Emma steckt fest. Sie weiß nicht, wie sie das Leben weiterführen soll, das sie kaputt macht. Aber sie weiß auch nicht, wie sie es hinter sich lassen und den Ring ablegen soll, dessen Funkeln ihr Tränen in die Augen treibt. Zu lange schon kämpft sie dagegen an, in dem Sumpf aus krankhaften Schuldgefühlen zu ertrinken, der sie seit so vielen Jahren umgibt. Und der sie hat vergessen lassen, für wen sie diesen Ring überhaupt trägt.
Mitte zwanzig und völlig verloren bleibt Emma immer weniger Luft zum Atmen.
Bis ihr französischer Arbeitskollege auftaucht. Sébastien. Der Emmas brüchige Fassade einreißt. Dessen Ehrlichkeit gut- und gleichzeitig so wehtut. Der ihr Herz schneller schlagen lässt, wenn er sie mit seinen ernsten Augen mustert. Der all ihre Wunden sieht, sich aber trotzdem nicht abwendet. Und sie in ein Chaos aus Gefühlen stürzt, in dem sie sich schließlich mit einer unausweichlichen Frage konfrontiert
Wann stellst du dich deiner Vergangenheit und wie weit gehst du, wie viel von dir gibst du auf, bis du endlich für dich selbst einstehst?
„Holy Fucking Twenties“ hat mich total abgeholt. Die Dialoge fühlen sich total echt an, sind flüssig geschrieben und man kommt super mit. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, direkt dabei zu sein und alles live mitzuerleben. Die Story ist durchgehend spannend und hält einige unerwartete Twists bereit, die mich mehr als einmal überrascht haben. Insgesamt ein Buch, das man kaum aus der Hand legen möchte.