-Manier explodiert. Kein hysterisches Davonstürmen. Kein „Du hast mich belogen!“-Monolog in drei Akten. Stattdessen Verletztheit mit Hirn. Erfrischend.

Aeron hingegen klebt emotional an Kenna wie schlecht platzierter Sekundenkleber. Sein Beschützerinstinkt wirkt zunehmend weniger selbstlos und mehr… persönlich motiviert. Dass Kennas Vater den Lebensbund dann auch noch hinter ihrem Rücken auf Aeron überträgt, ist politisch sicher brillant – menschlich allerdings ungefähr so sympathisch wie ein Dolch im Rücken. Kenna ist entsprechend wenig begeistert. Verständlich.

Der Marmorpalast der Nordfae präsentiert sich als luftiger, weißer Traum aus Marmor – kühl, distanziert und ungefähr so einladend wie ein perfekt dekorierter Verhörraum. König Theon gibt den wohlmeinenden Onkel, verfolgt aber natürlich seine ganz eigene Agenda. Manipulation in Seide verpackt. Zweifel säen, Unsicherheiten verstärken, strategische Heiratspläne schmieden – alles mit einem höflichen Lächeln. Ein klassischer Strippenzieher.

Die politische Spannung läuft größtenteils unterschwellig. Keine permanenten Schlachten, sondern Worte, Andeutungen und das konstante Gefühl, dass man gerade Teil eines Spiels ist, dessen Regeln nur die anderen kennen. Kenna versucht zwar, sich als ernstzunehmende Figur zu positionieren, landet aber leider doch häufiger auf dem Spielbrett als am Spieltisch.

Die Spannung fühlt sich über weite Strecken an wie in einem guten Horrorfilm: Man weiß, dass etwas passieren wird. Man wartet nur darauf, wann es knallt. Beim Maskenball knallt es schließlich auch – nur nicht ganz so, wie man es erwartet hätte. Und genau das macht den Reiz aus.

Insgesamt ist dieser Band eine Mischung aus klassischem Brückenband-Vibe und spannungsgeladenem Fantasy-Spektakel. Weniger reine Romantik, mehr Intrige. Weniger offene Schlacht, mehr strategisches Gift. Und am Ende bleibt man natürlich wieder mit diesem „September? Wirklich erst September?“ zurück.
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