»Denn ich wusste: Sobald ich diese Entscheidung einmal getroffen hatte, würde ich mein Leben dadurch auf eine Ebene heben, die ich sonst niemals erreichen würde. Dabei klang die Entscheidung an sich eigentlich gar nicht allzu radikal. [...] Es war die Entscheidung, mein Leben von nun an auch als solches zu leben: als mein Leben.«
Dieses Buch wird dich stark machen! Denn um Geschichte zu schreiben, braucht man viel Kraft – doch eigentlich stimmt das nicht ganz. Denn allein durch unsere pure Existenz verändern wir diese Welt sowieso bereits. Die wahre Frage ist nur, wie bewusst wir diese Superpower nutzen, die in jedem von uns steckt. Wer weiß, was das Lesen meiner Zeilen mit deinem Leben machen wird.
Bianca Heinicke hat als YouTuberin und Influencerin der ersten Stunde Geschichte geschrieben. 1993 in Köln geboren, erlangte sie auf YouTube bereits im Teenager-Alter unter dem Namen »Bibisbeautypalace« erste Bekanntheit durch Schmink-Tutorials und anderen Beauty-Content, der sich primär an junge Mädchen richtete. Im Laufe der 2010er-Jahre baute sie sich auf YouTube, Instagram & Co. als populärste deutsche Influencerin ein Millionenpublikum auf und ließ dieses auf den verschiedenen Plattformen an ihrem gesamten Leben teilhaben. Dabei wussten die Wenigsten, wie sehr sie unter den Begleiterscheinungen ihres schnellen, konsumorientierten Lebensstils zu leiden hatte. Denn der Druck, der mit ihrem Dasein als Social-Media-Star einherging und sich später tief in alle Bereiche ihres Privatlebens zog, führte nicht nur zu einer mehrjährigen Auszeit, sondern in letzter Instanz auch zu einem radikalen Lebenswandel. In So schreibt man Geschichte offenbart Bianca Heinicke, wie sehr sie tatsächlich unter den Mechanismen der kapitalistischen Gesellschaft und schnelllebigen Social-Media-Szene gelitten hat – und wodurch sie erkannt hat, worauf es im Leben wirklich ankommt. Somit passt der Inhalt ihres ersten Buches perfekt zur Veränderung, die auch die Autorin selbst durchlaufen hat. Denn: Seit ihrem unerwarteten Comeback im Frühjahr 2024 behandelt Heinicke, die inzwischen auch unter ihrem bürgerlichen Namen auftritt, auf ihren Social-Media-Accounts primär gesellschaftskritische Themen und setzt sich unter anderem für Menschen- und Tierrechte ein.
es war eine wilde Reise, vor allem weil sie sich permanent weigert Kapitalismus zu nennen und es als System wahrzunehmen? Meine lieblingsstelle war, als sie sich selbst die Frage gestellt hat, wie denn Leute, die wenig Geld haben, ihre Lebensentwürfe verfolgen sollen und dann eine seite lang um den heißen Brei herum redet
Dafür, dass sie sehr viel davon spricht, sich aus dem Käfig des ständig Arbeiten und Funktionieren zu befreien, empfehlt sie mir einen Ticken zu oft, Zeit in meine eigene Selbstoptimierung zu "investieren"
Vielen Dank an den Next Level Verlag für das kostenlose Rezensionsexemplar. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.
Habt ihr euch auch schon mal gefragt, was passiert, wenn man im Leben die Reißleine zieht, um sich selbst wiederzufinden? Genau darum geht es in Biancas Buch, einer unglaublich ehrlichen Geschichte über Neuanfang und Selbstfindung. Für mich war das Buch ein echter Augenöffner: Es steckt voller Impulse, die Mut machen, sich von äußeren Erwartungen zu lösen, und liefert Gedankenanstöße für mehr innere Klarheit und Selbstvertrauen. Die wichtigste Botschaft, die hängen bleibt: Du darfst deine Geschichte selbst schreiben! Besonders spannend fand ich den Blick hinter die Kulissen zum Zeitpunkt ihrer Trennung und der Social-Media-Pause – das war extrem interessant und nahbar. Der Schreibstil ist dabei super leicht und flüssig, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Ich habe mich selbst in manchen Zeilen absolut wiedererkannt, einige Gedanken haben mir richtig Kraft gegeben und das Buch hat mich definitiv zum Nachdenken angeregt. Ein inspirierender Begleiter für alle, die Mut zur Veränderung suchen. Von mir gibt es begeisterte. 4,5/5⭐
Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht. Ich hatte keine Erwartungen an das Buch, aber ich finde es wirklich unfassbar angenehm geschrieben. Es werden wichtige Themen wie bewusster Konsum angesprochen und ich finde auch, dass die Autorin nicht versucht einen zu belehren oder den jetzigen Lebensstil schlecht zu reden, sondern es eher als eine stetige Einladung formuliert, mit auf ihre Reise zu kommen.
1.5/5⭐️Grundsätzlich ist der Gedanke mit dem dieses Buch geschrieben wurde großartig. Man kann viel mitnehmen und auch ich werde noch über Inhalte lange nachdenken. Leider muss ich aber sagen, dass der Schreibstil dieses Buches oder besser gesagt der Text sehr schlimm war. Wie oft Sätze mit "Und", "Denn" oder "Dass" angefangen wurden, Wortwiederholungen im Text waren, hat den Leseprozess sehr gestört. Da für mich nicht nur der Inhalt sondern auch die Umsetzung dessen in meine Bewertung mit einfließt folgt daher eine eher schlechte Bewertung.
Vorab möchte ich sagen, dass ich großen Respekt und Anerkennung für den Schritt habe, den Bianca mit diesem Buch und ihrer Entscheidung, etwas an diesem verdrehten System zu verändern, gegangen ist. Ich bewundere ihre Stärke und vor allem ihre Bereitschaft, sich selbst tatsächlich kritisch zu hinterfragen. Ihre intensive Reflexion über ihre Vergangenheit, ihre eigenen Entscheidungen und das System, in dem sie sich bewegt hat, wird in diesem Buch definitiv deutlich.
Für mich persönlich war das Buch dennoch leider keine große Bereicherung.
Bianca spricht unglaublich viele Themen an, bei denen ich tatsächlich der Meinung bin, dass jeder Mensch sich einmal intensiv mit ihnen auseinandersetzen sollte. Genau deshalb hatte das Buch für mich so viel Potenzial. Leider wurden die meisten dieser wichtigen Themen immer wieder nur kurz angeschnitten, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen. Ich hätte mir viel mehr ausführliche Gedanken, Hintergründe und Fakten gewünscht, damit die eigentliche Botschaft auch wirklich bei den Leser:innen ankommen kann.
Gerade für Menschen, die sich mit diesen Themen bisher noch nicht beschäftigt haben, hätte ich mir diese echten „Aha-Momente“ gewünscht, bei denen man plötzlich ein größeres Bild versteht und anfängt, Dinge selbst zu hinterfragen. Stattdessen hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass ein Thema gerade interessant wird – und dann schon wieder zum nächsten gesprungen wird.
Dazu kamen für mich sehr viele Wiederholungen. Und weil gleichzeitig kaum ein Thema wirklich weiter ausgeführt wurde, hatte ich am Ende leider kein richtiges Gesamtbild und auch wenig, woran ich mich nach dem Lesen festhalten konnte. Nichts, das mich dazu gebracht hätte, einen bestimmten Bereich selbst weiter zu erforschen oder mich anschließend intensiver damit auseinanderzusetzen.
Und genau das finde ich besonders schade, weil dieses Buch meiner Meinung nach unglaubliches Potenzial hatte. Bianca bringt so viele wichtige Gedanken mit, und ihre persönliche Entwicklung und Reflexion sind wirklich bemerkenswert. Ich hätte mir nur gewünscht, dass das Buch diese Gedanken auch wirklich ausarbeitet und ihnen den Raum gibt, den sie verdient hätten.
Deshalb bin ich leider ziemlich enttäuscht von dem Buch.
Und ganz ehrlich: Aufgrund der mangelnden Tiefe frage ich mich sogar, ob man sich das Lesen nicht auch einfach sparen könnte, wenn man sich bereits mit den angesprochenen Themen auseinandergesetzt hat.
Ich habe großen Respekt vor Bianca und ihrem Weg. Ich wünschte nur, dieses Buch hätte ihrer Botschaft ebenso viel Tiefe gegeben, wie sie sie meiner Meinung nach verdient hätte.
Wie man Geschichte schreibt war leider nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Schon der Einstieg hat mich eher abgeschreckt: dass sie direkt mit ihren „letzten Worten“, Todesdatum usw. anfängt und darüber schreibt, wie sie ihr Leben zusammenfassen würde, fand ich ziemlich unnötig dramatisch.
Ich hatte außerdem gehofft, mehr über ihr Leben und ihre Erfahrungen zu lesen. Stattdessen ging es viel um Konsumkritik und gesellschaftliche Themen. Das an sich wäre nicht schlimm gewesen, aber vieles blieb für mich zu oberflächlich. Sie kritisiert sehr viel, geht aber selten wirklich ins Detail oder erklärt konkret, wie man Dinge besser machen kann.
Teilweise fand ich ihre Erklärungen aber interessant, zum Beispiel das „Pseudo-Ich“ bzw. das scheinbare Selbst, das eher durch gesellschaftlichen Druck entsteht als durch das wahre Ich.
Manchen Argumenten konnte ich aber überhaupt nicht zustimmen. Sie meint zum Beispiel, Alkoholkonsum werde stark durch kapitalistische Werbung gefördert. Ich persönlich glaube eher, dass sozialer Druck dabei die größere Rolle spielt.
Was mich irgendwann wirklich genervt hat: dieses viele Reden ohne konkrete Beispiele. Sie schreibt etwa, man solle darauf achten, ob Produkte wie Zahnbürsten unter guten Bedingungen hergestellt wurden. Aber WIE soll man das bitte überprüfen? Welche Seiten oder Ressourcen soll man nutzen? Sie sagt selbst, dass solche Recherchen Zeit kosten und viele Menschen diese Zeit nicht haben, da hätte ich wenigstens ein paar konkrete Tipps erwartet.
Am Ende hatte ich das Gefühl, dass viele Themen nur angerissen werden. Gute Ansätze sind definitiv da, aber mir wurden die ständigen Belehrungen ohne richtige Beispiele oder Tiefe irgendwann einfach zu viel.
Um ehrlich zu sein habe ich nicht so viel von dem Buch erwartet und deswegen bin ich umso glücklicher darüber, dass es doch so gut war. Ich fande es hatte genau die richtige länge und aktiv Fehler im Buch zu finden ist echt Nitpicking.
Ironischer Weise war das wirklich einzige was mich teilweise störte die Anglizismen bzw auch die paar englischen Begriffe die im deutschen hätten besser klingen können. Aber die haben das Buch auf keinen Fall unlesbar gemacht.
Interessant niedergeschriebene Sicht von Bianca, nach ihrer Superveränderung in der vergangenen Zeit. Ein niedergeschriebener Einblick ihrer Gedanken und des Werdegangs nach ihrem Hoch auf Social Media und der Umgang vom „Influencer Da-Deins“ wie sie es führte und ihren Neustart als Influencer.
Ich hatte schon eine seitenlange Rezension verfasst. Aber eigentlich lässt sich alles, was ich sagen wollte, in einem Satz zusammen fassen. Bianca ist ne tolle Frau und ich finde ihren Wandel und ihre Werte gut, trotzdem braucht man dieses Buch nicht zu lesen.