Hinter dem Silbernebel, der Lenjas Reich beschützt, lauern die dunklen Phönixkrieger. Sie wollen zurückhaben, was einst ihnen gehö ihr Zuhause …
Lenja ist eine Seitendiebin. Sie kann in Bücher eintauchen und dort magische Artefakte entwenden, die dabei helfen, den Silbernebel zu stärken. Doch als sie ohne Vorwarnung und entgegen aller Regeln in eine rätselhafte, fremde Geschichte gerät, entdeckt sie, dass die Phönixkrieger mehr verbergen, als sie je geahnt hat. Geheimnisse, die mit ihrer eigenen Familiengeschichte zusammenhängen. Dann ist da auch noch dieser geheimnisvolle junge Mann, der Lenjas Kräfte kontrolliert. Und er lässt sie nicht aus der fremden Geschichte frei, ehe sie ihm hilft, das legendäre Silbernebelherz zu finden.
Doch manche Geschichten verlangen mehr, als man geben will. Und in dieser verliert Lenja nicht nur ihr Herz.
„𝐒𝐢𝐥𝐛𝐞𝐫𝐧𝐞𝐛𝐞𝐥“ 𝐯𝐨𝐧 𝐄𝐥𝐥𝐚 𝐂. 𝐒𝐜𝐡𝐞𝐧𝐤 lässt den Wunsch stark werden, selbst in Geschichten eintauchen zu können ✨
𝐋𝐞𝐧𝐣𝐚 hat mir als Figur sehr gefallen, weil sie anfangs super schusselig ist und mit ihren Abschweifungen für einige Schmunzler sorgt. Dieser Aspekt nimmt im Verlauf der Geschichte leider ab und ich hätte mir mehr von dieser herzlichen Schusseligkeit gewünscht. Ihre Schlagfertigkeit bleibt jedoch glücklicherweise dauerhaft erhalten und sorgt für unterhaltsame Momente. 𝐂𝐚𝐥𝐥𝐢𝐚𝐬 Gedanken und Handlungen sind teils verständlich, teils haben sie mir Fragezeichen ins Gesicht gezaubert. Trotzdem wurde er mir immer sympathischer und mich hat auch seine Geschichte zunehmend mehr interessiert. Die Beziehung zwischen den beiden konnte ich jedoch nicht ganz so stark greifen. Die Kosenamen waren zudem nicht ganz mein Fall, aber das ist natürlich Geschmackssache :)
Der 𝐒𝐜𝐡𝐫𝐞𝐢𝐛𝐬𝐭𝐢𝐥 der Autorin hat mich schnell überzeugen und fesseln können – wann liest man schon mal „Arschgesicht“ in einem Buch? 😂 Die teils kurzen Kapitel sorgen für einen guten Lesefluss und für einen guten Sog. Das Ende und die unerwarteten Wendungen konnten mich immer wieder aufs Neue überraschen und es wurde hier wirklich eine schöne Lösung entwickelt, die zugleich auch für etwas Herzschmerz gesorgt hat ❤️🩹 Die Grundidee ist demnach überzeugend, allerdings haben mir ein paar Erklärungen gefehlt, um die Handlung besser nachvollziehen zu können. Einige Aspekte bleiben daher leider unbeantwortet.
Und für alle, die sich in Büchern mehr Realität – ja, auch in der Fantasyabteilung – wünschen, werden sich hier genauso freuen können wie ich, dass die Autorin die Menstruation locker leicht einbindet. Gerade für jüngere Leser:innen meiner Meinung nach wertvoll, wenn es so selbstverständlich eingebaut wird 💗
𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐬𝐬𝐠𝐞𝐝𝐚𝐧𝐤𝐞𝐧 Das Buch konnte mich direkt in den Bann ziehen, und auch wenn ich mir teilweise mehr Informationen zu einzelnen Ereignissen gewünscht hätte, habe ich Lenja und Callias auf ihrer Reise durch die Welten gerne begleitet und am Ende ihre eigene Geschichte lieben gelernt ✨