Der Auftakt der authentischen und emotionalen Jugendbuch-Trilogie von TikTok-Star @maxinereuker
Mila Falks Welt gerät kurz vor ihrem 16. Geburtstag aus den Fugen, als ihre Mutter ein Jobangebot annimmt, das die Familie ins fremde Zürich führt. Mila kämpft mit der Trennung von ihrer besten Freundin Juno und der Einsamkeit an ihrer neuen Schule. Trost findet sie zunächst im Essen, doch als sich das äußerlich bemerkbar macht, gerät sie in die gefährliche Spirale einer Essstörung. Nach einem Zusammenbruch wird Mila in eine Klinik eingewiesen. Dort trifft sie Nicolas, den Sohn des Klinikdirektors, und verliebt sich in ihn. Was zunächst nach einem Lichtblick aussieht, entwickelt sich zu einer verbotenen Liebe, da Nicolas' Vater jegliche Beziehung zwischen Patienten und seinem Sohn strikt ablehnt.
In Und alles zerbricht geht es um Mila, die eigentlich ein perfektes Leben führt. Sie lebt mit ihren Eltern in Berlin in einem schönen Zuhause, ihre beste Freundin Juno wohnt direkt nebenan und alles scheint genau so zu sein, wie man es sich wünscht. Doch dann bekommt ihre Mutter ein Jobangebot und die Familie muss für zwei Jahre wegziehen. Für Mila bricht damit ihre ganze Welt auseinander.
Plötzlich ist nichts mehr wie vorher. Sie verliert ihr gewohntes Umfeld, ihre beste Freundin und das Gefühl von Sicherheit. In dieser Zeit beginnt Mila, Halt im Essen zu suchen – etwas, das sie kontrollieren kann, wenn sonst alles ins Wanken gerät. Schritt für Schritt entwickelt sich daraus eine Essstörung, die ihr Leben immer mehr bestimmt. Schließlich landet sie in einer Klinik, wo sie auf Nicolas trifft, der ebenfalls seine eigene Geschichte mit sich trägt.
Was dieses Buch besonders stark macht, ist die Art, wie diese Entwicklung dargestellt wird. Es passiert nicht plötzlich, sondern ganz schleichend. Genau so, wie es in der Realität oft ist. Man merkt beim Lesen, wie Mila immer tiefer hineingerät, ohne es selbst wirklich wahrhaben zu wollen. Sie rechtfertigt sich, redet sich Dinge schön und verliert dabei immer mehr den Blick für das, was wirklich passiert. Das ist unglaublich realistisch geschrieben und teilweise auch schwer auszuhalten, weil es so nah an der Realität ist.
Ein weiterer Punkt, der mir besonders aufgefallen ist, ist die Rolle des Internets. Das Buch zeigt sehr deutlich, wie gefährlich das sein kann. Eine vermeintlich harmlose Seite gibt Mila immer mehr Tipps und Denkanstöße – Dinge, auf die sie allein wahrscheinlich gar nicht gekommen wäre. Genau das macht die Entwicklung noch erschreckender, weil man sieht, wie schnell man in solche Strukturen hineingeraten kann, ohne es wirklich zu merken.
Gerade deshalb wirkt die Geschichte so intensiv. Sie zeigt eine Wahrheit, die viele Menschen betrifft, aber oft nicht gesehen wird. Hinter der Fassade wirkt vieles „in Ordnung“, während innerlich längst alles zerbricht. Das Buch nimmt sich Zeit, diese Themen aufzubauen und führt einen behutsam, aber eindringlich hinein.
Besonders hervorheben möchte ich auch das Cover. Es ist unglaublich schön gestaltet – in sanften Farben, mit liebevollen Illustrationen und einer leichten, fast schon süßen Ausstrahlung. Man würde auf den ersten Blick eine leichte Liebesgeschichte erwarten. Doch genau darin liegt der Kontrast: Der Inhalt ist alles andere als „süß“. Er ist ehrlich, roh und zeigt eine brutale, gefährliche Realität, die viele Menschen betrifft. Dieser Gegensatz macht das Buch noch eindrucksvoller.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Kaum zu glauben, dass es sich hier um einen Debütroman handelt. Die Autorin schafft es, die Geschichte spannend und emotional zugleich zu erzählen, ohne dass es sich jemals zieht. Man bleibt die ganze Zeit dabei und möchte wissen, wie es weitergeht.
Auch die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Man kann sich in Mila hineinversetzen, ihre Gedanken nachvollziehen und verstehen, warum sie so handelt, auch wenn es von außen vielleicht nicht logisch erscheint. Auch die Nebenfiguren, besonders Nicolas, geben der Geschichte zusätzliche Tiefe.
Das Ende hat mich ebenfalls überzeugt. Es ist so gestaltet, dass man das Gefühl hat, die Geschichte ist noch nicht vorbei – man möchte unbedingt weiterlesen und wissen, wie es weitergeht.
Fazit: Und alles zerbricht ist ein unglaublich starkes Debüt, das wichtige und ernste Themen sensibel, realistisch und eindringlich behandelt. Besonders der Aspekt, wie gefährlich Einflüsse von außen – wie das Internet – sein können, bleibt im Kopf. Hinter einem wunderschönen Cover verbirgt sich eine Geschichte, die unter die Haut geht und lange nachwirkt. Absolute 5 Sterne.
Teilweise habe ich mich für das Buch schon ein wenig zu alt gefühlt. Es hat mich aber dennoch für das Thema sensibilisiert. Meine Tochter ist zwar noch weit von dem Alter entfernt, dennoch sieht man doch selbst auf TT usw., wie sich alles um das Äußere dreht. Selbst unter den erwachsenen Frauen ist das Thema groß. Das die Protagonistin sich zunächst wegen eines Jungen besser fühlt, finde ich ein wenig unglücklich gewählt. Davon kommt sie aber relativ schnell ab. An sich ein gelungener Auftakt.
Und alles zerbricht ist ein Auftakt, der mich auf einer emotionalen Achterbahn zurückgelassen hat. Schon nach den ersten Seiten spürt man, dass hier keine oberflächliche Liebesgeschichte erzählt wird, sondern eine, die weh tut, atmet und lange nachhallt.
Die Charaktere sind vielschichtig gezeichnet. Die Protagonistin trägt Verletzungen und Zweifel mit sich, die sich nicht einfach weglesen lassen und genau das macht sie in ihrer Zerbrechlichkeit so greifbar. Man fühlt ihre Kämpfe, ihre innere Zerrissenheit zwischen Hoffnung und Angst, und man will sie gleichzeitig beschützen und antreiben, weiterzugehen.
Die Beziehung, die sich entwickelt, ist kein einfacher Funkenflug. Sie ist verwoben mit den Narben der Vergangenheit, geprägt von unausgesprochenen Gefühlen, Zweifeln und einem unerschütterlichen Drang nach Nähe, selbst wenn sie wehtut. Diese Ambivalenz hat mir sehr gefallen, weil sie die Geschichte real und verletzlich macht, statt idealisiert oder kitschig.
Der Schreibstil ist klar und intensiv. Die kurzen Kapitel sorgen für ein flüssiges Lesen, trotzdem nimmt man sich in den emotionalen Momenten Zeit, weil sie so mächtig wirken. Es gibt Passagen, die mich richtig mitgenommen haben, nicht, weil sie dramatisch überzeichnet wären, sondern weil sie ehrlich und ungeschönt sind.
Ein kleiner Kritikpunkt: Einige Szenen wirken etwas vorhersehbar, und manche Konflikte hätten für mich noch mehr Tiefe vertragen. Das schmälert den Gesamteindruck aber nicht erheblich, weil die emotionale Kernspannung stark bleibt.
Und alles zerbricht ist ein intensiver Reihenauftakt, der unter die Haut geht. Perfekt für alle, die gefühlvolle, realistische Liebesgeschichten mit emotionaler Wucht schätzen. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Der Roman "Und alles zerbricht" ist Teil 1 einer Trilogie von Maxine Reuker und beginnt angenehm leicht: Mila lebt mit ihren Eltern in Berlin, verbringt einen unbeschwerten Sommeranfang mit ihrer besten Freundin Juno und genießt die typischen Freiheiten des Teenagerlebens. Diese Anfangskapitel sind geprägt von einer warmen, sommerlichen Atmosphäre und nostalgischen Kindheitserinnerungen wie z.B. kleinen Momenten wie einer Benjamin-Blümchen-Torte, die das Leben der Protagonistin greifbar und authentisch machen.
Doch dieser unbeschwerte Einstieg wird jäh unterbrochen, als Milas Familie in die Schweiz zieht. Für sie bricht eine Welt zusammen. Die neue Umgebung verstärkt ihre Einsamkeit, während sie emotional immer weiter abrutscht. Besonders eindringlich schildert die Autorin, wie Mila beginnt, ihren Kummer mit Essen zu kompensieren und wie sich daraus schleichend eine Essstörung entwickelt. Der Weg dorthin ist erschreckend realistisch beschrieben: von ersten Diättipps aus dem Internet bis hin zur völligen Verzerrung des eigenen Körperbildes.
Gerade diese Entwicklung gehört zu den größten Stärken des Romans. Die Autorin zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie sich die Selbstwahrnehmung Stück für Stück verändert und wie schwer es für Betroffene ist, überhaupt zu erkennen, dass sie krank sind und Hilfe brauchen. Als Leser*in habe ich intensiv mit Mila mitgelitten. Auch, weil sie noch so jung ist und die Informationen, die sie konsumiert, kaum einordnen kann.
Hinzu kommt das schwierige familiäre Umfeld: Die Mutter ist durch ihre Arbeit kaum präsent, während der Vater seine eigene Einsamkeit im Alkohol ertränkt. Allerdings bleibt gerade der Aspekt der Alkoholabhängigkeit etwas zu oberflächlich behandelt, obwohl er großes erzählerisches Potenzial bietet.
Ein weiterer zentraler Teil der Geschichte spielt in der Klinik, in die Mila schließlich geht, um sich mit ihrer Essstörung auseinanderzusetzen. Die dortigen Regeln wirken teilweise erschreckend streng - etwa wenn Patient*innen beim Essen nicht aufstehen dürfen, um keinen zusätzlichen Kalorienverbrauch zu riskieren. Diese Einblicke empfand ich als beklemmend und verdeutlichten, wie komplex und herausfordernd der Weg zur Genesung ist. Gleichzeitig hätte ich mir hier stellenweise noch mehr Tiefe in Milas therapeutischer Entwicklung gewünscht. Denn in der Klinik entwickelt sich schon fast zu Beginn eine Liebesgeschichte zwischen Mila und Nicolas, dem Sohn des Institutsleiters. Diese bringt zwar eine gewisse Leichtigkeit in die ansonsten sehr schwere Thematik und ist stellenweise auch wirklich süß, entwickelt sich jedoch sehr schnell und entzieht der Essstörung den Fokus. Emotional konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen, wie rasch sich die Beziehung intensiviert, ist aber typisch für das Alter der Figuren. Zwischenzeitlich wirkte es auf mich sogar so, als könnte Nicolas Milas verletzliche Situation ausnutzen, was jedoch später durch sein professionelles Verhalten während eines Rückfalls überzeugend aufgelöst wurde.
Sprachlich ist der Roman sehr zugänglich und flüssig geschrieben, was ihn trotz der schweren Themen schnell lesbar macht. Gleichzeitig darf man sich davon nicht täuschen lassen: Inhaltlich ist das Buch harter Tobak. Die Darstellung von Essstörung (und Alkoholmissbrauch) ist intensiv und kann insbesondere für Leser*innen mit persönlichem Bezug sehr triggernd sein.
Zum Ende hin nimmt die Geschichte eine etwas typischere Jugendroman-Entwicklung an. Die Essstörung rückt weiter in den Hintergrund, während Milas Fortschritte für mein Gefühl vergleichsweise schnell und fast im Zeitraffer erfolgen. Das wirkte auf mich angesichts der zuvor sehr realistischen Darstellung etwas zu knapp und einfach gelöst. Auch ein später eingeführtes Kapitel aus Nicolas’ Perspektive fand ich zwar gelungen, allerdings erschien mir sein Verhalten danach teilweise nicht ganz stimmig – das daraus entstehende Drama wirkte auf mich eher konstruiert.
Kleine Schwächen zeigten sich zudem in vereinzelten Zeitsprüngen, die nicht immer klar gekennzeichnet waren und meinen Lesefluss kurzzeitig unterbrachen.
Fazit: "Und alles zerbricht" ist ein emotional intensiver und erschütternd ehrlicher Roman über Essstörungen, Selbstwahrnehmung und das Gefühl, die Kontrolle über das eigene Leben zu verlieren. Trotz kleiner Schwächen in der Umsetzung und eines etwas zu schnellen Endes überzeugte mich das Buch durch seine eindringliche Darstellung und seinen packenden Schreibstil.
Keine leichte Kost – aber ein wichtiges und sehr bewegendes Buch, das nachhallt. Ich bin definitiv gespannt auf die Fortsetzung!
“Und alles zerbricht” – Eine Geschichte, die mich tief berührt und wachgerüttelt hat
Wow. Ein sehr beeindruckendes Debüt! Ich habe dieses Buch nicht einfach gelesen oder gehört – ich habe es erlebt. Mila ist keine Figur, die man nur beobachtet. Man fühlt mit ihr. Man leidet mit ihr. Man hält den Atem an, wenn sie an einem neuen Tiefpunkt steht, und spürt eine kleine Erleichterung, wenn sie einen Schritt nach vorn macht. Es ist, als würde man selbst in dieser Klinik sitzen, zwischen Hoffnung und Verzweiflung gefangen, und mit jedem Kapitel ein bisschen mehr verstehen, wie zerbrechlich wir alle manchmal sind.
⚠️ WICHTIG: Sensible Thematik – Bitte lies mit Bedacht Dieses Buch behandelt Essstörungen, Selbstwertkrisen, familiäre Konflikte und emotionale Zusammenbrüche – Themen, die für manche Leser:innen sehr nah gehen können. Wenn du selbst Erfahrungen mit psychischen Herausforderungen hast oder dich gerade in einer emotionalen Krise befindest, könnte die Lektüre oder das Hörbuch überfordernd oder belastend wirken. Bitte sei achtsam mit dir und deinem emotionalen Wohlbefinden. Falls du Unterstützung brauchst, zögere nicht, dich an vertraute Personen oder professionelle Hilfsangebote zu wenden.
Das Cover: Ein Versprechen auf Tiefe Als ich das Cover zum ersten Mal sah, dachte ich: „Das ist ja fast zu schlicht.“ Doch genau das macht es so perfekt. Die zerrissene Papierstruktur vor dem hellen Hintergrund wirkt wie ein Spiegel für Milas Seele – nicht aufdringlich, aber unübersehbar. Es lädt einen ein, nicht nur die Geschichte zu lesen, sondern sich selbst zu fragen: Wo bei mir bricht etwas? Wo muss ich heilen? Der Titel „Und alles zerbricht“ ist kein Zufall. Er ist eine Warnung und eine Einladung zugleich: Hier geht es um Zusammenbrüche, aber auch um die Chance, neu zu beginnen.
Ein Schreibstil, der dich packt und nicht mehr loslässt: Maxine Reuker schreibt ohne Schnörkel, aber mit einer solchen Intensität, dass man jedes Wort spürt. Ihre Sprache ist klar wie ein Glas Wasser – man versteht sofort, was Mila denkt und fühlt. Und doch ist da diese poetische Note, die einen innehalten lässt. Den Alltag mit einer Essstörung beschreibt sie unbeschönigt und nicht romantisiert. Man merkt: Hier schreibt jemand, die weiß, wovon sie spricht. Ich hatte das Glück, Maxine bei einer Lesung zu erleben, und sie strahlt genau diese Wärme und Herzlichkeit aus, die man auch in ihrem Schreibstil spürt.
Die Dialoge sind so echt, dass man das Gefühl hat, selbst dabei zu sein. Kein künstliches Geplänkel, keine übertriebenen Dramen – nur echte Menschen in echten Krisen. Und genau das macht es so schwer, das Buch wegzulegen.
Figuren, die dir ans Herz wachsen: Mila ist keine perfekte Heldin. Sie ist unsicher. Sie ist widersprüchlich. Sie macht Fehler. Und genau das macht sie so unglaublich sympathisch. Man will ihr zurufen: „Bleib weg von diesen Internetportalen solange es noch geht!“ oder „Hör auf deine Freunde!“, während man gleichzeitig versteht, warum sie so handelt, wie sie handelt.
Nicolas ist auf den ersten Blick der rettende Engel – charmant, einfühlsam, der Einzige, der Mila wirklich sieht. Doch je länger man liest, desto mehr merkt man: Auch er hat seine Dämonen. Auch er ist gefangen. Und ihre Beziehung? Die ist so zerbrechlich wie ein zartes Pflänzchen, das im Wind schwankt. Man bangt mit, hofft mit, und am Ende bleibt ein Gefühl von „Was wäre, wenn…?“. Beim Lesen des Klappentext hatte ich die Befürchtung, dass ich eine Liebesgeschichte in Milas vulnerabler Situation problematisch finden würde, aber die Geschichte der beiden ist so sensibel erzählt, dass sich das für mich nicht bewahrheitet hat.
Das Hörbuch: Eine Stimme, die dich mitnimmt Ich habe die Hörbuchfassung gehört – und es war, als würde Hannah Scheppmann direkt in mein Ohr flüstern. Die Sprecherin gibt Milas Verzweiflung eine Stimme. Man hört, wie sie kämpft. Wie sie weint. Wie sie lacht. Wie sie sich selbst wiederfindet. Und Nicolas’ Stimme? Die klingt so warm und unsicher zugleich, dass man sofort versteht, warum Mila sich in ihn verliebt.
Doch Vorsicht: Dieses Hörbuch verlangt dir etwas ab. Es geht um Themen wie Essstörungen, Selbsthass und familiäre Konflikte. Es ist keine Geschichte für zwischendurch. Man muss bereit sein, sich darauf einzulassen – und das ist auch gut so. Denn nur so kann man verstehen, was Mila durchmacht.
Ein Buch, das mich berührt hat. Ich habe selten ein Buch gelesen, das so ein hartes Thema behandelt, diesem Thema auch gerecht wird, und dabei trotzdem so… schön ist! Es hat mich beim Hören alle Emotionen durchmachen lassen. Gerade auch als Leserin, die selbst in ihrer Jugend Erfahrungen mit diesem Thema gemacht hat. Und vor allem: Es hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, über die dunklen Seiten des Lebens zu sprechen – und dass Heilung möglich ist, auch wenn alles zerbricht. Besonders positiv möchte ich auch erwähnen, dass der UJU Verlag dieses Thema als Jugendbuch aufgreift und nicht etwa erst im New Adult Genre thematisiert- denn genau in diesem jungen Alter haben viele erstmals Berührungspunkte mit Essstörungen.
Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5 Sterne) Ein Buch, das man nicht einfach liest oder hört – man erlebt es. Und das bleibt.
Vielen Dank an NetGalley und Hörbuch Hamburg für mein Rezensionsexemplar!
Zerbrechlich, intensiv und doch nicht vollständig - 3,5 Sterne In Und alles zerbricht begleiten wir Mila auf einer sehr intensiven und persönlichen Reise. Durch verschiedene Umstände gerät sie in eine Essstörung, und als Leser erleben wir diesen Prozess hautnah mit. Das Buch zeigt nicht nur, wie es dazu kommt, sondern auch, wie Mila damit kämpft, wie sie ihren Alltag bewältigt und welche inneren Konflikte sie austrägt. Besonders diese intime Darstellung ihrer Gedankenwelt ist ein zentrales Element der Geschichte und gleichzeitig ihr größtes Highlight.
Schreibstil & Erzählweise Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Durch die Ich-Perspektive wird Milas innere Zerrissenheit besonders greifbar, was die emotionale Wirkung deutlich verstärkt. Der Einstieg gelingt schnell, und man findet sich rasch in der Geschichte wieder. Auch das Tempo ist über weite Strecken gut gewählt, es passiert kontinuierlich etwas, ohne dass es sich zieht.
Charaktere & Beziehungen Die Figuren sind vielschichtig und interessant gestaltet. Besonders die enge Verbindung zwischen den beiden Familien und die daraus entstehende Dynamik, inklusive Freundschaft, Verlust und Veränderung, wird überzeugend dargestellt. Das Zerbrechen dieser Verbindungen durch Milas Umzug bringt zusätzliche emotionale Tiefe in die Handlung. Insgesamt wirken die Charaktere authentisch und tragen die Geschichte sehr gut.
Klinikdarstellung & Authentizität Die Darstellung des Klinikalltags wirkt größtenteils authentisch und nachvollziehbar. Man bekommt einen guten Einblick in die Strukturen und den Umgang mit der Thematik. Dennoch gibt es einzelne Aspekte, insbesondere im Zusammenhang mit bestimmten Entwicklungen rund um den Klinikaufenthalt, die kritisch betrachtet werden können und ein etwas unangenehmes Gefühl hinterlassen.
Kritikpunkte – Romantik & Ende Ein wesentlicher Kritikpunkt liegt in der Entwicklung der romantischen Handlung. Ab etwa drei Viertel des Buches nimmt die Geschichte eine Richtung ein, die nicht ganz stimmig wirkt. Die romantische Plotline entwickelt sich für mein Empfinden zu schnell und rückt zu stark in den Vordergrund. Die Dynamik zwischen den beiden wirkte auf mich nicht ganz greifbar und teilweise wenig authentisch. Auch wenn der Love Interest als Figur viele sehr schöne, beinahe „perfekte“ Eigenschaften mitbringt und sich entsprechend fürsorglich verhält, konnte ich die Beziehung emotional nicht wirklich nachempfinden. Hinzu kommen Aspekte wie der Altersunterschied sowie bestimmte Hintergründe im Kliniksetting, die für mich ein leicht unangenehmes Gefühl erzeugt haben. Gerade im Zusammenspiel mit der sehr schnell voranschreitenden Entwicklung hat das dazu geführt, dass mich dieser Teil der Geschichte nicht überzeugen konnte. Hier hätte ich mir gewünscht, dass der Fokus weiterhin stärker auf Freundschaft und persönlicher Entwicklung liegt und romantische Aspekte erst in einem Folgeband mehr Raum bekommen.
Auch das Ende wirkt dadurch nicht ganz rund. Zwar ist klar, dass die Geschichte in Band 2 fortgesetzt wird, dennoch hinterlässt der Abschluss des ersten Bandes ein Gefühl von Unvollständigkeit.
Fazit Und alles zerbricht ist ein emotionales und intensives Buch, das besonders durch seine authentische Darstellung einer Essstörung und die starke Innensicht der Protagonistin überzeugt. Wer sich mit dieser Thematik auseinandersetzen möchte, wird hier definitiv fündig, sollte sich aber auch der potenziellen Trigger bewusst sein.
Trotz der gelungenen Figuren und des starken Einstiegs verliert die Geschichte gegen Ende etwas an Balance, insbesondere durch die romantische Entwicklung. Mit einem anderen Schwerpunkt hätte das Buch für mich noch mehr überzeugen können. Insgesamt dennoch eine lesenswerte Geschichte mit viel emotionaler Tiefe.
Als ich den Titel das erste Mal in der Programmvorschau entdeckt habe, war ich super gespannt auf die Geschichte von Mila. Und auch wenn diese definitiv nicht super leicht zu verarbeiten ist, fand ich sie dennoch auch wahnsinnig feinfühlig umgesetzt. Aus diesem Grund wird der Roman sicherlich immer einen Platz in meinem Herzen haben.
Dabei ließ sich der Titel tatsächlich super leicht auslesen, trotz der schwierigen und dennoch sehr relevanten Themen, die die Autorin aufgreift. So würde ich den Schreibstil von Maxine Reuker als authentisch, jugendlich und dennoch leicht beschreiben. Wobei ich dennoch auch mehr als einmal schlucken musste und definitiv auch emotional mehr als mitgerissen wurde. Und auch die Dialoge und Beschreibungen sind in meinen Augen mehr als nur gelungen.
In der Geschichte selbst lernen wir Mila kennen, die zunächst ein klassisches Leben einer normalen Schülerin führt, bis sich von heute auf morgen alles ändert und sie quasi auch gewissermaßen einen Teil ihres alten Lebens hinter sich lassen muss. Diese Gefühle von Mila erzählt Maxine Reuker sehr authentisch, sodass ich mich gut in ihre Gefühls- und Gedankenwelten hineinversetzen konnte.
Wobei sie durch den neuen Lebensumstand eben auch das Gefühl der Einsamkeit entwickelt. Vom einst wirklich fröhlichen Familienmensch wird eine eher zurückgezogene Protagonistin, mit mehr Kummer und Problemen. Ich verstand das total, schließlich waren ihre Eltern ja eigentlich da und dennoch nie wirklich für sie. In ihrer neuen Schule kommt sie auch nicht so richtig zurecht, wobei ich hier besonders auch die Nebenprotagonisten toll fand (vor allem Lynn!!).
Da der Klappentext bereits verrät, dass sie daraufhin eine Essstörung entwickelt, wurde ich in diesem Punkt auf jeden Fall nicht überrascht. Der Prozess und die Darstellung des Themas fühlte sich dabei aber sehr authentisch an, auch wenn ich davon ehrlicherweise nie betroffen war. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass sich Betroffene gesehen fühlen. Denn es wird definitiv deutlich, dass eine Essstörung sich eben auch schleichend über die Zeit zeigt und nicht immer super laut ist. Und diese Aufbereitung fand ich wirklich sehr gelungen. Der Prozess und auch der Weg zur Selbstheilung ist dabei kein einfacher, aber ich glaube, das ist er am Ende nie.
Und dann ist da ja auch noch Nicolas, mit seinen eigenen Problemen und Geheimnissen, den man nicht immer durchschauen kann, der aber dennoch auch für mich eine sehr feinfühlige Art an sich hat. Besonders schön fand ich das Band zwischen den beiden, dass sich langsam und wirklich sehr passend für ein Jugendbuch in meinen Augen entwickelt.
Die Handlung hält so für mich einiges bereit. Von einem Klinikaufenthalt bis hin zu den leichten und schönen Momenten wird dennoch ebenfalls deutlich, dass es auch wie im echten Leben Höhen und Tiefen gibt und man sich durch alles durchkämpfen kann. Aber besonders hat der Roman für mich von den Charakteren gelebt, die die Geschichte sehr ausgemacht haben.
Zudem gefällt mir das Cover sehr. Die dargestellten Protagonisten habe ich mir tatsächlich genau so vorgestellt und ich finde auch den Stil mit den Papierseite, die unterschiedlichen Farben und die gezeichneten Charaktere richtig schön.
Ich kann deshalb nur sagen, ich bin gespannt auf die kommenden beiden Bände. Auch wenn man ehrlicherweise spürt, dass es das Debüt der Autorin ist, mochte ich die Geschichte insgesamt wirklich sehr und denke, dass auch die Fortsetzungen einiges bereithalten werden.
📖 Rezension: Und alles zerbricht von Maxime Reuker ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)
Vielen Dank an Vorablesen für das Rezensionsexemplar. Meine Meinung bleibt davon selbstverständlich unbeeinflusst.
Dieses Buch hat mich wirklich sehr berührt! So sehr, dass ich es innerhalb von zwei Tagen komplett durchgelesen habe. Der Schreibstil ist sehr leicht, flüssig und angenehm zu lesen, wodurch man unglaublich schnell in die Geschichte hineinfindet.
Zu Beginn erleben wir die Handlung ausschliesslich aus Milas Perspektive. Mit der Zeit kommt jedoch auch Nicolas Sicht hinzu, was ich besonders spannend fand. Dadurch bekommt die Geschichte noch einmal mehr Tiefe und man versteht die Dynamiken zwischen den Figuren deutlich besser.
Was mich am meisten beeindruckt hat, ist die intensive und ehrliche Darstellung von Milas Essstörung. Ihre Gedanken, Gefühle und inneren Konflikte werden sehr detailliert beschrieben, wodurch man ihre Situation unglaublich gut nachvollziehen kann. Ich habe während des Lesens durchgehend mit Mila mitgefühlt, obwohl sie deutlich jünger ist als ich. ➡️ Wichtig: Bitte unbedingt die Triggerwarnung beachten, da das Thema Essstörung sehr ausführlich behandelt wird. Gerade diese authentische Darstellung war für mich der stärkste Teil des ganzen Buches. Sie wirkt sehr realistisch und zeigt eindrücklich, wie komplex und belastend eine Essstörung sein kann.
Auch die Liebesgeschichte hat mir sehr gefallen. Sie entwickelt sich weder zu schnell noch zu langsam. Das Tempo fühlt sich einfach natürlich und passend zur Geschichte an.
Neben der Liebesgeschichte spielen auch Familie und Freundschaft eine grosse Rolle. Besonders die Beziehung innerhalb der Familie ist sehr einfühlsam beschrieben und könnte auch Eltern von betroffenen Jugendlichen helfen, einen besseren Einblick in diese Krankheit zu bekommen.
Die Freundschaft zwischen Mila und Juno ist ebenfalls wunderschön dargestellt. Sie ist vielschichtig, ehrlich und genau so, wie echte Freundschaften im Jugendalter oft sind: unterstützend, aber manchmal auch herausfordernd.
💭 Fazit: „Und alles zerbricht“ ist ein emotionales, wichtiges und sehr vielschichtiges Buch über Essstörungen, Freundschaft, Familie und Selbstfindung. Trotz des schweren Themas liest es sich unglaublich fesselnd und bleibt noch lange im Kopf. Ich freue mich schon sehr auf Band 2!
Mila ist ziemlich zufrieden mit ihrem Leben, als sie mit ihrer Familie umziehen muss. In Zürich fühlt sie sich gar nicht wohl und all ihre Stützen scheinen wegzufallen. Deshalb sucht sie Trost im Essen, doch als sich ihr Körper ändert, fällt sie in ein dunkles Loch. Sie entwickelt eine Essstörung und landet in einer Klinik, wo sie auf Nicolas trifft, der für sie ein Lichtblick ist.
Mila mochte ich gerne. Sie ist noch ein Teenager, weshalb sie sich manchmal etwas kindisch verhält oder auch mal überreagiert, trotzdem konnte ich mich in sie hineinversetzen und ich habe mit ihr mitgefühlt. Das Buch hat einige gute Protagonisten. Von denen hat jeder so seine Eigenheiten und macht auch mal Fehler, was authentisch und sympathisch wirkt. Die Handlung hat mich positiv überrascht. Im Klappentext wird bereits deutlich, dass es um eine Essstörung geht, jedoch habe ich nicht erwartet, dass die so eine große Rolle spielen wird. Das Thema steht stark im Fokus, wurde aber sensibel behandelt und man konnte sich durch die ausführlichen Beschreibungen vorstellen, wie schlimm so eine Krankheit ist, auch wenn man nicht selbst betroffen ist. Mich hat das Geschriebene stark berührt und in manchen Momenten musste ich schlucken. Aber nicht nur Magersucht spielt eine Rolle, auch Alkoholismus kommt vor. Die Romance mochte ich gerne und ich finde es gut, dass sie zwar wichtig ist, das Hauptthema aber nicht überschattet. Es gab einen Moment, der mich wirklich überrascht hat und ich bin gespannt, wie sich alles im nächsten Band entwickeln wird. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Sie schreibt leicht, obwohl das Thema schwer ist. Man kommt gut voran, ich persönlich bin aber kein Fan von langen Kapiteln. Die Gefühle und Gedanken von Mila sind sehr ausführlich beschrieben, weshalb man gut eine Verbindung zu ihr aufbauen kann und mit ihr mitfühlt. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der einen Young Adult Roman sucht, der das Thema Magersucht mit einer Romance kombiniert. Das Buch hat einige schöne, aber auch harte Momente. Mila zeigt einem, wie schwer das Leben manchmal sein kann, aber auch, dass es sich mit viel Arbeit und Unterstützung wieder zum Besseren wenden kann. Mich hat die Geschichte berührt und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.
"Und alles zerbricht" von Maxine Reuker ist in der Hörbuchfassung von Hannah Schepmann und Louis Friedemann Thiele gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin und des Sprechers kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit waren diese noch sehr angenehm zu hören. Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Die grundlegende Story hat mir gut gefallen, den Fokus aufs Thema Ess-Störungen finde ich auch sehr wichtig, ein Teil der Story spielt in einer spezialisierten Klinik. Ich fand hier besonders gut Dynamiken einer solchen Erkrankung und mögliche Entstehungsursachen sehr solide und authentisch herausgearbeitet. Protagonistin Mila hat einige Päckchen zu tragen, bestimmte Gedankenmuster festigen sich und sie sucht nach Halt und Kontrolle. Hier war viel Authentizität in den Darstellungen zu spüren. Auch die Schilderungen des Klinikalltags fand ich nachvollziehbar und realitätsnah. Auch die grundlegenden Charakterisierungen von Protagonistin Mila und aber auch den weiteren Charakteren fand ich gut gelungen. Die Charaktere waren mehrdimensional und vielschichtig. Was mich weniger mitnehmen konnte, war die sich entwickelnde Beziehung innerhalb des Klinikaufenthaltes. Die Nähe und Vertrautheit war mir zu schnell zu unbegründet, vielleicht auch ein "typischer Teenie-Crush", der hier aber durchaus ernsthafte Konsequenzen mit sich zieht. Hier ist mir zu schnell zu viel passiert, auch das Machtgefälle zwischen den beiden hat einen gewissen Beigeschmack. Ich konnte die Dynamik der 'Beziehung' nicht gut greifen. Zwischenzeitlich habe ich die Ernsthaftigkeit der Gefühle zueinander bezweifelt, zum Ende des Buches hin konnte ich etwas mehr davon überzeugt werden, dass es sich um eine ernst gemeinte Anziehung handelt. Das Ende ist bewusst offen gewählt und lässt einige Fragen für den zweiten Band offen,..
Am Anfang war ich ehrlich unsicher, ob mich die Geschichte wirklich abholen kann, weil die Figuren erst sechzehn sind und die ersten Kapitel sehr jugendlich wirken. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Wir begleiten Mila in einer Phase, in der ihr ganzes Leben ins Wanken gerät. Ein Umzug nach Zürich, Eltern die kaum Halt geben können und das Gefühl, dass alles gleichzeitig auseinanderfällt. In diesem Chaos klammert sie sich an das Einzige, was sie noch kontrollieren kann ihr Essverhalten. Die Geschichte zeigt sehr eindringlich, wie schleichend sich eine Essstörung entwickeln kann und wie schnell Gedanken entstehen, die nach außen oft unsichtbar bleiben.
Die Handlung wirkt für mich wie in zwei Teile gegliedert. Zuerst erleben wir Milas Vorgeschichte und wie sich ihre Situation immer weiter zuspitzt. Später verlagert sich alles in eine Klinik am See, ein eigentlich wunderschöner Ort der im starken Kontrast zu ihrem inneren Chaos steht. Gerade diese ruhige Atmosphäre verstärkt die Intensität vieler Szenen. Besonders mochte ich, wie feinfühlig die Autorin Milas Gedanken und Gefühle beschreibt. Kleine Beobachtungen, kurze Momente zwischen den Figuren und stille Spannungen erzählen oft mehr als große dramatische Szenen.
Die Liebesgeschichte hat sich für meinen Geschmack etwas zu schnell entwickelt und wirkte stellenweise fast ein wenig zu intensiv für ein Young Adult Setting. Dafür konnte mich ein späterer Twist in der Handlung umso mehr überraschen. Insgesamt ist „Und alles zerbricht“ ein bemerkenswertes Debüt, das einen ehrlichen Einblick in ein sensibles Thema gibt und dabei zeigt, wie zerbrechlich Menschen sein können und gleichzeitig wie viel Stärke in ihnen steckt. Besonders für junge Leserinnen kann dieses Buch sehr eindrücklich sein, aber auch ältere Leserinnen werden hier mehr Tiefe finden, als man zunächst erwartet.
Mit "Und alles zerbricht - Paper Hearts 1" von Maxine Reuker hat man nicht unbedingt leichte Lektüre und ich würde sagen, dass das ist definitiv kein Buch ist, das man mal eben so nebenbei liest.
Mila fand ich als Protagonistin größtenteils sehr authentisch, auch wenn sie mich stellenweise echt frustriert hat, aber genau das macht das Ganze wahrscheinlich auch realistisch. Ihre Einsamkeit nach dem Umzug, dieses Gefühl von „nirgendwo richtig dazu gehören“ und das langsame Abrutschen in die Essstörung wurden schon ziemlich eindringlich dargestellt. Man merkt einfach, wie schnell sich solche Gedanken festsetzen können und das hat mich beim Lesen teilweise echt mitgenommen.
Besonders stark fand ich den Einblick in den Klinikalltag. Die Gedanken, Gespräche und Dynamiken zwischen den Patienten wirken oft greifbar und geben dem Ganzen eine gewisse Tiefe, weils einfach nahbar ist. Das war für mich auch der Teil, der das Buch für mich getragen hat.
Was für mich allerdings schwierig war, war die Romance. Die Beziehung zwischen Mila und Nicolas hat sich für mich nicht ganz stimmig angefühlt. Klar, er wird als verständnisvoll und besonders dargestellt, aber gerade in diesem Setting hatte das Ganze für mich einen leicht unangenehmen Beigeschmack. Außerdem ging mir die Entwicklung emotional einfach bissi zu schnell.
Auch das Tempo war stellenweise etwas unausgeglichen. Der Weg in die Klinik nimmt viel Raum ein, während sich andere Entwicklungen dann fast ein bisschen überschlagen. Und das Ende… ja, klassischer Cliffhanger.
Trotzdem fand ich das Buch insgesamt wichtig und teilweise echt berührend. Es spricht ein sensibles Thema an und macht auf eine sehr direkte Art deutlich wie komplex und gefährlich Essstörungen sein können.
Insgesamt also ein emotionales und nicht immer leichtes Buch mit starken Momenten und wichtigen Themen, das mich aber nicht komplett überzeugen konnte, vor allem wegen der Romance und dem Pacing
In diesem Buch geht es, wie der Klappentext schon verrät um Mila, die wegen dem Job ihrer Mutter Berlin verlassen und nach Zürich ziehen muss. Von heute auf morgen in einer fremden Stadt ohne ihre beste Freundin Juno zu sein nimmt sie so sehr mit, dass sie langsam in eine Essstörung rutscht. Aber nicht nur Mila leidet unter der neuen Situation, sondern auch ihr Vater, der entwickelt nämlich auch eine Suchterkrankung. (Deswegen unbedingt die TW‘s checken, wenn ihr mit manchen Themen nicht klar kommt!!)
Erstmal mochte ich an dem Buch, dass das Thema Tierrechte/Aktivismus eine Rolle spielt. Lynn, Mila’s Mitschülerin der neuen Schule, mochte ich total. Sie hat gesehen, dass Mila am Anfang zumindest, nicht wirklich an einer Freundschaft mit ihr interessiert ist, hat aber trotzdem alles getan um Mila den Start in der neuen Schule so angenehm wie möglich zu machen und war für sie da, wenn es ihr nicht gut ging. Und das hat sich ausgezahlt! Es entsteht im Laufe der Geschichte eine tolle Freundschaft zwischen den beiden. Die Freundschaft zwischen Juno und Mila, wo ich am Anfang das Gefühl hatte, sie würde die Entfernung nicht überstehen, hat dann recht schnell doch wieder die Kurve gekriegt, was mich sehr gefreut hat! Auch die Atmosphäre in der Klinik mochte ich sehr und die Mitmenschen sind bis auf 1-2 Ausnahmen sehr toll🥹 Ich fands nur schade, dass ich nicht das eindeutige Happy End bekommen habe, was ich mir gewünscht hätte, aber dafür freue ich mich jetzt umso mehr auf den zweiten Teil der Geschichte. Obwohl es als YA Roman beschrieben wird, ist das Buch wegen den Themen natürlich alles andere als ein locker leichtes Buch. Trotzdem finde ich es richtig gut, dass die Autorin so Themen auch einer jüngeren Zielgruppe nahe legen möchte.
Vielen Dank an vorablesen.de für das Hörbuchexemplar🩶
Zerbrechlich echt Und alles zerbricht hat mich direkt emotional abgeholt. Es ist eine dieser Geschichten, die nicht laut beginnt, sondern sich langsam entfaltet – und genau dadurch umso mehr trifft. Ich hatte schnell das Gefühl, nah an den Figuren zu sein, ihre Gedanken fast mitzudenken und ihre Entscheidungen mitzufühlen.
Besonders die Hauptfigur hat mich berührt. Sie wirkt nicht perfekt, sondern verletzlich, manchmal unsicher und genau deshalb so glaubwürdig. Ich mochte, wie ihre Entwicklung nicht geradlinig verläuft, sondern von Zweifeln, Rückschritten und kleinen Fortschritten geprägt ist. Das fühlt sich echt an – und nicht wie eine perfekt inszenierte Geschichte.
Auch die Beziehung, die sich im Laufe des Buches entwickelt, hat mir gut gefallen. Sie ist nicht übertrieben dramatisch, sondern wächst langsam, mit leisen Momenten, die oft mehr sagen als große Worte. Gerade diese ruhigen Szenen haben mich am meisten abgeholt, weil sie so viel Gefühl transportieren, ohne kitschig zu wirken.
Der Schreibstil ist flüssig und emotional, ohne zu schwer zu werden. Ich bin ziemlich schnell durch die Seiten geflogen, hatte aber trotzdem immer wieder Momente, in denen ich kurz innehalten musste, weil mich ein Gedanke oder eine Szene besonders getroffen hat.
Ein kleiner Punkt für mich: Manche Entwicklungen gingen mir etwas schnell. Gerade emotional hätte ich mir an ein, zwei Stellen gewünscht, dass sich bestimmte Situationen noch etwas mehr entfalten dürfen, um die Wirkung noch intensiver zu machen.
Trotzdem ist Und alles zerbricht für mich ein gelungener Auftakt, der vor allem durch seine Emotionen und die greifbaren Figuren überzeugt. Eine Geschichte über Verletzlichkeit, Nähe und das Wiederzusammensetzen von etwas, das längst zerbrochen schien. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Zwiegespalten Spannend zu lesen und bemerkenswert, was Maxine durchgestanden hat, aber vo Schreibstil für mich Luft nach oben Mila wird aus ihrer Welt gerissen weil ihre Mutter sich selbst verwirklichen will und mit der Familie auswandert. Während sie Anfangs ihren Frust mit Essen bekämpft kippt es bald und die wird ungefähr in der Hälfte des Romans Magersüchtig und wird in eine Klinik eingewiesen. Hier lernt sie den Sohn des Direktors kennen, der aber nicht mit ihr zusammen sein dürfte und ihr damit das Herz bricht. Der Prozess, den Mila durchlaufen hat war sehr authentisch dargestellt und man konnte sich gut reinversetzen, wie es zu dieser Situation kam und womit sie zu kämpfen hat. Ob das der Realität entspricht und das widerspiegelt, was betroffene empfinden kann ich nicht sagen. Da die Autorin aber scheinbar ja ein Teil ihres Lebens wieder gegeben hat, muss dem wohl so sein, In wie weit die Geschichte triggert oder hilft weiss ich ebenfalls nicht. Aber sicher interessant zu sehen, wie es der Person geht Ich möchte das Erlebte nicht abwerten und finde es bemerkenswert, wenn jemand so über das erlebte schreiben kann. In der Erwartung. Aber der Geschichte haben mir die Emotionen gefehlt und es hat mir einen eher flachen Eindruck gemacht angesichts dessen, was mit der ganzen Familie passiert ist.. Ich hatte so den Eindruck die stärksten Emotionen empfunden zu haben, als sie ihr Tagebuch verloren hatte. Die Geschichte steht auch ganz gut allein ohne Fortsetzung und so werde ich es persönlich für mich aus belassen
Das Cover finde ich traumhaft schön. Der Debüt Roman „Und alles zerbricht“, von Maxine Reuker beinhaltet alles, um einen Menschen beim lesen zu zerstören und dann wieder zu heilen. Ich hatte Tränen in den Augen, vor Wut, Trauer und Freude und es war ein ständiges auf und ab der Gefühle. Die Geschichte war so gut und spannend geschrieben, sodass ich kaum aufhören wollte zu lesen. Dieses Buch behandeltet sensible und schwere Themen, die nicht so einfach hinuntergeschluckt werden können. Ich hatte selbst eine Zeit in meiner Jugend, in der ich an einer Essstörung gelitten hatte. Durch extremes Mobbing in der Schule wurde ich zum Opfer meiner Mitschüler, was einen Großteil meiner Essstörung ausmachte. Aber nicht, weil sie meinten ich wäre zu dick - sondern, weil sie mir so viel Stress zugefügt hatten, sodass ich nicht mehr essen konnte. Heute fühle ich mich endlich wohl in meinem Körper. Wir alle sollten unseren Körper und uns selbst lieben, denn es gibt Menschen in unsere Leben, die uns so lieben wie wir sind und das sollten wir uns nicht vom Internet, irgendwelchen Menschen oder Lebensumständen die gerade nicht zusammenpassen, kaputt machen lassen. Maxine hat hier etwas wundervolles geschaffen, vor allem, da sie selbst persönliche Erfahrungen mit einer Essstörung gemacht hat. Und während ich diese Zeilen hier schreibe, kommen mir wieder die Tränen. Das war mein absolutes Jahreshighlight.
Mila wird ihrer Heimat in Berlin entrissen, weil Ihre Mutter ein Jobangebot erhalten hat, dass sie nicht ablehnen kann und will. So musst Mila nicht nur ihre beste Freundin, mit der sie fast wie mit einer Schwester aufgewachsen ist, sondern auch die ganze vertraute Umgebung verlassen.
Nicht nur sie leidet darunter. Auch ihr Vater, der sich nach und nach in Alkohol flüchtet, hat offensichtlich Probleme mit dieser Veränderung. aber statt offen darüber zu sprechen, verstricken sich alle Familienmitglieder in Lügen, Heimlichkeiten und Schönrederei. Für Mila eine größere Katastrophe, als zunächst erkennbar, denn sie beginnt, sich für ihren Körper zu schämen und landet bei der OnlinePlattform Anna.
Ich finde es sehr wichtig, dass über Esstörungen und deren Gefahr und vor allem auch, wei schnell junge Frauen in genau diese Strudel geraten können in einem Buch thematisiert wird. Allerdings war es mir an manchen stellen etwas zu konstruiert. Auch das Alkoholproblem des Vaters wurde für meinen Geschmack zu schnell und glatt aufgeklärt. Er nimmt nun Hilfe an und schon ist dieses Thema vom Tisch. Das war zu leicht, wo Mila doch selbst so sehr kämpft.
Die Beziehung zu ihrem Love Interest war mir auch etwas zu konstruiert um wieder unnötig Drama hineinzubringen, wo doch schon genug schwere Themen in diesem Roman stecken.
An sich aber ein lesenswertes Buch/Hörbuch mit wichtigen Themen.
Eigentlich ist dies nicht mein Lese-Genre aber irgendwie hat es mich neugierig gemacht und ich musste es lesen. Die Geschichte über Einsamkeit, Selbstzweifel und den Versuch, wieder zu sich selbst zu finden hat moch wirklich überzeugt und mitgenommen!🥺 Die Hauptfigur Mila muss mit ihrer Familie nach Zürich ziehen und wird dadurch komplett aus ihrem alten Leben gerissen. Ohne ihre beste Freundin Juno fühlt sie sich total allein, und man merkt schnell, wie sehr sie mit dieser Situation kämpft.😕
Besonders im Fokus steht Milas Entwicklung. Aus Frust und Überforderung rutscht sie immer mehr in eine Essstörung hinein, was ziemlich eindrücklich beschrieben wird. Dadurch wirkt Mila als Figur sehr verletzlich, aber auch realistisch, weil man ihre Gedanken und Unsicherheiten gut nachvollziehen kann. (Da bitte auch die Triggerwarnungen beachten!)
In der Klinik am Clarisee trifft sie dann auf Nicolas, der ziemlich geheimnisvoll wirkt. Zwischen den beiden entsteht schnell eine besondere Verbindung, die Mila wieder Hoffnung gibt. Gleichzeitig merkt man aber auch, dass hinter Nicolas mehr steckt und ihre Beziehung nicht ganz unkompliziert ist.
Insgesamt lebt das Buch stark von den Gefühlen und den Figuren. Es zeigt ziemlich ehrlich, wie schwierig es sein kann, mit sich selbst im Reinen zu sein, und wie wichtig Menschen sind, die einem in schweren Zeiten Halt geben.✨📚
Und alles zerbricht ist eine sehr emotionale und intensive Geschichte. Der Schreibstil von Maxine Reuker ist sehr direkt und einfühlsam zugleich. Die Autorin beschreibt Milas Gedankenwelt so gut, dass man das Gefühl bekommt, mitten in ihrem Kopf zu stecken und jede ihrer Entscheidungen und Zweifel hautnah mitzuerleben. Das Leben der Protagonistin Mila ändert sich komplett, als ihre Familie von Berlin nach Zürich zieht. Sie verliert ihr gewohntes Umfeld, ihre beste Freundin und damit auch ein Stück Sicherheit. Es war schon etwas schmerzhaft, wie nachvollziehbar ihre innere Zerrissenheit dargestellt wurde. Man merkt beim Lesen richtig, wie sie versucht, irgendwo Halt zu finden und dabei immer tiefer in eine Essstörung rutscht. Diese Entwicklung ist erschreckend realistisch beschrieben und zeigt gut, wie sehr Mila daran glaubt, Kontrolle zu gewinnen, obwohl sie sie eigentlich verliert. Nicolas spielt dabei eine wichtige Rolle für Mila, ist aber selbst geheimnisvoll und komplex. Milas Familie wird (zum Glück) überhaupt nicht idealisiert. Die Überforderung ihres Vaters fand ich sehr authentisch und sorgt auch für Spannung. Trotz der schweren Inhalte gibt es auch immer wieder Hoffnung. Ich fand es wirklich toll, wie die Thematiken in der Geschichte dargestellt wurden. Ich bin wirklich gespannt, wie es mit Mila weitergeht.
Die Geschichte von Mila ist alles andere als leicht: Durch einen plötzlichen Umzug verliert sie den Kontakt zu ihren engsten Freunden, während ihre Eltern selbst mit eigenen Problemen beschäftigt sind und kaum für sie da sind. In dieser Einsamkeit rutscht Mila immer tiefer in eine Essstörung.
Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Besonders die wechselnden Erzählperspektiven sind gelungen und geben einen intensiven Einblick in die Gedankenwelt der Figuren. Die Autorin schafft es eindrucksvoll, auf das Thema Essstörungen aufmerksam zu machen und schildert sehr detailliert, welche Gedankengänge Betroffene haben könnten – das wirkt authentisch und berührend.
Kritisch sehe ich allerdings die Liebesgeschichte: Mila verliebt sich in einen Mitarbeiter. Nicolas wird zwar als sehr lieb und einfühlsam dargestellt, dennoch wirkt diese Beziehung auf mich unprofessionell und teilweise unpassend. Gerade in einer so verletzlichen Situation könnte eine solche Dynamik problematisch sein und birgt aus meiner Sicht ein gewisses Risiko, da junge Menschen ausgenutzt werden könnten.
Außerdem hat mir das offene Ende nicht gefallen. Zwar ist es offensichtlich als Cliffhanger für den zweiten Teil gedacht, dennoch hat es bei mir eher Frust als Spannung ausgelöst.
Das Cover gefällt mir ganz gut, es ist leicht und lieblich gestaltet.
Wir tauchen ein in die Geschichte von Mila und gehen mit ihr durch eine schwere Zeit in ihrem Leben. Aufgrund eines Jobwechsels muss die Familie in die Schweiz umziehen. Mila fällt es zunehmend schwer, damit klarzukommen und sie verfällt in eine Essstörung. Als sie sich endlich helfen lässt lernt sie Nicolas kennen und ist sofort fasziniert von ihm.
Ich finde gut, dass das Thema Essstörung mal behandelt wird. Die Szenen wurden gut beschrieben und man konnte in die Gedankenwelt von Mila eintauchen. Das mit der Internetseite fand ich krass und selbst nachdem sie mitbekommt wie schief so etwas gehen kann, sieht sie immer noch nicht das Problem.
Leider hat es bis ca. zur Hälfte gedauert bis der zweite Protagonist richtig auftaucht. Das hat mir persönlich etwas zu lange gedauert. Die Romance kam mir dadurch viel zu kurz vor bzw. ging sie auch viel zu schnell. Mich hat der Romance Teil auch nicht so sehr abgeholt. Wenn das natürlich genau so gewünscht war, weil der Fokus auf der Essstörung liegen sollte, dann passt das. Die Geschichte um ihre Familie und die Probleme waren gut ausgearbeitet und dargestellt.
Leider konnte mich die Geschichte daher nicht überzeugen, vielleicht bin ich aber auch die falsche Zielgruppe.
In dem Roman 'Und alles zerbricht' von Maxine Reuker geht es um die 16-jährige Mila, die durch einen Umzug aus ihrer gewöhnten Umgebung und von ihrer besten Freundin gerissen wird. Im Zuge dieser Veränderung entwickelt sie eine Essstörung, mit der sie kämpfen muss. Hoffnungsvoll Mir hat der Roman sehr gut gefallen! Obwohl eine emotionale und spannungsgeladene Thematik angesprochen wird, herrscht eine hoffnungsvolle Stimmung. Der Schreibstil entführt einen schon nach den ersten Seiten vollständig in die Welt von Mila. Mila war mir als Protagonistin sympatisch. Man hat mir ihr mitgefühlt und konnte ihren Frust und ihre Trauer nach dem Umzug gut verstehen. Sie musste eine schwere Zeit durchlaufen und ist trotzdem stark hervorgegangen. Im Laufe des Romans entwickelt sich eine Lovestory zwischen ihr und einem Praktikanten an der Klinik, diese war meiner Meinung ncah zwar sehr süß, aber auch etwas problematisch, da das Kräfteungleichgewicht zwischen den beiden für Spannungen sorgt. Trotzdem wurde diese Beziheung mit viel Fingerspitzengefühl ausgearbeitet. Insagesamt kann ich die Geschichte allen empfehlen, die nach einer hoffnungsvollen Geschichte mit teilweise problematischen Aspekten suchen.
Der Schreibstil liest sich passend zum Alter der Protagonisten eher jung und schnell. Obwohl das Buch sich an ein jugendliches Publikum richtet, greift es einige schwierige Themen auf. Daher ist es wichtig vor dem Lesen die Triggerwarnung zu beachten. Die Entwicklung und Darstellung der Protagonistin fand ich sehr realistisch und nachvollziehbar. Besonders am Anfang wirkt alles feinfühlig und glaubwürdig umgesetzt. Weniger überzeugend war für mich allerdings der romantische Aspekt der Geschichte. Die Liebesgeschichte entwickelt sich für meinen Geschmack zu schnell und wirkt dadurch unrealistisch. Zudem nimmt sie immer mehr Raum ein, wodurch die anderen Themen in den Hintergrund geraten. Ab etwa der Hälfte des Buches hätte ich mir daher wieder eine etwas realistischere Darstellung wie zu Beginn gewünscht. Die Geschichte ist noch nicht abgeschlossen und daher hoffe ich, dass die Fortsetzungen den bisherigen feinfühligen Ton beibehält, dabei aber eine realistischere Entwicklung der Liebesbeziehung zeigt. Die Hörbuchsprecher waren perfekt für die Geschichte und ich habe ihnen gerne zugehört. 2.75*
Vielen Dank an den Verlag "Hörbuch Hamburg" für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars über NetGalley. Diese Rezension ist meine freie Meinung in eigenen Worten.
Ich wusste, dass das Buch sehr emotional wird und schwere Themen behandelt und doch bin ich überrascht, wie sehr mich „Und alles zerbricht“ berührt hat. Die Autorin hat einen leichten Schreibstil, der gut zum Jugendbuch passt, dadurch wiegen aber zugleich auch die harten Themen umso schwerer. Ich habe mich leicht in Milas Geschichte einfinden können, habe mit ihr mitgefühlt und die Charaktere allesamt schnell ins Herz geschlossen - besonders Juno und Linh!
Die Autorin hat meinen vollen Respekt dafür, wie gut und realistisch sie an das Thema Essstörung rangegangen ist. Durch Seminare in meinem Studium ist mir das Thema nicht fremd und sie schafft es wirklich unglaublich gut, darzustellen, wie Juno langsam in diese Abwärtsspirale gerät und sowohl äußere, als auch innere Faktoren sie in die Essstörung führen. Auch der Rückfall in der Klinik wurde wirklich sehr realistisch dargestellt. Dafür wirklich Hut ab!
Einzig das Ende bzw. den Cliffhanger fand ich um ehrlich zu sein zu 08/15. Den third act breakup liest man mittlerweile in so vielen Büchern und ich bin sicher, dass man das auch anders hätte lösen können. Dennoch ist es nicht so sehr ins Gewicht gefallen, als dass ich das Buch nicht als Highlight betiteln könnte. Ein Buch, das sich wirklich so so sehr zu lesen lohnt!
Milas Leben ändert sich schlagartig, als ihre Mama ein Jobangebot in der Schweiz annimmt und ihre Familie dorthin umziehen muss. Ihr neues Zuhause in Zürich ist so anders als ihre gewohnte Umgebung in Berlin. Mit jedem Tag wird sie unglücklicher, verlässt ihr Zimmer nur wenn es sein muss und entwickelt letztendlich eine Essstörung.
Dieses Buch zeigt was passiert, wenn eine Teenagerin aus ihrem Leben gerissen wird und sich niemandem anvertrauen kann, weil sie sich von ihren Eltern allein gelassen fühlt. Die ersten 100 Seiten fand ich etwas langatmig, aber danach wurde es interessant.
Ich war etwas irritiert, weil in der zweiten Hälfte des Buches so viel passiert und ich mich ständig fragte, wie das alles zum Ende hin noch aufgeklärt werden soll. Erst auf den letzten Seiten viel mir auf, dass es sich eben nicht um einen Einzelband handelt, sondern um den Auftakt einer Reihe, weshalb auch die Handlungsstränge mehr Sinn ergeben.
Dieses "Liebe auf den ersten Blick" - Gehabe zwischen Mila und Nicolas habe ich überhaupt nicht gefühlt, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass so etwas im echten Leben jemals passiert, aber ansonsten war die Geschichte ganz gut.
Die Geschichte „Und alles zerbricht“ von Maxine Reuker hat mich tief berührt. Sie handelt von der sechzehnjährige Mila, die mit ihren Eltern in die Schweiz ziehen muss. Die Veränderung führt dazu, dass sie langsam in eine Essstörung rutscht. Nach einem Zusammenbruch kommt sie in eine Klinik, wo sie Nicolas kennenlernt und sich in eine Liebe verstickt, die eigentlich verboten ist.
Die Autorin schafft es mit ihrem feinfühligen Schreibstil einen sofort in Milas Welt hineinzuziehen. Die Reise durch ihre Essstörung hat mich emotional mitgenommen, sodass es mir an manchen Stellen eiskalt den Rücken runterlief und ich kurz pausieren musste, um das gelesene zu verarbeiten. Es zeigt, wie vielschichtig diese Krankheit ist und welche Höhen und Tiefe die betroffenen durchmachen.
Man merkt das Maxine Reuker eigenen Erfahrungen mit dem Thema gemacht hat: Mila wirkt authentisch, nichts wird beschönigt und dadurch fühlt sich die Geschichte so ehrlich.
Trotz des schweren Themas kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Ich freue mich schon auf den zweiten Teil und bin gespannt, wie Milas Geschichte weitergeht.
Als Mila von ihrer besten Freundin wegziehen muss, komplett aus ihrem sozialen Umfeld gerissen wird und auch ihre Mutter dauerhaft mit ihrem neuen Job beschäftigt ist, schleudert es Mila in eine Essstörung. Mich hat es sehr bewegt, in Milas Gedanken abzutauchen. Sie kämpft sehr mit sich, bekommt auch er sehr schnell Hilfe. Das finde ich durchaus problematisch und weiß nicht, ob das in der Realität auch so straight laufen würde. Aber auch hier wird zunächst viel beschönigt, was zu einer Essstörung verleitet. Bestimmte Foren im Internet werden hier realistisch aufgezeigt, die verstörende Auswirkungen haben können. Dann allerdings nehmen Therapie und Klinik viel Raum ein. Es ist erschreckend, wie Mila mit ihrer Einsamkeit kämpft, gleichzeitig aber so viel Rückhalt erfährt und auch zu lieben lernt. Mich hat die Liebesgeschichte jedoch nicht berühren können, wie erhofft, da es mir zu schnell und zu plötzlich kam. Hierbei Manchmal kam mir Mila für ihr Alter noch etwas unreif vor, so auch in der Situation (wohlbemerkt vor der Essstörung), wo ihr Vater ihr mit 16 Jahren noch das Pausenbrot macht. Insgesamt ein Buch, dass mit der sensiblen Thematik zu Nachdenken anregt.
Das Debüt "Und alles zerbricht" von Maxine Reuker habe ich als Hörbuch gehört. Die Hörbuchsprecherin Hannah Schepmann und der Hörbuchsprecher Louis Friedemann Thiele haben der Geschichte, mit ihren sehr angenehmen Stimmen, Leben eingehaucht. Beide Stimmen kenne ich bereits aus anderen Hörbüchern und beide zusammen haben bei diesem Hörbuch großartige Arbeit geleistet. Genauso wie die Autorin, Maxine Reuker, selbst. Die Geschichte ist tatsächlich viel tiefer und bedeutender als das rosafarbene und sachte Cover auf einen wirkt. Themen wie Mental Health und Essstörung, finden sich innerhalb des Buches. Die Autorin hat es in der Geschichte geschafft, diese Themen einfühlsam, aber zeitgleich auch ehrlich einzubauen, sodass die Geschichte trotzdem neben der Tiefe auch eine gewisse Leichtigkeit hatte. Der Schreibstil war angenehm, authentisch und flüssig.
Von mir gibt es eine Hörbuch - bzw. Leseempfehlung, aber bitte achtet während des Lesens auf euch, falls ihr mir den Themen Schwierigkeiten haben solltet und/oder falls sie euch triggern könnten.