Sie war keine Nachtwandlerin, die über Dachfirste oder Gesimse lief.
Andererseits war sie Sisi! Wie lange mochte das her sein, dass sie etwas getan hatte, worüber sich die anderen das Maul zerrissen?
Wurde sie allmählich eine Langweilerin, so wie alle hier am Hof?
Schönbrunn bei Regen und eine der immergleichen Jagdgesellschaften – Kaiserin Sisi kann sich nichts Langweiligeres vorstellen. Als auch noch Kater Carl zu viel Schaumrolle nascht und erkrankt, scheint der Tiefpunkt erreicht. Doch plötzlich fallen Schüsse, und Sisi ist wieder ganz in ihrem Element. Ein Verbrechen ist aufzuklären und das Reizvolle Der Täter stammt aus ihren eigenen Reihen. Da kann Franz-Joseph noch so sehr protestieren, Sisis Spürnase ist hier gefragt …
Zwischen Hofreitschule und Die Lieblingskaiserin ermittelt wieder
Mordermittlungen mit kaiserlichem Charme Ein neuer Fall für Sisi – und diesmal geht es nicht nur um gestohlene Diamanten, sondern sogar um Mord. Wer treibt sein Unwesen im Schloss Schönbrunn und bringt die Gäste der Kaiserin um?
Wer bereits den ersten Band kennt, weiß: Sisi lässt sich durch nichts einschüchtern und möchte natürlich auch diesmal direkt an vorderster Front bei den Ermittlungen dabei sein. Doch schnell merkt sie, dass sie nicht einmal weiß, ob sie ihren engsten Freunden wirklich trauen kann und dass sie sich mit ihren Nachforschungen womöglich selbst in Gefahr bringt.
Einige der Charaktere kennt man bereits aus dem ersten Band, weshalb ich empfehlen würde, mit diesem zu starten. So lassen sich die Beziehungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Figuren noch besser nachvollziehen. Gerade das Zusammenspiel der Charaktere hat für mich einen großen Teil des Charmes der Geschichte ausgemacht.
Der Schreibstil ist locker und herrlich leicht zu lesen und entführt einen direkt in ein richtiges Cozy-Crime-Abenteuer. Besonders die Kombination aus historischem Setting, bekannten Persönlichkeiten und einem klassischen Mordfall hat mir gut gefallen. Die historischen Details fügen sich dabei wunderbar in die Geschichte ein, ohne dass die Handlung dadurch trocken wirkt.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte noch einmal ordentlich an Fahrt auf und die Auflösung des Falls hält so einige Twists bereit. Dadurch bleibt es bis zum Schluss spannend und man darf sich immer wieder fragen, wem man eigentlich trauen kann.
Insgesamt ist Tod in Schönbrunn für mich ein wirklich gelungener Cozy Crime, der mit sympathischen Charakteren, einer spannenden Geschichte und jeder Menge historischem Charme überzeugt. Die historischen Details sind dabei für mich das besondere I-Tüpfelchen. Eine unterhaltsame Mischung, die Lust auf weitere Fälle mit Sisi macht.
2,5/5 ⭐️ Ich war ehrlich gesagt etwas verunsichert vor dem zweiten Band. Band 1 fand ich okay, aber es hat mich noch nicht richtig gepackt. Trotzdem hatte ich die Hoffnung, dass ich diesmal besser in die Geschichte reinkomme, weil mich das Setting rund um Sisi, der Regency-Flair und die Idee hinter dem Krimi eigentlich total reizen.
Leider hat sich diese Hoffnung für mich nur teilweise erfüllt. Grundsätzlich ist die Geschichte wieder total kurzweilig und lässt sich super schnell weglesen. Auch das Setting mochte ich wieder sehr gern. Sisi als Protagonistin funktioniert für mich einfach gut, gerade weil sie zwischen ihren Pflichten und ihrem eigenen Ermittlungsdrang hin und hergerissen ist. Auch das Wiedersehen mit bekannten Figuren und das Zusammenspiel im Umfeld hat mir wieder gefallen.
Das große Problem war für mich allerdings, dass ich komplett den Überblick über die Figuren und Konstellationen verloren habe. Ich konnte mir die Namen und Verbindungen oft nicht merken und musste ständig überlegen, wer eigentlich wer ist und wie alles zusammenhängt. Das hat mir das Miträtseln leider extrem schwer gemacht.
Und genau darunter hat der Kriminalfall für mich gelitten. Eigentlich ist die Idee gut und auch das Setting wieder sehr gelungen, aber ich war so oft raus aus der Geschichte, dass ich nicht wirklich in den Fall eintauchen konnte. Dadurch hatte ich viele Fragezeichen und konnte die Spannung nicht richtig greifen.
Im Vergleich zu Band 1 fand ich das Drumherum sogar ähnlich gut oder teilweise sogar besser, aber ich bin einfach nicht mehr so reingekommen. Vielleicht lag es auch daran, dass der Überraschungseffekt vom ersten Band weg war oder ich mich an den Stil schon gewöhnt hatte.
Fazit: Am Ende war es für mich ein netter, kurzweiliger Read, aber mehr leider nicht. Ich habe das Buch eher beendet, um es zu beenden, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht, nicht weil es mich wirklich gepackt hat.