What do you think?


Decepcionar es un placer
¡Me decepcionaste! ¿Quién podría recuperarse de semejante acusación ¿Y quién, además, no ha recurrido a ella alguna vez Somos seres que no dejamos de decepcionar y de ser decepcionados. Sin embargo, los moralistas lo han repetido hasta la saciedad: decepcionarse es, sobre todo, ser víctima de expectativas que solo existían en nuestra cabeza.
Pero, ¿qué pasaría si eso no fuera todo , se pregunta el autor en estas páginas. ¿Y si tras la danza de la esperanza y la decepción, de las expectativas y su frustración, se desplegara un verdadero orden del mundo que decidiera por nosotros lo que podemos y lo que no podemos hacer ¿Y si decepcionar fuera, sobre todo, una forma de escapar de ello Entonces, decepcionar sería un placer.
Pero, ¿qué pasaría si eso no fuera todo , se pregunta el autor en estas páginas. ¿Y si tras la danza de la esperanza y la decepción, de las expectativas y su frustración, se desplegara un verdadero orden del mundo que decidiera por nosotros lo que podemos y lo que no podemos hacer ¿Y si decepcionar fuera, sobre todo, una forma de escapar de ello Entonces, decepcionar sería un placer.
136 pages, Paperback
Published February 2, 2026
About the author
Laurent de Sutter
54 books24 followersLaurent de Sutter (born December 24, 1977 in Brussels), is a French-speaking Belgian philosopher. He is a professor of law theory at the Vrije Universiteit Brussel (VUB). He also directs the Perspectives critiques collection at the Presses Universitaires de France (PUF) and the Theory Redux collection at Polity Press in London4. He is also a member of the Scientific Council of the International College of Philosophy
Ratings & Reviews
Friends & Following
Create a free account to discover what your friends think of this book!
Community Reviews
Displaying 1 - 2 of 2 reviews
April 21, 2026
Mit Décevoir est un plaisir fügt Laurent de Sutter seinem Projekt der „Propositions“ ein weiteres, pointiertes Kapitel hinzu – eine Intervention gegen die Tyrannei der Erwartungen. Wer hat nicht schon den Vorwurf gehört oder selbst formuliert: „Du hast mich enttäuscht“? De Sutter stellt diese scheinbar banale Erfahrung radikal in Frage.
Er widerspricht der geläufigen Deutung, Enttäuschung sei lediglich das Resultat unrealistischer Erwartungen, und legt stattdessen ihre verborgenen Dimensionen frei: eine Politik, eine Theologie, eine Metaphysik der Erwartung. Hinter dem Wechselspiel von Hoffnung und Frustration erkennt er eine Ordnung, die stillschweigend definiert, was wir dürfen – und was nicht.
Enttäuschung erscheint so nicht mehr als Defizit, sondern als Praxis des Entzugs, ja als Akt der Freiheit. Sie eröffnet die Möglichkeit, sich den normativen Erwartungsregimen der Moderne bewusst zu entziehen – und gerade darin eine eigentümliche Lust zu entdecken.
De Sutter verwandelt das soziale Stigma der Enttäuschung in eine subversive Tugend, indem er sie als Korrektiv gegen die fremdbestimmte Programmierung unseres Begehrens liest. Das „Nein“ zur Erwartung des Anderen erscheint dabei als Akt der Souveränität: Freiheit beginnt dort, wo wir den Mut aufbringen, die eingeforderte Konformität nicht zu erfüllen. Es ist eine philosophische Befreiung vom Zwang, gefallen zu müssen. De Sutter rehabilitiert den Moment der Enttäuschung als Augenblick existenzieller Klarheit: Wer Erwartungen unterläuft, entzieht sich der Logik sozialer Bestätigung – und entdeckt darin die Möglichkeit einer anderen, eigensinnigen Form von Lust.
Er widerspricht der geläufigen Deutung, Enttäuschung sei lediglich das Resultat unrealistischer Erwartungen, und legt stattdessen ihre verborgenen Dimensionen frei: eine Politik, eine Theologie, eine Metaphysik der Erwartung. Hinter dem Wechselspiel von Hoffnung und Frustration erkennt er eine Ordnung, die stillschweigend definiert, was wir dürfen – und was nicht.
Enttäuschung erscheint so nicht mehr als Defizit, sondern als Praxis des Entzugs, ja als Akt der Freiheit. Sie eröffnet die Möglichkeit, sich den normativen Erwartungsregimen der Moderne bewusst zu entziehen – und gerade darin eine eigentümliche Lust zu entdecken.
De Sutter verwandelt das soziale Stigma der Enttäuschung in eine subversive Tugend, indem er sie als Korrektiv gegen die fremdbestimmte Programmierung unseres Begehrens liest. Das „Nein“ zur Erwartung des Anderen erscheint dabei als Akt der Souveränität: Freiheit beginnt dort, wo wir den Mut aufbringen, die eingeforderte Konformität nicht zu erfüllen. Es ist eine philosophische Befreiung vom Zwang, gefallen zu müssen. De Sutter rehabilitiert den Moment der Enttäuschung als Augenblick existenzieller Klarheit: Wer Erwartungen unterläuft, entzieht sich der Logik sozialer Bestätigung – und entdeckt darin die Möglichkeit einer anderen, eigensinnigen Form von Lust.
January 17, 2026
Laurent de Sutter liefert mit „Décevoir est un plaisir“ eine famose Absolution für alle, die jemals den Erwartungshorizont von Eltern, Chefs oder Partnern spektakulär unterflogen haben. Er dekonstruiert den berüchtigten Satz „Ich bin nicht wütend, nur enttäuscht“ und entlarvt ihn als Instrument einer tyrannischen Ordnung, die uns ständig auf Trab halten will. Statt sich schuldig zu fühlen, erklärt de Sutter das Enttäuschen zur exquisiten politischen Sabotage und zum metaphysischen Freiheitsakt: Wer die Erwartungen anderer nicht erfüllt, ist kein Versager, sondern ein Rebell, der sich dem Diktat der Optimierung entzieht. Ein genussvolles Manifest, das lehrt, die Latte so niedrig zu legen, dass man nicht mehr drüber stolpert – und den vorwurfsvollen Blicken der Gesellschaft mit einem zufriedenen Grinsen zu begegnen.
Displaying 1 - 2 of 2 reviews


