Sie spielt die Fake-Freundin eines Snowboard-Stars. Keine Küsse, kein Sex. Klingt machbar, oder? ... Nicht.
Ambers in der verschneiten Kleinstadt Silver Oaks als Redakteurin durchstarten und die Wahrheit über den Tod ihres Bruders ans Licht bringen. Ihr einziger Hinweis? Rayne College Bad Boy, Snowboard-Superstar und ein Typ, den sie wirklich nicht gebraucht hätte. Doch dann macht sie ein dämliches Missverständnis zu Raynes Fake-Freundin und zack, dreht sich ihr Leben auf einmal schneller als ein Snowboard unter seinen Füßen. Interviews, Kameras, Blitzlichter – und eine Spannung zwischen ihnen, die absolut nicht geplant war.
Wir begleiten Amber nach Silver Oaks, wo sie eigentlich nur herausfinden will, was wirklich hinter dem Unfalltod ihres Bruders steckt. Dass ihr dabei ausgerechnet Rayne – ein erfolgreicher, extrem attraktiver Snowboarder – über den Weg läuft und sie mit ihm in eine Fake-Beziehung rutscht, verleiht der Geschichte eine spannende Dynamik. Schon früh war mir klar, dass das keine leichte Sports Romance wird, doch mit dieser emotionalen Tiefe hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.
Amber ist eine Protagonistin, die mich sofort berührt hat: verschlossen, vorsichtig und geprägt von unausgesprochener Trauer. Ihre innere Zerrissenheit ist in jeder Szene spürbar. Rayne hingegen wirkt zunächst wie der klassische Bad Boy, entpuppt sich aber schnell als vielschichtiger Charakter mit Verantwortung, Schuldgefühlen und einer überraschenden Sanftheit. Das Fake-Dating zwischen den beiden fühlt sich sehr natürlich an – mit leiser Spannung, emotionaler Nähe und Momenten, in denen man einfach nur hofft, dass sie sich endlich selbst eingestehen, was sie füreinander empfinden.
Besonders gefallen haben mir die wechselnden Perspektiven, die einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt beider Protagonisten ermöglichen. Die Geschichte lebt nicht nur von Romantik, sondern auch von Verlust, Schmerz, Schuld und dem langsamen Prozess des Heilens. Dazu kommt das großartige Setting: verschneite Berge, Snowboardsport und Kleinstadt-Vibes erzeugen eine fast greifbare Atmosphäre, die durchgehend von einer dunklen Vorahnung rund um den Unfalltod des Bruders begleitet wird.
Was Damn Broken Heart für mich besonders macht, ist die gelungene Balance aus Gefühl und Spannung. Die Liebesgeschichte steht im Mittelpunkt, doch die Frage nach der Wahrheit verleiht dem Ganzen zusätzliche Tiefe. Gesprochen von Marie-Celine Pfetzing und Michael Borgard wird die Geschichte emotional und authentisch transportiert. Insgesamt ist es eine leise, intensive Romance über Verlust, Vertrauen und den Mut, sich wieder zu öffnen – und für alle, die Fake-Dating, winterliche Settings und tiefgründige Charaktere lieben, eine klare Hörbuch Empfehlung.