Ordnung war mein Schutz. Jetzt ist sie mein Käfig.
Ich dachte, ich hätte alles im Griff. Ordnung beruhigt mich. Routine gibt mir Halt. Mein Zuhause ist mein sicherer Ort.
Doch plötzlich ist alles Nachrichten ohne Absender. Tote Tiere vor meiner Tür. Geräusche in der Nacht. Jemand kennt meine Schritte, meine Gedanken, meine Angst. Ich sage mir immer wieder, dass ich übertreibe. Dass ich mir das alles nur einbilde.
Doch tief in mir drin weiß Jemand beobachtet mich. Jemand spielt mit mir. Und vielleicht steht er oder sie längst hinter meiner Tür.
Ein nervenaufreibender Psychothriller über Ordnung, Kontrolle und das langsame Zerbrechen der eigenen Gewissheit. Denn wer alles kontrollieren will, übersieht oft die größte Gefahr.
Was, wenn Dein sicherer Ort plötzlich nicht mehr sicher ist?
Geprägt durch eine schwere Kindheit, sind es ihre Routinen, die Hauptprotagonistin Lisa den nötigen Halt im Leben geben. Und ihr Zuhause ist ihr sicherer Ort. Ein Ort, an dem äußerliche Ordnung innerliche Ruhe mit sich bringt. Ein Ort an dem Lisa für sich alles unter Kontrolle zu haben scheint. Ein Ort an dem jedoch ganz plötzlich merkwürdige Dinge geschehen. Dinge, die nur eine Schlussfolgerung zulassen… jemand beobachtet und bedroht sie.
„Hinter meiner Tür“ ist nicht mein erster und sicher auch nicht mein letzter Psychothriller von Rose Hard gewesen. Ich mag nicht nur ihren flüssigen, mitreißenden Schreibstil, sondern auch ihre ganz besondere Art, mit Worten die passende Atmosphäre zu erschaffen. So weiß ich leider aus eigener Erfahrung wie lähmend und furchtbar es sein kann, beobachtet zu werden. Ein wirklich angsteinflößendes Gefühl, welches die Autorin in ihrem Buch ganz hervorragend zu transportieren und authentisch zu vermitteln versteht. Ich konnte mich jedenfalls wunderbar in Lisa, ihre Angst, Besorgnis und in ihre gleichzeitigen Zweifel hineinversetzen. Konnte spüren, wie sowohl Verzweiflung, als auch Verfolgungswahn von Tag zu Tag wuchsen und habe mich beim Lesen teilweise selbst schon so unwohl gefühlt, dass ich mich mehrfach dabei erwischt habe, wie ich den Schatten auf meinem Balkon nachgespürt habe. Die Story ist nicht nur spannend, sondern auch zunehmend beklemmend, dabei aber nicht vorhersehbar. Dafür bietet sie jede Menge Raum für zum Miträtseln - genau genommen, hatte ich gefühlt in jedem zweiten Kapitel einen neuen Hauptverdächtigen :-)
Fazit: Ich hatte hinter MEINER Tür so viele spannend-nervöse Lesemomente, dass ich das Buch nur wärmstens empfehlen kann!
Vertrauen ist fragil Lisa arbeitet als Ordnungscoach. Sie sortiert gern, liebt Ordnung und Routinen. Ihre Liebe zu Tom ist noch neu, frisch, nicht ganz eingeordnet. Ihre Vergangenheit zupft immer wieder an ihren Nerven.
Dann verändern sich auf einmal Kleinigkeiten. Steht das Bild noch an der gleichen Stelle, war die Tür verschlossen, verfolgt mich jemand? Nach und nach durchbricht die Angst und das Misstrauen Lisa Souveränität. Sie zweifelt an sich, an ihren Mitmenschen, an jeder neuen Begegnung.
Die Stimmung des Buches ist düster. Obwohl, oder vielleicht gerade deswegen, nicht wirklich Weltbewegendes geschieht hat man Gänsehautmomente. Man fühlt die Bedrohung, Lisas Verzweiflung, ihr Misstrauen und ihre Angst. Mit jeder Seite nimmt die Besorgnis zu und man stellt alles und jeden in Frage. Das Ende kommt hart, überraschend und unwirklich.
Lisas perfekt geordnetes Leben verwandelt sich in einen Albtraum: Tote Tiere, anonyme Botschaften und nächtliche Geräusche lassen sie verzweifeln. Rose Hard hat mich mit „Hinter meiner Tür“ von der ersten Seite an gepackt. Der Schreibstil ist extrem fesselnd und sorgt für einen erhöhten Puls beim Lesen. Die Stimmung ist herrlich düster und die Charaktere sind so authentisch gezeichnet, dass man die Angst förmlich spüren kann. Besonders gelungen fand ich das Spiel mit dem Misstrauen – man weiß bis zum Schluss nicht, wer Lisa wirklich Böses will. Der Twist am Ende hat mich eiskalt erwischt. Ein absolutes Highlight für alle, die spannende und düstere Thriller lieben. 5 von 5 Sternen und eine klare Kaufempfehlung!