Über Romy Schneider wurde schon vieles gesagt, geschrieben und auskommentiert, und doch bleibt sie ein Mysterium. Auf der einen zeitlose Schönheit, überwältigender Ruhm und aufregende Liebschaften. Auf der anderen der Unfalltod ihres kleinen Sohnes, ihre Süchte und ihr tragisches Ende. Über den Weg, den Romy Schneider zwischen »Sissi« und »Die Dinge des Lebens« beschritt, wurde bisher nicht viel berichtet. Er führte sie von Deutschland, in dem sie als Filmgöttin verehrt wurde, nach Frankreich, wo sie sich von Neuem beweisen musste. Er führte sie in die Arme eines Liebhabers mit kometenhafter Karriere und in die Hände eines tyrannischen Regisseurs, der vor nichts zurückschreckte, um Romy groß rauszubringen. Es ist der Weg einer Frau, die zu früh zu erfolgreich wurde und doch zu einer Größe fand, die das Kino des 20. Jahrhunderts auf besondere Weise prägte.
»Romy Schneider – Ich bin nicht mehr Sissi« ist eine poetische und intime Graphic Novel über den Werdegang der jungen Österreicherin, die nicht nur Fans verzaubert.
Stéphane Betbeder est issu des Beaux-Arts d'Angoulême. Pourtant, bien que fan de BD, il a d'avantage étudié là-bas l'art contemporain, la photo, la vidéo. Après une "longue immersion sous apnée dans le milieu de l'art contemporain" (selon ses propres termes) et divers petits boulots sans intérêt, Christophe Bec lui offre sa première chance avec le scénario d'Hôtel particulier, première mouture d'Anna. Stéphane a trouvé là la façon de concilier sa passion pour l'écriture et l'image. Il poursuit sa route avec la série Alister Kayne, chasseur de fantômes (avec Eric Heninnot). Depuis, les projets se multiplient et nous promettent de belles heures de lectures.
Ich gebe es zu, ich schaue immer wieder gern die Sissi Filme. Sie vermitteln mir was heimeliges und gehören für mich aus nostalgischen Gründen zu Weihnachten und Kindheit. Wie oft habe ich früher stundenlang die raumgreifenden Ballroben abgemalt und versucht, ähnliches selber zu kreieren. Ganz vorbehaltlos kann ich sie aber nicht mehr sehen. Mir ist mittlerweile sehr bewusst wie anders sowohl die echte Kaiserin als auch die Schauspielerin Romy Schneider im realen Leben waren. Man weiß nicht, welche von beiden die tragischere Figur war.
Romy Schneider strebt schon früh danach in die Fußstapfen ihrer Mutter Magda zu treten. Als Kind bettelt sie sie förmlich an, und als sich ihr Wunsch erfüllt, merken alle Beteiligten das große Talent. Doch erst einmal wird sie in Reifrockproduktionen verheizt. Seine Krönung findet das Ganze dann in der „Sissi“ Trilogie. Doch Romy Schneider drängt heraus aus dieser festgefahrenen Situation. Sie will weg aus Deutschland weg von der dominanten Mutter, die ihr Leben bestimmt und sich selbst mit ihrer Kunst finden. In Frankreich entdeckt sie dann auch ihre Möglichkeiten außerhalb der deutschen Heimatfilmkultur. Sie spielt Theater und lernt Alain Delon. Zwischen beiden entspinnt sich eine Beziehung, die man heute wahrscheinlich toxisch nennen würde.
In der sehr detailreichen Graphic Novel begleiten wir die Schauspielerin hauptsächlich bei der Ablösung aus der Sissi Rolle. Es kommt sehr gut rüber, wie wild und ungezwungen sie eigentlich war, wie ehrgeizig und doch empfindsam. In Frankreich hat sie es auf jeden Fall geschafft, eine anerkannte Schauspielerin zu werden, die ihre Verletzlichkeit nicht versteckt und ihre Sinnlichkeit auch auf die Leinwand übertragen hat. Farblich ist sie monochrom gestaltet. Farben wie grün rot orange dominieren je nach Kapitel. Dabei sind die gezeichneten Figuren meist gena, als die realen Personen zu erkennen.
Auch wenn ich es schade finde, dass wir uns hauptsächlich in den 60er Jahren befinden, so muss ich doch sagen, dass dieser kurze Ausschnitt das Lese Erlebnis sehr intensiv gemacht hat. Ich habe hier viel Neues über die von mir sehr verehrte Schauspielerin erfahren. Wenn ich alte Filme von ihr schaue, kann ich mich an ihrem Gesicht immer noch nicht satt sehen. Schon traurig, wie tragisch ihr Leben dann doch endete
Eine große Empfehlung, für alle, die eine authentische Ausnahmekünstlerin kennen lernen möchten und die deren Leben jenseits von Kaiserkrone und Wiener Walzer interessiert