Am Strand des Feriendorfs Euronat, Europas größtem Nudistencamp an der französischen Atlantikküste, wird mitten in der Hauptsaison ein junger Politiker tot aufgefunden – nackt, ermordet. Erst kurz zuvor hatte er angekündigt, das traditionsreiche Camp schließen zu wollen. Während die Gemeinschaft der Camper leidenschaftlich gegen das drohende Ende ihres Freiheitsraums protestiert, nimmt Kommissar Luc Verlain die Ermittlungen in ungewohnt freizügiger Umgebung auf – und stößt auf ein Geflecht aus politischem Kalkül, gesellschaftlichen Spannungen und einem persönlichen Geheimnis, das tödlich endete. Ein hitziger Fall, der mit einem einzigartigen, faszinierenden Setting überrascht – Luc Verlains wohl ungewöhnlichster Einsatz.
Er liebt den Süden, das gute Essen und das einfache Leben – darin ist sich Schriftsteller Alexander Oetker mit seinen Protagonisten einig.
So ist sein ganzes Schaffen auf diesen Süden ausgerichtet: Als Bestsellerautor mit den beliebten Aquitaine-Krimis um Commissaire Luc Verlain. Mit dem unvergleichlichen Frankreich-Kochbuch „Chez Luc“. Mit den Paris-Krimis um den verschrobenen Ermittler Commissaire Lacroix. Mit seiner Zypern-Krimireihe um Sofia Perikles. Und mit den wunderbaren Liebesromanen, die allesamt in den schönsten Regionen Europas spielen, wie etwa „Mittwochs am Meer“.
Klappentext: Am Strand des Feriendorfs Euronat, Europas größtem Nudistencamp an der französischen Atlantikküste, wird mitten in der Hauptsaison ein junger Politiker tot aufgefunden, nackt, ermordet. Erst kurz zuvor hatte er angekündigt, das traditionsreiche Camp schließen zu wollen. Während die Gemeinschaft der Camper leidenschaftlich gegen das drohende Ende ihres Freiheitsraums protestiert, nimmt Kommissar Luc Verlain die Ermittlungen in ungewohnt freizügiger Umgebung auf, und stößt auf ein Geflecht aus politischem Kalkül, gesellschaftlichen Spannungen und einem persönlichen Geheimnis, das tödlich endete. Ein hitziger Fall, der mit einem einzigartigen, faszinierenden Setting überrascht – Luc Verlains wohl ungewöhnlichster Einsatz.
„Strandgut“ ist mittlerweile schon der 10. Aquitaine Krimi von Alexander Oetker. Luc Verlain der smarte Kommissar ist mir schon seit dem ersten Band sympathisch. Auf sein Töchterchen Aurélie ist er sehr stolz, sie ist ein wahrer Sonnenschein. Luc’s Partnerin Anouk ist mittlerweile Leiterin der Police national in Bordeaux und somit Luc’s Chefin. Die kleine Aurélie ist, während Anouk und Luc arbeiten bei Luc’s Vater gut aufgehoben.
Das Feriendorfs Euronat ist ein Nudistencamp an der französischen Atlantikküste und der Bürgermeisterin Anne Dujardin ein Dorn im Auge. Viele Anhänger der freien Körperkultur haben sich hier niedergelassen, darunter auch viele Deutsche. Es gibt nicht nur den großen Campingplatz, viele haben sich auch aufwendigere Häuser gebaut. Nur leider ist das Land von der Gemeinde nur gepachtet, für 99 Jahre, dann fällt es an die Gemeinde zurück. Die Bürgermeisterin, will den Pachtvertrag allerdings aufkündigen, was zu viel Umut führt. Der junge, erfolgreiche Politiker, der neben ihr auf der Bühne stand und sie in ihrem Vorhaben zu unterstützen scheint wird kurz nach der Verkündung im Camp tot aufgefunden, natürlich nackt. Luc Verlain nimmt die Ermittlungen auf, an seiner Seite seine Partnerin Anouk.
Alexander Oetker beschreibt wie immer die Handlungsorte sehr anschaulich. Die malerischen Orte werden immer gut beschrieben. So auch das Feriendorfs Euronat. Es ist ein richtiger kleine Ortsteil, mit Campingplatz, Häusern, Restaurants und Geschäften. Nur das hier die Menschen einfach nackt durch die Straßen laufen. Für Luc ist das eine verzwickte Situation, er muss sich erst einmal an den Anblick der nackten Menschen, die ihm bei Befragungen gegenüberstehen gewöhnen.
Natürlich fehlt auch die Kulinarik nicht. Den auch während der Ermittlungen muss Luc und sein Team essen und trinken.
Die Charaktere sind wieder gut gezeichnet und einige ja schon aus den vorherigen Bänden bekannt. So treffen die Leser*innen auch Rose Schillinger wieder, die man im letzten Band kennenlernt hatte.
Alexander Oetker erzeugt recht schnell Spannung, die sich im Laufe der Geschichte immer weiter steigert. Der Schreibstil von Alexander Oetker ist flüssig, leicht verständlich und fesselnd. Die kurzen Kapitel verleiden dazu immer weiterzulesen.
„Strandgut“ ist wieder einmal ein richtig guter und spannender Krimi. Ich freue mich jetzt schon auf den 11. Band, „Silberküste“ der im September 2026 erscheinen soll.
Das Reservat Euronat ist ganz etwas besonderes an der französischen Atlantikküste. Es ist ein großer Campingplatz, abgeschlossen von seiner Umwelt, nur für Nudisten. Der größte seines Zeichens in Europa und natürlich den Bewohnern von Grayan-et-l´Hopital ein Dorn im Auge. Deshalb hat auch die Bürgermeisterin des Ortes den Pachtvertrag gekündigt, denn sie hat etwas anderes mit diesem Gelände vor. Auf einer Bürgerversammlung tritt dann auch ihr Parteifreund und Staatssekretär im Verteidigungsministerium Guy Martinez auf, um sie zu unterstützen. Ein voller Erfolg war diese Versammlung, doch am nächsten Morgen findet man Martinez tot am Strand von Euronat auf. Das gibt Commissaire Luc Verlain und seinem Team ein großes Rätsel auf. Keiner wusste was der Staatssekretär dort am Strand zu suchen hatte. Also starte das Team die Ermittlungen und entdeckt etwas sehr Merkwürdiges. Der Aquitane-Krimi „Strandgut“ von Alexander Oetker spielt hauptsächlich in einem Naturreservat für Nackttourismus an der Atlantikküste. Einführend ist das Cover gut geeignet, um den Ort zu beschreiben, einem Strandabschnitt dieses riesigen Campingplatzes. Euronat ist ein großer Wirtschaftsfaktor für diese Region, denn es zieht jedes Jahr mehrere tausend Besucher an und auch Häuser auf dem Platz werden von Einheimischen vermietet. Für Moralisten ist dies ein Schrecken und so ist es auch normal das die Bürgermeisterin, ein Konservative, diesem Schauspiel ein Ende machen möchte. Natürlich stecken da auch wirtschaftliche Interessen hinter. Dann kommt der tote Parteifreund hinzu und es werden polizeiliche Ermittlungen durchgeführt. Hier kommen dann die Hauptpersonen Commissaire Luc seine Chefin und Lebensgefährtin Anouk und seine Mitarbeiterin Rose Schellinger hinzu. Es ist schon ein besonderes Team, das dort ermittelt und so decken sie nach und nach Umstände auf, die diesen Todesfall in ein anderes Licht rücken. Diese Ermittlungen werden vom Autor sehr gut entwickelt und Schritt für Schritt zum Erfolg geführt. Es ist kein gerader Weg, der sich ihnen bietet, aber es werden auf dem Weg Erkenntnisse hinzugefügt, die die Spannung und diesem Krimi immer wieder anfachen. Diese Art und Weise finde ich spannend und es tut dem Spannungsbogen sehr gut, der mit einigen Überraschungen gespickt ist. Die Sprache, die der Autor verwendet ist sehr bildhaft und macht das Geschehen erlebbar. Das Ende ist nachvollziehbar, aber hier bleibt bei mir ein wenig Stirnrunzeln zurück. Ich mag diese Krimis, da sie immer in einer tollen Atmosphäre spielen und diese Sommer, Sand Frankreich Feeling durchsickert. Aber auch die Spannung bleibt nicht auf der Strecke. Ich mag auch Luc Verlain und sein Team, die immer für Überraschungen gut ist, Ich finde diesen Krimi empfehlenswert.
Was für eine schöne Überraschung; eigentlich hatte ich erst im Herbst mit dem neuen Luc-Verlain-Fall gerechnet, aber nun gibt es einen Krimi im Frühling und für den Herbst hat der Autor in der Danksagung auch für den Herbst einen neuen Fall angekündigt, auf den ich mich jetzt schon freue. Aber nun erst einmal zu diesem Fall. Es ist ein heißer Sommer in Bordeaux und es ist nichts los. Yacine hat sich eine dicke Sommergrippe eingefangen, Hugo ist im Urlaub und eine Stelle im Kommissariat muss noch besetzt werden. Da wird Luc zu einem neuen Fall gerufen, zum größten Nudistencampingplatz Euronat, der sich im Médoc befindet. Dort hat man die Leiche eines aufstrebenden Politikers gefunden, aber was hatte der dort zu suchen? Sichtlich unwohl fühlt Luc sich unter diesen Nackten, für ihn ist es eine ganz neue Erfahrung, aber der Fall geht natürlich vor. Ein spannender und komplexer Fall, der aber auch wieder Raum lässt für gutes Essen und Regionalkunde, die Aquitaine nimmt auch hier wieder eine Hauptrolle ein. Ich finde es wunderbar, wie Alexander Oetker immer wieder neue Schwerpunkte setzt und durch seine Ortskenntnis besticht und immer wieder kulinarische Tipps auf Lager hat.
Anne Dujardin stammt aus Paris war deshalb als Dorf-Bürgermeisterin in einem Weiler an der Girondemündung nördlich von Bordeaux misstrauisch aufgenommen worden. Mit Blick auf ihre Neuwahl in einigen Jahren plant sie aktuell einen Schlag gegen den traditionsreichen, äußerst beliebten FKK-Campingplatz Euronat, um ihre konservativen Wähler zu bedienen. Das Gelände zwischen Wald und Strand hat zahlreiche Stammgäste; viele Einheimische verdienen in der Tourismusbranche in der Hauptsaison ihr Jahres-Einkommen. Als die Bürgermeisterin kurz vor der Pressekonferenz, auf der sie die Kündigung des Pachtvertrags bekanntgeben will, spontan eine kleine Verkehrszählung einschiebt, war ich mir sicher, dass sie mit ihrer impulsiven Arbeitsweise scheitern würde. Im Zusammenprall ihrer Unbedarftheit mit dem harten Kern der Stammgäste von Euronat hat Madame la Maire mehr als schlechte Karten.
Als auf dem Strandabschnitt von Euronat ein Toter gefunden wird, eilt Luc Verlain gemeinsam mit Rose Schillinger dem Dorfpolizisten ermittelnd zu Hilfe. Für Luc selbst ist die Idee des FKK-Lebens offenbar neu, er kriegt sich schwer wieder ein, dass hier nackte Zeugen zu vernehmen sind. Rose ist nach ihrem letzten gemeinsamen Fall noch in Wiedereingliederung und zeigt sich bissig wie eh und je. Glücklicherweise stammt sie aus dem Elsass und kennt sich seit ihrer Kindheit in der FKK-Szene der „Naturisten“ aus. Zwischen den Ermittlern und den zahlreichen deutschen Stammgästen wird es also keine Missverständnisse geben. Da auch seine Frau Aimée ermittelt, verlässt sich das Paar einmal mehr auf Lucs Vater als zuverlässigen Kinderkümmerer – und Luc zieht wieder einmal Nutzen aus seiner Freundschaft mit dem Journalisten und Informanten Robert Dubois.
Fazit Alexander Oetkers Aquitaine-Krimis sind bekannt dafür, dass sie alle Sinne ansprechen und man als Leser glaubt, im Moment die Mischung aus Nadelwald und Meeresgischt zu riechen. In diesem Band steigert sich der sinnliche Eindruck noch durch den Blick aus der Vogelperspektive, den Luc Verlain aus dem Hubschrauber auf die Region werfen kann. Dass die Figur der Anne Dujardin ihre Unbedarftheit zu früh preisgab, hat neben weiteren Details meine Freude an der Atlantik-Atmosphäre hier deutlich getrübt. Ich mag einfach keine unbedarften Figuren.