Eine Frau konserviert über Jahrzehnte alle ihre Lebensmittel, ohne sie jemals zu essen.
Im Ferienlager wachsen Perlen in Kindermündern.
Eine Tochter spinnt ihren Vater in einen Kokon aus Haaren ein.
Bei Ellika Lagerlöf wird das Groteske zur Normalität. Ihre Erzählungen haben alle den menschlichen Körper zum Gegenstand – seine Funktionen, Formen, Sekrete und Potenziale. Mit radikaler Fantasie sprengt sie die Logik und die Grenzen des Vorstellbaren, treibt ihre Plots an die roten Linien, die das sprachlich Ästhetische vom Ekligen trennen und einen Lesesog auslösen, dem man sich nicht entziehen kann. Ein gefeiertes Debüt aus Schweden, das verstört, fasziniert und lange nachhallt.
Ich weiß gar nicht, was ich hierzu sagen soll. Eigentlich lese ich auch sehr selten Kurgeschichten, weshalb ich wenig Vergleich habe, aber wie abgefahren war das bitte? Teilweise haben die Geschichten in mir so unangenehme Gefühle ausgelöst, es war so eklig und gleichzeitig so genial? Ich bin beeindruckt von der Kreativität der Autorin, jede Geschichte war sehr besonders, auch wenn ich mich immer wieder gefragt habe, was sie damit jetzt wohl aussagen wollte. Man muss sich wirklich drauf einlassen und auch bereit für unangenehme Gefühle sein, aber dann sind die Geschichten wirklich krass.