Albträume sind nur Träume - bis sie dich einholen.
Nach dem Tod ihrer Großmutter zieht Tanja mit ihrer Tochter Nele in ein altes Haus auf dem Land. Schon bald häufen sich unheimliche Vorfälle, verdrängte Erinnerungen brechen hervor und mit ihnen ein uraltes Grauen. Der Name Schattenmacher kehrt zurück in ihr Leben.
Zur selben Zeit jagt der rätselhafte Lamarr Nordstad als Wächter zwischen den Welten ein Wesen, das Kindern die Seelen raubt. Seine Spur führt ihn in Tanjas Welt und in ein Dorf voller dunkler Geheimnisse.
Zwei Leben, zwei Zeiten - verbunden durch einen Gegner, der nicht von dieser Welt ist.
Der Schattenmacher ist ein packender Urban-Fantasy-Thriller voller düsterer Atmosphäre, übernatürlicher Bedrohung und der Kann man der Vergangenheit entkommen, wenn sie im Schatten lauert?
Für Fans von Markus Heitz, Stephen King und düsterer Urban Fantasy mit Mystery-Flair.
Thomas Dobrokovsky, geboren 1978, arbeitete nach seinem Studium an der Berufsakademie Dresden in mehreren Berufen. Seine Schwerpunkte lagen im Bereich des Output- und Dokumentenmanagements. Schon als Kind schrieb er Gedichte, Verse und Kurzgeschichten, von denen heute fast keine mehr erhalten sind.
Der Sportpilot und freiwillige Feuerwehrmann ist ledig und Vater von zwei Kindern, welche zeitweise bei ihm in der Nähe von Stuttgart leben.
Mehr Informationen zum Autor und seinen Büchern unter www.dobrokovsky.de
Tanja zieht mit ihrer Tochter Nele von Stuttgart in den kleinen beschaulichen Ort Münklingen. Tanja hat dort von ihrer Großmutter ein Haus geerbt. Als Kind hat Tanja dort viel Zeit verbracht, doch eines Tages war das vorbei und ihre Eltern haben Tanja in dem Glauben gelassen, dass ihre Großmutter vor 30 Jahren gestorben sei. Daher kamen dieses Erbe und das Wissen, dass man sie über ihre Großmutter belogen hat, sehr überraschend. Tanjas Eltern möchten, dass sie das Erbe ablehnt aber sie denkt nicht daran. Als Krankenschwester hat sie einen stressigen Job und Tanja hofft, dass ein Leben in einer kleinen Gemeinschaft Ruhe in ihren Alltag und den ihrer Tochter bringt. Nele hat den Verlust des Vaters noch nicht verschmerzt und auch Tanja überfällt immer wieder Trauer und Einsamkeit. Während des Umzuges lernt Tanja schon einige ihrer neuen Nachbarn kennen. Theo, einen hilfsbereiten und freundlichen Mann und Elfriede, eine Nachbarin, die eng mit ihrer Großmutter befreundet war und sich nun um die beiden Neuankömmlinge kümmert. Aber es gibt auch unangenehme Begegnungen. Gertrud Trehler begegnet ihr voller Hass und bezeichnet das Haus als „Heindke Hexenhaus“. Gertrud bezichtigt Tanjas Großmutter der Hexerei und der Kindesentführung und sie ist sich sicher, dass mit Tanjas Einzug in das Haus nichts Gutes in das Dorf kommt. Als das erste Kind verschwindet, scheint sich Gertrudes Verdacht zu bestätigen. Tanja beginnt mit den Nachforschungen über die Vergangenheit ihrer Großmutter und der des Hauses. Dabei begegnet ihr ein seltsamer Mann, Lamarr Nordstadt, der mehr über die Ereignisse zu wissen scheint.
Kommentar: Das Buch enthält zwei Erzählstränge. Lamarr Nordstadt scheint in einer postapokalyptischen Welt unterwegs zu sein, immer auf dem Jagd nach dem sogenannten „Schattenmacher“. Lamarr ist ein Wächter und muss die Welten vor dieser Kreatur beschützen. Dabei durchquert er Portale und hastet von Welt zu Welt, ohne den „Schattenmacher“ jemals einzuholen. Eines Tages rettet er den jungen Alok Tufft und von nun an jagen sie das Wesen gemeinsam, Lamarr hegt sogar die Hoffnung, dass Alok eines Tages in seine Fußstapfen treten wird, da er selber keine Kinder und somit keinen Nachfolger hat. Die Geschichte wechselt in einem hohen Tempo zwischen Tanja und Lamarr. Dazu kommen die Ereignisse, die Gertrud ins Rollen bringt. Erst auf Seite 193 treffen Tanja und Lamarr zusammen und ab da überschlagen sich die Ereignisse. Der Autor verliert dabei kein überflüssiges Wort, die Geschichte entwickelt sich rasant vor dem Auge des Lesenden, nur unterbrochen von seltsamen Intermezzi, die sehr brutal und verstörend sind und die man zuerst nicht einordnen kann. Mittlerweile habe ich einige neue Bücher gelesen, in denen vorab Trigger Warnungen vorkommen. Ich persönlich finde das albern, denn, wenn ich einen Horrorroman lese, ist mir bewusst, dass er verstörend sein kann. Aber ich denke, hier wäre es vielleicht angebracht. Die Art, wie sich die Stimmung im Dorf verändert und was Gertrud alles in Bewegung setzt, hat mich sehr erschüttert. Das Schlimme daran ist, dass es absolut glaubwürdig ist. Vor allem wenn man in den sozialen Medien unterwegs ist und den ganzen Hass, das Mobbing und die Verleumdungen mitbekommt. Man erlebt heutzutage immer wieder Eskalationen der Gewalt, die ein erschreckendes Ausmaß annehmen und kaum noch zu stoppen sind. Sei es gegen andersdenkende, andersgläubige oder allgemein gegen Menschen, die anders sind. Dummheit, Angst, Wut und haltloser Hass sind die Triebfedern der Menschen, die die Eskalation der Gewalt vorantreiben und Thomas Dobrokovsky schildert dies sehr eindringlich und verstörend. Tanjas Großmutter hat eine Kiste mit Briefen und Dokumenten hinterlassen. Zusammen mit Nele und später auch mit Lamarr, durchforstet Tanja die Schriftstücke und nach und nach offenbart sich ihnen ein Teil der Vergangenheit. Als Nele ebenfalls entführt wird, muss Tanja den Spuren und Hinweisen ihrer Großmutter folgen, dabei wird sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Das Cover des Buches hat mich zuerst angesprochen. Es ist düster und geheimnisvoll und ist in einem Farbton gehalten, der gleich vermittelt, dass es sich um keine einfache Geschichte handelt. Vor allem die Augen stehchen hervor. Wirlich toll gemacht. Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar. Dieses Jahr habe ich fast alle Anfragen abgelehnt, um meinen SUB abzubauen aber hier war ich einfach neugierig und Thomas Dobrokovsky hat sein Buch gut beworben. Es handelt sich nicht um eine Gefälligkeitsrezension, sondern sie spiegelt meine eigene. persönliche Meinung wider.
Fazit: Das Buch wird als Urban-Fantasy-Thriller bezeichnet. Das passt tatsächlich sehr genau. Urban, weil es in dem kleinen, schwäbischen Ort Münklingen spielt. Fantasy, weil der Teil um Lamarr in diversen Welten spielt, die durch Portale miteinander verbunden. Und Thriller (meines Erachtens mit einem Teil Horror) weil es um das Verschwinden der Kinder geht. Sprachlich ist es sicher noch ausbaufähig aber ich habe es trotzdem gerne gelesen und war gefesselt.
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘ Das Buch erzählt seine Geschichte auf zwei Ebenen. Im ersten Erzählstrang begleitet man Lamarr Nordstad, der sich durch eine postapokalyptische Welt bewegt - stets auf der Jagd nach dem sogenannten „Schattenmacher“. Lamarr ist ein Wächter, dessen Aufgabe es ist, verschiedene Welten vor dieser Kreatur zu beschützen. Durch Portale hetzt er von Welt zu Welt, ohne dem Schattenmacher jemals wirklich nahe zu kommen. Der zweite Erzählstrang folgt Tanja und ihrer Tochter beim Einzug in ihr neues Haus und schildert, wie sich die beiden langsam im Dorfleben zurechtfinden. Die Geschichte wechselt in hohem Tempo zwischen Lamarr und Tanja und ist dabei sehr gut geschrieben. Sowohl in den düsteren Schattenwelten als auch im Alltag der Protagonistin findet man sich schnell zurecht. Besonders die Darstellung des Schattenmachers ist extrem düster, präsent und erzeugt echte Gänsehautmomente. Sein Auftreten - sei es in der Realität, im Traum oder in anderen Erscheinungsformen - vermittelt permanent das Gefühl, ihm nie wirklich entkommen zu können. Die beiden Erzählstränge bauen gemeinsam eine enorme Spannung auf. Ich konnte es kaum erwarten, bis sich beide Geschichten endlich trafen. Der Autor verliert dabei kein überflüssiges Wort: Die Handlung entwickelt sich rasant vor den Augen der Lesenden, nur unterbrochen von seltsamen Intermezzi, die brutal und verstörend sind und sich zunächst nicht einordnen lassen. Gerade vor dem Hintergrund heutiger sozialer Medien wirkt vieles erschreckend real. Hass, Mobbing und Verleumdungen sind allgegenwärtig, Eskalationen von Gewalt scheinen immer häufiger außer Kontrolle zu geraten. Die Art und Weise, wie sich die Stimmung im Dorf verändert und wie eine Dynamik aus Dummheit entsteht, ist absolut glaubwürdig dargestellt. Dobrokovsky schildert diese Entwicklung sehr eindringlich und verstörend. Zusätzlich stößt Tanja auf eine Kiste mit Briefen und Dokumenten, die ihre Großmutter hinterlassen hat. Während sie die Schriftstücke durchforstet, offenbart sich nach und nach ein bislang unbekannter Teil der Familiengeschichte. Auf den Spuren ihrer Großmutter wird Tanja dabei auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Die Überraschungen und Twists sind hervorragend platziert und treiben Spannung und Handlung kontinuierlich voran. Gleichzeitig gibt es immer wieder Momente, in denen man kurz durchatmen und neue Kraft sammeln kann, bevor die Geschichte erneut anzieht. Das Buch wird als Urban-Fantasy-Thriller bezeichnet und diese Einordnung trifft es sehr genau. Wobei ich sogar noch Horror als Genre hinzufügen würde. Bringe ich es mal auf den Punkt: 5 Schatten-Sterne und eine Empfehlung für alle, die ein kompromissloses Buch abseits des Mainstreams suchen. ‘*‘ Klappentext ‘*‘ Albträume sind nur Träume - bis sie dich einholen. Nach dem Tod ihrer Großmutter zieht Tanja mit ihrer Tochter Nele in ein altes Haus auf dem Land. Schon bald häufen sich unheimliche Vorfälle, verdrängte Erinnerungen brechen hervor und mit ihnen ein uraltes Grauen. Der Name Schattenmacher kehrt zurück in ihr Leben. Zur selben Zeit jagt der rätselhafte Lamarr Nordstad als Wächter zwischen den Welten ein Wesen, das Kindern die Seelen raubt. Seine Spur führt ihn in Tanjas Welt und in ein Dorf voller dunkler Geheimnisse. Zwei Leben, zwei Zeiten - verbunden durch einen Gegner, der nicht von dieser Welt ist. Der Schattenmacher ist ein packender Urban-Fantasy-Thriller voller düsterer Atmosphäre, übernatürlicher Bedrohung und der Frage: Kann man der Vergangenheit entkommen, wenn sie im Schatten lauert? Für Fans von Markus Heitz, Stephen King und düsterer Urban Fantasy mit Mystery-Flair.