Tschernobyl - Eine Chronik der Zukunft: Der Manga 1: Literaturklassiker meets Manga: Bewegende Einblicke in die historische Atomkatastrophe nach dem preisgekrönten Roman
Ein Knall. Bunte Lichter explodieren am Nachthimmel – wie ein Feuerwerk. Und Stille.
Am 26. April 1986 ereignete sich eine der folgenreichsten Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Die Explosion des Atomreaktors in Tschernobyl zerstörte das Leben von Millionen Menschen, die im ukrainisch-weißrussischen Grenzgebiet lebten. Sie kostete ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Heimat – ihre Zukunft.
Die eindringlich illustrierte Manga-Adaptiondes vielfach ausgezeichneten Romans Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft der belarussischen Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch macht die Tragödie auf neue Art greifbar. Sie gibt den Betroffenen eine Stimme. Auch vier Jahrzehnte später sind ihre Berichte aktueller denn von Angst und Ohnmacht, von Liebe und Verlust, vom langen Schweigen. Und vom Überleben.
Dies ist Band 1 der Serie.
Literaturklassiker meets Die bewegende Manga-Adaption zum 40. Jahrestag der nuklearen Katastrophe.
Eindringliche Zeichnungen im Großformat Geschichte neu Komplexe Zeitgeschichte in Manga-Form adaptiert!Authentische Erzä basierend auf den intensiv recherchierten Interviews von Swetlana AlexijewitschVielfach preisgekrönte Tschernobyl - Eine Chronik der Zukunft (Suhrkamp Verlag), ausgezeichnet u.a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2013), Nobelpreis für Literatur (2015)Empfohlen ab 15 für Fans von BARFUSS DURCH HIROSHIMA und bewegenden Schicksalsgeschichten
Ein eindrucksvoller erster Band der grafischen Adaption von Swtlana Alexijewitsch's gleichnamigen Werk, den ich heute am 40. Jahrestag des Reaktorunglücks in Tschernobyl gelesen habe.
Band 1 umfasst die Schilderungen von fünf Überlebenden: Eine schwangere Frau eines verstrahlten Feuerwehrmannes; eine evakuierte Mutter aus Prypjat; ein Soldat, der bei für die Dekontamination der Umgebung eingezogen wurde; ein Vater eines jungen Mädchens und eine Mutter, die von den Leiden ihrer Tochter berichtet.
Im Inhaltsverzeichnis steht eine Triggerwarnung : "Dieses Werk zeigt die realen Folgen der Katastrophe von Tschernobyl. Es enthält Darstellungen von nuklearer Katastrophe, Krankheit, seelischem Leid, Tod und Leid von Kindern und Tieren sowie visualisierte Verletzungen und Missbildungen. Einige Szenen können belastend sein - bitte lies mit Achtsamkeit."
Die Manga-Adaption von Yuta Kumagai setzt die Berichte der Überlebenden eindrucksvoll und respektvoll in Szene.
Ein wunderbarer, lehrreicher Manga, den man in jedem Falle lesen sollte, egal, ob man bereits das Originalwerk gelesen hat oder nicht.
Egal, wie viel man in den Dokumentationen über die Vorkommnisse in Tschernobyl erfährt, ich glaube, die Aufzeichnungen von den Menschen, die das direkt miterlebt haben, treffen wesentlich härter als jeglich nachkonstruierte Szene der Vergangenheit. Allein in diesem Manga werden einem 4 verschiedene Personen vorgestellt, und bei allen 4 musste ich doch schlucken, weil der Unfall damals erscheint mir mehr wie ein vergangener Traum, dabei werden es dieses Jahr 40 Jahre. Und die Radioaktivität, die wird noch mehr als einige Jahrzehnte dem Menschen folgen.
Ansonsten: Der Manga ist wundervoll gestaltet und jegliche Emotion reißt einen mit. Ich finde, dieser Band hat wirklich gut gezeigt, wie verheerend der Unfall in Tschernobyl wirklich war.
Heute vor 40 Jahren ereignete sich am 26.04.1986 mit der Explosion eines Atomreaktors in Tschernobyl einer der folgenschwersten Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Mehrere Millionen Menschen wurden direkt von der Katastrophe beeinflusst, verloren ihre Leben oder mussten mit schwersten Erkrankungen leben. Dieser Manga ist eine Romanadaption des gleichnamigen Romans von Swetlana Alexijewitsch, der 2019 auf Deutsch erschienen ist.
In diesem ersten Teil der Manga-Reihe werden fünf Schicksale vorgestellt. Ein jedes steht sinnbildlich für viele andere Menschen, die die Katastrophe auf unterschiedlichste Art und Weise erlebt haben. Sei es als Ersthelfer, als Angehörige oder Nachkomme von Betroffenen. Dieser Manga zeigt Schicksale, die betroffen machen und die zeigen, wie ein totalitäres System auf eine solche Katastrophe reagiert.
In diesem Manga spielt weniger eine Rolle, wie es dazu gekommen ist. Dadurch, dass in den einzelnen Erzählungen immer wieder davon die Rede ist, dass der Westen da seine Finger im Spiel hatte, könnte ein falsches Bild entstehen. Heutzutage wurde sehr detailliert rekonstruiert, was damals passierte, und wie es zu dieser Katastrophe kam. Das hätte man vielleicht etwas deutlicher zeigen können.
Obwohl in diesen Geschichten so viel Tod und Verderben liegt, so zeigen sie doch auch ein stückweit Hoffnung, die die Menschen in ihren Herzen trugen bzw. bis heute tragen, denn eine solche Katastrophe hat natürlich bis heute Auswirkungen auf das Leben in dieser Region. (Während des russischen Angriffkriegs auf die Ukraine wurde der neugebaute Sarkophag getroffen, bis die Kriegstreiber davon überzeugt werden konnten, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, Tschernobyl zu attackieren. Aber dies spielt in diesem Manga keine Rolle.)
Ich finde eine Erinnerungskultur wichtig und finde es gut, dass nicht nur eine Schriftstellerin sich dem angenommen hat, sondern auch von der japanischen Künstlerin Yuta Kumagai als Manga adaptiert wurde.
Dieses Buch ist eine emotionale Herausforderung. Es ist berührend und verstörend, oft beides gleichzeitig, und genau diese Mischung macht es so kraftvoll.
Die Manga-Adaption nimmt sich einem der dunkelsten Kapitel der Geschichte an und erzählt die Geschichten der Menschen, die von der Katastrophe betroffen waren. Die persönlichen Schicksale, die hier geschildert werden, gehen unter die Haut. Man liest von Hoffnung und Verzweiflung, von Verlust und dem Versuch, weiterzuleben – und jede einzelne Geschichte hinterlässt einen tiefen Eindruck.
Die Stärke des Buches liegt in seiner Ehrlichkeit. Es beschönigt nichts, zeigt die Realität in all ihrer Härte und lässt die Stimmen der Betroffenen sprechen. Genau das macht es so berührend, aber auch so verstörend. Man wird mit der Brutalität der Ereignisse konfrontiert, mit dem Leid, das Menschen durchmachen mussten – und das lässt einen nicht kalt.
Was mir allerdings gefehlt hat, ist die Tiefe bei den einzelnen Geschichten. Sie werden angerissen, man bekommt einen Einblick, aber dann geht es schon weiter zur nächsten. Ich hätte mir gewünscht, länger bei manchen Schicksalen zu verweilen, mehr über die Menschen zu erfahren. Die Kürze lässt einen manchmal etwas unbefriedigt zurück, auch wenn jede Geschichte für sich kraftvoll ist.