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Der letzte Mensch: Wohin steuert die Welt?

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Auf welche Weltordnung steuern wir zu? Die liberale Demokratie steckt in der Krise, nach einer langen Phase der Demokratisierung sind wir wieder in einer Welt der Macht angelangt, bedingt vor allem durch autoritäre Bewegungen, technologischen Wandel, Neoliberalismus und Identitätspolitik. Mit seinen Gedanken zur Lage der Welt zeigt Francis Fukuyama, warum das freiheitliche Denken für die westlichen Gesellschaften im 21. Jahrhundert alternativlos ist. Vor allem aber macht er deutlich, warum wir für die Freiheit kämpfen müssen, wollen wir ihr Überleben sichern und das Risiko einer autoritären Weltordnung eindämmen. Ein inspirierend persönliches Buch mit politischer Weitsicht, von einem der einflussreichsten Denker unserer Zeit.

325 pages, Kindle Edition

Published June 3, 2026

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About the author

Francis Fukuyama

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Yoshihiro Francis Fukuyama (born 27 October 1952) is an American philosopher, political economist, and author.

Francis Fukuyama was born in the Hyde Park neighborhood of Chicago. His father, Yoshio Fukuyama, a second-generation Japanese-American, was trained as a minister in the Congregational Church and received a doctorate in sociology from the University of Chicago. His mother, Toshiko Kawata Fukuyama, was born in Kyoto, Japan, and was the daughter of Shiro Kawata, founder of the Economics Department of Kyoto University and first president of Osaka Municipal University in Osaka. Fukuyama's childhood years were spent in New York City. In 1967 his family moved to State College, Pennsylvania, where he attended high school.

Fukuyama received his Bachelor of Arts degree in classics from Cornell University, where he studied political philosophy under Allan Bloom. He earned his Ph.D. in government from Harvard University, studying with Samuel P. Huntington and Harvey C. Mansfield, among others. Fukuyama has been affiliated with the Telluride Association since his undergraduate years at Cornell, an educational enterprise that was home to other significant leaders and intellectuals, including Steven Weinberg and Paul Wolfowitz.

Fukuyama is currently the Bernard L. Schwartz Professor of International Political Economy and Director of the International Development Program at the Paul H. Nitze School of Advanced International Studies of Johns Hopkins University, located in Washington, DC.

Fukuyama is best known as the author of The End of History and the Last Man, in which he argued that the progression of human history as a struggle between ideologies is largely at an end, with the world settling on liberal democracy after the end of the Cold War and the fall of the Berlin Wall in 1989. Fukuyama predicted the eventual global triumph of political and economic liberalism.

What we may be witnessing is not just the end of the Cold War, or the passing of a particular period of post-war history, but the end of history as such... That is, the end point of mankind's ideological evolution and the universalization of Western liberal democracy as the final form of human government.

He has written a number of other books, among them Trust: The Social Virtues and the Creation of Prosperity and Our Posthuman Future: Consequences of the Biotechnology Revolution. In the latter, he qualified his original 'end of history' thesis, arguing that since biotechnology increasingly allows humans to control their own evolution, it may allow humans to alter human nature, thereby putting liberal democracy at risk. One possible outcome could be that an altered human nature could end in radical inequality. He is a fierce enemy of transhumanism, an intellectual movement asserting that posthumanity is a highly desirable goal.

The current revolution in biological sciences leads him to theorize that in an environment where science and technology are by no means at an end, but rather opening new horizons, history itself cannot therefore be said to be, as he once thought, at an end.

In another work The Great Disruption: Human Nature and the Reconstruction of Social Order, he explores the origins of social norms, and analyses the current disruptions in the fabric of our moral traditions, which he considers as arising from a shift from the manufacturing to the information age. This shift is, he thinks, normal and will prove self-correcting, given the intrinsic human need for social norms and rules.

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July 14, 2026
VOM STREBEN NACH AUTONOMIE UND ANERKENNUNG

Kurzmeinung: Ein launiger Text mit viel Hintergrund.

Präliminarien: Wenn man den Originaltitel dieses Buches zu Rate zieht „In the Realm of the Last Man: A Memoir“ wird man nicht mehr so überrascht sein, wie ich es war, dass man eine kurze Autobiografie in Hände hält. Man bekommt eben genau das, was draufsteht: A Memoir.

Der Kommentar und das Leseerlebnis:
Tatsächlich hat es mir gut gefallen, zu erfahren, welche Hobbies Francis Fukuyama seit Jahren betreibt. Alles, was er macht, macht er richtig. Genau so gerne wie er die Welt intellektuell durchdenkt (durcharbeitet), genau so gerne arbeitet er mit den Händen, zum Ausgleich und zum Erden seiner hochfliegenden Gedanken. Im Laufe der Jahre hat er diverse Möbelstücke selbst hergestellt und dies auf hohem Niveau. Es gibt Bilder im Buch! Die Tischlerei hat es ihm angetan und er hat sich jeweils perfekte Werkstätten mit perfekten Werkzeugen eingerichtet. So hochwertige Werkstätten kann sich nicht jeder hinstellen. Dabei greift er auf die Handwerkskunst seiner japanischen Vorväter zurück, die japanischen Werkzeuge sind die besten. (Kann sein).
Auch informations-technisch ist Francis versiert, er stellte sich und bastelte sich seine Computer selbst zusammen. Programmieren kann er auch. Gibts was, was dieser Mann nicht kann? Er schreibt: „Ingenieure sind Problemlöser“ und dass er gelernt hat, auch die Praktiker zu schätzen, nicht nur die Theoretiker seines Elfenbeinturms. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Ein wenig Selbstbeweihräucherung ist schon dabei, wenn er seinen Lesern berichtet, dass er immer alles schon gewusst hat, dass er sich aber nichts vergibt, wenn er zugibt, dass er sich auch mal verrannt hat – im Gegensatz zu seinen Kollegen, die dies nicht können - und wann und zu welchem aktuellen Brennpunkt er welche Sachbücher geschrieben hat. Er haut a bisserl auf den Putz – aber das amüsiert mich bloß.

Was habe ich inhaltlich mitgenommen? Dass das Ende der Menschheit so definiert ist, dass es seit der Französischen Revolution eigentlich nichts Neues mehr gibt, weil, seitdem die Prinzipien Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit nicht nur theoretisch auf dem Tisch liegen, sondern auch revolutionär praktisch blutig (zum Teil) verwirklicht wurden, sie nicht mehr wegzudenken sind. Die Ideologie vom gleichen freien Menschen ist in der Welt, ob man will oder nicht und egal wieviele Diktatoren dagegen angehen. Sie werden nicht siegen! So jedenfalls habe ich Francis verstanden.

Weiteres: Der Mensch braucht (und will) ein höheres Ideal, wofür er leben und sterben kann (vor allem Männer).

Die Identitätspolitik, die durchaus einige Vorteile hat, ist inzwischen so sehr ideologisch aufgeladen, dass sie vernünftige Lehre an den Universitäten behindere. Ich stimme voll zu, denn wer Lehrinhalte bekämpft, nur weil sie von „alten weißen Männern“ vorgedacht wurden, ist einfach nur borniert. Der Glaube, alles sei machbar, Biologie irrelevant, führt zu lachhaften Auswüchsen. Die Autonomie des Menschen hat natürliche Grenzen. Ist das Geschlecht soziale Konstruktion oder Biologie? Von beidem etwas wahrscheinlich. Francis schreibt: „Die Vorstellung, es gebe einen festen Zusammenhang zwischen biologischem Geschlecht und sozialer Geschlechtsidentität, wurde in bestimmten Kreisen in den 2010er- und 2020er Jahren zu einer „verbotenen“ Idee, zu einem Tabu, über dessen Einhaltung die Transgender- Aktivisten rigoros wachten“.

Grundsätzlich wird heute sowohl von links wie rechts die Existenz von Wahrheit und Objektivität einfach nur bestritten, ohne jeden realistischen Hintergrund. „in einer Welt, in der es keine Wahrheit gibt, ist alles erlaubt. Das ist der Anfang (gewesen) des Dekonstruktivismus.“ Was Francis Fukuyama am meisten stört, ist, dass die Lust am Kaputtschlagen von keiner Vision vom Nachher begleitet wird. Der moderne Mensch ist naiv. Er glaubt, wenn er alles dekonstruiert hat, wird ganz von selbst was Neues, Besseres entstehen. Weil es muss. „Dekonstruktivismus ist naiver Glaube, nichts anderes“ (die Rezensentin). Auch über das Gewaltmonopol des Staates wird nachgedacht und noch über einiges andere. Man lese selbst.

Mir hat sehr gutgetan, Francis Fukuyama ein wenig näher zu kommen. Seine Reflexionen über die Zustände in der Welt fließen nebenbei ein, neben den Erinnerungen an Lehrer und Familienbezügen, sind aber gerade deswegen leicht aufzunehmen. Ohne Zweifel ist Francis Fukuyama ein hochintelligenter und vielseitig interessierter Mann, dessen Gedankengänge man immer mit Gewinn folgen kann, ob wenn man seine Schlussfolgerungen nun teilt oder nicht

Fazit: Die Lektüre war bereichernd und vergnüglich.

Kategorie: Memoir.
Verlag: Hoffmann & Kampe, 2026
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