man kann keine ⭐️ geben, weil die mir zu unterschiedlich in ihrer Qualität und meinem Gefallen ihnen gegenüber waren. Tolles Wort: frühblauberaubten (Else Lasker-Schüler)
Dennoch ein paar schöne Sätze:
„tiptap meine Worte“ (Hilde Domin)
„Ich leg mein Herz mit Spiegeln aus“ (Paul Celan)
„jemanden willkommen heißen draußen, später die negative abziehen lassen von laufenden Ereignissen, dürstenden Schwänen oder Landregen.“ (Karl Krolow)
„Niemand kann es glauben: Auch an blauen Tagen bricht das Herz“ (Hilde Domin)
„in der klammen Brust nach Worten grabend oder du nach mir -“ „Futter für die innere Galaxis?“ „Doch die Leute unterm Hagelregenbogen sagen: welche - eigenartige - Beleuchtung“ (Peter Rühmkopf)
Schöne Auswahl von Gedichten zur Farbe Blau. Noch mehr als bei Grün und Rot hatte ich das Gefühl, dass es zu Blau der viele feststehende Wendungen gibt, die dann vielfach von Dichter:innen immer und immer wieder aufgegriffen wurden: Blauer Himmel, Blaue Augen, die Blaue Stunde, blaue Tinte, blaues Meer. Dadurch wirkt die Sammlung weniger vielfältig aber es ist auch interessant zusammengestellt 5 Gedichte mit dem Titel "Blaue Stunde" zu lesen, die den Inhalt dann doch alle sehr anders darstellen.
Sehr schön, unterschiedlichste Gedichte von vielem verschiedenen Dichtern und Dichterinnen. Einige haben mir nicht zugesagt, aber Sinn dieses Büchleins ist schließlich, 50 unterschiedliche Gedichte zu präsentieren und dem wird es vollends gerecht. Jedem zu empfehlen.