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Valerian Golitzin #2

14 декабря

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Роман Дмитрия Сергеевича Мережковского (1866—1941), впервые опубликованный в 1918 году.

364 pages, Kindle Edition

First published January 1, 1918

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About the author

Dmitry Merezhkovsky

445 books56 followers
Dmitry Sergeyevich Merezhkovsky, (Russian: Дмитрий Сергеевич Мережковский) was a Russian novelist, poet, religious thinker, and literary critic. A seminal figure of the Silver Age of Russian Poetry, regarded as a co-founder of the Symbolist movement, Merezhkovsky – with his poet wife Zinaida Gippius – was twice forced into political exile. During his second exile (1918–1941) he continued publishing successful novels and gained recognition as a critic of Soviet Russia. Known both as a self-styled religious prophet with his own slant on apocalyptic Christianity, and as the author of philosophical historical novels which combined fervent idealism with literary innovation, Merezhkovsky was a nine times nominee for the Nobel Prize in literature, which he came closest to winning in 1933.

The words he put in Leonardo da Vinci's mouth in his biographical novel Romance of Leonardo da Vinci -- "I have from an early age abjured the use of meat, and the time will come when men such as I will look upon the murder of animals as they now look upon the murder of men" -- are echoed by animal rights activists all over the world and have come to often be misattributed to Leonardo da Vinci himself.

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Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Semjon.
767 reviews504 followers
May 24, 2021
Ein Roman über die Dezemberrevolution in Russland im Jahr 1825, geschrieben über 90 Jahre nach dem Ereignis. Seltsamerweise hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, dass es ein Buch der späten Moderne ist, von einer neuen Sachlichkeit ganz zu schweigen. Hier gibt es keine literarischen Experimente oder ein großes expressionistisches Gemälde von heroischen Kämpfern für mehr Gleichheit und Gerechtigkeit. Im Gegenteil.

Diese Dekabristen, die diesen Aufstand in St. Petersburg anlässlich der Krönung des neuen Zaren Nikolaus anzetteln wollten, ist von Dilettantismus kaum zu überbieten. Man hat nie das Gefühl, dass sie selbst an einen Erfolg glaubten. Sollen wir den Zaren verhaften oder umbringen oder vielleicht sogar die kompletten Romanows eliminieren. Man vertagte sich am Vorabend darauf, dass man ja am Folgetag sehen könne, wie es läuft. Und standen die Möchtegern-Improviseure am 14.12. mit ihren Garden auf dem Platz, verweigerten den Eid auf den Zaren und warteten ab. Wird ja nichts schlimmes passieren. Bis die zargetreuen Regimenter die stehende Revolution in Stücke schoss und mehr als 1200 Menschen an diesem Tag ihr Leben ließen.

Eigentlich ein interessanter Stoff für einen Roman. Was der Autor daraus machte, langweilte mich aber über weite Strecken. Als dann am Ende die Hinrichtungen teilweise misslangen, weil die Hälse der Verurteilten aufgrund der Nässe durch die Schlingen rutschten, war dieser Dezemberposse echt die Zarenkrone aufgesetzt. Unter geschichtlichen Aspekten eine interessante Beschäftigung mit der Historie Russlands, unter literarischem Aspekten ziemlich enttäuschend in meinen Augen.
Profile Image for Armin.
1,207 reviews35 followers
June 6, 2021
Verfrühter, daher beeinträchtiger Genuss

Der zweite Teil eines Doppel-Romans über die Dekabristen, von daher ist meine Wertung durch Ignoranz getrübt. Dass Alexander I die Entstehung der durch den plötzlichen Todes eigentlichen Opfers umgeleitete Verschwörung schildert und das Personal ausführlich vorstellt, ging seinerzeit weder aus Goodreads noch sonst einem Kurzportrait des langjährigen Nobelpreiskandidaten hervor. Von daher ist mein Urteil erst einmal schlechter als bei vollständiger Kenntnis, oder in etwa so kompetent als wäre ich im letzten Drittel von Krieg und Frieden in Tolstojs großen Roman eingestiegen, bei Napoleons Überschreitung des Njemen oder kurz vor Borodino, wenn denn ein sinnloses Gemetzel auf engstem Raum als Parallele herhalten muss.
Denn der optische Eindruck des Verschwörer-Kreises und die Macken der Dezembermänner sind im Vierzehnten Dezember nur noch angedeutet, da im ersten Teil ausführlich überliefert. Frisch eingeführtes Personal wie die Reisebekanntschaft des jungen Fürsten Golitzin, die im weiteren Verlauf zur weiblichen Hauptrolle heran wächst, ist dagegen anschaulich gezeichnet.
Die Motive Golitzins zur Teilnahme an der Verschwörung bleiben nebulös, da bereits im vorherigen Roman gezeichnet. Auf der ersten Seite von Alexander I. ist der junge Heimkehrer nach zwei Jahren im Westen bei erster Gelegenheit in Ungnade gefallen, weil er vergessen hatte, dass man am Zaren-Hof in Gegenwart allerhöchster Persönlichkeiten keine Augengläser tragen darf, auch sonst springt ihm schon auf den ersten Seiten permanent die Rückständigkeit und der weit verbreitete Aberglaube als Fundament der Unterdrückung auf. So steht eine medizinische Schrift über die schädlichen Wirkungen von Pilzen auf dem Index, weil dadurch eine beliebte Fastenspeise in Verruf geraten würde, und damit die Kirche und ihre Bräuche in Verruf geraten könnten.
Der heterogene Verschwörerkreis, in dem sich gekränkter Ehrgeiz, gestörte Persönlichkeiten, aufrichtiges Reformertum und ein gewisser Märtyrer-Fatalismus gegenseitig im Weg stehen, findet in seiner Unentschlossenheit auf Anhieb wenig Verständnis bei Lesern, die an westlichen Erfolgsstrategien geschult sind oder auch nur an die Kanonentaktik denken müssen, mit denen sich der junge Napoleon beim praktisch gestürzten Konvent beliebt machte.

Spirituelle Hintergründe ohne Fundament? - Ein Exkurs

Die Bereitschaft zum Selbstopfer mit einem spirituellen Hintergrund wird von DM auch schon im dritten Teil der Christ-und-Antichrist-Trilogie behandelt, der anhand eines Vater-Sohn-Konflikts den Wertewandel thematisiert. In Peter und Alexej gibt es immer wieder für den Zaren unerklärliche Massenselbstverbrennungen gegen die Kirchenreformen Peters, der von den Altgläubigen als Antichrist gebrandmarkt wird. Das Geheimnis hinter dem Phänomen wird im Verlauf des Romans enthüllt, allerdings lassen sich die Anfacher der lokalen Massenhysterien selbst ein Schlupfloch, durch das sie samt ihren Gallionsfiguren verschwinden. Zu denen gehört auch der eigentliche Gegenspieler des Zaren, Söhnchen Alexej ist dem übermächtigen Vater in keiner Sekunde gewachsen. Der Sohn eines vor den Augen des Knaben vom volltrunkenen Peter persönlich hingerichteten Strelitzen übernimmt für das Volk die Rolle des Hingerichteten Zaren-Sohnes. Der Jüngling ist aus der Genie-Brutstätte des Zaren entwichen ist und macht während seiner Lehrlingszeit im Untergrund die Erfahrung, wie eng Religion und Manipulation zusammen hängen. Massenverbrennungen und gemachte Mysterien sind echte Schocker im früheren Roman. Aber trotz ihrer Manipulationen, die unzählige Familien in ein zu spät bereutes Selbstopfer treiben, erscheinen mir die Leiter des religiösen Widerstandes verantwortungsvoller im Umgang mit ihren in den Flammentod getriebenen Anhängern. Denn im Widerstand gegen die Kirchenreformen des säkularen Zaren hatten sie ihren Märtyrern die Verheißung im Flammentod aller Sünden ledig zu werden und ohne Umweg übers Fegefeuer ins Paradies zu gelangen als Ausweg aus einer oft aussichtslosen Armut verheißen. Die Dekabristen stehen dagegen wirklich nur dumm herum mit ihrem halbsekulären Märtyrerglauben und lassen ihren ahnungslosen Anhang ohne Aussicht auf irgend etwas so lange herum stehen, bis die Kanonen da sind und die stehende Revolution in ein Massaker verwandeln. Tatsächlich hat dieser halbgare Aufstand nur den Anlass zur Gründung eines scharfen Unterdrückungs- und Spitzelsystems gegeben. Ein Bonus für Krieg-und-Frieden-Leser sind die letzten Momente des Generals Miloradovic, der zwischen die Fronten gerät und dabei umkommt, so wie der Kurz-Auftritt des Generals Toll, der die Kanonen zum Einsatz bringt.

Aktivposten in der Zelle und am Galten

Die jeder westlich-rationalen Methodik ins Gesicht schlagende, von vorn herein mehr der der Mystik als dem gewöhnlichen menschlichen Verhalten verpflichtende Vorgehensweise der Dekabristen ist eine harte Geduldsprobe für die Leser aus späteren Generationen, sogar bei Kenntnis früherer Werke DMs und der darin enthaltenen Aufklärung des russischen Verständnisses des Märtyrer-Gedankens. Ließ mich das zweite Buch etwas ratlos, so gewinnen die Verschwörer in Verhör und Haft neues Profil und mehr menschliche Tiefe. Nicht nur Golitzin, der in der Rolle des Überlebenden dafür sorgt, dass die Aufzeichnungen des hingerichteten Ssergej Murawjow-Apostol für die Nachwelt erhalten bleiben. Tatsächlich stellt dessen Chronik von Glanz und Scheitern des südlichen Aufstands den Gipfel des Romans dar. Das Psychogramm des psychisch labilen Zaren, der ständig von einem Augenblick zum nächsten die Persönlichkeiten wechselt, ist neben den Aufzeichnungen einer der Aktivposten des Romans.
Hinzu kommen zahlreiche feine Details und Anspielungen auf die Weltliteratur. So erinnert die Liebe des eigentlichen Zaren-Attentäters Kachowskij zur ältlichen Tochter des Gefängnisdirektors an Stendhals Augen-Liebe in der Kartause von Parma, allerdings sorgen hier Distanz und große Kurzsichtigkeit für Gefühle. In seiner Labilität ist Kachowskij, der sich sogar eine echt Chance zum Zarenmord wegen stilistischer Bedenken entgehen lässt, das uneffektive Gegenstück zum charakterlichen Gestaltwandler Nikolaj. Diese Doppelgängerkonstellation ist eine von vielen Feinheiten in der Komposition, weitere Aktivposten sind ansprechende Details in der Alltagskultur und ihrem Wandel wie der Einsatz des Postkutschenverkehrs mit erstmals sitzenden Reisenden.
Oder die Flohfalle im Andenken-Schrein einer alten Tante von Golitzins neuer Hoffnung in Sachen Liebe. In die andächtige Betrachtung der Kuriosität aus dem galanten Zeitalter baut DM eine überzeitliche Wahrheit ein:
Ja man soll über das Alte nicht lachen: Wir lachen über unsere Großväter, und unsere Enkel werden über uns lachen: Jede Zeit hat ihre Flohfallen.
Als weiterer Bonus für die parallel durchgezogene Lektüre von Krieg und Frieden erwies sich die Sensibilisierung für den Minister Araktschejew, den institutionellen Bösewicht im Regime vom Alexander I., der dafür sorgen sollte, dass der Zar die Lichtgestalt blieb. DM zeigt in seinen Nikolauskapiteln auch plastisch die Entscheidung, diesen Teufel abzudanken und wie sich der Nachfolger im selben Moment unentbehrlich macht.
Als Nachspiel habe ich mir noch mal Tolstojs Fragment vorgenommen, das die Heimkehr der Dekabristen im Anschluss an den Selbstmord Nikolajs und das frische Interesse für die gerade noch Geächteten in der Moskauer Gesellschaft thematisiert. Aus diesem Roman entstand der Entschluss weiter zurück zu gehen, das Resultat war dann Krieg und Frieden. Anfangs hat man den Eindruck Pierre und seine Familie kehren aus der Verbannung zurück, im weiteren Verlauf ergeben sich dann aber nie mehr ausgeräumte Unstimmigkeiten zum fertig gestellten großen Roman, die Tolstoj nie mehr ausgeräumt hat. Lesenswert ist das Fragment allemal https://www.projekt-gutenberg.org/tol... Die Frage, ob LT oder DM der größere Autor ist, stellt sich angesichts der unterschiedlichen Ansätze bzw. Zugehörigkeit zu anderen Autorengenerationen nicht wirklich. Aber wer DM gelesen hat, versteht auch bei Tolstoj und Dostojewski vieles besser.
Profile Image for Trounin.
2,097 reviews45 followers
April 29, 2017
У Наполеона Бонапарта был Эммануэль Груши, у декабристов — вся Россия. Как Груши не помог императору Франции в решающий момент, так сходным образом Россия не оказала поддержку восставшим против царской власти. Кто виноват в бездействии Груши? И кому ставить в вину бездействие России? Организованность дала сбой, по горячим следам не удалось наладить подтягивание резервов. Вследствие этого Наполеон окончательно растерял надежды на право далее управлять Францией, так и декабристы — частью казнены, прочие же посажены в застенки, либо сосланы в Сибирь.

(c) Trounin
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