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116 pages, Paperback
Published January 1, 2025
Cada uno habla del objeto según su afecto.
Ohne Makel sein.
Die unerlässliche Bedingung der Vollkommenheit. Es gibt wenige, die ohne irgendein Gebrechen wären, wie im Physischen so im Moralischen. Und sie lieben solches innig, da sie doch leicht es heilen könnten! Mit Bedauern sieht die fremde Klugheit, wie oft einem ganzen Verein erhabener Fähigkeiten ein kleiner Fehler sich keck angehängt hat. Und eine Wolke ist hinreichend, die ganze Sonne zu verdunkeln. Dergleichen sind Flecken unseres Ansehens, welche das Misswollen sogleich herausfindet und immer wieder darauf zurückkommt. Die größte Geschicklichkeit wäre, sie in Zierden zu verwandeln, in der Art, wie Cäsar sein physisches Gebrechen mit dem Lorbeer zu bedecken wusste.
Die Einbildungskraft zügeln.
Indem man bald sie zurechtweist, bald ihr nachhilft, denn sie vermag alles über unser Glück und sogar unser Verstand erhält Berichtigung von ihr. Sie kann eine tyrannische Gewalt erlangen und begnügt sich nicht mit müßiger Beschauung, sondern wird tätig, bemächtigt sich sogar oft unseres ganzen Daseins, welches sie mit Lust oder Traurigkeit erfüllt, je nachdem die Torheit ist, auf die sie verfiel. Denn sie macht uns mit uns selbst zufrieden oder unzufrieden, spiegelt einigen beständige Leiden vor und wird der häusliche Henker dieser Toren. Anderen zeigt sie nichts als Seeligkeiten und Glücksfälle unter lustigem Schwindeln des Kopfs. Alles dieses vermag sie, wenn nicht die vernünftige Obhut unsrer selbst ihr den Zaum anlegt.