Erst ist sie meine Sekretärin. Dann meine Nachbarin. Und plötzlich will sie alles, was mir gehört.
Heute hat eine neue Sekretärin angefangen und ich traue ihr nicht.
Etwas an Megan Pearson ist … falsch. Ich weiß nur nicht, was es ist.
Ihr Blick ist unerträglich direkt, durchdringend, unerschütterlich. Wenn ihre Augen mich fixieren, jagt mir das jedes Mal eine Gänsehaut über den Rücken.
Mein Mann und ich sind Anwälte und arbeiten zusammen. Selbst er findet Megan reizend. Aber ich weiß, dass sie etwas von mir will.
Eine Woche später veranstalten wir ein Barbecue für unsere Nachbarn. Und wer steht plötzlich im Garten nebenan? Megan. Sie ist unsere neue Nachbarin.
Seitdem spüre ich sie überall – in meinen Gedanken, in meinem Haus, in meinem Leben. Sie kriecht mir unter die Haut wie ein Parasit.
Sie will alles, was mir gehört. Aber sie hat keine Ahnung, mit wem sie sich anlegt.
Ich habe dieses Buch im Buddyread gelesen – und ganz ehrlich? Alleine hätte ich mich vermutlich deutlich mehr aufgeregt.
Die Grundidee hat mich sofort gepackt. Das Tempo ist hoch, die Thematik spannend, und dieses permanente „Passiert das wirklich – oder nur in Tinas Kopf?“ hat mich durchaus bei der Stange gehalten. Genau dieses Spiel mit der Wahrnehmung mag ich eigentlich sehr.
Aber: Immer wieder stolperte ich über Entscheidungen und Verhaltensweisen, bei denen ich nur dachte: Ernsthaft jetzt? Manche Reaktionen wirkten auf mich konstruiert oder schlicht unlogisch. Dinge, die im echten Leben so kaum passieren würden. Und genau das hat mich immer wieder enorm aufgeregt.
Das Ende war dann zwar überraschend, aber plötzlich ging alles im Schnelldurchlauf. Zack, zack, zack – als hätte man gemerkt, dass nur noch ein paar Seiten übrig sind und jetzt bitte schnell auflösen. Da hätte ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht.
Unterm Strich: Durch den Austausch mit meinem Buddy war es unterhaltsam. Für ein echtes Schneggen-Highlight reicht es für mich aber nicht.
Ich fand die Geschichte wirklich gut und super spannend! Megan war mir von anfang an super unsympathisch und Glyn hat mich pausenlos aufgeregt, weil er seiner Frau nicht geglaubt hat und so auf Megan‘s Seite stand, dass ich mich manchmal gefragt habe, ob sie unter einer Decke stecken. Einen Teil vom Plottwist habe ich so ähnlich zwar erahnt, was mir die Überraschung leider etwas genommen hat, aber danach kam dann auch noch was raus, was ich nicht kommen sehen habe und da mich das Buch wirklich gut unterhalten hat, gibt‘s nur einen halben Stern Abzug.