Die Menschheit erlebt im 25. Jahrhundert eine Phase des Aufbruchs. Neue Welten werden besiedelt, Bündnisse gefestigt, eine friedliche Zukunft scheint zum Greifen nah.
Doch ausgerechnet an der Grenze zur Republik Arkon wächst das Misstrauen. Raumschiffe verschwinden im Nichts, Militärverbände beziehen Stellung. Und rätselhafte Relikte tauchen auf – Artefakte von unvorstellbarer Macht, die tief in die Struktur der Wirklichkeit eingreifen können.
In dieser Phase taucht ein alter Gegner Das Konzil kehrt zurück, unverhofft kommt es zu Begegnungen mit Keloskern und Laren. Die Anzeichen verdichten sich – es droht Krieg zwischen den Sternen …
Kai Hirdt, Jahrgang 1976, ist seit Kindertagen Freund des Heftromans – schon in der dritten Klasse versorgte er seine komplette Schulklasse mit den Abenteuern eines populären Geisterjägers und zwang Eltern und Lehrer zum pädagogischen Einschreiten. Kurz darauf fielen ihm die PERRY RHODAN-Hörspiele in die Hände. Damit war das Ziel klar.
»Von den Hörspielen kam ich erst mal zu den Silberbänden«, erinnert sich Hirdt. »Bücher waren bei Erziehungsberechtigten viel leichter durchzukriegen als Hefte. Mit den Einzelromanen habe ich erst in meinen Zwanzigern angefangen. Dann aber gleich gründlich, erste und eine Weile parallel dritte und fünfte Auflage.«
Auf die Schulzeit in Bonn folgten der Wehrdienst in München und das Germanistik-Studium in Hamburg. Nach weidlich genossener Studienzeit kam er zum Abschluss als Magister im Schwerpunkt Theater und Medien. In der Folge absolvierte er die Ausbildung zum PR-Berater (Public Relations, nicht PERRY RHODAN) und sorgte in verschiedenen Hamburger Agenturen dafür, dass seine Kunden in der Presse gut aussahen.
PERRY RHODAN kreuzte dabei immer wieder seine Bahn: Als wöchentliche Lektüre in der Erstauflage, dann bei den PERRY-Comics, die er seit 2006 betextete und ab 2008 herausgab. Kai Hirdt ist einer der zwei Inhaber des Kleinverlags Alligator Farm, der die PERRY-Comics derzeit verlegt.
Beruflich organisierte er die Öffentlichkeitsarbeit um den PERRY RHODAN-Band 2500 und zum PERRY RHODAN-WeltCon 2011. Herausragend war ein spezielles Projekt, das zum Start von PERRY RHODAN-Band 2500 auf der damals noch neuen Plattform Twitter lief: Dabei twitterte Perry Rhodan höchstselbst das, was er Woche für Woche im Kampf gegen die Frequenzmonarchie erlebte. Die Projekte wurden mit mehreren PR-Branchenpreisen ausgezeichnet.
2014 hat Kai Hirdt sich als Public-Relations-Experte und Schriftsteller selbständig gemacht. Die handwerklichen Fähigkeiten polierte er in einem Schreibseminar an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel bei Klaus N. Frick und Uwe Anton sowie in Wiener Neustadt bei Michael Marcus Thurner und Leo Lukas.
Seit 2015 arbeitet er daran, das Perry- und das Neoversum um spannende Geschichten zu bereichern. Eine Aufgabe, die er mit großem Elan angeht: »Es ist eine Ehre (und ehrlich gesagt extrem cool), jetzt die Welt mitzugestalten, die mir in so vielen Jahren so viel Spaß gemacht hat.«
Vom Auftakt der neuen PRneo-Staffel, verfasst vom neuen Co-Exposéautor Kai Hirdt, hätte ich mehr erwartet, insbesondere eine Abkehr von der nervigen Esoterik-Kosmologie der PRneo-Serie. Leider musste ich feststellen, dass diese Ideologie in Teilen immer noch vorhanden ist. So wird unser Universum von Bewohnern anderer Universen, bzw. Granuolen, bedroht. Perry Rhodan und einige Getreuen werden in das Taschenuniversum der Kelosker versetzt und sind dort gefangen, während die Kelosker die Terraner beschuldigen, die Granuolen durchlässig gemacht zu haben. Außerdem gibt es neue Entwicklungen bei den Arkoniden, und einen Artefakte-Fund, wobei es noch kein Hinweis weder auf Bedrohungslage noch Hintergründen gibt. Auch die Schwestern der Tiefe sind wieder mit von der Partie. Mal sehen, wohin sich PRneo entwickelt...
Der Auftakt ließ mich etwas ratlos zurück. Einerseits rein von der "Schreibe" her ein toller NEO, ich mag Hirdt'sche Rhodans sehr. Auf der anderen Seite fängt die neue Staffel mit altem Krams an. Wieder ein Granulon, Kelosker sind auch nicht wirklich neu, dafür umso verwirrender und insgesamt war ich thematisch nicht ganz glücklich. Mal sehen, wie die Staffel sich entwickelt - ich will nicht vorschnell urteilen.
Ein starker Einstieg in die neue Staffel und ein überdurchschnittlicher PR-Neo Roman. Kai Hirdts Beteiligung ist ein Zugewinn. Die Handlung: Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen der Republik Arkon und TU fliegen an Bord der Terrania II Perry Rhodan, Thora, Gucky und Bull zur fernen Kolonie Palo. Dort machen sie sich auf die Suche nach verschollenen Schiffen, die Kurs auf den Planeten genommen habe. So geraten sie unerwartet durch eine neues Phänomen in das Granulon der Kelosker, das fremdartigste Konzilsvolk. Die haben wegen dieser Phänomene auch große Probleme, Individuen sterben und die Terraner werden dafür verantwortlich gemacht, sie sollen das Granulon geöffnet haben. Kompliziert wird es dadurch, dass auch Arkoniden in das Granulon gelangt sind. Dubiose Arkoniden, die erstaunliches Wissen haben. - Es wird also sehr kompliziert und gefahrvoll für alle, das Granulon wieder zu verlassen. Die Kelosker sind Argumenten zugänglich, aber die Terraner haben auch sehr intelligente und entschlossene Feinde unter ihnen. Es gibt zwei Teams, Perry und Thora, und Gucke und Reginald. Hirdt versteht sich auf die Chemie der Paare. Er knüpft clever die Handlung, baut Wendungen ein, und auch die Kelosker sind ausreichend fremdartig. Reginald Bull hat einen großen Auftritt als Verteidiger der Menschheit, Picard hätte es nicht besser machen können. Am Ende gibt es viele Fragen. Von den Keloskern wird die Leserschaft sich noch mehr hören. Aber was hat es mit dem "Artefakt", den Tränen auf sich, von denen wir in einer Nebenhandlung erfahren? Und was ist bei den Arkoniden los? Diese Tränen sind das Fantasy-Element neben der ansich durchdachten spekulativen Quantenphysik, die schon in den vorigen Staffeln eingeführt wurde. Irgendwie wieder zu viel kosmische Rätsel, die wahrscheinlich erst mit Band 399 "erhellt" werden. Werde weiterlesen
Och Joa - warum beginnt eine neue Staffel und neue Epoche mit altem Käse? Gespräche mit Keloskern ist für mich kein Grundgerüst, auf der Spannung entsteht. Das hat keinen Staffelauftaktflair für mich persönlich entwickelt. Ich hätte mir etwas anderes gewünscht. Die Wertung hängt aber sehr mit meiner Erwartungshaltung zusammen. Die Charaktere und Welt bekommt Kai Hirdt sehr gut zu greifen. Sprache ist plastisch und Wortwahl voll mein Ding („… schnurrte die ethische Komponente auf die Frage zusammen“ ♥️).
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Direkt gegen Anfang des Romans der große Schock: "Och nöööö, nicht schon wieder ein Granulon", dachte ich mir... aber als zwei Seiten später Gucky sinngemäß sagte "Och nöööö, nicht schon wieder ein Granulon -- hier wollen wir nicht lange bleiben", da war ich wieder beruhigt.
Granulon hin, Granulon her -- die Scherereien mit den Keloskern haben mir (wie schon zuvor) sehr gefallen, und dieser wuchtige Staffelauftakt macht mir definitiv Lust auf mehr!