Im Jahr 2480 haben die Menschen ihr kleines Sternenreich auf einen guten Kurs in Richtung Zukunft gebracht. Neue Welten werden besiedelt, Forschung und Wirtschaft florieren.
Doch an der Grenze zur mächtigen Republik Arkon kommt es zu bedrohlichen Entwicklungen. Vielerorts werden geheimnisvolle Artefakte entdeckt, die sonderbare Kräfte bergen. Sind sie eine Gefahr oder ein Gewinn für die Völker der Milchstraße?
Perry Rhodan und seine Frau Thora erfahren zudem, dass ihre Tochter in Not ist. Um ihr beizustehen, benötigen sie ein spezielles Artefakt, dessen Fährte in den Sternhaufen M 13 führt.
Dort stoßen sie auf einen Kryotank, in dem der lange verschollene Atlan da Gonozal ruht. Er berichtet von einer unglaublichen Odyssee und dem Widerstreit zweier Drahtzieher, die einen Umsturz in der Milchstraße anstreben – dabei geraten diese DER MACHT ZU NAH …
Kai Hirdt, Jahrgang 1976, ist seit Kindertagen Freund des Heftromans – schon in der dritten Klasse versorgte er seine komplette Schulklasse mit den Abenteuern eines populären Geisterjägers und zwang Eltern und Lehrer zum pädagogischen Einschreiten. Kurz darauf fielen ihm die PERRY RHODAN-Hörspiele in die Hände. Damit war das Ziel klar.
»Von den Hörspielen kam ich erst mal zu den Silberbänden«, erinnert sich Hirdt. »Bücher waren bei Erziehungsberechtigten viel leichter durchzukriegen als Hefte. Mit den Einzelromanen habe ich erst in meinen Zwanzigern angefangen. Dann aber gleich gründlich, erste und eine Weile parallel dritte und fünfte Auflage.«
Auf die Schulzeit in Bonn folgten der Wehrdienst in München und das Germanistik-Studium in Hamburg. Nach weidlich genossener Studienzeit kam er zum Abschluss als Magister im Schwerpunkt Theater und Medien. In der Folge absolvierte er die Ausbildung zum PR-Berater (Public Relations, nicht PERRY RHODAN) und sorgte in verschiedenen Hamburger Agenturen dafür, dass seine Kunden in der Presse gut aussahen.
PERRY RHODAN kreuzte dabei immer wieder seine Bahn: Als wöchentliche Lektüre in der Erstauflage, dann bei den PERRY-Comics, die er seit 2006 betextete und ab 2008 herausgab. Kai Hirdt ist einer der zwei Inhaber des Kleinverlags Alligator Farm, der die PERRY-Comics derzeit verlegt.
Beruflich organisierte er die Öffentlichkeitsarbeit um den PERRY RHODAN-Band 2500 und zum PERRY RHODAN-WeltCon 2011. Herausragend war ein spezielles Projekt, das zum Start von PERRY RHODAN-Band 2500 auf der damals noch neuen Plattform Twitter lief: Dabei twitterte Perry Rhodan höchstselbst das, was er Woche für Woche im Kampf gegen die Frequenzmonarchie erlebte. Die Projekte wurden mit mehreren PR-Branchenpreisen ausgezeichnet.
2014 hat Kai Hirdt sich als Public-Relations-Experte und Schriftsteller selbständig gemacht. Die handwerklichen Fähigkeiten polierte er in einem Schreibseminar an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel bei Klaus N. Frick und Uwe Anton sowie in Wiener Neustadt bei Michael Marcus Thurner und Leo Lukas.
Seit 2015 arbeitet er daran, das Perry- und das Neoversum um spannende Geschichten zu bereichern. Eine Aufgabe, die er mit großem Elan angeht: »Es ist eine Ehre (und ehrlich gesagt extrem cool), jetzt die Welt mitzugestalten, die mir in so vielen Jahren so viel Spaß gemacht hat.«
In diesem Roman erzählt Suche Atlan nach der Befreiung aus einer Kryostase die Suche nach seinem Sohn Eric Weidenburn. Dabei gerät seine Suche in einer Art Schnitzeljagd, die ihn durch diverse Mehandor-Sippen führt, auch Arkoniden sind darin verwickelt. Über die jahrelange Suche, die er ingognito vor seinen Freunden durchführt, stößt er auch auf Geheimnisse und Fähigkeiten der Artefakte, über die ein schwungvoller Handel getrieben wird, die auch finstere Gestalten und Mächte anlockt... Diese Ich-Erzählung aus der Warte von Atlan schildert Kai Hirdt in spannender und zum Teil actiongeladener Weise, hat mir sehr gut gefallen...
3,5 Atlan ist zurück! Und einen großteil nach dem Wiederauftauchen war er auf der Suche nach Eric Weidenburn, seinem Sohn, die ihn durch die Milchstraße und nach M13 führt. Das erzählt er, nachdem er wieder aufgetaut worden ist. Am Anfang hatte es sogar kurzzeitig mit den Schwestern der Tiefe zu tun. Dann folgt er Hinweisen, und findet die Tarysch-Sippe, die Artefakte einsammelt. Die wird von Lee Norskwod "beraten". Der steht irgendwie unter Einfluss der "Träne der Sterne" eines Artefakts und hat weitgreifende Pläne. Norskwood ist die andere Perspektivfigur. Ihr Geschäftspartner ist der schon bekannte Arkonide Da Sharib, der "Erwählte", der Artefakte horten und erforschen lässt - von Eric Weidenburn. Atlan ist incognito unterwegs, aber am Ende ist seine wahre Identität aufgeflogen. Hirdt spinnt ein raffiniertes spannendes Garn. Norskwood ist kein skrupelloser Strippenzieher, auch wenn seine Pläne Milchstraße und M13 betreffen, aber es ist ahnungslos über die Folgen der Entfernung der Artefakte von ihren Standorten. Atlan erzählt selbst, das ist das Privileg dieser Figur, seit es sie gibt. Die Figuren sind gut getroffen, die Machenschaften wirken durchdacht und die Handlung wird von Intelligenz vorangetrieben. Beste Weltraum-Kolportage also.
Arkonidenfürst sucht Sohnemann. Das ganze aus der First Person-Perspektive geschildert und mit einer guten, aber nicht übertriebenen Portion Action garniert. Gut zu lesen, spannend geschrieben und ein bisschen eine Schnitzeljagd durch die Galaxis.
Hat mir gut gefallen, auch weil hier - abgesehen von den mysteriösen Artefakten - handfeste Science Fiction / Space Opera geliefert wird. Schöner Roman.